Chronik von Seewalchen
Die Chronik der Jahre ... |
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Aus der Chronik der Marktgemeinde Seewalchen am Attersee. (Übersicht)

Vorwort
1927 regte das Land Oberösterreich an, in den Gemeinden Chroniken zu führen. So begann im Mai 1928 der Gemeindesekretär Max Laminger mit Aufzeichnungen.
Lamingers Verdienst war es, auch die Zeit ab 1850, dem Gründungsjahr der Gemeinde, aufzuarbeiten. Er verwaltete die Chronik nach seiner Pensionierung (1938) bis zum Jahr 1964 weiter. Schon 92-jährig übergab er sie dann an den damaligen Amtsleiter Josef Nöhmer.
Josef Nöhmer ergänzte die Aufzeichnungen durch Bilder und Fotos, so dass die Chronik zu einem großartigen Geschichtsbuch von Seewalchen wurde.
1971 wies Regierungsrat Leo Schreiner gegenüber Nöhmer auf einige Lücken der Chronik hin, die er trotz Würdigung der langjährigen und gewissenhaften mühevollen Führung anmerkte. So ergänzte Schreiner auf Ersuchen Nöhmers im Herbst 1971 die Gemeindechronik.
Schreiner war seit 1895 mit kurzen Unterbrechungen jeden Sommer und nach seiner Pensionierung 1956 die meiste Zeit des Jahres in Seewalchen. Aufgrund seiner Erinnerungen und Aufzeichnungen und mithilfe einschlägiger Behelfe ergänzte er die Chronik „aus der Sicht des Sommergastes“. Neben den Ergänzungen verfasste er längere Zusammenfassungen und schrieb diese in das erste handgeschriebene Chronikbuch.
Mit der Pensionierung Nöhmers 1975 begann sein Nachfolger Rudolf Romankiewicz an der Chronik mitzuarbeiten, nach dem Tod Nöhmers 1992 auch der ehemalige Leiter der Hauptschule, Johann Rauchenzauner. Mit dem Tod Johann Rauchenzauners 2021 beendete auch Rudolf Romankiewicz seine Archivarbeit.
Im AtterWiki wird ein Auszug der Texte der Chronik von Seewalchen allgemein zugänglich gemacht. Häufig wird der Originaltext verwendet, gelegentlich werden die Eintragungen durch andere Schriften ergänzt oder es sind Erläuterungen angefügt.
Die Aufzeichnungen dieser Chronik erfolgten durch Laien - die sehr bemüht - was wichtig erschien, in diese Chronik zu schreiben. Die Möglichkeiten von umfangreichen Recherchen, gerade was ältere Aufzeichnungen anlangt, sind aber begrenzt. Und die Eintragungen sind weder vollständig noch können sie einem wissenschaftlichen Anspruch genügen.
Einleitung
(Originaltext von Max Laminger)
Seewalchen = Seewalhin = Seewalhen
„Dem Laciakum der Römer seit dem Jahre 1135 dem Stifte Michaelbeuern einverleibte Pfarre, waren auch die Orte Chemata = Kemating, Einwahlhesdorf = Ainwalchen, Polperc = Buchberg, seit dieser Zeit einverleibte Orte.
Im Jahre 1337 erteilte Konrad von Schaunberg dem Stift Michaelbeuern wegen der Pfarre Seewalchen das Fischrecht am Attersee. 1530 verlieh Kaiser Ferdinand I. dem Franz von Kufstein einige Güter, Gütlein und Untertanen zu Lehen aus der Pfarre Seewalchen.
Bei den Bauernaufläufen 1626-1632 hatte die Pfarre und Herrschaft Seewalchen sehr viel zu leiden.
Im Jahre 1731 starb in Seewalchen der berühmte Odilo von Gunrath als Administrator.
Die Kriegsjahre 1800, 1805 und 1809 brachten auch der Pfarre Seewalchen empfindlichen Schaden.”
In der „Ergänzung zur Chronik“ widerspricht Leo Schreiner (1971) der weitverbreiteten Ansicht, dass Seewalchen das römische Laciacum ist und führt aus, dass es sich dabei um einen Ort in der Gegend zwischen Frankenmarkt und Hörading handeln musste. Diese Ansicht dürfte auch richtig sein.
1850 Errichtung der Ortsgemeinde
(Originaltext von Max Laminger)
- Durch das Gesetz vom 17. März 1849 wird die Konstituierung der Ortsgemeinde beschlossen. Mit Erlass vom 13. Februar 1850 ordnet die o.ö. Statthalterei in Linz die Durchführung dieses Gesetzes unter Berücksichtigung der Zusammenlegung bereits bestehender Katastralgemeinden an. Nach einem Rundschreiben vom 14. Februar 1850 sollten die Katastralgemeinden Hainbach, Kammer, Oberachmann, Litzlberg, Seewalchen, Steinbach, Weyregg und Aurach zusammengeschlossen werden. Dieser Plan kommt jedoch nicht zur Durchführung.
- Am 4. August 1850 beschließt der damalige Gemeindeausschuss die Selbständigkeit der Ortsgemeinde Seewalchen durch Vereinigung der Katastralgemeinden Litzlberg und Seewalchen. Dieser Beschluss wird auch in der Folge aufrecht erhalten.
Ortsgemeinde Seewalchen
- Die Ortsgemeinde Seewalchen umfasst 1661 Seelen (Seewalchen: 945, Litzlberg: 716),
- Die Deckung von Abgaben erfolgt durch Umlagen auf direkte Steuern bzw. durch Zulagen auf direkte Steuern.
- Gewählt wird in 3 Wahlkörpern.
der erste Bürgermeister war Anton Peyr, Papiermüller in der Au-Pettighofen (heute Marktgemeinde Lenzing),
1. Gemeinderat: Franz Holzinger, Bauer in Haining 5,
2. Gemeinderat: Mathias Gugg, Gastwirt in Seewalchen 29. - Aus der am 24. August 1850 begonnenen öffentlichen Rechnung der Ortsgemeinde ist zu entnehmen, dass ein Peter Stadler als Polizeimann mit monatlich fl. 10.--, eine Anna Stadler als Hebamme mit monatlich fl. 2.-- und ein Wegmacher namens Duftschmied mit monatlich fl. 3.-- bestellt wurden.
- Nach einer Rechnung des Tischlers Kratzer kostet ein Sarg samt Kreuz fl. 1.20 xr.
- Im September 1850 wird um Bewilligung um Abhaltung eines jährlichen Viehmarktes angesucht, es sind jedoch keine Dokumente einer Bewilligung vorhanden.
Jedoch ist in alten Kalendern ein Kirchweihfest am Jakobitag (25. Juli) verzeichnet, wurde jedoch in späteren Jahren wieder aufgelassen.
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Die Jahre 1851 bis 1860
1851 und 1852.
- Auf die direkten Steuern werden 10% Umlage eingehoben. Die Umlagen bestehen aus Pfarr-, Schul-, Gemeinde- und Armenumlagen. Dem Pfarrsprengel sind einverleibt aus der Gemeinde Berg die Ortschaften Baum, Brandham und Rubensdorf, aus der Gemeinde Timelkam die Ortschaften Arnbruck, Ulrichsberg und Thal.
Armenpflege
(Originaltext von Max Laminger)
Bis zum Jahre 1880 war der Wirkungskreis der Armenpflege nicht die Ortsgemeinde sondern die Pfarrgemeinde. Die gebräuchlichste Art der Armenversorgung für vollständig Erwerbsunfähige war die Armeneinlage in Natura - Verpflegung von Haus zu Haus. In der Gemeinde wurde die Naturaleinlage im Jahre 1896 aufgelassen. Der letzte Einleger war ein gewisser Kliemstein, von Beruf Schleifer, welcher infolge seiner Unreinlichkeit und seines boshaften Charakters eine Hauptursache war, dass von dieser mittelalterlichen Einrichtung in der Gemeinde Seewalchen Abstand genommen wurde. Die Trennung des Armenfondsvermögens der Pfarrkirche erfolgte 1881 durch Teilung der Ortsgemeinden Seewalchen und Berg.
Rechnungsabschluss der Gemeinde 1852 (24.8.1850-31.12.1852): Einnahmen: fl. 1238.33 xr. Ausgaben: fl. 1162.30 xr. (fl. = Gulden, xr = Kreuzer)
1853
- Infolge der Aufhebung der Untertans- und Zehentleistung waren an die Herrschaften Ungenach zu Kammer-Puchheim, an den Amthof Seewalchen, Pfarrhof Seewalchen, Pfarrhof Schörfling und Straßwalchen und das Weissenburgeramt von den ehemaligen Untertanen Ablösungsbeträge zu leisten, welche von einigen Besitzern die Höhe von über fl. 200 erreichten, und im Jahre 1853 noch ziemliche Rückstände waren, sodass, wie aus Rechnungen ersichtlich, die Exekutionsorgane sehr viele in Einquartierung lagen. Deren Löhne und Verpflegung musste von den rückständigen Parteien aufgebracht werden.
1855
- Gemeindevorsteher 1855-1858: Franz Holzinger, Bauer in Haining Nr. 5.
- Mit Circularerlasse vom 12.7.1855 des Kreisvorstandes Wels wird die Regierungsverordnung vom 13.7.1786 betreff Verbot „blauer Montage“ für Gesellen und Lehrlinge bei fl. 10,-- Strafe im Betretungsfalle in Erinnerung gebracht.
1856
- Die Pfarrgemeinde Seewalchen erhält eine neue Glocke laut Rechnung des Glockengießers Franz Oberascher in Salzburg um den Betrag von fl. 121.--.
1857-1860
- Gemeindevorsteher 1858-1861: Anton Hofmann, Brauereibesitzer in Litzlberg 14.
- Kaiserliches Patent über die Bestimmungen des Münzwesens. Nach fast 100 Jahren geht Österreich von der Conventionswährung ab.
Die Überrechnung beträgt: 100 fl. C.W. = 105 fl. ö.W. (ö.W. = österreichische Währung). - Die Elisabeth-Westbahn von Linz nach Salzburg wird gebaut.
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Die Jahre 1861-1870
1861
- Gemeindevorsteher 1861-1864: Johann Reibersdorfer, Schneidermeister in Seewalchen Nr. 50 (Hauptstr. 11).
- Am 30.7.1860 wird Karl Streicher als Gemeindebeamter mit mon. 7 fl. und Johann Idlhammer als Gemeindediener mit 6 fl. bestellt.
1862
- Der schadhafte Dachstuhl des Kirchturmdaches wird ausgebessert, das Dach wird mit Lärchenschindeln eingedeckt und mit Blech verkleidet. Kirche und Turm werden neu angeworfen. Die Gesamtkosten betragen 2160 Gulden. Am 11. August 1862 werden Kugel und Kreuz wieder aufgerichtet.
(Seit diesem Jahr werden Urkunden in die Kugel unter dem Kreuz gegeben.)
1863
- Aus unbekannter Ursache brennen am 19.12.1863 die Häuser Nr. 1, 2, 3, 5, 9, 12, 13, 14 und 38 in Steindorf vollständig nieder.
Rückblick
(Originaltext von Max Laminger)
Seit dem Jahre 1850 als der Zwang der Robot und der Zehent aufgehoben, die Konstituierung der politischen Gemeinde beschlossen und die Gemeinde Seewalchen mit dem Sitz des Gemeindeamtes in der Ortschaft Seewalchen mit den umliegenden 17 Ortschaften errichtet war, waren 13 Jahre verflossen, ohne dass von den 1850 bestandenen 68 Häusern nur um 1 Haus vergrößert wurde oder eine merkliche Veränderung an den meist mit Lagerdachung versehenen Häusern zu bemerken war. Das Seeufer des Attersees war an keiner Stelle längs der Ortschaft von den einschlagenden Wellen bei Sturmwetter geschützt und es war kein Weg am Ufer erkennbar.
Die einheimische Bevölkerung des Ortes sowie der Gemeinde, an den alten Vorurteilen ihrer Eltern stur hängend, konnte es nicht einfallen andere Verhältnisse herbei zu führen und selbst das Stift Michaelbeuern nach dem großen Brand des Amthofes im Jahr 1860 war nur bestrebt, den Amthof und das Wirtschaftsgebäude nebst die großen landwirtschaftlichen Gründe wieder lebensfähig zu machen und sich um die vernachlässigten Verhältnisse nicht zu kümmern. Obwohl durch Einheirat und notwendige Ergänzung der Gewerbetreibenden ein kleiner Zuzug von Fremden, von den Einheimischen als „Zugroaste“ bekannt, wohl die Absicht hatten, bessere Verhältnisse herbei zu führen, konnte das Misstrauen der Alteingesessenen sowie der Umstand, dass die Fremden erst nach zehnjährigem, ununterbrochenen Aufenthalte die Heimatberechtigung in der Gemeinde erlangen konnten - mussten sie ihre berechtigten Wünsche, eine Vergrößerung und eine Verschönerung des Ortes zu erreichen mit der Hoffnung auf spätere und längere Jahre zurückstellen und auch die übrigen Ortschaften des Attersees die gleichen Ansichten hatten.
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1864
- Inventar der Gemeinde:
- 1 weicher Tisch: fl. 2,--
- 2 weiche Sessel: fl. 2,--
- 1 Schriftenkasten: fl. 6.--
- Schreibzeug: .30 xr.
- Siegel und Farbe: fl. 3.--
- Gesetzblätter und Bücher: fl. 4.--
- Gemeindemappe auf Papier: fl. 5--
- zusammen: fl. 22.30 xr.
- Straßenschanzzeuge:
- 1 Sandgitter: fl. 3.--
- 1 eiserne Schaufel: .50 xr.
- 1 Krampen: .70 xr.
- 1 Kotscherer: .30 xr.
- 1 Steinhammer: .30 xr.
- zusammen: fl. 9.80 xr.
- Summe der Fahrnisse (bewegliche Güter) : fl. 32.10 xr.
- Im Jahre 1864 wird das Feuerwehrwesen an Hand der Gemeindeordnung im Gesetz verankert.
- Jagdpacht: 50 fl. jährlich; Jagdpächter Felix von Pausinger, Herrschaftsbesitzer in Kogl.
1865
- Es wurden folgende Entschädigungen beschlossen:
Bürgermeisterbesoldung pro Jahr: fl. 72.--
Kanzleimiete im Haus Seewalchen Nr. 50: fl. 20.--
Gemeindebeamter monatlich: fl. 7.--
Gemeindediener monatlich: fl. 6.--
Fleischbeschauer jährlich: fl. 30.--
Nachtwächter jährlich: fl. 10.--. - 15.7.1865: Beim Bauerngute des Karl Hausjell, Seewalchen 48 (Moserbauer), entsteht ein Brand, welchem das ganze Objekt zum Opfer fällt.
Nur durch die Windstille und die aufopfernde Beihilfe der Bewohner ist es möglich, die umliegenden Häuser Nr. 29, 49 und 47 zu retten.
Rechnungsabschluss der Gemeinde 1865: Einnahmen: fl. 1103.33 xr. Ausgaben: fl. 701.06 xr.
1866
- Nach dem Tode des Schulleiters Josef Streicher wird Johann Mayr als Schulleiter der einklassigen Volksschule ernannt (1866-5.9.1872).
Die Witwe nach dem verstorbenen Josef Streicher erhält eine von der Gemeinde geleistete Pension von 80 fl. jährlich. - Es wird beschlossen, für Verwundete der Gemeinde eine Sammlung zu veranstalten und zur unentgeltlichen Heilung in Pflege zu übernehmen.
- Im Jahre 1866 wird die Gemeinde Seewalchen vom Hagelschlag betroffen.
- Im Jahre 1866 brennt das Haus Nr. 6 in Gerlham ab.
1867
- Im Jahre 1867 hat die Ortschaft Seewalchen 68 Häuser.
- 19.6.1867: Kaiser Maximilian von Mexiko, ein Bruder Kaiser Franz Joseph I., wird in Querétaro erschossen.
Der spätere Besitzer der Insel Litzlberg, Baron Eduard Springer, war der ständige Begleiter des Kaisers Maximilian in Mexiko. - 28.8.1867: Als Nachtwächterpauschale werden jährlich fl. 10 bewilligt.
1868
- 16.8.1868: Der Brandschaden-Versicherungs-Verein der Pfarrgemeinde Seewalchen wird gegründet und mit 1. Jänner 1866 rückwirkend. Ab April 1868 werden die Prämien eingehoben.
Der Obmann des Vereines ist Anton Hofmann, Brauer in Litzlberg Nr. 14. - 31.10.1868: Die Erteilung des Ehekonsens aufgrund des Ehekontraktes seitens der Gemeinde wird aufgehoben.
Bis dahin konnte die Gemeinde die Zustimmung zu einer Ehe verweigern, wenn kein Verdienst oder keine Arbeit nachweisbar war, die Sitten verletzt wurden oder Krankheit vorlag. - 31.12.1868: Über behördliche Verfügung muss ein Gemeindearrest beschlossen werden und wird bei Michael Idlhammer, Seewalchen Nr. 47, mit jährlich fl. 12.-- Zins zu diesem Zwecke ein Lokal gepachtet.
- Amthofverhalter und Pfarrer P. Gregor Mödlhammer lässt die Pfarrkirche restaurieren.
1869
- 27.6.1869: Es wird beschlossen, das Eigentumsrecht des Attersees zu behaupten und keinen Grund hievon abzuverkaufen.
- 27.7.1869: Franz Achleitner in Kraims kauft von Felix von Pausinger das Fischrecht im Steindorfer-Kraimserbach um fl. 52.50 xr.
- 28.8.1869: Es langt das erste Dampfschiff für den Attersee in Kammer ein, welches durch Schießen und Läuten feierlich empfangen wird. Es ist ein kleiner Schraubendampfer, der „Ida“ benannt wird.
1870
- Mit dem Jahre 1870 beginnt der Streit um das Eigentumsrecht des alten Schulhauses (Mesnerhaus, Kirchenplatz 2) und endet dieser Streit zu Gunsten des Stiftes Michaelbeuern im Jahre 1894.
- 1.8.1870: Bei der stattfindenden Neuwahl der Gemeindevertretung wird Josef Leitner, Bauer in Reichersberg, als Gemeindevorsteher für die Jahre 1870 bis 1873 gewählt.
- 1.9.1870: Der Archäologe Ladislaus Gundacker Graf Wurmbrand entdeckt in der Nähe des Stallinger-Anwesens (Atterseestr. 27) beim Ausfluss des Sees erstmals in Österreich Pfahlbaureste.
- Im Jahre 1870 wird die Gemeinde Seewalchen von starkem Hagelschlag betroffen. Die Kosten der Zehrung für die Schadensaufnahme sind in der Gemeinderechnung mit fl. 17.66 xr. ausgewiesen.
Rechnungsabschluss der Gemeinde 1870: Einnahmen: fl. 990.71 xr. Ausgaben: fl. 809.04 xr.
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Die Jahre 1871-1880
1871
- Im Jahre 1871 wird das Haus Nr. 57 in Seewalchen (Christ-Villa, Promenade 5) durch Herrn Karl Rosenauer als Villa umgebaut und für den Sommeraufenthalt eingerichtet.
- Im Jahre 1871 wird infolge Sprunges einer Glocke die Anschaffung von 3 neuen Glocken beschlossen. Im Jahre 1872 erfolgt die Weihe und der Aufzug der Glocken. Diese Glocken (1037 kg, 512 kg und 318 kg) haben ein harmonisches Geläute und werden am 21.3.1917 aus Anlass der Metallsammlung für Kriegszwecke abmontiert und abgeliefert.
1872
- Johann Sompeck ist vom September bis November provisorischer und dann bis 1.6.1878 wirklicher Schulleiter. Ab Februar 1872 wird die Schule zweiklassig geführt. Als Unterlehrer wird Georg Haulbersch angestellt, er bleibt bis 1874. Die zweite Klasse ist im Pfarrhof Seewalchen mit fl. 40.-- Jahreszins untergebracht.
- 1.3.1872: Die Auflassung des Schulgeldes wird beschlossen.
- 3.3.1872: In Schörfling wird ein Gendarmerieposten, der auch für Seewalchen zuständig ist, errichtet.
1873
- Gemeindevorsteher: 1873-1876: Josef Leitner, Bauer in Reichersberg.
- Im Jahre 1873 herrscht in der Umgebung starke Blatternepedemie. Seewalchen bleibt bis auf einige unbedeutende Fälle verschont.
1874
- 1874 wird die Schmidt-Villa vollendet.
Khevenhüller-Kapelle
- Am 15.4. wird die Erbauung einer Familiengruft für die Familie Horváth-Kammer bewilligt und im gleichen Jahr erbaut.
Nachdem diese Gruft in Form einer Kapelle von der Familie Horváth nicht in Anspruch genommen wurde, wird dieselbe vom Veteranenverein 1917 als Kriegerdenkmal ausgestattet und besteht seither als solches für die Gefallenen im Ersten Weltkrieg.
Aus den Prozessakten „Friedhof-Schulhausstreit“ geht hervor, dass die Mutter des Schlossbesitzers Horváth in dieser Gruft in Seewalchen begraben wurde. Die Mutter des Besitzers von Schloss Kammer Frau von Horváth ist am 6.7.1874 an Blattern verstorben. Aus unbekannten Gründen wird jedoch die Leiche nicht am Schörflinger Friedhof geduldet, weshalb das Grab über Nacht offenbleibt.
Am nächsten Tag kommt der Bote des Herrn von Horváth, namens Anton Bodenwieser, im Namen seines Herrn mit dem Ersuchen, die Leiche der Frau v. Horváth in Seewalchen bestatten zu lassen. Herr v. Horváth hat für den Fall der Zustimmung, für die Armen der Gemeinde eine größere Spende und zum Schulbau 25 Baumstämme angeboten. Vom Bürgermeister wird die Zustimmung erteilt. Über dem Grab wird schließlich die Kriegerkapelle errichtet. - Das Kriegerdenkmal wurde am 6.11.2000 abgerissen.
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1875
- 1.2.1875: Der Attersee wird als öffentliches Gut eingestuft.
- 16.3.1875: Mit Beschluss des Gemeindeausschusses werden für ihre Verdienste wegen Freilassung des Attersees als öffentliches Gut zu Ehrenbürgern der Gemeinde Seewalchen ernannt:
Dr. Ritter von Chlumetzky, Ackerbauminister,
Dr. Karl Graf, Bezirkshauptmann in Vöcklabruck,
Dr. Adolf Dürnberger, Hof- u. Gerichtsadvokat in Linz.
Die Gemeinde wird dadurch von der Grundsteuer für den See befreit. - Im Jahre 1875 werden die Druschgemeinschaften Steindorf und Seewalchen gegründet.
(1976 beschloss der Druschverein, sein gesamtes Inventar der Frw. Feuerwehr Seewalchen zur Verwertung zu übergeben).
Rechnungsabschluss der Gemeinde 1875: Einnahmen: fl. 14032.04 xr. Ausgaben: fl. 12498.16 xr.
1876
- Gemeindevorsteher 1876-1879: Mathias Holzinger, Bauer in Haining Nr. 5.
- Von 1876 - 1880 wirkt als Pfarrer P. Nikolaus Gründinger.
- Im März 1876 herrscht Hochwasser. In Attersee wird die Straße nach Seewalchen durch eine Hangrutschung verlegt.
- 8.8.1876: Der Blitz schlägt in das Mayr-Gut in Arnbruck, später Arbeiterwohnhaus der Lenzing AG, ein und äschert es ein.
- Das alte Schulhaus Seewalchen (Mesnerhaus, Kirchenplatz 2) wird nach der Fertigstellung der neuen Volksschule als Gemeindekanzlei verwendet.
- Im Jahre 1876 herrscht große Kälte. Der Attersee ist vom 12. auf 13. Februar bei 16 Grad R. (=Reaumur) zugefroren.
Schulbau
Durch die Einführung der 8-jährigen Schulpflicht erwies sich die zweiklassige Volksschule zu Seewalchen zu klein, da schon 1872/73 die Schülerzahl auf 261 gestiegen ist.
Im Oktober 1873 erging vom Landesschulrat eine Aufforderung an den Ortsschulrat, eine Kommission wegen der Errichtung eines Schulbaus zu gründen. Der Kommission wurden drei Bauplätze angeboten, da aber diese zu teuer waren, entschloss man sich das alte Schulhaus entsprechend zu erweitern. Am 12. Februar 1874 kam man jedoch mit Herrn Josef Kletzl wegen eines Schulgrundes ins Gespräch. Im Herbst des Jahres wurde der neue Schulbau in Angriff genommen, nachdem die Schulgemeinde ein unverzinsliches Landesdarlehen aus dem oberöst. Landesschulden-Tilgungsfonde im Betrag von 9500 fl. aufgenommen hatte. Dieses Kapital sollte oder musste vielmehr in 20 Raten zu 475 fl. vom Jahre 1877 an zurückgezahlt werden.
Aus der Schulchronik:
Den Bau leitete Baumeister Herr Mathias Ströbl von Schörfling... Der gesamte Schulbau kostete 15.086.76 fl, samt Einrichtung: 17.516 fl. Im Jahre 1876 gegen Ende April war der Bau soweit fortgeschritten, dass die I. Klasse daselbst untergebracht werden konnte. Für die II. Klasse wurde noch das alte Schulgebäude benützt.
Im Monate Juli wurde der Gesamtbau bis auf die Gartenanlage fertig, die Eröffnung der neuen Schule konnte vor sich gehen.
Leider ist es zu bedauern, dass eine feierliche Eröffnung des Schulhauses aus lokalen Gründen unterbleiben musste.
Dafür veranstaltete der Zweiglehrerverein Vöcklabruck gelegentlich seiner Jahresversammlung am 25. Oktober 1876 eine diesbezüglich kleine Gedenkfeier, welche in unserem Schulgebäude abgehalten wurde. Nach einem gemeinschaftlichen Mittagsmahle belebten Gesänge und Toaste verschiedener Art das gesellige Zusammensein, bis der hereinbrechende Abend die Versammlung zum Aufbruch mahnte. Zwanzig Lehrer und Lehrerinnen hatten sich eingefunden, darunter auch Gäste aus der Umgebung.
Die Vollendung des Baus wurde am 28.10.1877 dem oö. Landesamt angezeigt.
Bis 1972 war die Volksschule, dann von 1973 bis 1983 die Hauptschule und seit 1991 ist die Landesmusikschule in diesem Haus untergebracht.
1877
Villa Paulick
Friedrich Paulick (1824 -1904), k.u.k. Hoftischler, erbaute sich 1877 in Seewalchen eine Villa, die er zu einer Sehenswürdigkeit ausgestaltete.
Die Pläne stammten von den Wiener Architekten Professor Rudolf Feldschareck und Professor Karl Könige.
In der Villa baute Paulick Teile des Kaiser-Pavillons der Wiener Weltausstellung 1873, den er hergestellt hatte, als Salon ein. Ein Arbeitskabinett, das auf der internationalen Ausstellung, gleichfalls von Paulick ausgeführt, zu sehen war, diente als Bibliothek. Bauteile und das ganze Material wurde mit Pferdefuhrwerken von der Bahnstation Timelkam nach Seewalchen transportiert.
Die Baukosten betrugen, wie in der Familie erzählt wird, 80.000 fl.
Die Villa wurde von vielen Persönlichkeiten, einmal auch von Erzherzog Johann (Orth), besucht.
Nach dem Tode Friedrich Paulicks ging die Villa in den Besitz der ältesten Tochter Therese über, die später den Prokuristen Hermann Flöge heiratete.
- 1.5.1877: Dem Gemeindebeamten Mathias Holzwieser wird sein Gehalt pro Monat von fl. 17.-- auf fl. 20.-- erhöht. Für Steuereinhebung an Sonntagen werden 8 xr., an Wochentagen 6 xr. bewilligt.
Gründung der Feuerwehr
Am 2. November 1877 werden die Statuten der neu gegründeten Freiwilligen Feuerwehr Seewalchen genehmigt.
- Gründer der Frw. Feuerwehr waren:
Lehrer Johann Sompeck,
Brauer Josef Hofmann, Feuerwehrhauptmann,
Tischlergehilfe Johann Deutsch,
Bäckermeister Georg Pfeffer,
Tischlermeister Franz Köstler, Feuerwehrhauptmann-Stellvetreter.
Innerhalb kurzer Zeit gelingt die Anschaffung einer kleinen hölzernen Feuerspritze.
Es ist eine große hölzerne Spritze mit befestigtem beweglichen Stahlrohr ohne Schlauchverwendungsmöglichkeit. Die Wasserzubringung erfolgt mittels imprägniertem, leinernen Wasserkübeln. Die links und rechts der Feuerspritze angebrachten schweren Pumpstangen werden von Hand aus bedient.
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1878
- 15.10.1878: Zum definitiven Schulleiter wird Herr Adolf Gattringer an der dreiklassigen Volksschule Seewalchen bestellt. Derselbe bleibt bis zum Jahre 1904.
1879
- Für die Periode 1879 - 1882 wird als Gemeindevorsteher Wolfgang Starzinger, Bauer in Kraims 2, gewählt, nachdem er im Dezember stirbt, wird für die restliche Periode Bernhard Aigner, Neubrunn 4, gewählt.
- 27.10.1879: Das Auszughäusl „zum Lacher Toffn“ in Roitham brennt nieder.
- Vom 1.-29. Dezember herrscht große Kälte, der Attersee ist bei 16 Grad R (=Reaumir) zugefroren.
1880

Die Villen Schmidt, Paulick und Christ sind zu sehen, das Eschenhaus steht noch nicht.
- 11.11.1880: Die öffentliche Armenpflege erfolgt nun an Stelle der Pfarrgemeinde durch die politische Gemeinde. Armenvater wird Josef Mayr, Seewalchen 49 (Koaser, Hauptstraße 7).
- Im Jahre 1879/80 tritt in den ganzen mitteleuropäischen Staaten die Krebspest auf, sodass im Jahre 1880 in allen Gewässern die Krebse aussterben. Erst durch Legen neuer Brut ist wieder ein neuer Nachwuchs entstanden, welcher jedoch an den früheren Stande nicht heranreicht.
- In diesem Jahr wird die Totenkammer auf dem Friedhof erbaut.
- Der Attersee ist im Winter 1879/1880 für 30 Tage zugefroren.
- Der Schuhmacher Franz Achleitner aus Kraims gründet den Musikverein Seewalchen.
- Im Jahr 1880 beginnt Johann Gebetsroither in Unterbuchberg mit dem Bau von Plätten.
Einige Zahlen Die Gemeinde Seewalchen hat nach dem Stande der Volkszählung 1880 insgesamt 1929 Personen.
Rechnungsabschluss der Gemeinde 1880: Einnahmen: fl. 4994.52 xr. Ausgaben: fl. 4080.85 xr.
Die Chronik der Jahre ... |
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1851-1880 | 1881-1900 | 1901-1920 | 1921-1940 | 1941-1960 | 1961-1970 | 1971-1980 |
Die Jahre 1881-1890
1881
- Im Jahre 1881 erfolgt die Trassierung wegen Erbauung der Vöcklabruck-Kammer-Bahn, wobei wegen verweigerter Grundabtretung einiger Besitzer die Enteignung erfolgt.
1882
- Gemeindevorsteher 1882-1885: Anton Stallinger, Sägemüller in Pettighofen 14.
- 16.4.1882: Mit Gemeindeausschussbeschluss wird Herr Anton Peyr, ehemaliger Papiermüller in der Au, in Würdigung seiner Verdienste als 1. Bürgermeister zum Ehrenbürger der Gemeinde Seewalchen ernannt.
Peyr war auch Abgeordneter zum Reichstag in Kremsier 1848. - 30.4.1882: Feierliche Inbetriebnahme der „k.u.k. Priv. Localbahn“ Vöcklabruck-Kammer mit einem Jubiläumszug: Wien-Kammer. Am nächsten Tag beginnt der reguläre Betrieb.
1883
- Der Amthof wird an den ehemaligen Schlossherrn von Starhemberg, Rudolf Seyrl, Haag a.H., verkauft. Wirtschaftliche Überlegungen dürften zu diesem Entschluss des Klosters Michaelbeuern geführt haben.
Einige Joch kommen zum Pfarrhof, aber zur Verbuchung ans Stift Michaelbeuern.
Der Kaufpreis beträgt fl. 32.000.-- öst. Währung.
Amthof
(Originaltext von Max Laminger)
- Der Amthof Seewalchen war im jahrzehntelangen Besitze des Stiftes Michaelbeuern, verwaltet von den jeweiligen Pfarrern der Pfarre Seewalchen, welche neben der Seelsorge für ihre Pfarrkinder nur nebenbei sich der Verwaltung des großen landwirtschaftlichen Betriebes widmen konnten, und so nach und nach ein offensichtlicher Rückgang der Erträge dieses so schönen Besitzes eintreffen musste. Alle möglichen und unmöglichen Arbeitskräfte wurden für die landwirtschaftlichen Arbeiten eingestellt, ohne Prüfung deren Leistungsfähigkeit, so wurden auch unter anderem für die Erntedruscharbeiten Drescher in langjähriger Verwendung durch die dem Amthof umliegenden Häuseln, welche infolge der langjährigen Einstellung der Besitzer als Drescherhäusl bekannt waren, eingestellt. Zur Druschzeit zogen die Drescher ihre breitgehaltenen Raschschuhe an, welche die entsprechenden Weiten und Größen hatten und begannen den Drusch mit gewohntem Pflichteifer.
- Sie konnten nicht verhindern, dass bei „eifriger Arbeit“ sich auch die leeren Stellen der Raschschuhe mit dem Getreide füllten, so dass sie gezwungen waren, sehr oft an den Druschtagen sich zu ihren Häuserln zu bemühen, um durch Entleeren und Reinigen der Raschschuhe für ihre Füße Platz zu schaffen und so ihrer Pflicht als Drescher wieder nachkommen zu können.
- Natürlich konnte man den Dreschern nicht zumuten nach Druschendigung das in ihren Häusln angesammelte Getreide, das ohne ihr Zutun sich in den Schuhen verirrte, in den Amthof zurückzubringen, sondern zum eigenen Lebensunterhalt zu verwenden. Es ist selbstverständlich, dass dieser Vorgang der Getreideverirrung nur ein kleiner Auszug der verschiedenen anderen Vorgänge, die das Erträgnis des Amthofes nicht förderten, ist, so dass das Stift Michaelbeuern beschloss, das Gut samt den zugehörigen Gründen an den Herrn Gutsbesitzer Rudolf Seyrl in Haag a. H. zu verkaufen.
- Der neue Besitzer des Amthofes schaffte sofort Ordnung durch Einstellung geschulter landwirtschaftlicher Dienstboten sowie eines tüchtigen Maurers.
- Natürlich waren durch diese Einstellungen alle früheren Angestellten einschließlich der Drescher ihrer Arbeit enthoben. Die so lange Jahre in Verwendung gestandenen Raschschuhe konnten infolge Alter keine Verwendung als Schuhbekleidung finden, so wurden dieselben zu Hühner-Legenestern zugerichtet und es soll dem Vernehmen nach den Hühnern gelungen sein, während des Eierlegens noch Körner aus den ehemaligen Raschschuhen herauszupicken.
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1884-1885
- Im Jahre 1884 wird die Haltestelle Siebenmühlen errichtet.
- Gemeindevorsteher 1885-1888: Franz Stigler, Bauer in Kemating Nr. 7.
- Von 1885-1889 wirkt als Pfarrer P. Modest Lienbacher.
- Im Jahre 1885 ist großer Hagelschlag in der Gemeinde und werden aus dieser Ursache Steuerabschreibungen in der Höhe von fl. 1075.44 xr. seitens des Steueramtes Vöcklabruck vorgenommen.
Restaurierung der Pfarrkirche
- Mit der Restaurierung der Pfarrkirche wurde begonnen und im Jahre 1887 beendet. Die Kosten des neuen Hochaltars betrugen fl. 1400, die der Kanzel fl. 500.
- In der Chronik wurde der frühere Altar als in „Zopfstil“ [soll heißen Barockstil] erbaut bezeichnet und geschildert als ein „Konglomerat“ von hässlichen Statuen und Vasen, von wurmstichigen, von Zeit zu Zeit herabstürzenden Verzierungen und Brettern und massiven Balken. Die Seitenaltäre waren um nichts besser.
- Die Skizze zum neuen Hochaltar entwarf Kunsttischler Karl Maurer von Linz und diese wurde verbessert und abgeändert durch den Domarchitekten Otto Schirmer aus Linz. Der alte Altar wurde Ende Juni 1887 abgetragen und das mittlere Fenster ausgebrochen. Der jetzige Hochaltar wurde am 26. Juni 1887 geweiht. Die neue Kanzel stammt von Linzinger aus Linz.
- Große Wohltäter der Kirche sind an den Fenstern verewigt, zum Beispiel Theresia Schachl, Auszugbäuerin von Ainwalchen, Anton Stallinger, Kleinmüller von Siebenmühlen-Pettighofen, Anna Maria Ebetsberger, ledige Bauerntochter vom Starzbauerngute in Gerlham, der Jungfrauenbund, Theresia Paulick, Villenbesitzerin aus Wien, und ungenannte Spender. Das dritte, auf der Nordseite des Presbyteriums gelegene Fenster mit einem lieblichen Engelsköpfchen (Paulick-Fenster) wurde von der Firma Geyer in Wien hergestellt, während die übrigen von Rudolf Schadmayr in Salzburg angefertigt wurden.
- Die Herz-Jesu-Statue spendete Anna Maria Ebetsberger (Gerlham), auch im Namen ihrer Angehörigen und die „Immaculata“ die Egger-Geschwister (Steindorf).
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- 5.5.1885: Aus unbekannter Ursache brennt das Anwesen „Bauer in Baum“ nieder.
- Im Jahre 1885 wird die Kapellermühle an der Ager versteigert. Der neue Besitzer heißt Raudaschl (seither Raudaschlmühle).
Rechnungsabschluss der Gemeinde 1885: Einnahmen 1885: fl. 3078.80 xr. Ausgaben: fl. 2200.24 ½ xr.
1886
- Im September ertrinkt beim Baden im Attersee Mathias Mayr, Bauernsohn vom Koaserbauerngut. Er badete gewöhnlich unter der Bäumler-Villa und stand im Alter von ca. 80 Jahren.
Der Verunglückte hatte 50 fl. zur Kirchenverschönerung vermacht, welcher Betrag zur Anschaffung des Fensters nächst der Sakristei verwendet wurde.
1887
- 19.5.1887: Die Maria-Lourdes-Kapelle in Kraims wird eingeweiht. Der Bauernsohn Wolfgang Starzinger, gestorben am 9. Juni desselben Jahres, hat es von seinem Heiratsgute erbauen lassen.
- Im Juni 1887 brennt das Anwesen Kroiß, Ainwalchen 13, bis auf die Grundmauern ab.
- Im September 1887 brennt das Anwesen der Mathias Mühlbacher, Kraims Nr. 6, bis auf den Grund nieder.
- Friedrich Paulick lässt an Stelle eines baufälligen Bauernhauses (Nr. 54) [Botenhäusl auch Reifhaus] eine Villa, das Eschenhaus (Promenade 8) ausschließlich für Sommerwohnungen erbauen.
1888
- Gemeindevorsteher 1888-1891: Michael Aicher, Bauer in Buchberg 9.
- Im Jahre 1888 wird die Gemeinde von Hagelschlag betroffen.
1889
- Von 1889-1893 wirkt als Pfarrer P. Wolfgang Stockhammer.
- 14.1.1889: Nachts um 10 Uhr brennt das Brauhaus in Litzlberg ab. Der Brand im Brauhaus entsteht durch Selbstzündung des Malzes auf der Darre. Sud- und Wohngebäude fallen dem Feuer zum Opfer. Die Stallungen werden mit Not gerettet. Wäre rechtzeitig eine Handspritze zur Verfügung gestanden, so hätte das Brauhaus leicht gerettet werden können, da der brennende niedere Torbogen, welcher den Brand vermittelte und fortsetzte, leicht abzudämpfen gewesen wäre.
Der Sohn der Herrschaft Kammer, Husarenleutnant Anton Baron Horváth, stürzt bei einem scharfen Ritt zur Brandstatt und zieht sich eine Verletzung zu, der er aber keine Beachtung schenkt. Er hilft eifrig bei den Bergungsarbeiten mit. Wenige Tage später erliegt er einer Blutvergiftung. Sein Grab befindet sich links vom Haupteingange der Pfarrkirche Schörfling. - Im März beginnen die Aushebungsarbeiten für die Errichtung der Wirtschaftsgebäude beim Pfarrhof. Ende Juni stehen die Gebäude, aber zu klein, daher muss dann noch ein hölzerner Bau an der Straße errichtet werden.
1890
- Anfang des Jahres herrscht die „Influenza“ (Grippe), so dass in sämtlichen Häusern zu gleicher Zeit die Leute liegerhaft werden.
- 15.2.1890: Das Aberlbauerngut in Steindorf Nr. 25 brennt ab.
- Im Mai Hagel, im Juli Hagel und Wolkenbruch, am 14. August wieder Hagel.
- 22.7.1890: Ein Blitz schlägt während des sonntäglichen Hauptgottesdienstes in den Kirchturm, glücklicherweise ohne zu zünden.
- 26.7.1890: Die neue Orgel von Albert Mauracher in Salzburg wird aufgestellt und geweiht. Beim Orgelbau wird auch die Sängerempore um den vorspringenden Teil erweitert.
- 31.7.1890: Feierliche Primiz eines Pfarrkindes, des hw. Herrn Gottlieb Gebetsberger von Haining, derzeit Pfarrer in Theresienfeld in Niederösterreich.
- 1.-6.9.1890: Der Attersee tritt infolge Hochwasser an vielen Stellen aus den Ufern.
Volkszählung 1890
(aus der Pfarrchronik)
In der letzten Dezemberwoche 1890 wird durch Kooperator Pater Coelestin, Schulleiter Gattringer und Lehrer Hebmüller (?) die allgemeine Volkszählung von Haus zu Haus vorgenommen.
Ergebnis der Volkszählung: politische Gemeinde Seewalchen: 1623 (1956: 3160) von der politischen Gemeinde Timelkam gehören zur Pfarrgemeinde Seewalchen 129, und von der politischen Gemeinde Berg 125.
Die Pfarrgemeinde Seewalchen zählt also 1877 Seelen davon 70 Protestanten. (Anmerkung: 1956 waren es 368 Protestanten).
Anmerkung: Zum Vergleich zu 1956 ist zu beachten, dass sich die Gemeindegrenzen geändert
haben und viele Heimatvertriebene nach dem 2. Weltkrieg Protestanten waren.
Rechnungsabschluss des Jahres 1890: Einnahmen 1890: fl. 4905.10 xr. Ausgaben; fl. 3680.89 xr.
Die Chronik der Jahre ... |
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1851-1880 | 1881-1900 | 1901-1920 | 1921-1940 | 1941-1960 | 1961-1970 | 1971-1980 |
Die Jahre 1891-1900
1891
- Gemeindevorsteher 1891-1894: Josef Moser, Bauer in Staudach 3.
- In der Zeit vom 17. auf den 18. Jänner 1891 friert der Attersee infolge der grimmigen Kälte zu und bleibt durch 70 Tage als Eisfläche, so dass mit beladenen Fuhrwerken am See gefahren werden kann.
- 30.6.1891: Das Haus Nr. 9 des Josef Leitner in Neißing brennt um 11 Uhr nachts vollständig ab.
- Im Jahre 1891 ist starker Hagelschlag, von dem die ganze Gemeinde verhagelt wird, sämtliche Fechtung (Feldfrüchte) wird vernichtet.
Die Schloßen fallen wie Taubeneier, besonders über Kemating, Staudach, Steindorf, Roitham, Neubrunn, Haidach.
1892
- Im Februar 1892 ist großes Wasser, der Sturm verwüstet die Seewege, Herr Pfeffer Paul, Bäckermeister am See (respektive seine Frau Carolina als Witwe), verkauft das Anwesen und jetzt stehen dort die zwei Villen Lettmayr und Enstein.
- Am 22. Juni 1892 um 8 Uhr vormittags brennt das Bauershaus zu Gerlham des Josef Heistinger (vulgo Draxler) nieder.
- Am 24. August 1892 ist mit 44 Grad R [= ca. 35° C] seit 1797 der heißeste Tag.
- Im Jahre 1892 erfolgt die Gründung einer gewerblichen Kollektiv-Genossenschaft und Krankenkasse für die Gemeinde Seewalchen.
Im Jahre 1920 wird die Krankenkasse mangels der gesetzlich genügenden Mitgliederanzahl aufgelöst. - Im Jahre 1892 werden die Kaisermanöver in Seewalchen und Umgebung abgehalten.
- Im Jahre 1892/93 wird am Amthof Seewalchen durch Herrn Seyrl ein 2. Stockwerk aufgeführt und erhält hiedurch der Bau einen schlossartigen Stil.
- Im Jahre 1892 erhält die Pfarrkirche zwei neue Seitenaltäre vom Bildhauer Rifesser aus Gröden um den Preis von fl. 984.50 xr. (Teile der beiden alten Seitenaltäre werden für die Kirche in Buchberg verwendet).
- 8.9.1892: In Attersee wird der „Verband zur Hebung der Sommerfrischen am Attersee“ gegründet, dem auch der Verschönerungsverein Seewalchen beitritt.
- 21.12.1892: Im Gugg'schen Gasthaus gründen 47 Bürger den Vorschusscassenverein (Raiffeisenkasse) für die Pfarrgemeinde Seewalchen. Zum Obmann wird Carl Leiß, Kalkbrenner in Seewalchen, gewählt. Schrift- und Kassenführer ist der Lehrer Anton Stelzmüller.
1893
- 4.1.1893: Der Gemeindeausschuss stimmt der Errichtung eines Postamtes in Seewalchen nicht zu.
- Der Winter 1893/94 ist sehr streng, 10 bis 20 Grad R.
Von Mitte Jänner anhaltende Kälte, so dass der See Mitte Februar zufriert und erst Anfang April eisfrei wird. Es gibt massenhaft Schnee und Schneestürme. - Der Amthof erhält seine jetzige Ausgestaltung mit zwei Ecktürmen.
„Nordufer des Attersees“
Origialtext von Max Laminger:
Als im Jahre 1848 die Freiheitsbewegung ganz Österreich in Aufruhr brachte, hat auch Graf Khevenhüller, Besitzer des Schlosses Kammer, durch Aufstellung einer Nationalgarde in die Bewegung eingegriffen und dadurch sich die Ungnade des Kaisers und des gesamten kaiserlichen Hofes zugezogen und hiedurch auch das gesamte nördliche Atterseeufer mit samt seinen Bewohnern in Mitleidenschaft gezogen.
Als im Sommer 1893 Kaiser Franz Joseph I. mit dem rumänischen König von Weißenbach aus eine Rundfahrt am Attersee machte, durfte das Dampfschiff nur bis Steinbach fahren und musste dort Richtung Unterach wieder umkehren, damit das verpönte Nordufer nicht erreicht werden konnte. Selbst bei nicht zu umgehenden Durchfahrten des Hofes wurden die Wagen geschlossen und erst nach Passieren von Kammer durften die Wägen wieder geöffnet werden.
Anmerkungen:
- Leo Schreiner: Dieser angebliche Konflikt des Herrscherhauses mit der Familie Khevenhüller-Frankenburg konnte bisher nicht geschichtlich belegt werden.
- August Mayr [Chronist aus Schörfling]: Der Konflikt ging so weit, dass Graf Wurmbrand, der Entdecker der Pfahlbauten es nicht wagte, diese jungsteinzeitliche Epoche „Atterseekultur” zu nennen, die Bezeichnung heißt „Mondseekultur”.
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1894
- Gemeindevorsteher 1894-1897: Mathias Wenninger, Bauer in Steindorf 2.
- 25.1.1894: Der Gemeindesekretär Josef Aicher wird über Verfügung des Gemeindevorstehers Moser wegen Differenzen in der Kassengebarung außer Dienst gestellt. Nachdem jedoch eine gerichtliche Überprüfung die Haltlosigkeit der Beschuldigung ergibt, wird derselbe im Juli 1894 rehabilitiert und wieder in Dienst gestellt.
- Von 1894-1905 wirkt als Pfarrer P. Felix Kohler.
- 28.11.1894: Mit Beschluss des Gemeindeausschusses wird Dr. Hauttmann in Kammer am Attersee als Gemeindearzt der Gemeinde Seewalchen für 3 Jahre mit jährlich fl. 230.-- bestellt.
- 20.1.1895: Der Weg längs des Attersees vom Seewirt bis Deckert (Rosenvilla, Promenade 4) wird als öffentlicher Weg erklärt.
Der Streit ums Schulhaus
Der im Jahre 1870 begonnene Streit zwischen dem Stifte Michaelbeuern und der Gemeinde Seewalchen wegen Eigentumsrecht des alten Schulhauses wurde mit Erkenntnis des Obersten Gerichtshofes vom 14.2.1894 zugunsten des Stiftes Michaelbeuern entschieden und demselben das Eigentumsrecht zuerkannt.
Im Jahre 1894 erfolgte die exekutive Räumung und es wurden sämtliche Registraturakten der Gemeinde, nachdem dieselbe den Abtransport nicht rechtzeitig veranlasste, beim Fenster der im 1. Stock untergebrachten Gemeindekanzlei hinausgeworfen. Mangels einer anderweitigen Kanzlei wurden die Akte im Gasthaus Gugg (jetzt Stallinger) im Vorhause des 1. Stockes untergebracht und hiedurch wertvolle Behelfe der Registratur nicht mehr vorfindlich sind.
Papierfabrik Pettighofen
Im Jahre 1894 erfolgte die Erbauung und Inbetriebsetzung (1.8.1895 [richtig ist: 1.8.1896]) der von den Brüdern Theodor und Emil Hamburger erbauten Holzstoff- und Pappenfabrik durch Ankauf der Mühle und Säge des Anton Stallinger samt zugehörigen Gründen, somit an gleicher Stelle, an welcher die Papiermühle des Herrn Anton Peyr in der Au seit dezenium in Betrieb war, jedoch durch die Konkurrenz der maschinellen Papiererzeugung aufgelassen und in eine Sägemühle umgewandelt wurde.
Die ursprüngliche Anlage der Papierfabrik war sehr primitiv und hat sich durch die vorgekommenen großen Unfälle den Namen „Krüppelfabrik“ zugezogen, bis die Umwandlung der Betriebe Pettighofen und Lenzing in eine Aktiengesellschaft und Umbau derselben mit geeigneten Sicherheitsmaßnahmen die Unfälle verminderten.
Schloss Litzlberg
Im Jahre 1895 kaufte Herr Eduard Springer aus Wien die nächst dem Mayrgute in Litzlberg gelegene Insel von Anton Hofmann und baute auf derselben ein kleines Schlösschen. In den Folgejahren vergrößerte derselbe die Insel durch eine mit Piloten gesicherte Steinumfriedung.
Die Insel war bis zum Jahr 1780 (nach Gilbert bis 1800), in welchem die Gebäude abgetragen wurden, eine Feste mit den dazugehörigen Gebäuden des Mayrhofbauerngutes. Auch diese Gebäude wurden im Lauf der Zeit umgebaut und verkleinert.
Schon im Jahre 1315 schienen als Besitzer der Herrschaft Litzlberg die „Winder zu Windern“ auf und noch im Jahre 1606 lebte ein Wolfgang Winder von Schliemating dortselbst.
Nach einer Grabsteininschrift ist „Frau Anna Katharina Riedlin, Pflegerin zu Litzlberg, anno 1720 den 17 Marty umb ¾ auf 10 h Nacht in Gott seelisch entschlafen ihres Alters im 74-igsten Jahre“.
Nach den noch ersichtlichen Piloten führte auch in früherer Zeit vom Mayrhof zur Insel eine Brücke.
Anmerkungen:
- Angeblich wurde das Abbruchmaterial zum Wiederaufbau des abgebrannten Ortes Schörfling verwendet (Brände in Schörfling 1787 und 1828).
- Nach Erzählungen der Maria Schreiner, geb. Paulick (1865-1937), war die Insel in den Jahren 1880-1890 ein beliebtes Ausflugsziel für Ruderbootpartien. Es wurden dort sogenannte Picknicks veranstaltet, wobei Bier aus dem gegenüberliegenden Brauhause gebracht wurde. Die Insel war damals unbesiedelt, die Brücke wurde erst in späterer Zeit (1917) zum Festland gebaut.
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1895
- 14.-16.8.1895: In Seewalchen und Umgebung finden größere militärische Übungen statt.
Rechnungsabschluss des Jahres 1895: Einnahmen: fl. 4976.57 xr. Ausgaben: fl. 4340.05 xr.
1896
- 13.6.1896: Herr Rudolf Seyrl, Amthofbesitzer in Seewalchen Nr. 1 wird mit Beschluss des Gemeindeausschusses wegen seiner Verdienste um den Ausbau der Ortswasserleitung zum Ehrenbürger der Gde. Seewalchen ernannt.
- Am 1. August 1896 wird die Papierfabrik Pettighofen in Betrieb genommen.
Diese wird 1939 geschlossen. - 5.9.1896: Infolge Blitzschlag brennt das Bauerngut Mayr in Buchberg, wobei die Wirtschaftsgebäude und die Dachung des Heustadels samt Fechsung (= Ernte) vernichtet werden.
- Im Jahr 1896 geht der Consum-Verein-Seewalchen in Konkurs (Kreisgericht Wels).
Der Verein besaß das Haus Seewalchen 27, welches nun von Anton Hackl und 1900 von Georg Kump erworben wurde. Bis 1985 wurde dort eine Gemischtwarenhandlung betrieben.
1897
- Gemeindevorsteher 1897-1900: Georg Sulzberger, Bauer in Seewalchen.
- Hochwasser
Infolge lang anhaltender Regengüsse im Sommer kommt es zu größeren Überschwemmungen in fast allen Ländern. In Vöcklabruck und in Ebensee entsteht großer Schaden.
Der Attersee ist auf Straßenhöhe beim Seewirt aus den Ufern getreten.
Die Promenade ist überschwemmt und kann mit Booten befahren werden. Im Haus Nr. 55 (Schreinerhaus, heute Promenade Nr. 7) steht das Wasser mehrere cm hoch.
Der Weizen kann erst im August eingebracht werden und wächst vor dem Schnitt auf dem Felde aus. Nach Timelkam muss die Wasserwehr der Frw. Feuerwehr Seewalchen zur Hilfeleistung. - Im Juli 1897 ist Fahnenweihe des 1894 gegründeten Mil. Veteranenvereines Seewalchen.
Obmann Josef Mahringer, Protektor Carl Leiß, Fahnenmutter Maria Leiß.
An der Fahnenweihe beteiligen sich sehr viele Vereine aus weiter Umgebung. Die Feldmesse ist am Goldberg bei schönem Wetter.
(Am 8.2.1948 muss das Vereinsvermögen infolge Auflösung des Mil. Veteranenvereins im Wege der Gemeinde abgeführt werden.) - 1897 wird der Verschönerungsverein Seewalchen gegründet.
1898
- Der Winter 1897/1898 ist sehr mild mit wenig Schneefall und im Monat März vorüber.
- Mit dem Jahre 1898 wird die Schule nach Zahlung der letzten Rate des Schulbaudarlehens per fl. 475 schuldenfreies Eigentum der Schulgemeinde Seewalchen.
1899
- Hochwasser
Das Jahr 1899 ist ein nasses Jahr und bringt dem Lande Oberösterreich große Überschwemmungen.
Vom 5. bis 15. September prasseln schwere Regengüsse herab. Der Attersee tritt aus den Ufern. Zwischen Litzlberger Keller und Scheibenhof (Moos 2) kann man auf der Straße mit Ruderbooten bequem fahren. Auch auf der Promenade kann man mit Booten fahren. Das Haus Nr. 55 (heute Promenade Nr. 7) ist überschwemmt, das Wasser steht ca. 30 cm hoch.
Die Ager wird zu einem reißenden Strom. Die Holzjochbrücke über die Ager wird weggerissen und eine „Überfuhr“ mit einem „Trauner“ eingerichtet, wofür man einige Kreuzer zahlen muss. Die Brücke wird als 3jochige Holzbrücke wieder errichtet und erst 1914 als Betonbrücke erbaut. - 10.7.1899: Im Haus Seewalchen 76 (Kirchenplatz 3) wird ein „Sommerpostamt“ in Betrieb genommen (Ganzjahresbetrieb ab April 1905).
Die erste „Postexpedientin“ war Anna Friedberger. Sie hatte ein Gehalt von 320 K. Dazu kamen 120 K Ortszulage, 40 K Amtspauschale und 744 K Dienerpauschale (vermutlich für die gesamte Saison). Die letztere erhielt sie für die Post- und Telegraphenzustellung, den Kanzleidienst, die Briefkastenaushebung und für Botengänge zum Postamt Kammer. Täglich waren 4 Botengänge vorgesehen. - Im Jahre 1899 wird der Helmbaum des Kirchturmes, nachdem dieser durch eindringendes Wasser morsch geworden war, ersetzt. Bei dieser Gelegenheit wird auf die Laterne eine 4 m hohe Pyramide aufgesetzt. Am 15. Oktober erfolgt die Kreuzsteckung.
In der Kugel unter dem Kreuz befindet sich eine Urkunde.
1900
- Gemeindevorsteher 1900-1903: Carl Leiß, Kalkbrenner, Seewalchen 66.
Die Gemeindekanzlei wird im Auszughause Nr. 42 Seewalchen (Kapellenweg 7) samt Isolierlokalitäten um eine jährliche Miete von 50 Kronen gemietet. - 12.9.1900: Die Erwerbung des Anwesens Nr. 46 (Hauptstraße 1) in Seewalchen bei der zu gewärtigenden Versteigerung wird beschlossen.
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1851-1880 | 1881-1900 | 1901-1920 | 1921-1940 | 1941-1960 | 1961-1970 | 1971-1980 |
Die Jahre 1901 bis 1905
1901
- 22.2.1901: Der Attersee friert zu.
Am 24.2. bricht der Bodenwiesersohn aus Weyregg nächst dem Seeberg durch das Eis und ertrinkt. - 12.3.1901: In Schörfling stirbt der erste Bürgermeister der im Jahre 1850 konstituierten neuen politischen Gemeinde Seewalchen und Ehrenbürger Anton Peyr im Alter von 86 Jahren. Er wird am Seewalchner Ortsfriedhof (an der Außenseite in der Nische in der Mitte des Chores) begraben.
- 15.5.1901: Das Stiegler-Haus, Seewalchen 46 (heute Tostmann, Hauptstraße 1), samt Gründe wird um den Preis von 16.350 Kronen der Gemeinde Seewalchen zugeschlagen.
Im gleichen Jahr erfolgt die Versteigerung der Landwirtschaftsgründe, während Hausgarten, die Stieglerwiese (heute Rathausplatz bis Bocksleitnerweg) und der Wald als Gemeindeeigentum verbleiben.
Das Haus wird zum Gemeindeamt umgebaut. - 20.8.1901: Die Freiwillige Feuerwehr Kemating wird gegründet.
1902
- 27.5.1902: Katharina Schiemer, Seewalchen 23, wird am Koaserberg ermordet aufgefunden. An die Begebenheit erinnert ein „Marterl“ an einem Baum in der Neißinger Straße.
- 11.6.1902: Zu Ehrenbürgern für die Verdienste zur Förderung des Fremdenverkehrs werden ernannt:
- der Gutsbesitzer und Erbauer des Schlosses Litzlberg und ehemalige Begleiter des Kaisers Maximilian I. von Mexiko Baron Eduard Springer, Litzlberg 1,
- die Villenbesitzer Josef Fichtl, Franz Laingruber, Friedrich Müller und Ludwig Christ
- 4.8.1902: Kaiser Franz Joseph I. macht mit König Carol von Rumänien eine Rundfahrt mit dem Atterseedampfer.
- Im Jahre 1902 erfolgt der Ausbau des hinteren Teils des Hauses Nr. 46 (heute Hauptstraße 1) durch Errichtung von Armenwohnungen und Isolierlokalitäten.
- Im Jahre 1902 wird die Familiengruft der Familie Seyrl, Frl. Luise Seyrl und Rosina Seyrl, erbaut.
Die Pieta schafft der Bildhauer Wilhelm Seib. Sie wird 1905 aufgestellt.
1903
- Gemeindevorsteher 1903-1906: Mathias Lechner, Bauer in Kemating 5.
Als Armenvater wird Johann Krempler, Bauer in Steindorf 24, gewählt. - 16.-20.4.1903: Starker Schneefall, Schneetiefe im Gebirge: 1,20 m
Infolge des großen Schneefalls findet in Siebenmühlen eine Zugentgleisung statt. - 1.10.1903: Frl. Maria Holzinger wird mit Beschluss als Lehrerin für die Volksschule Seewalchen bestellt.
- 9.12.1903: Das Umlegen der Straße nach Neissing (am Holzberg) wird beschlossen.
Straßenerhaltungsbeitrag
(Originaltext von Max Laminger)
Anlässlich der Ausschusssitzung am 9.12.1903 wird von einem Ausschussmitglied der Antrag gestellt, da die Gemeinde durch Verbesserungen der Straßen sich große Kosten leistet, auch bedacht sein sollte, solche Unkosten durch das Einheben von Straßenerhaltungsbeiträgen zu vermeiden. Da ist zum Beispiel die Brauerei Attersee, die täglich mit zwei Fuhrwerken auf den Seewalchner Straßen Bier verführt, welche hiedurch ein großer Schädling der Straßen ist und daher zur Leistung eines Straßenerhaltungsbeitrages herangezogen werden muss.
Die Entgegnung des Bürgermeisters ist, da der gesamte Brauereibetrieb versteuert sei und Betriebsmittel im einzelnen jedoch nicht versteuert werden dürfen, könne auf die Brauerei kein Zwang zur Heranziehung von Straßenerhaltungsauslagen ausgeübt werden, aber sie könne um eine freiwillige Beitragsleistung ersucht werden. Der Ausschuss werde es halt mit der freiwilligen Beitragsleistung versuchen, weil ja auch freiwillig das Bier gesoffen werde.
Nach den Erhebungen zufolge scheint bei der Gemeinde keine Beitragsleistung der Brauerei auf.
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1904
- Im Jahr 1904 wird ein neues Feuerwehrdepot (im Anschluss an das Wirtschaftsgebäude Stallinger) errichtet.
- 19.3.1904: In Wien stirbt der Ehrenbürger Friedrich Paulick.
- Große Kälte Anfang des Jahres, der See ist von Mitte Februar bis Anfang April zugefroren. Es gibt auch heftige Schneestürme.
- 6.8.1904: Der Schulleiter Adolf Gattringer wird für sein verdienstvolles Wirken an der hiesigen Volksschule zum Ehrenbürger ernannt.
- 29.8.1904: Infolge Brandlegung durch Sinnesverwirrung der Josefa Kletzl, Seewalchen 24, entsteht ein Zimmerbrand, wobei sie den Erstickungstod findet.
- 10.11.1904: Markus Kroiß wird als definitiver Schulleiter der Volksschule bestellt.
1905
- 1.3.1905: Beginn des Umbaues der Neißinger Straße.
- 1.4.1905: Im vormaligen Sommerpostamt wird der Ganzjahresbetrieb aufgenommen. Der Zustelldienst erfolgte aber weiterhin (bis nach dem 2. Weltkrieg) vom Postamt Kammer.
- 22.5.1905: Die Kirche erwirbt vom Stift Michaelbeuern das Mesnerhaus (Kirchenplatz).
- 3.9.1905: Dem Gemeindearzt Dr. Oskar Hauttmann, Kammer, wird mit Beschluss die Gemeindearztstelle gekündigt.
- 17.10.1905: Mit Beschluss wird der Gemeindesekretär Johann Aicher wegen freiwilliger Zurücktretung entlassen. An dessen Stelle tritt ab 1.11. Georg Kump, Seewalchen 27, mit monatlichen 50 Kronen Gehalt.
- Pfarrer P. Felix Kohler - seit dem Jahre 1894 in Seewalchen - wird im Jahre 1905 von P. Roman Baumgartner, Dr. der Theologie, abgelöst.
- Im November finden Demonstrationen für ein allgemeines Wahlrecht statt.
Rechnungsabschluss der Gemeinde 1905: Einnahmen: 12042,50 K Ausgaben: 13274,04 K Steuerleistung: 19712,33 K.
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Die Jahre 1906 bis 1910
1906
- Für die Periode 1906-1909 wird als Gemeindevorsteher Mathias Gaubinger, Bauer in Reichersberg Nr. 3, gewählt.
Nach dessen Rücktritt im Juli 1906 wird Josef Gunst, Bauer in Seewalchen Nr. 18, und nach seinem Ausscheiden, das vom Gemeindeausschuss verlangt wurde, ist vom 15.2.1907 bis zum Ende der Periode 1909 Carl Häupl, Gastwirt in Seewalchen, Gemeindevorsteher. - 28.2.1906: Mit Beschluss wird dem Herrn Dr. Ludwig Kronberger in Schörfling die Gemeindearztstelle mit einem jährlichen Pauschalbetrag von 600 Kronen zuerkannt.
- 13.-15.4.1906: Großer Waldbrand in Weißenbach. An der Brandbekämpfung beteiligt sich auch die Frw. Feuerwehr Seewalchen.
- 24.5.1906: Der Gemeindediener Franz Idlhammer wird mit monatlich 20 Kronen pensioniert.
- 15.9.1906: Max Laminger wird als Gemeindesekretär an Stelle des abgetretenen Georg Kump bestellt. Als Gemeindediener wird Franz Lacher, Seewalchen 91, bestellt.
- Im Jahre 1906 beginnt Karl Weidinger sein Handwerk als Brunnenbauer.
1907
- 26.1.1907: Kaiser Franz Joseph I. sanktioniert das Gesetz über das Einführen des allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrechtes in Österreich.
- 1.4.1907: Seewalchen wird an den Fernsprechverkehr angeschlossen und beim Postamt (heute Kirchenplatz 3) wird eine Telefonsprechzelle errichtet.
- 13.6.1907: Das Haus Unterbuchberg 8 des Mathias Aigner, Attersee, brennt aus unbekannter Ursache bis auf die Grundmauern nieder.
Elektrischer Strom
- Im Jahre 1907 wird vom Transformatorhaus Schörfling die Starkstromleitung der Firma Stern & Hafferl errichtet. Gleichzeitig wird vom Verschönerungsverein Seewalchen mit einem Kostenaufwand von 1.000 K. für das Erbauen des Sekundärnetzes für die Straßenbeleuchtung mit 28 Lichtauslässen in der Ortschaft Seewalchen Vorsorge getroffen. Diese Anlage wird von der Firma Stern & Hafferl unentgeltlich mit einem Centralschalter ausgerüstet.
Wie bei jeder Neuerung konnte auch die Einführung des elektrischen Lichtes anfangs nur mit großer Gegnerschaft vorgenommen werden. - In der Pfarrchronik findet man die Eintragung: „Auf der Seewiese wurden Stangen der sekundären elektrischen Leitung aufgestellt. Wird eine Stange unbrauchbar und durch eine neue ausgewechselt, so gehört die alte dem Pfarrhof.“
- In der Schulchronik liest man:
„Über Ansuchen der Schulleitung hat sich die Gemeinde herbeigelassen am 14. Februar 1907 das elektrische Licht in die Wohnung des Schulleiters und der Frl. Holzinger einleiten zu lassen.
Fr. Maier, welche sich ausdrückte, sichs nicht zu verlangen, wurde deshalb auch nicht berücksichtigt.
Die Einleitung kostet in der Schulleiterwohnung ohne Beleuchtungskörper 65 Kronen, in der Lehrerwohnung 30 Kronen. Überdies wird für Beleuchtungskörper im Ganzen bewilligt: 20 Kronen.
Als am 14. Feber 1907 die Einleitungsarbeiten begonnen wurden, sah sich Frau Mayr leid u. unternahm weitere Schritte um dasselbe doch zu erhalten. Diese Frau ging nun zu den einzelnen Gemeindeausschußmitgliedern u. bat neuerdings um Bewilligung d. Einleitung in ihre Wohnung. Bei der Sitzung des Ortsschulrates am 3. März 1907 wurde das neuerliche Ansuchen genehmigt.
Die Beleuchtung wird von den Lehrern selbst bezahlt."
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- 6.12.1907 Zu Ehrenbürgern werden ernannt:
- Carl Leiß, Kalkbrenner in Seewalchen, früherer Bürgermeister und Gründer des Vorschusskassenvereines (Raiffeisenkasse).
- Anton Stallinger (Kleinmüller) für Verdienste um das Armenwesens
- sowie die Villenbesitzer Karl Ramsauer, Wilhelm Deckert und Julius Wimmer,
1908
- 6.1.1908: Gründung der Frw. Feuerwehr Pettighofen. Zum ersten Kommandanten wird Bernhard Lacher gewählt.
- 17.8.1908: Mit Beschluss werden für die zu erbauende Wasserleitung der Ortschaft Seewalchen 2.000 Kronen bewilligt. Weiters werden für das Ankaufen einer Schreibmaschine 475 Kronen bewilligt.
- 14.10.1908: Da die alte Saugspritze der Feuerwehr schon stark abgenützt ist, wird Sattlermeister Franz See beauftragt, dieselbe sowie einige Bestandteile der neuen Saugspritze zu reparieren. Die Kosten der Reparatur von K 67.20 hat die löbliche Gemeindevertretung der Feuerwehr vergütet.
- 3.11.1908: Als Fleischbeschauer wird der Gemeindediener Franz Lacher bestellt.
- 1.12.1908: Am Vorabend des eigentlichen Kaiserjubeltages wird bei der Ulme am Gerlhamerwege ein Höhenfeuer abgebrannt.
- Der Ehrenbürger Wilhelm Deckert lässt auf eigene Kosten die Promenade verbreitern und mit Kastanienbäumen bepflanzen.
1909
- Gemeindevorsteher 1909-1912: Franz Hemetsberger, Neißing 6.
- 12.9.1909: Zugentgleisung in Kammer: Die Lokomotive, 3 Waggons und der letzte Personenwaggon stürzen um. Von 19 Fahrgästen werden 2 schwer und 8 leicht verletzt. Schlechter Unterbau war die Unfallursache.
- Im Jahre 1909 gründet Hermann Kastinger seinen Schuster-Betrieb.
1910
- 30.1.1910: Das Ankaufen einer Wertheimkasse wird beschlossen.
Wasserversorgung
Im Jahre 1908 wird einem langjährigen Bedürfnis der Ortschaft Seewalchen entsprechend beschlossen, an Stelle der bestehenden hölzernen Rohrwasserleitung mit fünf öffentlichen Wasserausläufen, und zwar bei den Häusern Nr. 1, Nr. 4, Nr. 29, Nr. 30 und Nr. 51, eine Hochquellenleitung mit Reservoir und eisernen Rohren zu errichten. Diesbezüglich wird von Fa. Rumpl, Wien, ein Projekt ausgearbeitet, werden die Statuten des Wasserversorgungsvereines verfasst und deren Bewilligung mit Erlass der oö. Statthalterei in Linz vom 23.12.1908 erlangt.
Am 22.11.1908 werden von dem neugewählten Verein gewählt:
Obmann Carl Häupl, Gastwirt; Stellvertreter Franz Stallinger, Kassier und Schriftführer Max Laminger.
Betreffend das Projekt zum Erbauen der Wasserleitung in Seewalchen ist das ganze Jahr 1909 den Vorarbeiten gewidmet und es kann nach mehrfachen kommissionellen Verhandlungen und Vereinbarungen mit den alten Wasserbezugsberechtigten, wobei auch die Enteignung des erforderlichen Grundes für das Hochreservoir und das Quellenschutzgebiet von Franz Mayrhofer in Seewalchen vorgenommen werden musste.
Im Februar 1910 wird das Errichten der Wasserversorgungsanlagebauten an die Fa. Österr. Wasserwerke-Baugesellschaft in Wien vergeben und am 16.3.1910 wird mit dem Bau begonnen.
Die Kosten der Wasserleitung samt allen Nebenleitungen und Hochreservoir mit Quellenfassung sowie Schächte zusammen 37.500 Kronen.
Am 12.6.1910 erfolgt die feierliche Eröffnung der neuen Kaiser-Jubiläums-Wasserleitung unter Beteiligung sämtlicher Korporationen und Vereine. Festzug, Ansprachen, Musik und Weihe der Anlage stehen am Programm. Ein Hoch auf den Kaiser bildet den Schluss des Festes, worauf die Musikkapelle die Volkshymne intoniert.
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- 5.6.1910: Hermann Flöge, Villenbesitzer in Seewalchen 83, wird für seine Unterstützung zum Bau der Ortswasserleitung zum Ehrenbürger ernannt.
- 9.7.1910: Es wird beschlossen, dass der Wasserzins mit der Gemeindeumlage einzuheben ist.
- 14.8.1910: Die Pfahlbaudorf-Rekonstruktion in Kammerl wird eröffnet.
(1922 wird das Pfahlbaudorf für Filmaufnahmen niedergebrannt. Dieser Film („Sterbende Völker“) kam in die Sowjetunion und galt lange als verschollen. Im Jahr 2018 konnte eine Kopie in einem russischen Archiv gefunden werden und die ca. 20“ lange Szene des Brandes dem Heimathaus Schörfling zur Verfügung gestellt werden.)
Einige Zahlen
Volkszählung 1910: 1750 Einwohner (Steuergde. Seewalchen: 1147; Steuergde. Litzlberg: 603 Einwohner) 363 Häuser (Steuergemeinde Seewalchen: 120 Häuser; Litzlberg 243 Häuser) Rechnungsabschluss der Gemeinde 1910: Einnahmen: 14737,13 K Ausgaben: 14709,25 K Gemeindeumlage: 40 %, Steuerleistung: 20477,64 K. Bierumlage: 1 Krone pro Hl. lt. Beschluss vom 11.4. Jagdpächter Carl Leiß zahlt jährlich 393 Kronen Jagdpacht von 1910-1916.
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1851-1880 | 1881-1900 | 1901-1920 | 1921-1940 | 1941-1960 | 1961-1970 | 1971-1980 |
Die Jahre 1911-1915
1911
- Im Juli und August 1911 wird der Kirchturm mit einem Kostenaufwand von 1.600 Kronen durch Maurermeister Karl Rachstorfer restauriert. Ebenso wird die Filialkirche Kemating hergerichtet, wobei bei der Erneuerung des Turmdaches die frühere Kuppel nicht mehr hergestellt wird.
- 23.8.1911: Verheerender Sturm, der in der Gemeinde durch Niederlegung ganzer Waldstriche, Entwurzelung der Obstbäume und Abtragung der Dächer großen Schaden anrichtet.
Mehrere Heustadel werden in der Brunellerwiese (westlich von Roitham) zur Gänze demoliert.
(Anmerkung: Das Datum dieses Sturms wird in anderen Aufzeichnungen mit 24.8.1911 angegeben. - Das Jahr 1911 ist trocken, aber fruchtbar.
- 29.10.1911: An diesem Tage findet die feierliche Installierung des Hwst. Herrn Pfarrer P. Severin Böhm statt. Er kommt an Stelle von Dr. Roman Baumgartner.
- 13.11.1911: Eröffnung der Volksschule Arnbruck.
86 Schüler der Volksschule Seewalchen (aus den nordöstlichen Teilen der Pfarre) werden nach Arnbruck überwiesen. - 16.11.1911, 22.33 Uhr: Erdbeben in der Dauer von 10 Sekunden, dem ein sonderbares Geräusch folgt.
1912
- Für die Periode 1912-1915 wird als Gemeindevorsteher Franz Stallinger, Sägemüller in Pettighofen, gewählt. Nachdem jedoch infolge des Weltkrieges 1914 sämtliche Wahlen eingestellt werden, muss er bis Mai 1919 als Gemeindevorsteher bleiben.
- 29.2.1912: Das Haus Kraims 8 brennt aus nicht bekannter Ursache bis auf die Mauern nieder.
- Im Jahre 1912 wird in Kraims die Brunnberg-Wasserleitung mit 160 m Länge gebaut. Im selben Jahr wird auch in Steindorf die untere Dorfwasserleitung mit 100 m Länge gebaut.
1913
- 14.1.1913: Eröffnung der Lokalbahn Vöcklamarkt-Attersee. Es wird dadurch auch eine bessere Verkehrsverbindung für die Bewohner des südlichen Gemeindeteiles geschaffen.
- 25.7.1913: Landung eines Kugelballons aus Deutschland in Staudach.
- Im Jahre 1913 erhält die Pfarrkirche Seewalchen nach erfolgter Innenrestaurierung durch Malermeister Helminger aus Attnang eine elektrische Beleuchtung.
1914
- 28.6.1914: Ermordung des Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand in Sarajevo.
Allgemeine Mobilisierung
Am 30.7.1914 um 17.00 Uhr langt ein Telegramm wegen „Allgemeiner Mobilisierung“ ein.
Über allerhöchsten Befehl Seiner Kaiserlich Königlichen Majestät wird die Alarmierung und „Allgemeine Mobilisierung“ angeordnet.
Um 21.00 Uhr schallt vor dem Gemeindeamt der schaurigschöne Alarmruf durch Trompeter Johann Mayr in die Umgebung hinaus. Die ersten Mobilisierungstage sind mit der Einrückung der einberufenen Mannschaft ausgefüllt, welche durchwegs mit Begeisterung und Hoffnung auf baldige Beendigung des Krieges einrücken, wobei die Hoffnung durch die 4-jährige Dauer des Krieges zur Schande wird.
Am 6.8.1914 wird die Straßensperre für Automobile und das Bilden eines eigenen Wachkommandos für das Bewachen bei Tag und Nacht beim Hause Nr. 30 in Seewalchen (heute Oberndorfer-Filiale, Hauptstraße 4). In der Folge wird auch das Bewachen des Wasserreservoirs und der Feuerwache angeordnet. Es hat jeder Hausbesitzer der Ortschaft Seewalchen die verfügbare Mannschaft beizustellen.
Am 15.8.1914 kommt der Auftrag wegen des Beistellens von 30 landesüblichen Wirtschaftswägen mit je zweispännigem Pferdezug und Fuhrmann. Bei diesem Trainfuhrwerk rückt auch Franz Achleitner, Spediteur in Seewalchen Nr. 102, freiwillig mit dem Fuhrwerk des Johann Sulzberger, Seewalchen 42, ein und wird in Galizien vermisst.
(Achleitner war der Gründer des Musikvereines Seewalchen)
Am 15.11.1914 erfolgt der Auftrag wegen Beistellen von Sommerwohnungen für evakuierte Flüchtlinge aus Galizien. Mangels Reinlichkeitssinn können sich diese Personen keiner Beliebtheit erfreuen.
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- Die Kammer-Agerbrücke wird mit einem Kostenaufwand von 42.000 Kronen, wovon die Gemeinde Seewalchen einen Teilbetrag von 7.000 Kronen zu leisten hat, von der Fa. Wayß in Linz erbaut. Sie wird im Juli 1915 eröffnet.
Bis zu diesem Zeitpunkt bestand eine 3-jochige Holzbrücke.
(In den Jahren 1971 und 1972 wurde die neue Brücke über die Ager gebaut. Dabei war der Abbruch der alten Brücke aus 1914 notwendig, wobei die Sprengung am 17.2.1972 erfolgte.)
1915
- 15.2.1915: Gemeindesekretär Max Laminger wird zur militärischen Dienstleistung einberufen. Die Vertretung übernimmt der Gemeindediener Franz Lacher bis 27.7.1918.
- Im Jahre 1915 beginnt eine Fülle von Arbeit für die Gemeinde durch die Unmenge von Anforderungen in allen Bedarfsgegenständen. In periodischen Abständen wird das Aufbringen von Getreide, Heu, Stroh, Vieh, Metall und Wolle befohlen und es ist die Gemeinde für das restlose Aufbringen verantwortlich.
Eine der schwierigsten Aktionen ist neben den Kriegslieferungen die Versorgung der Zivilbevölkerung im Hinterlande. Besonders bei Mangel der notwendigen Vorräte gibt das Zuweisen der Bedarfsgegenstände wie Mehl, Brot, Fett, Fleisch, Tabak und Milch mittels Karten eine Fülle von Arbeit.
Die Unzufriedenheit der Bevölkerung, die erst in der Nachkriegszeit durch die Aufhebung des Rationierungszwanges und die Bewilligung des freien Verkehrs mit Bedarfsartikeln sein Ende nimmt, ist sehr groß.
Einige Verfügungen aus dieser Zeit:- Getreide ist zu Nahrungszwecken zu verwenden.
- Weizen und Korn sind nur mehr zu 50 % zur Broterzeugung zu verwenden.
- Einführung der Brotkarten: 1 Person wöchentlich 1,40 kg Mehlprodukte. Vorräte über 20 Kilo werden eingezogen.
- Fleischverkauf ist nur an 5 Tagen der Woche gestattet.
- Haferfütterung: Für 1 Pferd ist pro Tag 1 Kilo erlaubt.
- Weizenbackmehl und Weizenkochmehl dürfen zur Broterzeugung nicht verwendet werden. **Erzeugung von Kleingebäck ist verboten.
- Durch die Lebensmittelrationierung dürfen wegen der besseren Überwachung nur mehr die „Bezirksmühlen“ Getreide ausmahlen.
Für Seewalchen (sowie Aurach, Oberachmann und Schörfling) ist die Stinglmühle (an der Ager) zuständig.
Rechnungsabschluss 1915: Einnahmen: 15467,76 K. Ausgaben: 15458,92 K. Gemeindeumlage: 35 %, Bierumlage: 1 Krone pro Hl., Steuerleistung: 22201,15 K.
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1851-1880 | 1881-1900 | 1901-1920 | 1921-1940 | 1941-1960 | 1961-1970 | 1971-1980 |
Die Jahre 1916 bis 1920
1916
- 21.4.1916: Die Sommerzeit wird eingeführt.
- 21.5.1916: Erneuter Brand in der Papierfabrik Pettighofen.
- Auszug aus den Approvisionierungsvorschriften
(=Lebensmittelverteilung-Vorschriften) vom Jahre 1916:- Zucker darf nur gegen Karten verabreicht werden: (1 Person 1,25 kg in 4 Wochen. Schwerarbeiter: 1,40 kg).
- Schlachten weiblicher Ziegen ist verboten.
- Ablieferung von Metall und Zinn sowie Geräten aus diesen.
- Kartoffelkarten werden aufgelegt: pro Person ¼ kg in 8 Wochen.
- Gewerbliche Schlachtung von Schweinen unter 60 kg ist verboten.
- In den Gasthäusern wird die Verabreichung von Kartoffeln in Fett oder Butter verboten, Fisch oder Fleischspeise darf pro Person 11 dag, bei Braten 15 dag nicht überschreiten.
- Jedem Kunden darf nur 1 Liter Bier verabreicht werden. Ausschankzeit ist von 7-10 Uhr und von 16-22 Uhr.
- Der Verkehr mit Milch wird geregelt. Rahm und Oberserzeugung sind verboten.
- 21.11.1916: Seine Majestät Kaiser Franz Joseph stirbt.
- 28.11.1916: Brand in der Papierfabrik Pettighofen, der rechtzeitig, ohne größeren Schaden lokalisiert werden kann.
1917
- 10.4.1917: Beschluss, dass der Erlös für die von der Kirche abgelieferten Glocken, welcher für die Kriegsanleihe gewidmet wurde, als Eigentum der Gemeinde verbleibt.
- 19.8.1917: Einweihung der Kriegerdenkmalkapelle im Friedhof Seewalchen.
Die Kapelle war ursprünglich als Gruft für die Mitglieder der Familie Khevenhüller-Horváth bestimmt, wurde aber nicht als solche benützt.
Das Mosaikbild stammt aus Innsbruck. (Im Herbst 2000 wird die Kapelle abgerissen) - Die Kirche erhält ein neues Chorgestühl. Schnitzarbeit von Pfarrer Lininger aus Weyregg, Tischlerarbeit von Kette, Seewalchen; Marmor-Taufstein, Kommunionbank aus Marmor, Speisegitter vom Schlosser Lenzenweger, Seewalchen.
- Auszug aus den Approvisionierungsvorschriften vom Jahre 1917:
- Einkaufen von Most-Obst ist verboten.
- Kaffeebezugskarten werden eingeführt.
- Verbrauchsgetreide der Landwirte muss bis auf 80 % ausgemahlen werden.
- Mehlspeisen dürfen in Gasthäusern nur gegen das Einziehen der Brotkarten verabreicht werden.
- Petroleum darf nur gegen Bezugschein ausgegeben werden.
- Fleischverkauf ist nur am Montag und am Freitag.
- Kohlekarten und Kartoffelkarten werden eingeführt.
- Im Jahre 1917 kommt es in der Papierfabrik Pettighofen zu einem Großbrand.
1918
- 27.7.1918: Gemeindesekretär Max Laminger übernimmt seinen Dienstposten nach 3½ jähriger Kriegsdienstleistung im Kriegsgefangenenlager Grödig.
- Die Einstellung der Kriegshandlungen und Beendigung des Weltkrieges, die Auflösung und Heimkehr der Krieger sowie der Zerfall des alten Reiches und die Ausrufung der Republik am 12.11.1918 werden in der Gemeinde im allgemeinen ruhig aufgenommen. Man passt sich den Verhältnissen an.
- Die Toten des ersten Weltkrieges
Die Gemeinde stellte insgesamt 404 heimatberechtigte, kriegstaugliche Wehrmänner (Jahrgang 1865-1900), von denen 65 fielen oder vermisst sind.
Das Ende des Krieges
Eine ernste Beunruhigung entsteht infolge Plünderungen bei Durchmärschen im Gemeindegebiet bei der Rückkehr der Truppen vom italienischen Kriegsschauplatze. Mit Hilfe des deutschen Militärs in Salzburg kann der Abtransport der Soldaten mittels Eisenbahn bewältigt werden. Das Gemeindegebiet bleibt daher etwas verschont. Durch Zusammenwirken aller Verantwortlichen hinsichtlich der Verpflegung und der Aufbringung der hiezu erforderlichen Mittel können die anderwärts zum Ausdrucke gekommenen Störungen trotz der allgemeinen notwendigen Einschränkung vermieden werden. Die Ruhe ist mit Ausnahme einer Demonstration, die sich jedoch nur gegen den Fremdenverkehr richtet, bewahrt, was um so höher zu bewerten war, als durch den Mangel an Lebensmitteln bzw. von Lebensmitteln mit minderwertiger Qualität - insbesondere durch Streckung der Mahlvorräte durch Beigabe von Sägespänen, Knochenmehl und Kartoffeln und dergleichen- mit dem Fehlen des notwendigen Fettes und anderer Bedarfsgegenstände noch mehr wie während des Krieges ihr Auskommen finden müssen.
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- An Stelle der abgelieferten Glocke wird am 8. September 1918 die von der Firma Böhler gespendete Glocke geweiht und aufgezogen.
- Im Jahre 1918 halten sich insgesamt 842 Fremde (Gäste) in der Gemeinde auf, dessen höchster Stand durch die Lebensmittelknappheit begründet ist.
- Auszug aus den Approvisionierungsvorschriften vom Jahre 1918:
- Landwirtschaftliche Arbeiter bekommen 225 g, Schwerarbeiter 300 g Getreide pro Tag.
- Konsumenten: Mehlbezug 250 g pro Woche und Brot 1150 pro Woche.
- Einführung der Tabakbezugskarten.
- Fleischgenuss in allen Betrieben am Montag, Mittwoch und Freitag verboten.
- Rosskastanien müssen abgeliefert werden.
Die Not nach dem Krieg
Die Zeit nach dem Krieg ist gekennzeichnet durch einen unglaublichen Lebensmittel-, Heizmaterial- und Rohstoffmangel. In entlegenen Bauernhäuser und Villen wird eingebrochen
Vom 14. Oktober bis Ende Dezember 1919 erfolgen 13 Villeneinbrüche im Seegebiet, darunter in den Ortschaften Buchberg, Litzlberg, Moos und Seewalchen.
Und die Wilderer versuchen die Hungersnot auf ihre Weise zu mildern.
Wo man Nahrungsmittel vermutet, sucht man auch.
Am 30.6.1919 findet in Seewalchen eine Arbeiterdemonstration statt, wobei die Gasthäuser Anton Stallinger und Franz Rosenauer das Ziel sind. Es werden Fenster demoliert und sonstiger Sachschaden angerichtet. Ursache ist die Lebensmittelknappheit.
Hamsterer ziehen herum, um zu Lebensmitteln zu kommen.
Die Sommerfrischler verlassen im Herbst 1918 nur ungern den Attergau, ist doch in den Städten die Situation noch schwieriger.
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1919
- Nach dem neuen allgemeinen Wahlrecht für 5-jährige Dauer der Amtsperiode wird als Bürgermeister Karl Waliser, Bauer in Steindorf 33, gewählt.
- 9.3.1919: Mit Beschluss werden für den aufzustellenden Wirtschaftsrat für die Ernährung der Bevölkerung Herr Johann Mayr, Seewalchen 49, und Gustav Kristof, Pettighofen 13, gewählt.
- Gemeinderatswahlen 1919: Christlichsoziale: 188 Stimmen, Deutschfreiheitliche: 359, Sozialdemokraten: 247.
- 20.7.1919: Das Erbauen eines öffentlichen Landungssteges in Seewalchen wird beschlossen (Kinderbad).
- 27.8.1919: Das Haus des Franz Köstler (Ehrenobmann der Frw. Feuerwehr), Moos 10, brennt aus unbekannter Brandursache bis auf die Mauern nieder.
- 28.9.1919: Im Gasthaus Leimer, Pettighofen (gehörte damals zur Gemeinde Seewalchen) , wird der „Arbeiter-Musikverein Pettighofen-Lenzing“ gegründet.
- Zur Vervollständigung des Kirchengeläutes werden vom Böhlerwerk Kapfenberg zwei eiserne Glocken bestellt, welche mit der im Jahre 1918 von Herrn Böhler gespendeten Glocke als Ersatz für die abgelieferten Glocken das Geläute bilden.
Anschaffungspreis: 4.413,80 Kronen. - 2.10.1919: Es wird einstimmig beschlossen, den Verbindungsweg zwischen Villa Deckert (Rosenvilla) und dem Bootshafen von Wang (östl. des Strandbades) mit Rücksicht auf dessen mehr als 30 Jahre nachgewiesene Verwendung als unbedingt notwendiger Verbindungsweg zwischen Kammer und Litzlberg als öffentlich zu erklären.
- 6.11.1919: In Seewalchen wird ein Fernsprechvermittlungsamt (Postamt) eingerichtet.
- 16.12.1919: Franz Stallinger, Sägemüller in Pettighofen 14 wird für seine Verdienste als Bürgermeister im 1. Weltkrieg zum Ehrenbürger ernannt.
1920
- 17.2.1920: Es wird einstimmig beschlossen, die Mostausfuhr aus der Gemeinde mit Rücksicht auf den eigenen Bedarf infolge eingetretener Erhöhung der Bierpreise einzustellen. (Am 8.5.1920 wird der Beschluss wieder aufgehoben).
- 28.3.1920: Das Einführen der 7-jährigen Schulpflicht an der Volksschule wird beschlossen.
- 17.4.1920: Das Einführen einer gegenseitigen Versicherung im Brandfalle für Naturalleistung (Selbsthilfeverein) wird beschlossen.
- 1.5.1920: Adolf Bocksleitner wird Nachfolger seines Schwiegervaters Markus Kroiß als Schulleiter der Volksschule Seewalchen.
Der Lehrer Anton Schmoller wird an die hiesige Volksschule versetzt.
- Der Gemeindesekretär erhält eine 200%ige Teuerungszulage vom Grundgehalt per 300 Kr., das sind insgesamt 900 Kr. pro Monat.
Notgeld

Die Bevölkerung leidet bitterste Not.
Es herrscht Mangel an Lebensmitteln und Kleidung, die Krone sinkt auf ein Zehntausendstel ihres Wertes, weshalb die Gemeinde - wie viele Gemeinden in Österreich - genötigt ist, Notgeld auszugeben.
Am 8 Mai 1920 erfogt der Beschluss des Gemeindeausschusses, der Wert des Seewalchner Notgeldes beträgt 100.000 Kronen.
Die Scheine bleiben aber nicht lange im Umlauf, die Inflation sorgt dafür, dass man so kleine Werte bald nicht mehr braucht.
Theater
25.7.1920: Die Dilettanten Theatergesellschaft führt auf der neuerbauten Bühne im Saale des Herrn Stallinger die Bauerntragödie „Der G'wissenswurm“ von Ludwig Anzengruber auf.
Die Dekorationen stammen vom akad. Maler Richard Teschner. Die Musik besorgt eine eigene Theaterkapelle.
Die Karten kosten von 4 bis 10 Kronen.
Insgesamt wird an 3 Tagen gespielt.
Am 25.11.1919 gründeten 21 Bürgerinnen und Bürger von Seewalchen die Dilettanten-Theater-Gesellschaft. Im Jahre 1920 wurde die Dilettanten-Theaterbühne im Salon des Gasthauses Stallinger erbaut.
Später spielte die Gruppe im „Haus des Fremdenverkehrs“ und zuletzt im Kultursaal und im Saal der Landesmusikschule.
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- 28.8.1920: Dem Gemeindesekretär werden monatlich 2.000 Kronen, dem Gemeindediener 1.000 Kronen bewilligt.
- Ab Mitte August 1920 folgen 3 Wochen lang anhaltende Regengüsse. Der Attersee tritt aus den Ufern. In Kammer und Seewalchen sind die niedriggelegenen Häuser und Geländeteile bis 8. September überschwemmt. Im Schlosshof von Kammer kann man mit Schifferln herumrudern. Die Ager ist angeschwollen und die Traun reißt im Oberlauf alle Brücken hinweg und verwüstet die Ufer.
- Im Jahre 1920 eröffnet Rudolf Hemetsberger in Seewalchen 97 sein Friseurgeschäft.
Einige Zahlen
Laut Volkszählung 1920 sind in der Gemeinde Seewalchen 1819 Einwohner, in der Ortschaft Seewalchen 614 Einwohner. 1920 halten sich 624 Fremde (Gäste) in der Gemeinde auf. Rechnungsabschluss 1920: Einnahmen: 1,032 Mio. K., Ausgaben 1920: 1,027 Mio. K. (Wirtschaftsrat) Einnahmen: 588.710,48 K., Ausgaben 1920: 584.898,17 K. (Gemeinde) Gemeindeumlage: 60 %. Bierumlage: 1 Krone pro Hl. Fremdentaxe: Pro Person 10 Kronen bleibt aufrecht, vorübergehend in Gasthäusern pro Tag 1 Krone. Steuerertrag: 30.955,35 K.
Die Chronik der Jahre ... |
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1851-1880 | 1881-1900 | 1901-1920 | 1921-1940 | 1941-1960 | 1961-1970 | 1971-1980 |
Die Jahre 1921 bis 1925
1921
- 24.3.1921: Für die Schulleiterstelle Seewalchen wird Adolf Bocksleitner vorgeschlagen.
- 17.4.1921: Die Erbauung eines Landungssteges (heute Kinderbad) wird beschlossen.
- 24.5.1921: Wegen Radfahrverbot an der Seepromenade werden die Tafeln entsprechend ausgefertigt und als
Strafbetrag 20 - 200 Kronen als Vorschreibung beschlossen. - 13.8.1921: In der Sitzung des Gemeindeausschusses wird die Einführung der Sperrstunde ab 12 Uhr Mitternacht beschlossen.
Jede Person, welche in der Zeit von- 12-1h betreten wird, hat 100 Kronen,
- von 1-2h - " - " - hat 200 Kronen,
- von 2-3h - " - " - hat 300 Kronen,
- von 3-4h - " - " - hat 500 Kronen,
- von 4-6h - " - " - hat 1000 Kronen Strafe zu entrichten.
Jeder Gemeindeausschuss ist berechtigt, im Betretungsfalle die Anzeige zu erstatten.
- 24.10.1921: In der Papierfabrik Pettighofen explodiert ein Dampfkessel, wobei der Maschinführer Johann Köttl tödlich verunglückt.
Die Maschinengehilfen Josef Trawöger, Felix Kastberger und Franz Mayrhofer haben durch die Verbrühung schwere Brandwunden erlitten. Josef Trawöger erliegt diesen Verletzungen nach einigen Tagen. Ursache der Explosion war Dampfüberlastung.
1922
- Im Jänner 1922 wird P. Severin Böhm als Pfarrer abberufen.
(Er hatte mit seiner Wirtschafterin 2 Kinder, später heiratete er sie und wurde laisiert.)
Anmerkung: Nachfolger als Pfarrer wurde P. Gottfried Pflügl. - 26.6.1922: Der Blitz schlägt in das Haus Seewalchen 42 (Kapellenweg 7) im 1. Stock von der Dachrinne aus ein, geht durch den Plafond in die ebenerdige Wohnstube, ohne die beim Tisch sitzenden Personen zu verletzen.
- 16.12.1922: Betreff der weiteren Erhaltung der Straßenbeleuchtung wird einstimmig beschlossen, im Jahre 1923 nur 6 Ausläufe, und zwar: Brücke - Wang - Kapelle - Hemetsberger - Roither und Kletzl, halbnächtige Brenndauer, aufrecht zu halten.
1923
- Eine Lohnerhöhung für die Wegmacher pro Monat auf 250.000 Kr. für Starzinger und 200.000 Kr. für Schwarzenlander wird beschlossen.
- Mai 1923: Es kommt immer häufiger zu Zusammenstößen zwischen den Nationalsozialisten und den Sozialdemokraten. Auch auf dem Lande macht sich das Zunehmen des Nationalsozialismus bemerkbar.
- 11.8.1923: Über Ansuchen von Pfarramt und Schule wird einstimmig beschlossen, die öffentlichen Wege von der Villa Dr. Schuh (Atterseestr. 67) bis Raminger (heute Schulweg 16) und vorbeiführend an der Schule Seewalchen bis Gerlham für den allgemeinen Autoverkehr abzusperren. Übertretungen werden mit einer Geldstrafe bis 500.000 Kr. geahndet.
- Für die Straße Lenzinger Papierfabrik Pettighofen bis Pichlmühle in Siebenmühlen ist Verbot des Schnellfahrens für Auto und Radfahrer zu erlassen und durch Anbringung von geeigneten Tafeln ersichtlich zu machen. Dergleichen Verbot des Schnellfahrens am Wipplingerberg [Knäulberg, Reichersberger Straße] und um die Ecke beim Pfarrhof; diesbezügliche Verbotstafeln sind gleichfalls anzubringen.
- 2.10.1923: Rücktritt des Gemeindearztes Ludwig Kronberger infolge Ruhestand. Eine restliche Abfertigung von 1 Mio. Kr. wird bewilligt.
Dr. Fritz Seifert wird zum Gemeindearzt für die Gemeinde Seewalchen bestellt. - Für die Anschaffung einer Räderbahre werden 4 Mio. Kr. bewilligt.
- 24.10.1923: Brand im Haus Haidach 7.
Volkszählung 1923 Die Bevölkerung steigt in der Gemeinde seit 1900 von 1619 auf 1810 Personen an. Die Häuser haben sich in dieser Zeit von 363 auf 390 erhöht. Steuergemeinde Seewalchen: 589 männliche und 634 weibliche Personen, Steuergemeinde Litzlberg: 280 männliche und 307 weibliche Personen. Die Ortschaft Seewalchen hat 614 Einwohner (davon 282 männliche und 332 weibliche Personen)und 131 Häuser.
1924
- Für die Periode 1924-1929 wird als Bürgermeister Mathias Krempler, Bauer in Steindorf 30, gewählt. Zum Vizebürgermeister wird Johann Mayr, Koaser in Seewalchen 49 und zu Gemeinderäten werden Anton Lechner, Bauer in Kemating, und Hermann Kastinger, Schuhmacher in Seewalchen 127, gewählt.
- 24.1.1924: Gründung des gegenseitigen Pferdeversicherungs-Vereines.
- 1.3.1924: Die Attersee-Dampfschiffunternehmung Stern & Hafferl hat auch die Schiffe vom Rudolf Randa, Kammer, erworben.
- 1.4.1924: Die Schillingwährung wird eingeführt.
10.000 Kronen sind 1 Schilling (wirksam ab 1.1.1925).
Zuerst werden die 10.000 Kronen Scheine mit der Aufschrift „Ein Schilling” versehen, die ersten Schilling-Münzen werden am 16. Juni 1924 geprägt. - 6.4.1924: Ankauf eines Feuerwehr-Mannschaftswagens um 3,500.000 K.
- 2.6.1924: Der Bezirkswart für das Feuerwehrwesen, Dr. Rudolf Schuh, teilt in einem Schreiben an den Bürgermeister das Ergebnis einer Großübung in Steindorf mit. Die Feuerwehr, so wird in diesem Bericht aufgezeigt, braucht von der Brandmeldung bis zum Einsatz auf dem Brandplatz 48 Minuten.
Dr. Schuh weist in seinem Bericht besonders auf die Wichtigkeit der Errichtung von Löschwasserbehältern und auf die Anschaffung einer Feuerspritze hin. Gerade in Steindorf, wo die Häuser ziemlich eng aneinander gebaut sind, sei die Ausbreitung eines Brandes leicht möglich, meint Dr. Schuh. - 14.6.1924: Im Hause des Johann Neuhofer, Steindorf 4, entsteht ein Brand, welcher einen Teil des Daches beschädigt. Die Frw. Feuerwehr Seewalchen kann den Brand rechtzeitig lokalisieren.
- 22.7.1924: Durch Blitzschlag brennt das Anwesen des Franz Oberndorfer in Ulrichsberg ab.
- 25.10.1924: Der Frw. Feuerwehr Seewalchen werden mit Beschluss des Gemeindeausschusses zum Anschaffen einer Motorspritze 35 Mio. Kr. bewilligt.
- Gemeindeausschusswahlen 1924: Christlichsoziale, vereinigt mit den Deutschfreiheitlichen 652 Stimmen, Sozialdemokraten: 230 Stimmen.
- Im Jahre 1924 beginnt die Familie Kolm, Seewalchen 18, mit ihrem Molkereibetrieb (der Betrieb wird 1966 geschlossen).
- 1924 errichten Johann Lenzenweger und Hans Hofmann die erste Autoreparaturwerkstätte .
Die Bevölkerung hatte damals wenig Hoffnung in die Zukunft der Kraftfahrzeuge, damals „Eahmselm-Fahrer“ genannt und meinte: „Zwegen dem narrischen Doktor Hauttmann macht´s es a Werkstatt auf.“
Dr. Oskar Hauttmann aus Kammer hatte das erste Auto in der Gegend.
1925
- 25.3.1925: Das Anwesen des Johann Lux, Haidach 7, brennt bis auf die Grundmauern nieder. Die Brandursache ist nicht bekannt. Die Feuerwehr Seewalchen setzt erstmals die neue Motorspritze ein.
- 4.4.1925: Den Eheleuten Franz und Maria Köstler werden anlässlich der Goldenen Hochzeitsfeier S 100,-- gewidmet.
- 29.7.1925: In der Sitzung des Gemeindeausschusses wird beschlossen:
- dem Wasenmeister Josef Kroihs (Schörfling) den jährlichen Pauschalbeitrag von S 80,-- gleich seinem Vorgänger zu bewilligen;
- dem Ansuchen des Mesners Josef Köstler wegen Leistung seiner Entschädigung für das 11 Uhr Läuten dahin Folge zu geben, dass für das Jahr 1925 demselben seitens der Gemeinde-Vorstehung 4 m³ hartes Brennholz im Herbste 1925 zuzuweisen sind.
- 30.12.1925: An Hundesteuer für das 1926 wird beschlossen, für jeden Hund männlichen Geschlechtes 50 gr, weiblichen Geschlechts 1 Schilling einzuführen.
Einige Zahlen
1925 sind insgesamt 749 Fremde (Gäste) in der Gemeinde. Rechnungsabschluss der Gemeinde 1925: Einnahmen: S 70.467,74 Ausgaben: S 68.383,05. Steuerleistung: S 16.646,96 Gemeindeumlage: 20 % Lohnabgabe: 4 %; Wohnabgabe: 30 %.
Die Chronik der Jahre ... |
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1851-1880 | 1881-1900 | 1901-1920 | 1921-1940 | 1941-1960 | 1961-1970 | 1971-1980 |
Die Jahre 1926-1930
1926
Der große Brand von Steindorf
Am 8.4.1926 zwischen 24.00 und 1.00 Uhr nachts entstand aus ungeklärter Ursache beim Haus Steindorf 39 ein Brand, welcher sich wegen des herrschenden Windes über das ganze untere Dorf Steindorf ausbreitete, wobei 21 Objekte dem verheerenden Elemente zum Opfer fielen. Außer den gesamten Fahrnissen (= bewegeliche Güter) verbrannten noch 12 Stück Rinder und Pferde, 20 Schweine nebst zahlreichem Geflügel und in der weiteren Folge mussten noch 5 Rinder und 5 Schweine notgeschlachtet werden.
Entsprechend des Schadens war auch die Hilfe des ganzen Landes groß, sodass laut der in der Zeit vom 6.4.1926 bis 24.2.1927 abgeschlossenen Listen Spenden in bar S 133.403,85 eingegangen sind. Aus den umliegenden Gemeinden langten Naturalien in großen Mengen ein, ebenso Kleidungsstücke, Schuhe und sonstige Gegenstände.
Die Landesregierung stellte sofort eine Pionierabteilung für die Aufräumungsarbeiten zur Verfügung und 4 Lastautos für die Zufuhr des Baumaterials, sodass in verhältnismäßig kurzer Zeit sämtliche Objekte unter Dach gebracht werden konnten.
Eine ausgiebige Hilfe leistete auch der Selbsthilfe-Verein durch Lieferung von Holz und Robot. An den Holzlieferungen zum Aufbauen der Häuser beteiligten sich in ausgiebiger Weise die benachbarten Gemeinden, von denen einige das Holz für einen ganzen Dachstuhl beisteuerten.
Die Brandstätte wurde am 8.4. von LhStv. Dr. Schlegl, Landesamtsdirektor Attems und Bezirkshauptmann Dr. Lippe besichtigt.
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1927
- 28.2.1927: Beim Watzinger-Häusl in Kraims 14 des Johann Moser bricht ein Brand aus, dem das ganze Objekt zum Opfer fällt. Die Brandursache war ein schlechter Rauchfang.
- 5.3.1927: Für die Schlauchbeschaffung zur Steindorferspritze werden S 200,-- bewilligt.
- 9.3.1927: Im Gasthaus Leingartner in Vöcklabruck wird der Fremdenverkehrsverband für den Attersee und Mondsee gegründet. Neben 18 anderen Gemeinden tritt auch die Gemeinde Seewalchen als Mitglied bei.
- 7.6.1927: Das alte Spritzenhaus wird an Herrn Georg Stallinger in Seewalchen um den Preis von S 1.000,-- verkauft und der Betrag wird der Frw. Feuerwehr Seewalchen zum Stärken des Baufonds überlassen.
- Im Juni 1927 werden die Ortschaften Buchberg, Haining, Ainwalchen, Neißing, Gerlham, Litzlberg und Moos vom starken Hagelschlag betroffen, der die gesamte Ernte vernichtet. Durch eine Landessammlung gelangen S 3.100,-- zum Aufteilen an die Betroffenen.
- 17.7.1927: Die Einweihung des neuen Feuerwehrhauses auf der Stieglerwiese (heute Parkplatz vor dem Rathaus) findet statt, das um den Preis von S 5.800,-- erbaut wurde. Dank der Opferwilligkeit der Bewohner durch Leistung von Zug- und Handrobot und sonstigen Spenden wurde der Zeughausbau ermöglicht.
Bauführer waren Dr. Rudolf Schuh, Dr. Fritz Seifert, Johann Mayr und Max Laminger. - 27.8.1927: Das Ansuchen des Rudolf Waldmann wegen Anerkennung des Lokalbedarfes für das Autotaxigewerbe mit dem Standort Seewalchen 61 (heute Raiffeisengebäude) wird bewilligt.
- 28.8.1927: Das Bauen des Landungssteges Litzlberg wird beschlossen. Der dazu notwendige Seezugang wird von der Bräuin bewilligt.
- Für die Errichtung eines öffentlichen Tennisplatzes wird ein Teil der Stieglerwiese mit einer jährlichen Pacht von S 50,-- vergeben. (Heute ist dort der Kultursaal).
Heimatbuch
Direktor Adolf Bocksleitner ist der Verfasser des Buches „Seewalchen am Attersee“, ein Heimatbuch, das er dem Ehrenbürger Julius Wimmer widmete und dessen Gesamterlös für die Kirche in Seewalchen zur Anschaffung von Paramenten bestimmt war. Der Druck erfolgte im Jahre 1929 durch den Verlag Julius Wimmer, Linz.
Das Buch enthält neben allgemeinen Daten
- Geschichtliches über den Ort, die Kirchen, die Schule und den Amthof,
- eine Chronik der letzten 100 Jahre,
- eine Sammlung des heimatlichen Brauchtums,
- Sagen aus Seewalchen und Umgebung,
- Lieder und Gesänge u.a.
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1928
- 28.1.1928: In der Sitzung des Gemeindeausschusses wird zum Antrag der Bau- und Betriebsunternehmung Stern & Hafferl wegen Konzession zum periodischen Betriebe von Personentransport mit Kraftwagen von Kammer-Attersee-Unterach und zurück beschlossen, keinen Einwand zu erheben, da die Straßen in dem dermaligen Zustande geeignet sind.
- 22.3.1928: Über Antrag des Bezirkshauptmannes Dr. Lippe wird wegen Ankaufen des erforderlichen Seegrundes [bei Menschick, Atterseestraße 88] zum Errichten eines Strandbades eine Ausschusssitzung einberufen und abgehalten, wobei mit 13:3 Stimmen das Ankaufen des Grundes abgelehnt wird.
- Winter 1927/28: Schneefreier Winter mit wechselnder Temperatur, sodass die Holzbringung von den Bergen ungemein schwierig ist. Durch den im Frühjahr auftretenden Frost treten große Fruchtbeschädigungen auf.
- 5.5.1928: Ansuchen des Verschönerungsvereines Seewalchen um verschiedene Herstellungen. Hierüber beschließt der Gemeindeausschuss einstimmig:
- 1) Die Anbringung einer elektrischen Lampe am Kirchenplatze nicht zu bewilligen.
- 2) Anlage eines Bürgersteiges: Von der Anlage ist abzusehen, jedoch wird die Gemeindeverwaltung beauftragt, einen Kostenvoranschlag wegen Instandsetzung des reparaturbedürftigen Straßengrabens von Häupl bis Seewirt bei der o.ö. Landesregierung einzubringen.
- 3) Zur Überwachung des Radfahrverbotes wird der Gemeindediener bestellt und das Radfahrverbot an den Fußsteigen in der Ortschaft durch Anbringung von Verbotstafeln beim Ein- und Ausgang des Friedhofes, bei Idlhammer, Holzinger, Aigner und Lechner verlautbart.
- 4) Den Gastwirten in Seewalchen ist aufzutragen, in den Vorhäusern eine Verbotstafel anzubringen, dass die Verunreinigung der Straßen strengstens verboten ist.
- Bachregulierung in Kemating
Die Besitzer in den Ortschaften Kemating und Staudach sowie einige Besitzer aus Steindorf nehmen das Regulieren des Kematinger-Kraimserbaches unter der Leitung des Ing. Weidhofer und mit den erhaltenen Landes- und Bundessubvention vor. Die Arbeiten werden zur allgemeinen Zufriedenheit im Juni 1928 beendet. Insgesamt werden 45 Joch (=23,84 ha) der Entwässerung mit einem Gesamtaufwand von S 68.093,80 zugeführt. Im Anschluss an diese Arbeiten bzw. Fortsetzung derselben hat sich eine neue Wassergenossenschaft Steindorf-Kraims-Ulrichsberg-Arnbruck zum Regulieren des Baches bis zur Ager gebildet. Dieses Vorhaben wurde jedoch nicht ausgeführt. - 2.6.1928: Um 9.30 Uhr brennt die zum Haus 105 gehörige Holzhütte des Mathias Raminger in Seewalchen samt Futtervorräten bis auf den Grund nieder. Das Feuer wurde durch ein dreijähriges Kind gelegt.
- 3.6.1928: Der Gemeindeausschuss bewilligt für das Erbauen eines Feuerwehr-Spritzenhauses in Steindorf S 1.200,--.
- 9.6.1928: Zwischen der Villa „Scheibenhof“ und Leiß in Moos erfolgt ein Zusammenstoß eines Lastautos der Fa. Stern & Hafferl mit dem vollbesetzen Lohnauto des Herrn Badinger aus Attersee, wobei Frau Hotelier Hofinger vom Münchnerhof in Salzburg und Frau Hotelier Irresberger aus Attersee sowie der Streckenwärter der Firma Stern & Hafferl schwer verletzt werden.
- 12.7.1928: Um 16.30 Uhr geht ein Hagelschlag nieder, welcher alle Ortschaften der Gemeinde verhagelt. Am meisten betroffen sind die Ortschaften Seewalchen, Roitham, Neißing, Ainwalchen, Kemating und Steindorf (Schäden von 30 bis 100%).
- 10.9.1928: Der Amthof Seewalchen geht infolge Zwangsversteigerung um den Preis von S 127.259,-- in das Eigentum des Erich Soupper über.
- 6.11.1928: Fahnenweihe des Kriegervereines 1914-1918 in der Pfarrkirche Seewalchen.
- 9.12.1928: Verkauf der Brauerei Litzlberg samt Grundbesitz an Frau Else Eichmann.
- Im Jahre 1928 wird auf dem Grundstück des Nikolaus Wang das Café Liehmann errichtet.
- Im Jahre 1928 wird die Eisenbahnbrücke über die Ager erneuert.
- Im Jahre 1928 eröffnet Johann Ploner sein Bauunternehmen.
1929
Zugefrorener See
Vom 7.-8.2.1929 war der See über Nacht von der Brendler-Villa [jetzt: Hotel Attersee] bis Lechner (Fischer in Moos) zugefroren. Erst am 21.2. fror der See zur Gänze und blieb bis zum 21.3. zu.
Obwohl der Attersee in der sorglosesten Weise mit Fahrrädern und Motorrädern befahren wurde und mehrere Eiseinbrüche zu verzeichnen waren, ertrank niemand.
Es war der kälteste Winter seit 154 Jahren. Laut österreichischer Wetterstatistik hatte es von Anfang Jänner bis Ende Februar nicht einen einzigen Tag Plusgrade.
Am 27.3.1929 konnte das Dampfschiff wieder die erste Fahrt nach Unterach machen. (Die Schifffahrt war in dieser Zeit von besonderer Bedeutung, weil es sonst keine Verkehrsmittel wie Auto oder Autobus gab.)
Siehe auch: Attersee (Eis)
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- Im März tritt eine Grippe derart stark auf, dass in vielen Häusern fast niemand zum Betreuen des Viehs vorhanden ist.
- Landtags- und Gemeindeausschusswahlen 1929: Christlichsoziale und Deutschfreiheitliche: 677 Stimmen, Sozialdemokraten: 300 Stimmen
- 2.5.1929: Das Luftschiff „Graf Zeppelin“ fliegt von Wien kommend längs des Attersees nach Salzburg weiter. Die Länge des Luftschiffes beträgt 230 m.
- 5.5.1929: Bei der stattfindenden Konstituierung des Gemeindeausschusses für die Periode 1929-1934 werden gewählt:
Bürgermeister: Johann Mayr, Koaser in Seewalchen 49,
Bgm.Stv.: Johann Dachs, Bauer in Ainwalchen 8,
1. Gemeinderat (wäre heute Mitglied des Gemeindevorstandes): Anton Mayr, Bauer in Litzlberg 5,
2. Gemeinderat: Hermann Kastinger, Schuhmacher in Seewalchen 127. - 9.6.1929: Das Wiedersehensfest des Vereines „Kriegskameraden 1914-18“ findet verbunden mit einer Fahnenweihe unter Beteiligung fremder Krieger und Veteranenvereine mit 3 Musikkapellen und 16 Fahnen statt.
- 4.7.1929: Über Oberösterreich geht ein Westorkan, der im Lande großen Schaden anrichtet. Auch in der Gemeinde Seewalchen entsteht an Wäldern und Gebäuden sowie Obstgärten ein großer Schaden. Unter anderem reißt der Orkan das Dach von den Häusern Staudach 10, Buchberg 6 und Steindorf 21 und den Stadel des Hauses Steindorf 2 um.
An Gesamtschaden wird festgestellt: 18.760 Dachziegel, 1.780 m² Dachbeschädigung, 713 Obstbäume, 33.500 kg Klee, 6.900 kg Heu, 1.508 Festmeter Windbruch und 60 Joch Jungwald.
Ein Opfer des Sturmes ist auch Juliana Gebetsroither, geb. 1907, Tochter des Wagnermeisters Matthäus Gebetsroither, Litzlberg 7. Sie wird bei einer Bootsfahrt vom Sturm überrascht und ertrinkt beim Landungssteg Litzlberg. - Der Herbst ist ausnahmsweise trocken und warm, sodass am 6. Oktober noch eine Hitze von 25° herrscht und im See das Baden bei 17° möglich ist. Kurz darauf erfolgt ein plötzlicher Temperaturabfall.
Einige Zahlen
Nach der Zählung entfallen von der Fläche der Ortsgemeinde Seewalchen
2506 ha 07 a 71 m² = 4355 Joch: Steuergemeinde Seewalchen: 1180,3801 ha = 2052 Joch Steuergemeinde Litzlberg: 1325,7970 ha = 2303 Joch. Davon sind: Äcker: 912,6799 ha Wiesen: 759,4086 ha Weide: 18,4149 ha Gärten: 86,8951 ha Wälder: 292,9112 ha unproduktive Flächen: 1,7264 ha Straßen und Wege: 32,1850 ha Eisenbahn: 2,7335 ha Bauarea: 20,1412 ha Agerfluss: 8,6020 ha Attersee (im Gemeindegebiet): 369,7628 ha
1930
- Im Jänner 1930 wird in der Brauerei Litzlberg das letzte Bier gebraut.
- Ab Jänner 1930 führt die Familie Hinterholzer eine Gemischtwarenhandlung (Geschäft Hauptstraße 8, bis 1970).
- 14.2.1930: In Seewalchen wird eine postöffentliche Sprechstelle (Telefon) eingerichtet.
- 1.3.1930: Der Gemeinderat beschließt, der Frw. Feuerwehr Kemating zum Erbauen eines neuen Feuerwehrdepots einen einmaligen Betrag von S 2.000,-- zu bewilligen.
- 27.6.-3.7.1930: Heuschreckenschwärme verheeren große Teile von Österreich, teilweise ist sogar der Eisenbahnverkehr gestört. In der Gemeinde sind jedoch nur geringe Schäden festzustellen.
- 6.7.1930: Nach tropischer Hitze und regenloser Zeit im Juni kommt ein Hagelwetter mit Sturm und Wolkenbruch und es werden hiebei die Ortschaften Seewalchen, Pettighofen, Haidach, Roitham, Neubrunn, Kraims und Reichersberg sowie der untere Teil von Steindorf bis 70% verhagelt.
- 24.7.1930: Zwischen 16.00 und 18.00 Uhr kommt plötzlich der Abfluss der Ager zum Stillstand, sodass das Wasser des Sees bis 5 m vom Ufer entfernt zurücktritt und ein bei der Kammerbrücke fahrendes Trauner trockengelegt wird.
Einer Wäscherin in Kammer verschwindet das Wasser beim Waschen.
Der gleiche Vorgang wurde auch vor Jahren von älteren Leuten beobachtet. (Wissenschaftlich wird dieser Vorgang „Seiches“ genannt.) - Der Stand der unterstützten Arbeitslosen Ende 1930 beträgt 80 Mann. Durch die Einstellung des Brauereibetriebes Litzlberg und der teilweisen Betriebseinstellung in der Papierfabrik Pettighofen entsteht im Jahre 1930 bei den Abgabeertragsanteilen und der Lohnabgabe eine Mindereinnahme von S 12.500,--, welche durch das Erhöhen der Gemeindeumlage hereingebracht werden muss.
Die wirtschaftliche Krise, besonders die Arbeiterentlassungen in den Fabriken Lenzing und Pettighofen haben zur Folge, dass schon in den Sommermonaten ein großer Andrang zum Anmelden der Arbeitslosenunterstützung ist, sodass der Stand im Monat August bereits 40 Personen beträgt. - Herbst 1930: Die Landwirte der Gemeinde erhalten eine Anbauprämie von S 20,-- pro Joch Grund, zusammen ergibt es einen Betrag von S 23.255,--.
- Im Jahre 1930 erwirbt das Ehepaar Hofmann den Litzlberger Keller und führt ihn als Gaststätte.
Einige Zahlen
1930 sind insgesamt 1293 Personen (Gäste) in Seewalchen. Rechnungsabschluss der Gemeinde 1930: Einnahmen: S 129.563,71 Ausgaben: S 127.746,65 Steuerleistung: S 18.882,79 Gemeindeumlage: 20 % Lohnabgabe: 4 % Wohnabgabe: 20 %
Die Chronik der Jahre ... |
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1851-1880 | 1881-1900 | 1901-1920 | 1921-1940 | 1941-1960 | 1961-1970 | 1971-1980 |
Die Jahre 1931-1935
1931
- Im März 1931 übernimmt Ignaz Rosenauer die Fleischhauerei (Hauptstraße 17).
(1962 wird die Liegenschaft an die Gemeinde verkauft.) - Im Juni 1931 wird der Kirchturm der Pfarrkirche Seewalchen von der Turmspitze abwärts bis zum Glockenturm mit 1500 kg Kupferblech neu eingedeckt. Die Kosten werden seitens des damaligen Pfarrers P. Gottfried Pflügl durch den Erlös für ein verkauftes Grundstück von S 9.600,-- aufgebracht.
- Durch den Ausfall der Niederschläge seit Februar werden die Wasserzuflüsse der bestehenden Wasserleitung in Seewalchen so schlecht, dass nur durch 3x tägliches Absperren die Deckung des Bedarfes aufrecht erhalten werden kann. Erst Anfang Juli normalisiert sich der Wasserzufluss.
- 5.7.1931: Um 10 Uhr stürzt die 18-jährige Hausgehilfin Maria Damm aus Gumpoldskirchen in den Attersee und wird ertrunken aufgefunden.
- Nach achtwöchiger Regenzeit tritt Kälte bis 0° ein, sodass bereits am 23.9.1931 der Schnee bis zum Höflberg herunter liegt. Im Oktober ist sodann durchwegs schönes Wetter.
- 4.10.1931: Der Bäckergeselle Robert Hackl, geb. 1914, aus Seewalchen bei Hüttmayr stürzt von der Adlerspitze im Höllengebirge ab.
- 10.10.1931: Auf Grund des Budgetsanierungsgesetzes 1930 wird einstimmig beschlossen, rückwirkend mit 1. Oktober die Bezüge der Gemeindeangestellten, und zwar die des Gemeindesekretärs Max Laminger um 6 % und die des Gemeindedieners Franz Lacher um 4 %, zu verkürzen.
- Gemeinderatswahlen 1931: Christlichsoziale: 331 Stimmen, Nationaler Block: 231; Sozialdemokraten: 279, Nationalsozialisten: 24.
- 18.11.1931: Um 0.30h verunglückt tödlich der am 17.12.1891 geborene Taxiunternehmer Karl Wehovar, Seewalchen 66.
Wehovar, der mit dem Taxiunternehmer Rudolf Waldmann vom Gasthaus Häupl nach Kammer fuhr, kam am Goldberg [heute Konditorei Rohringer] auf der schlüpfrigen Straße mit dem Auto ins Rutschen, kippte um, kam unter das Auto zu liegen und erstickte. Waldmann hingegen kam mit geringen Verletzungen davon. - Infolge der durch die Papierfabrik Pettighofen erfolgten Betriebseinschränkung werden 108 Arbeiter entlassen.
1932
- 1.6.1932: Josef Kirchgatterer wird zum prov. Gemeindediener bestellt.
- 16.7.1932: Dr. med. Rudolf Schuh, Zahnarzt in Seewalchen 99, wird für seine Verdienste um die Frw. Feuerwehr zum Ehrenbürger der Gemeinde Seewalchen ernannt.
- Im Sommer 1932 ist 4 Monate hindurch fast kein Regen, sodass im Herbst im Orte und in der Umgebung großer Wassermangel herrscht.
- Im Jahre 1932 ist der Höchststand der gewerblichen Arbeitslosen (125 Arbeiter) durch teilweise Betriebseinstellung der Lenzinger Papierfabrik.
In den Wintermonaten erreicht die Wirtschaftskrise ihren Höhepunkt. Junge Menschen finden keine Arbeit, Schulentlassene keinen Lehrplatz, Familienväter keine Beschäftigung. Täglich klopfen viele Bettler an die Türen der Häuser.
1933
- 27.5.1933: Die deutsche Reichsregierung verhängt über Österreich die „Tausendmarksperre“. Deutsche Staatsbürger müssen vor einer Reise nach Österreich eine Gebühr von 1.000,-- Mark zahlen. Die „Tausendmarksperre“ ist eine große Schädigung des Fremdenverkehrs.
- 4.7.1933: Feierliche Primiz des hw. Herrn Johann Gebetsberger von Haining (1909-1974).
- Das Frühjahr und der Sommer bis Mitte Juli sind sehr verregnet, sodass die Getreideernte fast 3 Wochen später als in normalen Jahren ist. Es ist trotzdem eine gute Ernte, aber die Obsternte ausgenommen.
- 7.10.1933: Bürgermeister Mayr wird für seine Verdienste als langjähriger Kapellmeister und Bürgermeister zum Ehrenbürger ernannt.
1934
- Beginn einer neuen Nationalsozialisten-Terrorwelle mit Sprengstoffanschlägen.
Bürgerkrieg
Infolge des beabsichtigten sozialdemokratischen Putschversuches wird am 12.2.1934 das Standrecht für Oberösterreich verfügt. In Seewalchen selbst ist Ruhe, aber in der Papierfabrik Lenzing kommt es zu Ausschreitungen. Der Republikanische Schutzbund reißt im Bahnhof Lenzing die Bahngleise auf und besetzt die Fabrik.
Am 14.2.1934 wird die Besetzung der Fabrik durch Einsatz des Militärs und des Heimatschutzbundes aufgehoben und werden die Rädelsführer, insgesamt 13 Sozialisten, verhaftet.
In Seewalchen ist die Putschbeteiligung ganz gering.
Attnang und Holzleithen sind von den Unruhen besonders heimgesucht. In Holzleithen werden am 12. Februar 6 Männer, davon 3 Sanitäter erschossen.
Aufgrund der Auflösung der Sozialdemokratischen Partei werden in Seewalchen die Gemeindeausschussmitglieder Hermann Kastinger, Michael Lehner, Franz Feitzhofer, Franz Lang und Josef Lenzeder ausgeschieden.
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22.3.1934: Eine Volkszählung wird durchgeführt, welche einen Bevölkerungszuwachs seit 1923 um 199 Personen ergibt: Steuergemeinde Seewalchen: 1455 Personen Steuergemeinde Litzlberg: 554 Personen Insgesamt: 2009 Personen Die Pfarrgemeinde Seewalchen mit den zugehörigen Ortschaften der Gemeinde Timelkam und zwar Arnbruck (466 Bewohner), Ulrichsberg (41 Bewohner), Thal (28 Bewohner) und der Gemeinde Berg, und zwar Brandham (64 Bewohner), Baum (27 Bewohner) und Rubensdorf (28 Bewohner) hat mit den Gemeindebewohnern von Seewalchen 2663 Personen.
- 25.7.1934: In Wien findet ein nationalsozialistischer Putschversuch statt, wobei Bundeskanzler Dr. Engelbert Dollfuß ermordet wird; in Seewalchen ist jedoch vollkommene Ruhe.
- 6.8.1934: Um 8.30 Uhr brennt das Haus der Ehegatten Moser, Staudach 3, bis auf die Grundmauern nieder.
Brandursache: Angeblicher Rauchfangschaden. - 15.8.1934: Der Pfarrer P. Gottfried Pflügl wird in das Stift Michaelbeuern versetzt und an dessen Stelle kommt P. Dr. Heinrich Scharl als Pfarrprovisor.
- 20.9.1934: Fritz Zimmel (Schulweg 3) übernimmt den Tapeziererbetrieb seines Schwiegervaters Franz See. (1966 wird der Betrieb geschlossen.)
- Ab Herbst 1934 heißt es nicht mehr Gemeindeauschuss sondern „Gemeindetag“.
- Das Jahr 1934 ist ein ausgesprochen trockenes Jahr, jedoch mit einer sehr guten Ernte, insbesondere die Obsternte.
- 18.10.1934: Erster Schneefall, dann jedoch schneefrei bis 6.1.1935.
- 22.10.1934: Die Gemeindevertretung wird aufgelöst und als Regierungskommissär wird der Schmiedemeister Josef Frickh, Seewalchen, bestellt.
- 30.10.1934: Josef Frickh wird aus Gesundheitsgründen als Regierungskommissär enthoben und der Landwirt Johann Dachs, Leitner in Ainwalchen, wird für dieses Amt bestellt.
- 6.12.1934: Die Lehrerin Frl. Maria Holzinger wird für ihr verdienstvolles Wirken als Lehrkraft zur Ehrenbürgerin ernannt.
- Im Jahre 1934 erwirbt Fritz Aigner den Tischlerei-Betrieb Kette.
(Im Jahre 1958 beginnt die Fa. Aigner ihren Möbelbetrieb groß auszubauen, im Jahr 2000 wird der Betrieb geschlossen.) - Im Jahre 1934 eröffnet Franz Sumereder seine Schlosserei (in der Steindorfer Straße).
(Der Betrieb wird 1998 geschlossen.)
1935
- 17.10.1935: Dem Leiter der Volksschule, Oberlehrer Adolf Bocksleitner, wird der Titel „Schuldirektor“ verliehen.
- 23.11.1935: Josef Kirchgatterer, geb. 1905, wird als Gemeindediener und Wachmann angestellt.
- Im Jahre 1935 sind 2044 Fremde (Gäste) gemeldet.
- Das Jahr 1935 ist trocken und zur Aufrechterhaltung der Wasserversorgung muss die Wasserleitung während drei Monaten zeitweise abgesperrt werden.
- 22.12.1935: Das Erweitern der Wasserleitung durch Anlegen eines Tiefbrunnens (Tiefe: 20 m) auf der Parzelle 2047, KG. Seewalchen, wird beschlossen.
Einige Zahlen
Rechnungsabschluss der Gemeinde 1935: Einnahmen: S 86.578,01 Ausgaben: S 83.891,18 Steuerleistung: Grundsteuer: S 16.035,54; Gebäudesteuer: S 2917,88
Die Chronik der Jahre ... |
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1851-1880 | 1881-1900 | 1901-1920 | 1921-1940 | 1941-1960 | 1961-1970 | 1971-1980 |
Die Jahre 1936 bis 1940
1936
- 4.1.1936: Mit Beschluss des Gemeindetages soll die Kammerbrücke im Einvernehmen mit der Gemeinde Schörfling als „Dollfußbrücke“ benannt werden, gelangt jedoch nicht zur Ausführung.
- 3.3.1936: Anna Hauseder, geb. 1912, aus Kraims wird in der Kellergrube des Johann Renner, Kraims 2, verschüttet und findet hiebei den Tod.
- 19.5.1936: In einem Schreiben an die Gemeindevorstehung Seewalchen bittet die Bewohnerschaft von Steindorf die Aufstellung einer Ortsfeuerwehr zu bewilligen.
Gründungsausschussmitglieder sind:
Franz Neuböck, Josef Sagerer, Karl Krempler und Karl Wiesinger.
Am 14.6.1936 bewilligt der Gemeinderat die Gründung einer Löschgruppe in Steindorf, die Leistung eines Beitrages aus Gemeindemitteln wird jedoch abgelehnt. - Ende des Jahres: 424.000 Arbeitslose. Die Zahl der Ausgesteuerten ist nicht bekannt.
- Im Jahre 1936 errichtet Franz Moser seinen Maßschneidereibetrieb.
- Im Jahre 1936 übernimmt Max Kastinger den elterlichen Betrieb.
1937
- 10.4.1937: Dem Ansuchen des Herrn Pfarrer wegen Leistung eines Beitrages zu den Kosten der Adaptierung des Hauses Nº 28 Seewalchen (Mesnerhaus) für die Errichtung eines Kindergartens wird zugestimmt.
1938
- 25.1.1938: Es wird ein Nordlicht von großer Stärke beobachtet. Von vielen Bewohnern wird dieses Naturereignis als schlechtes Omen gewertet.
- Die wirtschaftliche und politische Lage im Lande hat sich in letzter Zeit verschlechtert. Die Bundesregierung hat für den 13. März 1938 eine Volksbefragung ausgeschrieben. Die Durchführung dieser Volksbefragung wird jedoch durch den am 12. März erfolgenden Einmarsch der deutschen Truppen und die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reiche verhindert.
- Am 12.3.1938 entsteht in der Lenzinger Papierfabrik ein Großbrand.
13. März 1938
Der gewaltsame Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13.3.1938 bringt auch für Seewalchen große Veränderungen mit sich.
Es erfolgt die Absetzung des Gemeindetages und am 15.3. die Konstituierung des Gemeindetages der NSDAP mit Georg Meinhart, Bauer in Ainwalchen, als Bürgermeister.
Seit dem Jahre 1809 waren keine fremden Soldaten mehr in Seewalchen.
Niederschrift
aufgenommen am 15. März 1938 aus Anlass der Übergabe
bzw. Übernahme des Vermögens der Gemeinde Seewalchen lt. Inventar I. Das Haus Nº 46 Seewalchen samt zugehörigen Grundstücken im Werte von S 20.000,-- für die Schulgemeinde das Schulhaus Nº 82 in Seewalchen samt zugehörigen Grundbesitz für die Sanitätsgemeinde das Totenhaus im Friedhof 2 Schiffslandungsstege am Attersee: Seewalchen - Litzlberg Kanzleieinrichtung lt. Verzeichnis: S 1.000,-- Summe: S 21.000,-- II. Vermögensausweis Wertpapiere: S 1,04 Int. Forderungen: S 456,34 Wohnbaudarlehen: S 1.950,-- Einlage in der Vorschusskasse: S 5.911,44 Einlage in der Postsparkasse: S 5.957,33 In barem: S 427,77 Summe: S 14.703,92 III Rückständige Umlagen aus 1936 und 1937 Gem. Umlagen 1936: S 199,58 Gem. Umlagen 1937: S 1786,32 Landesabgabe 1936/37: S 115,-- Lustbarkeitsabgabe 1937: S 125,-- Fahrradabgabe 1937: S 33,-- Summe: S 2.258,90 Übergeber: Dachs Johann Übernehmer: Meinhart Georg
- Am 17.3.1938 wird die Wertrelation des österreichischen Schillings zur Reichsmark festgelegt: 1 Reichsmark = 1,50 Schilling.
- Vom 16. bis zum 18.3.1938 sind in Seewalchen Soldaten der SS-Kompanie 'Germania' aus Hamburg mit 35 Offizieren, 190 Unteroffizieren und 658 Mann sowie 144 Pferde einquartiert.
- Am 10. April erfolgt eine Volksbefragung über den Zusammenschluss mit dem Deutschen Reiche. Von 1391 Stimmen werden 1390 mit „ja“ beantwortet.
- 1.5.1938: Gemeindesekretär Max Laminger, der seit September 1906 im Dienste der Gemeinde steht, tritt in den Ruhestand.
- 1.7.1938: In der Ostmark, wie Österreich nun hieß, wird der Rechtsverkehr eingeführt.
- 1.8.1938: Die standesamtliche Trauung wird verpflichtend eingeführt und das Standesamt errichtet. Bis zum 31.12.1938 werden die Trauungen auf der Bezirkshauptmannschaft durchgeführt.
Die Standesämter führen nun die Matriken von Geburten, Eheschließungen und Todesfällen. Bis 1. 1. 1939 wurden diese von den Religionsgemeinschaften geführt. - 17.9.1938: Sitzung des Beirates der N.S.D.A.P in der Gemeinde Seewalchen.
1. Auflösung des Gemeindetages durch den Ortsgruppenleiter und kom. Bürgermeister Pg. (=Parteigenosse) Georg Meinhart,
2. Ernennung des Bürgermeisters Pg. Sepp Häupl durch den Ortsgruppenleiter
3. Im Einvernehmen mit dem neuen Bürgermeister werden Gemeinderäte ernannt.
Am 19.9. legte Bürgermeister Georg Meinhart legt sein Amt zurück, der Gastwirt Josef Häupl wurde sein Nachfolger. - Auf Gründen von Soupper, Leiß und Schreiner (Feldstraße) werden insgesamt 11 Baracken errichtet.
(Diese Baracken waren für den Reichsarbeitsdienst errichtet worden. Nach dem Krieg wohnten dort Flüchtlinge und Heimatvertriebene.)
Der Bau der Reichsautobahn
Mitte 1938 wurde mit den Planungsarbeiten für den Reichsautobahnbau im Bereich Seewalchen begonnen. Die ursprüngliche Planung sah vor, die Trasse über Neißing-Haining und weiter auf halber Höhe des Buchberges an der Seeseite nach Attersee zu führen. Die schwierigen geologischen Verhältnisse machten jedoch eine andere Streckenführung notwendig. Im Bereich des Ortes Seewalchen sollte (anstelle des heutigen Dammes) eine Brücke vom Steindorfer Berg zur „Pürner Rasch“ führen. (Das ist etwas südlicher als die heutige Trassenführung.)
Im November 1938 wurde mit dem Bau der Autobahn (Reichsautobahn München-Salzburg-Wien) begonnen. 50,86 ha landwirtschaftlicher Grund, ein landwirtschaftliches Anwesen („Pointschmied“ Kroiß, das Anwesen stand in der Verlängerung des Kapellenweges Richtung Norden) und 3 Wohnhäuser (in der Hatschekstraße wurden eingelöst bzw. enteignet.
Die Familie Kroiß konnte mit der Entschädigung ein landwirtschaftliches Gut in Pichlwang (Maierhof) kaufen. Bald darauf erfolgte die Entschuldung der Landwirte und der Vorbesitzer hätte sein Anwesen wohl nicht mehr verkauft. Die Einfamilienhäuser Flachberger und Mayrhofer wurden im Müllnerweg (Nr. 7 und 9) neu gebaut.
In Seewalchen und Ainwalchen wurden zur Unterbringung der beim Autobahnbau beschäftigten Arbeiter Barackenlager errichtet.
Zum Transport wurde eine Material-Eisenbahn eingerichtet. Die Remise und das Kohlenlager waren im Bereich der Baracke Haidacherstraße 242.
Die Arbeiten auf der Autobahnbaustelle wurden auch 1939 zügig fortgesetzt. Auch viele Ortsbewohner fanden als Arbeiter auf der Autobahnbaustelle Beschäftigung.
Infolge Kriegsausbruch wurden im September die Erdarbeiten beim Autobahnbau unterbrochen und ab 1.4.1940 in kleinem Umfang mit polnischen Kriegsgefangenen weitergeführt.
Am 1.5.1940 wurden die Arbeiten an der Reichsautobahn eingestellt.
Zwei Brückenbauwerke (im Müllnerweg und nördlich des Amthofes) waren so gut wie fertig, die Erdarbeiten und Dammschüttungen wurden im Bereich Seewalchen nur teilweise ausgeführt. In den folgenden Jahren verwilderte das Gelände.
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1939
Heimatverband und Staatsbürgerschaft
Mit Jahresbeginn 1939 wurde das Heimatrecht aufgehoben, an seine Stelle trat in der Folge die Staatsbürgerschaft. Bis dahin gehörte jede Person durch Abstammung oder Eheschließung zu einer Gemeinde. Dieses Recht konnte man aber durch langjährigen Aufenthalt in einer Gemeinde „ersitzen." Zuständig war der Gemeindeausschuss.
In beinahe jeder Sitzung des Gemeindeausschusses gab es daher folgende Beschlüsse:
Ansuchen der Frau ... in .... um Aufnahme in den Heimatverband Seewalchen.
Wird mit Rücksicht des 15-jährigen Aufenthaltes in der Gemeinde Seewalchen aufgenommen.
oder
Zum Ansuchen des Herrn .... Hausbesitzer in ... um die Zusicherung zur Aufnahme in den Heimatverband Seewalchen.
Hierüber wird einstimmig beschlossen, die Zusicherung zur Aufnahme in den Heimatverband Seewalchen einstimmig zu erteilen.
Mit dem Heimatrecht hatte man Anspruch auf dauernden und ungestörten Aufenthalt und im Falle von Not war die Gemeinde für die Armenpflege zuständig.
Durch die Errichtung von Standesämtern in der NS-Zeit fiel dieser Heimatverband, an seine Stelle trat der Staatsbürgerschaftsverband.
Umgemeindung
Mit Bescheid der oö. Landeshauptmannschaft Linz vom 27.2.1939 wurde die Gebietsabtretung an die Gemeinde Agerzell (jetzt Lenzing), und zwar die Liegenschaften Pettighofen 1-13, 16, 18-21, 23-34 und 35 sowie Thal Nr. 5 genehmigt.
Die Gebietsänderung trat am 1.5.1939 in Kraft.
Ursprünglich hatte die neue Gemeinde weiterhin den Namen Oberachmann, am 1.1.1940 wurde der Name in „Agerzell“ geändert, ab 1.6.1948 erhielt die Gemeinde den Namen „Lenzing“.
1939 hatte diese Gemeinde 900 Einwohner, am 1.1.1940 bereits 2730 Einwohner.
Die Gemeinde Seewalchen wies mehrfach, unter anderem beim Landrat Vöcklabruck sowie beim Gauleiter auf die großen wirtschaftlichen Nachteile hin, die durch diese Abtretungen entstanden sind. Besonders wurde erwähnt, dass der Verlust des einzigen Industriebetriebes (Pettighofen) und der Zuzug von arbeitsuchenden „Volksgenossen“ das ohnehin traurige Bild noch verstärke. Auch der Sommerfrischenverkehr habe einen niemals geahnten Tiefstand erreicht. Der Verlust der Gemeindeeinnahmen wurde mit jährlich 7.000 RM beziffert.
Die Gemeinde forderte daher unter anderem einen Teil der Lohnabgaben der neuen Fabrik, sowie dass die Beamtenwohnungen der neuen Fabrik in Seewalchen gebaut würden.
Es gab eine Reihe von Verhandlungen, unter anderem forderte die Gemeinde monatlich 500 RM von der Zellwolle. Obwohl man die Wünsche Seewalchens verstand, wies man aber seitens der Behörden auf die Tatsache hin, dass die Gemeinde Seewalchen praktisch schuldenfrei sei. Für eine Entschädigung sei dann die direkte Auseinandersetzung zu suchen.
Kurzzeitig gab es auch den Plan, die Gemeinde Seewalchen in die Gemeinde Agerzell einzugemeinden. Der Seewalchner Bürgermeister ließ dem Gauleiter in Linz zehn unverbindliche Vorschläge übermitteln, wo im Falle der Eingemeindung die Mindestforderungen Seewalchens an die Gemeinde Agerzell (Lenzing) formuliert wurden. Diese Idee kam nie zur Durchführung.
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- 21.7.1939: Ein Hagelwetter vernichtet einen Großteil der Getreide- und Obsternte im Gemeindegebiet Seewalchen.
- Durch Gäste aus Deutschland (KDF-Reisen) hat der Fremdenverkehr starken Aufschwung genommen.
- 1.9.1939: Mit dem Einmarsch der deutschen Armee in Polen beginnt der 2. Weltkrieg.
Die Lebensmittelbewirtschaftung (Lebensmittelkarte und Kleiderkarte) wird für das Deutsche Reich einschließlich der Ostmark angeordnet.
Auf den Grundstücken in Pettighofen, die vor der Grenzänderung zur Gemeinde Seewalchen gehörten, wird die Werkssiedlung errichtet. - 10.12.1939: Bei einem Bahnübergang in Lenzing kommt es zu einem Zusammenstoß eines Busses mit Schichtarbeitern und dem Zug. 19 Tote sind zu beklagen.
- 30.12.1939: Barackenbrand in Ainwalchen.
- Im Jahre 1939 beginnt Max Kastinger erstmals mit der industriellen Schuhfertigung.
- Im Jahre 1939 eröffnet die Bäckerei Oberndorfer ihren Betrieb.
- Im Jahre 1939 stellt die Papierfabrik Pettighofen ihren Betrieb ein.
1940
- 1.5.1940: Die für den Autobahnbau eingesetzten polnischen Kriegsgefangenen werden für landwirtschaftliche Arbeiten herangezogen.
- Die Einberufung der wehrfähigen Männer wird fortgesetzt.
Rechnungsabschluss der Gemeinde 1940: Einnahmen: 243.625,80 RM Ausgaben: 225.873,27 RM
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1851-1880 | 1881-1900 | 1901-1920 | 1921-1940 | 1941-1960 | 1961-1970 | 1971-1980 |
Die Jahre 1941-1945
1941
- 30 französische Kriegsgefangene werden im Lager der Autobahnbaracken, (später im Amthof) untergebracht und den Landwirten zu Arbeiten zugeteilt.
- 22.6.1941: Es beginnt der Krieg Deutschland gegen Russland.
Die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und sonstigen Verbrauchsgütern wird immer schwieriger. Einerseits müssen die wehrfähigen Männer aus der Landwirtschaft und dem Gewerbe zur Wehrmacht einrücken, andererseits werden die Ablieferungsquoten erhöht.
1942
- Auf den strengen Winter 1941/42 bei 1 Meter hohen Schneebelag und Temperaturen bis zu 28° Kälte folgt ein heißer Sommer mit 46° Wärme (?) an einigen Tagen.
1943
- Die Gaststätten Seehof Litzlberg, Gasthof Häupl und der Amthof werden als Kinderlandverschickungslager eingerichtet. Es kommen Kinder aus den deutschen Städten zur Erholung.
- Frauen und Kinder aus den bombengefährdeten Städten Deutschlands (Düsseldorf, Krefeld, Berlin) werden in die noch leerstehenden Sommerhäuser einquartiert.
1944
- Mit Beginn des Jahres 1944 setzt der grausame Luftkrieg gegen die Heimat ein. Die Nacht vom 24. auf 25. Jänner ist von Lenzing bis Attnang durch x-hundert Leuchtbomben (sogenannte Christbäume) zum Tage gemacht. Bomben werden abgeworfen, fallen aber in den See.
- 24.2.1944 (24.1.?): Feindliche Flieger überfliegen unseren Ort und werfen Leuchtraketen sowie im weiteren Umkreise auch Sprengbomben ab.
- An Stelle der zur Wehrmacht eingerückten Seewalchner Bauern arbeiten in der Landwirtschaft Ukrainer, Polen, Griechen, Kroaten und französische Kriegsgefangene.
- 10.4.1944: Über Auftrag der Behörde wird begonnen, das Kirchturm-Kupferdach abzunehmen. Es soll eingeschmolzen werden und für militärische Zwecke Verwendung finden.
Im April begann die Einrüstung des Turmes durch einen Zimmermeister. Ab September erfolgte die Neueindeckung mit verzinktem Eisenblech.
Das Kupferblech blieb aber infolge der Wirren der letzten Kriegstage liegen und wurde nicht mehr abtransportiert. Nach dem Krieg wurde es von einem örtlichen Altwarenhändler abgeholt, der es verkaufte. - 10.7.1944: Über dem Gemeindegebiet geht ein schweres Unwetter mit Hagelschlag nieder. Solche Katastrophen wirken sich besonders nachteilig aus, weil die Landwirte kaum ihrer Verpflichtung zur Ablieferung der landwirtschaftlichen Produkte nachkommen können.
- Für Flüchtlinge aus Rumänien, Ungarn und Jugoslawien werden Notquartiere, sogenannte Erdhütten, im Bereiche Buchberg und Unterbuchberg errichtet.
- Im Dezember gibt es einen Luftkampf über dem Attersee. Amerikanische Flieger werden abgeschossen, einer stürzt in den See und einer oberhalb von Unterbuchberg in den Wald.
Ein Bombenabwurf hat vermutlich den Erdhütten in Unterbuchberg gegolten, aber die Bomben verfehlen das Ziel und fallen in den Wald. - 12.12.1944: Der Schulbetrieb wird eingestellt. Der Jahrgang 1938 muss 1945 noch einmal mit der Schule beginnen.
1945
- 21.4.1945: Attnang wird bombardiert. 700 Tote, wobei nur 208 namentlich festgestellt werden konnten (darunter auch eine Seewalchner Bürgerin). 120 Wohnhäuser werden total zerstört, 276 Wohnhäuser beschädigt, 356 Wohnungen sind unbrauchbar. Allein an den Häusern werden 5 Mio. Reichsmark Schaden festgestellt.
Auch die Feuerwehr Seewalchen ist 3 Tage im Einsatz. - 27.4.1945: Die Republik Österreich ist wieder als selbständiger Staat entstanden.
- Kurz vor Kriegsende wurden ungarische SS-Einheiten in Seewalchen einquartiert. Am 4. Mai hat die Kampftruppe im Raum nördlich des Ortes Seewalchen Stellung genommen. Die Agerbrücke wurde zur Sprengung vorgesehen. Nach Verhandlungen des Bgm. Häupl mit dem Kommandanten der SS-Einheiten wurde die Stellung vor den anrückenden amerikanischen Truppen aufgegeben. Die ungarische SS ist unter Mitnahme von Pferdefuhrwerken, die die Seewalchner bereitstellen mussten, in Richtung Grünau im Almtal abgezogen.
Das Gerücht, dass die Brücke vermint sei, hielt sich in der Bevölkerung nachdrücklich. Als die Amerikaner kamen, musste der Bürgermeister (beobachtet von einem amerikanischen Spähwagen) allein über die Brücke gehen.
Das Depot
In der Autobahnunterführung (Müllnerweg) befand sich ab ca. 1943 ein Warenlager der Wehrmacht, welches unter dem Befehl der Marine-Infanterie stand. Beide Seiten der Durchfahrt waren mit Brettern verschlagen, am südlichen Ausgang war ein Raum für Wachesoldaten.
Das Depot enthielt unter anderem Stoffe, Wäsche, Handtücher, Seifen, Perserteppiche, Schreibmaschinen, Bleche, Radioapparate, Elektromotore, aber auch Sattlermaschinen und Fahrzeuge.
Munition oder Kriegsgerät war nicht in der Durchfahrt, sondern befanden sich in einer Hütte etwas weiter südlich (heute Müllnerweg). Kurz vor dem „Zusammenbruch“ zogen die deutschen Soldaten ab und das Lager war für ein paar Tage herrenlos.
Der Bürgermeister und einige NS-Verantwortliche wollten nun am 4. Mai 1945 die Waren an die Bevölkerung verteilen. Da plötzlich das Gerücht auftauchte, man hätte schon die Amerikaner am Schlosserberg gesehen, brach jede Organisation zusammen und die Bevölkerung plünderte das Lager.
Die Amerikaner, die am nächsten Tag kamen, ordneten in der Folge an, dass die Waren zum Gemeindehaus gebracht werden müssen. Die Bevölkerung kam dieser Anordnung jedoch nur sehr zögerlich und auch nur teilweise nach. Die abgegebenen Gegenstände fanden wiederum das Interesse der Bevölkerung und wurden von dort erneut nach Hause getragen.
Die Befreiung
Am 5. Mai 1945 um 18.00 Uhr fahren von Gampern kommend amerikanische Panzer in Richtung Seewalchen. In der Ortschaft Steindorf wird der polnische Landarbeiter Oleska Federenko erschossen. Von den einmarschierenden Truppen werden einige Schüsse in den Ort abgefeuert. Im Hause Eder, Seyrlstraße 4, entsteht durch eine Brandgranate ein Brand. Der Feuerwehrkommandant Franz Sumereder wird auf dem Weg zum Brandplatz von amerikanischen Soldaten angeschossen und am Arm verletzt.
Die Häuser mussten eine weiße Fahne hießen, ein Leintuch wurde an einer Stange befestigt und über den Dachfirst geschoben.
Inzwischen wurde von einer Abordnung unter der Führung von Bgm. Häupl der Ort Seewalchen den amerikanischen Truppen übergeben.
Bei der Besetzung Seewalchens werden von den amerikanischen Truppen 2 deutsche Soldaten und 2 Zivilpersonen erschossen.
Zur Einquartierung der amerikanischen Soldaten müssen viele Bewohner in Seewalchen ihre Wohnungen zur Verfügung stellen.
Die Unterbringung dieser Bewohner in anderen Wohnungen ist sehr schwierig, weil die Sommerhäuser und die Baracken bereits mit Flüchtlingen aus Deutschland, aus dem östlichen Raume Österreichs, aus Ungarn, Jugoslawien, Polen und Tschechei besetzt sind.
Südlich des Friedhofes ist die amerikanische Armee untergebracht. Auf der „Pfarrer-Broaten“ wird ein Flugplatz eingerichtet.
Die französischen Gefangenen im Amthof feiern diesen Tag bis in die Nacht.
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- 18.5.1945: Der von den Nationalsozialisten abgesetzte Bürgermeister Johann Dachs, Ainwalchen, wird von der Militärregierung wieder in sein Amt eingesetzt.
- Über Auftrag der Militärregierung müssen für 37 Personen aus dem ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen Quartiere bereitgestellt werden. Sie werden in der Villa der Frau Wallace-Curzon, Litzlberg 28, untergebracht.
- 2.6.1945: Ehemalige nationalsozialistischen Funktionäre werden von der amerikanischen Militärpolizei in das Anhaltelager Glasenbach bei Salzburg gebracht.
- 7.6.1945: Der Ehrenbürger und Zahnarzt Dr. Rudolf Schuh stirbt.
- Der Schuldirektor Adolf Bocksleitner wird als Leiter der Volksschule wegen Zugehörigkeit zur NSDAP enthoben. An seine Stelle folgt am 21.11.1945 Oberlehrer Martin Wehinger.
- 26.7.1945: Der Feuerwehrwagen Mercedes, Baujahr 1911, wird der Löschgruppe zur Verfügung gestellt.
- 14.8.1945: Zur Aufrechterhaltung der lebenswichtigen Belange im Gemeindegebiet werden folgende Kraftfahrzeuge eingesetzt:
Personenkraftwagen: 12, Lastkraftwagen: 12, Feuerwehrfahrzeuge: 4, Motorräder: 15, Traktoren: 2.
Bewohner 1945
- Gesamtübersicht der in der Ortschaft Seewalchen untergebrachten Flüchtlinge:
- Ausländer 538 Personen
- Ausländer im Lager 550 Personen
- Österreicher 1255 Personen
- Deutsche 411 Personen
- Summe: 2754 Personen
- Stand der hiesigen Bevölkerung 2500 Personen
- Gesamt: 5254 Personen
- In den bestehenden Unterkünften (Lager) sind untergebracht:
- Erdhüttenlager Buchberg 51 Personen
- Auffanglager (Stallinger-Saal) 17 Personen
- Sammelbaracken (Autobahnbaracken) 522 Personen
(August 1945)
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- 1.10.1945: An Stelle von P. Dr. Heinrich Scharl wird P. Sieghart Wuppinger als Pfarrer installiert.
- 8.10.1945: Die Identitätskarte in deutscher, englischer, französischer und russischer Sprache und für alle Österreicher wird von den Besatzungsmächten angeordnet.
- 19.10.1945. Im Haus Seewalchen 200 (Ploner) bricht ein Brand aus.
- 25.11.1945: Gemeindeausschusswahlen: SPÖ: 37,4% (9 Mandate), ÖVP: 60,8% (15 Mandate)
- 13.-20.12.1945: Erste Währungsreform in Österreich. Der Schilling wird wieder gesetzliches Zahlungsmittel. Die Reichsmark und der „Alliierte Militärschilling“ werden 1:1 umgetauscht. Pro Person wurden 150 Reichsmark umgetauscht, der Rest kommt auf Sperrkonten.
- Die Toten des zweiten Weltkrieges:
Im Zweiten Weltkrieg mussten 397 Männer der Gemeinde Seewalchen zur Wehrmacht einrücken. Gefallen sind 77 Wehrmachtsangehörige und 3 Zivilpersonen. Als vermisst gelten 37 Wehrmachtsangehörige. - Über 2.000 Flüchtlinge aus dem Burgenland, Niederösterreich sowie in östlichen Staaten halten sich gegen Jahresende in Seewalchen auf.
Das Barackenlager in der Feldstraße ist überfüllt. Die Bevölkerung ist auf 7246 gestiegen.
Viele abgerüstete Soldaten und Flüchtlinge suchen bei den Bauern Arbeit.
Rechnungsabschluss 1945: Einnahmen: S 102.776,53 S Ausgaben: S 73.876,62 S
Die Chronik der Jahre ... |
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1851-1880 | 1881-1900 | 1901-1920 | 1921-1940 | 1941-1960 | 1961-1970 | 1971-1980 |
Die Jahre 1946-1950
1946
- 4.3.1946: Das Ehepaar Kroiß erwirbt den „Litzlberger Keller“.
- 1.4.1946: Die von der Gemeinde nach Kriegsende aufgenommenen Hilfspolizisten werden entlassen.
- Im Laufe des Monats Mai 1946 muss der Kaloriensatz des Normalverbrauchers abermals, nun von 1500 auf 800 bis 900 Kalorien herabgesetzt werden.
- 28.5.1946: Erstmals werden Kartoffelkäfer festgestellt. Es wird ein Suchdienst angeordnet.
- 30.5.1946: Brand im Flüchtlingslager Seewalchen.
- 1.6.1946: Felix Brand wird als Gemeindebediensteter aufgenommen.
- Die Musikkapelle Seewalchen wird wieder ins Leben gerufen.
Unglück im See
Am 28. Juli 1946 entschlossen sich 5 junge Steindorfer zum „Schifferl fahren“, also zu einer Bootsfahrt am See und leihten sich dazu „beim Hasse“ (heuteStrandbad) ein Ruderboot aus. Am See machten sich einige amerikanische Besatzungssoldaten einen Spaß mit den jungen Leuten, indem sie mit ihrem Motorboot das Ruderboot immer wieder umkreisten und so dieses in heftige Schaukelbewegungen setzten. Schließlich kam es zu einer Kollision, bei der beide Boote beschädigt wurden. Während die Soldaten sofort gerettet wurden, mussten die Steindorfer, allesamt Nichtschwimmer, warten. Zu allem zog auch ein Unwetter auf und das Boot mit den Leuten kenterte. Dabei kam die 26-jährige Marianne Krempler, Seppenbäurin in Steindorf, ums Leben. Ihr Mann entrann nur knapp dem Tod.
Nach 1-wöchiger Suche konnte die Leiche von Franz Mittendorfer in der Nähe des Kinderbades gefunden werden.
Franz Krempler heiratete später die Schwester der Verunglückten.
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- 24.8.1946: Bgm. Johann Dachs legt sein Amt zurück. Schmiedemeister Josef Frickh (ÖVP) wird zum Bürgermeister und der Bahnbedienstete Karl Oktabec (SPÖ) wird zum ersten Vizebürgermeister, Martin Wehinger (ÖVP) zum 2. Vizebürgermeister gewählt.
- Im Jahre 1946 wird ein Teil der Flüchtlinge über Auftrag der Militärregierung in ihre Heimatländer zurückgeschickt. Für die Flüchtlinge aus Rumänien und Jugoslawien gibt es jedoch kein zurück, sie müssen im Reichsautobahnlager Seewalchen bleiben.
- 19.10.1946: Die Errichtung einer Wäschefabrik durch Frau Irene Sommer in Gerlham (Hainingerbach) wird abgelehnt, weil eine Industrie mit ihrem Anhang im Interessengebiet des Fremdenverkehrs die Sommerfrische schädigen würde.
- Ab November 1946 führt Frieda Roither (bis 1978) eine Gemischtwarenhandlung (Hauptstraße 4).
- Max Kastinger, Seewalchen 127, beginnt mit dem Ausbau des Betriebes zur Schuherzeugung.
1947
- Durch eine unerhörte Trockenheit im Sommer kommt es zu einer Missernte, auch viele Brunnen im Gemeindegebiet sind ausgetrocknet.
- 26.8.1947: Der Gemeindeausschuss hat angeordnet, die Bäckermeister sollen nur im Rahmen der Möglichkeiten an Auswärtige Brot verkaufen, damit die Versorgung der Ortsbewohner nicht gefährdet sei.
- Im September wird ein ausgesprochener Niedrigwasserstand mit einem Pegelstand von 94 cm (Mittelstand: 141 cm) festgestellt.
- 2.9.1947: Im Haus Gamerith in Unterbuchberg bricht ein Brand aus.
- Im September 1947 wird im Gasthaus Schönauer, Kammer, der Schiklub Kammer gegründet. Im Dezember wird im Gasthaus Rosenauer, Seewalchen, die erste Hauptversammlung abgehalten.
Der Name „Kammer” wurde gewählt, weil es der Mittelpunkt zwischen Seewalchen und Schörfling ist.
Im Jänner 1948 wurden die ersten Vereinsmeisterschaften („Gahberglauf”) abgehalten.
Die Sieger: Damen: Edith Seifert; Herren: Rudolf Lachinger; Jugend: Sepp Staudinger; Max Mayr wird Landesmeister der alpinen Kombination. - 12.9.1947: Der erste Heimkehrertransport aus Russland trifft in Wiener Neustadt ein. Zugunsten der Heimkehrer aus der Kriegsgefangenschaft wird von den Gemeindevertretern eine Geldsammlung durchgeführt.
- 14.10.1947: In der Sitzung des Gemeindeausschusses wird das Bauansuchen der Fa. Klinger aus Niederösterreich zur Errichtung einer Straße für das Arbeitererholungsheim bewilligt.
Das Heim befand sich im Bereich der heutigen Teichstraße. Die Straße führte von der Abzweigung des Knäulbergs (Zufahrt zu Häusern Reichersberger Straße 2-4) durch den Wald Richtung Häupl-Eisteich und führte dann zum Ferienheim
Das Heim bestand bis Anfang der 1960er Jahre.
1948
- 18.2.1948: Herr Bürgermeister bringt einen Bericht über den schlechten Zustand des Seewalchnerberges (Kastinger) [heute Hauptstraße] sowie das Schreiben an die Landesbaudirektion betreffs Pflasterung zur Kenntnis. Die Notwendigkeit wird vom Gemeindeausschuss erkannt und die Pflasterung mit Granitsteinen einstimmig befürwortet.
- 8.6.1948: Karl Oktabec legt sein Amt als Vizebürgermeister zurück. An seine Stelle wird der Fabriksarbeiter Alois Hemetsberger gewählt.
- Im Jahre 1948 übersiedelt die Gebietsbauleitung der Wildbachverbauung von Attersee zum ständigen Aufenthalte in die eigens errichteten Gebäude in Seewalchen mit Belegstand von 100 Personen.
- Auf den Pfarrgründen am See wird gegen einen jährlichen Pachtschilling von S 100 ein Kinderbad mit Kosten von S 10.000 errichtet.
- Bis 1.10.1948 wird im Mesnerhaus ein Pfarrkindergarten geführt. Wegen zu hoher Kosten wird er aufgegeben.
- Der Heldenfriedhof wird nach Plänen des Arch. Josef Zotti, Seewalchen, errichtet.
1949
- 11.1.1949: Die Brot- und Mehlrationierung wird aufgehoben.
- Im Frühjahr 1949 wird die Durchfahrt (Autobahnviadukt Müllnerweg) für den Verkehr geöffnet.
Zuerst war sie Warenlager, dann einige Zeit Garage für die Molkerei Kolm. Der Verkehr wurde über eine eigene Straße im Osten an der Durchfahrt umgeleitet. - 11.8.1949: Bgm. Frickh legt krankheitshalber sein Amt zurück.
Am 12.9.1949 wird Martin Wehinger zum Bürgermeister gewählt. - 30.9.1949: P. Gerhard König wird als Pfarrer installiert.
- 9.10.1949: Gemeindeausschusswahlen: ÖVP: 40,3%(10 Mandate), SPÖ: 27,3% (6), WdU: 31,9% (8), KPÖ: 0,5% (0).
- 27.11.1949: Abschluss der regelmäßigen Heimkehrertransporte aus der Sowjetunion.
- Im Jahre 1949 beginnt das Ehepaar Tostmann mit der Herstellung von Trachten.
1950
- 7.1.1950: Der Gemeindeausschusses bewilligt für die Errichtung von 15 Siedlungshäusern in der Feldstraße und J.-Wimmer-Straße ein Darlehen von S 50.000,--.
- Für den Bürgermeister steht eine Aufwandsentschädigung von S 1,10 pro Einwohner und Jahr zu.
- Im Gemeindeamtshaus Hauptstraße 1 wird das Postamt untergebracht. Für das Gemeindegebiet (ausgenommen die Ortschaften Haidach, Pettighofen und Unterbuchberg) erfolgt nun die Postzustellung vom Postamt Seewalchen aus.
Vorher erfolgte die Postzustellung vom Postamt Kammer. - 7.6.1950: Brand in der Waldvilla (heute Waldweg).
- Am 17.7.1950 wird bei Planierungsarbeiten neben der Villa Stallinger, Seewalchen 60 (Eingang der Promenade), in einer Tiefe von 25 cm ein römischer Schatz, mutmaßlich aus dem Jahre 200 n. Chr. gefunden.
Die Gegenstände befinden sich im Heimathaus Vöcklabruck. - 18.8.1950: Die Fleischhauerei Zehetner eröffnet in Seewalchen eine Filiale.
Diese wird von Hans Pieringer geführt. Pieringer errichtete Mitte der 50er Jahre das Geschäft am Schulweg 1, das bis 1987 geöffnet war. - 31.8.1950: Ende der Rationierungen, das Lebensmittelbewirtschaftungsgesetz wird außer Kraft gesetzt.
- 19.9.1950: Der Schriftsteller und Lyriker Franz Karl Ginzkey, Atterseestraße 96, wird für seine Verdienste als Schriftsteller zum Ehrenbürger ernannt.
- 19.9.1950: Der Gemeindeausschuss hat den Ankauf der Boots- und Badehütte der Frau Andorff-Westen (heute Strandbad) beschlossen.
Im Oktober wird beschlossen, diese dann meistbietend zu verkaufen.
Die Gemeinde plant die Errichtung einer modernen Badeanstalt, da das sogenannte Hassebad nicht mehr den Fremdenverkehrsanforderungen entspricht. - 30.9.1950: Die Frw. Feuerwehr Seewalchen wird beim 1. Landesfeuerwehrwettbewerb in Mattighofen Landessieger.
- 1.10.1950: Der Gemeindeangestellte Franz Baumgartinger wird in den Dienst der Gemeinde aufgenommen.
- 17.11.1950: Der Gemeindeausschuss hat der Errichtung des Friedhofes durch die Pfarre Lenzing in Haidach zugestimmt.
- Im Jahr 1950 wird im Kleinmüllergarten (Eingang Promenade, heute Blumen Mayer) mit dem Betrieb einer „Milchtrinkhalle“ durch Grete Polagnoli begonnen.
Rechnungsabschluss 1950: Einnahmen: S 989.872,66 Ausgaben: S 633.602,35
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1851-1880 | 1881-1900 | 1901-1920 | 1921-1940 | 1941-1960 | 1961-1970 | 1971-1980 |
Die Jahre 1951-1955
1951
- 24.2.1951: Der Gemeindeausschuss beschließt eine jährliche Bürgermeisterentschädigung von ca. S 5500,--.
- 4.5.1951: Hedy Lachinger eröffnet ihren Damen-Friseur-Salon im Haus des Friseurs Rudolf Hemetsberger.
- 29.6.1951: 18 Musiker unter Georg Lingner gründen im Barackenlager in Kammer die „Siebenbürger-Kapelle Kammer a.A.”
Daraus entsteht die Musikkapelle Rosenau. - 4.7.1951: Am Zubau des Amthofes entsteht durch spielende Kinder ein Brand, der die Dachung vernichtet.
- 8.7.1951: Infolge Blitzschlag brennt der Heustadl des Herrn Mayr, Seewalchen 49 (Hauptstraße 7), ab und vernichtet die Heuvorräte.
- Der Güterweg Reichersberg zwischen Autobahnunterführung und der Ortschaft Reichersberg wird ausgebaut.
- Von 1950-1951 wird die Umfahrungsstraße Seewalchen zwischen Seewirt und Litzlberger Keller ausgebaut.
Mit dem anfallenden Aushubmaterial wird die Promenade im Bereich Promenadeneingang bis Strandbad verbreitert. - 1.12.1951: Da vier Familien delogiert werden und somit dringend eine Wohnung brauchen, beschließt der Gemeindeausschuss eine Baracke zu errichten. Schließlich wird ein entsprechendes Grundstück an der Haidacher Straße (Nr. 242) gekauft.
- 30.12.1951: Infolge Brandlegung brennt das Auszughaus des Georg Schachl in Ainwalchen ab.
- Im Jahr 1951 wird Anna Kraft als Gemeindebedienstete aufgenommen.
- 1951 wird der Verschönerungsverein (von 1897) aufgelöst und eine Fremdenverkehrskommission bestellt.
1952
- Anfangs Jänner kommt es durch starken Schneefall zu Verkehrsstörungen. Schneeschaufler sind über 5000 Stunden zur Räumung der Straßen eingesetzt.
- 7.2.1952: Der Schriftsteller Rudolf Hans Bartsch, früher Besitzer der sogenannten Bartsch-Villa, Schulweg (heute Dr.-R.-Schuh-Str. 9), stirbt in Graz.
- 14.4.1952: Durch Brandlegung entsteht im Anwesen des Georg Meinhart, Ainwalchen 4 ein Großbrand, dem der Dachstuhl des Hauses und das Wirtschaftsgebäude sowie sämtliches Inventar und teilweise der Viehstand zum Opfer fallen.
- 30.5.1952: Fritz Neuhofer eröffnet eine Gemischtwarenhandlung (Hauptstraße 14). (Sie besteht bis 1984.)
- 27.7.1952: Die Umfahrungsstraße Seewalchen (HAGE-Bank bis Esso) wird ihrer Bestimmung übergeben.
(Zuvor führte der gesamte Verkehr Richtung Attersee durch die Hauptstraße.) - 2.9.1952: Zu Ehrenbürgern werden
Prof. Dr. Karl Häupl: Professor und Rektor der Kieferklinik Düsseldorf und
Dr. Fritz Seifert: Gemeinde- und Wehrarzt, ernannt. - 7.9.1952: Der 17-jährige Bauernsohn Mathias Ebetsberger aus Gerlham 14 ertrinkt bei Moos im Attersee infolge Umkippens eines mit 7 Personen besetzten Bootes.
- 22.10.1952: Der Gemeindeausschuss genehmigt, den Abverkauf des ehem. Kinderbades (Umkleidekabinen) an Karl Hinterdorfer.
Weiters wird der Ankauf der Goldbergwiese beschlosssen. (Es wurde die Meinung vertreten, dass hier durch die Errichtung eines Campingplatzes der Fremdenverkehr gehoben werden würde.) - Im Jahre 1952 wird in Litzlberg das erste Jugend-Rotkreuzheim, ein einfacher Holzbau, errichtet.
1953
- 26.5.1953: In Weyregg wird beschlossen, einen Attersee-Fremdenverkehrsverband zu gründen. Am 2.6.1953 werden in Seewalchen die Satzungen dieses Verbandes beschlossen, Erich Soupper wird zum Obmann gewählt.
- 15.6.1953: Da die Sonn- und Feiertage zur Abwicklung der Geschäfte der Raiffeisenkasse nicht mehr ausreichen, wird der Tagesverkehr eingeführt.
Veränderungen
Die Zeit ab 1950 war durch gewaltige Veränderungen gekennzeichnet. In der Landwirtschaft setzte eine starke Technisierung ein, immer mehr verdrängte der Traktor das Pferd. Gleichzeitig nahm die Zahl der Landarbeiter stark ab.
Die Industriebetriebe Zellwolle und Papierfabrik Lenzing sowie die Schuhfabrik Kastinger zogen immer mehr Menschen von der Landwirtschaft ab. Eine vorher nie gekannte Motorisierung setzte ein. Die guten Verdienstmöglichkeiten machten die Anschaffung eines Motorrades oder eines Autos für weiteste Kreise der Bevölkerung möglich. Während es vor 1950 nur ganz wenige Autos in Seewalchen gab, wurde dieser einstige Luxusartikel Gegenstand des täglichen Gebrauchs. Damit war auch die Eröffnung mehrerer Tankstellen verbunden.
Die Bautätigkeit hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Auch viele Arbeiter konnten sich ein Einfamilienhaus errichten. Von 1950-1953 wurden 93 Bauvorhaben ausgeführt.
Die Zahl der Sommergäste ist ebenfalls wesentlich angestiegen. Waren es 1950 noch 1737 Gäste, so stieg im Jahre 1953 die Zahl bereits auf 3509.
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- Ab November 1953 führt die Familie Lachinger eine Gemischtwarenhandlung (Müllnerweg 1, bis 1985).
Anfänglich war auch ein Kohlenhandel beim Geschäft, daneben wurde Milch aus der Molkerei Kolm verkauft. - Im Jahre 1953 wird der Wasserskiclub Seewalchen a.A. gegründet.
1954
- Der Attersee ist von Ende Jänner bis Ende März zugefroren.
- Die Schneeschaufler auf der Gamperner und Neißinger Bezirksstraße erhalten einen Stundenlohn von S 4,--. Gesamt dürften rund S 4.500,-- ausgegeben worden sein.
- Der Gastgewerbekonzession der Rosa Kettinger steht der Gemeindeausschuss ablehnend gegenüber, weil er keinen Bedarf für ein weiteres Cafehaus erkannte.
(Das Lokal nördlich der Werkstätte Lenzenweger im Aussichtsweg wurde schließlich aber doch errichtet.) - 16.5.1954: Einweihung des Jugendheimes „Segelboot“ in Moos.
- Am 22.5.1954 hat Bgm. Martin Wehinger sein Mandat wegen Parteidifferenzen zurückgelegt. Vzbgm. Josef Gebetsberger, Bauer in Litzlberg, wird zum Bürgermeister, der Baumeister Johann Ploner zum Vizebürgermeister gewählt.
- Nachdem im Jahre 1953 die Pfarrkirche Seewalchen außen gründlich renoviert wurde, wird im Jahr 1954 auch das Innere des wertvollen Baues durch die Firma Watzinger aus Salzburg geschmackvoll erneuert. Am Gewölbe des Altarraumes werden die alten Ornamente von 1481 mit Inschrift und Meisterzeichen freigelegt. Der Triumphbogen zeigt die Zahl 1486.
- 8.-10.7.1954: Das Jahr 1954 ist ein ausnahmslos nasses Jahr und infolge dessen entsteht auch Hochwasser. Der See ist aus dem Ufer getreten und in Buchberg, Moos und Seewalchen stehen mehrere Häuser unter Wasser. Am 10.7.1954 kommt es in Unterbuchberg infolge des anhaltenden Regens zu einem Bergrutsch. Die zur Wiener Villa gehörige Garage wird 10 m Richtung See geschoben. Geröll, Erdmassen und Bäume verlegen die Attersee-Bundesstraße ca. 5 m hoch. Der Verkehr ist für mehrere Tage unterbrochen.
- 13.7.1954: Gründung der evangelischen Pfarrgemeinde Lenzing-Kammer.
- 21.8.1954: Schuldirektor i.R. Adolf Bocksleitner wird für sein Heimatbuch (1929), dessen Gesamterlös für die Kirche bestimmt war, und seine Tätigkeit in der Raiffeisenkasse (deren Kassenleiter er von 1929-1953 war) zum Ehrenbürger ernannt.
- Die Frw. Feuerwehr ist mit 23 Booten der Bootsvermietung Neuhofer (heute Strandbad) in Goldwörth und Walding an der Donau im Hochwassereinsatz.
- Im Herbst 1954 wird zur Errichtung der Schuhfabrik Kastinger bzw. der LAWOG-Häuser ein Grundstück an der Steindorfer Straße angekauft.
- 11.11.1954: Pfarrer Mathias Schuster schildert dem Gemeindeausschuss die Situation der Lagerinsassen. Um diesen Übelständen abzuhelfen, ist geplant auf den Gründen des Ignaz Rosenauer hinter der Bahnhaltestelle Siebenmühlen Siedlungshäuser zu errichten.
Dazu wird ein entsprechender Teilbebauungsplan erstellt und angenommen. Wie der Bürgermeister betont, werde die Gemeinde die Siedlungswerber größtmöglich unterstützen. Die Siedlung soll jedoch ein Teil des Ortes Seewalchen bleiben und nicht als eigene Ortschaft. - Dem Ansuchen der Freiw. Feuerwehr um Überlassung des Tennisplatzes wird einstimmig zugestimmt. Der Tennisplatz, früher vom Fremdenverkehrsverband betrieben, wird nicht mehr gebraucht.
- Im Jahr 1954 wird die Konzession Mittendorfer von Seeplätten auf LKW ausgeweitet.
1955
- 25.1.1955: Das Seewirtshäusl, heute etwa der Platz Bushaltestelle an der Brücke nach Kammer, wird für den Ausbau der Attersee-Bundesstraße enteignet.
- 1.5.1955: Karl Russ übernimmt das Friseurgeschäft in der Kirchengasse (Hauptstraße 4).
- 15.5.1955: Nachdem er bereits seit 10 Jahren in Kammer gewirkt hat, wird Mathias Schuster zum neuen Pfarrer der Gemeinde Lenzing-Kammer geweiht.
- 29.6.1955: Die Elektrifizierung der Kammerer Bahn ist abgeschlossen.
- 1.7.1955: Gemeindearzt Dr. Fritz Seifert geht in Pension, sein Sohn Dr. Günther Seifert wird als neuer Gemeindearzt bestellt.
- 25.7.1955: Für die 1939 eingemeindeten Gebiete erhält die Gemeinde Seewalchen von der Gemeinde Lenzing eine Entschädigung von S 150.000.
- 30.9.1955: Hubert Grausgruber, Roitham, wird zum Postamtsleiter bestellt.
- 23.10.1955: Gemeindeausschusswahlen: ÖVP: 608 Stimmen (10 Mandate), SPÖ: 568 (10), FPÖ 127 (2), UP: 158 (2).
(UP=Unabhängige Partei [Köstler]) - 14.11.1955: Nach dem Ergebnis der Wahlen werden gewählt:
Bürgermeister: Josef Gebetsberger, Litzlberg (ÖVP),
1. Vizebürgermeister: Ferdinand Lampersberger, Seewalchen (SPÖ),
2. Vizebürgermeister: Ignaz Rosenauer, Seewalchen (ÖVP), - 10.12.1955: Mit dem Besitzer des Seebades (ehem. Neuhofer-Bad, auch Hassebad) werden wegen Kauf der Badeanstalt Verhandlungen geführt. Die Planung für einen Badneubau wird in Auftrag gegeben.
- Im Jahre 1955 eröffnet Heinrich Rohringer seinen Konditoreibetrieb in der Hauptstraße.
Rechnungsabschluss 1955: Einnahmen: 2,405 Mio. S Ausgaben: 2,213 Mio. S
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1851-1880 | 1881-1900 | 1901-1920 | 1921-1940 | 1941-1960 | 1961-1970 | 1971-1980 |
Die Jahre 1956-1960
1956
- 17.1.1956: Hubert Hofer aus Oberachmann wird als Gemeinde-Vertragsbediensteter aufgenommen.
- 10.2.1956: Beim Seehof in Litzlberg kommt es zu einem Brand.
Da die Temperatur -28° betrug, war nur durch den Einsatz der Vorbaupumpe die Brandbekämpfung möglich. Sobald die Pumpen zum Stillstand kamen, fror sofort das Wasser in den Armaturen und Schläuchen. - 27.3.1956: An der bestehenden Raiffeisenkasse wird eine Wechselstube angeschlossen.
- 3.6.1956: Gründung des Wasserschiklubs Seewalchen a.A.
- 24.6.1956 Einweihung der Notkirche in der Rosenau durch Superintendent Wilhelm Messing-Braun.
- Im August 1956 übernimmt Hermann Prüher die bisher von der Familie Krottendorfer geführte Gemischtwarenhandlung (Kirchenplatz 1, das Geschäft besteht bis 1985).
- 1.8.1956: Die Pfarre erhält P. Michael Rauh als Kooperator. Es ist sein erster Posten.
- Im Bundesstaat Österreich wird die allgemeine Wehrpflicht eingeführt und in der Gemeinde gelangt erstmalig der Jahrgang 1937 zur Musterung und zwar 17 Stellungspflichtige.
- 25.8.1956: Christine Häupl sucht um die Konzession für das Gast- und Schankgewerbe in Litzlberg an. Die Gemeinde befürwortet dies und meint, dies sei von besonderer Bedeutung, nachdem die Gaststätte „Seehof Litzlberg“ geschlossen wurde.
Dem Ankauf des Seehofes hat die Landesregierung nicht zugestimmt. Zur Sicherung eines Badeplatzes verlangt die Gemeinde, dass bei einem Abverkauf der Liegenschaft Seehof der öffentliche Zugang zum See aufrecht bleiben muss. - 4.12.1956: Hans Lederer pachtet die Gemischtwarenhandlung in der Seyrlstraße 13 (Margarete Rohleder).
- Im Jahre 1956 bezieht die Firma Kastinger das Fabriksgebäude in der Steindorfer Straße.
- Im Jahre 1956 wird der Ruderverein als Sektion des SK Kammer gegründet.
- 1956 beginnt Rudolf Stallinger, Pettighofen 15, seine Tätigkeit als Fuhrunternehmer (bis 1994).
1957
- 1.1.1956: Rund 2,7 ha Grund (Siedlung Lenzing-Neubrunn) kommen von der Gemeinde Seewalchen zur Gemeinde Lenzing).
- 10.5.1957: In Kraims bricht in den Häusern 5 (Danter) und 9 (Lacher) durch Brandlegung ein Brand aus.
Ein Hilfsarbeiter aus St. Georgen, der in derselben Nacht noch 3 Landwirtschaftsanwesen in Egning, Gemeinde Gampern, angezündet hatte, wurde entlarvt und zu 15 Jahren Kerker verurteilt. - 11.5.1957 In der Gemeindeausschuss-Sitzung wird
- anstelle von Ignaz Rosenauer Max Kastinger zum 2. Vizebürgermeister gewählt.
- das Ansuchen des Michael Emrich um Konzession für eine Flaschenbierschenke einstimmig unterstützt.
- der Straßenbezeichnung und der Hausnummerierung in Seewalchen und Rosenau zugestimmt.
Zu diesem Zeitpunkt hatten rund 250 Häuser sogenannte Konskriptionsnummern. Dazu wird ein Ausschuss bestellt und Johann Köstler zu seinem Obmann gewählt.
Im März 1958 werden die Bezeichnungen bescheidmäßig an die Häuser zugestellt.
Siehe auch Straßen in Seewalchen.
Strandbad Seewalchen
- Im Winter 1955 stand das ehemalige Hasse-Bad (auch Neuhofer-Bad genannt) zum Kauf.
Am 18.2.1955 wurde im Gasthaus Häupl eine überaus stark besuchte Veranstaltung zum Thema „Braucht Seewalchen ein Bad - ja oder nein?“ abgehalten. Fremdenverkehrsobmann Erich Soupper, Bgm. Gebetsberger und Kammerrat Liessbauer aus Hallstatt gaben die gewünschten Aufklärungen zu diesem Thema.
Laut Finanzierungsplan war der Ankauf einiger Grundstücke an der Promenade samt Finanzierung mit Gesamtkosten von rund 1,44 Mio. S. vorgesehen. Der Betrag sollte durch Erhöhen der Hebesätze bei den Steuern sowie durch Fremdenverkehrsmittel erbracht werden
Von den 500 Anwesenden, größtenteils Bauern, wurde festgestellt, dass für Seewalchen ein Bad notwendig sei, aber nicht zu jedem Preis. Im besonderen wandten sie sich gegen die Steuererhöhungen. Nach einer sehr lebhaften Debatte wurde ein Expertenkomitee gebildet, welches weitere Verhandlungen mit den zuständigen Stellen führen sollte. - Im Dezember 1955 bildete sich ein Badausschuss und nach eingehenden Beratungen wurde dem Gemeindeausschuss der Ankauf des Neuhofer-Bades und die Errichtung eines Strandbadneubaues empfohlen. Der erforderliche Seegrund wurde von der Finanzverwaltung, der Verwalterin des öffentlichen Gutes, gepachtet.
So hat der Gemeinderat den Ankauf des Neuhofer-Bades um S 175.000,-- beschlossen und das Bad nach den Plänen von Arch. Otto Frisch, Attnang, zu errichten. - Der Spatenstich fand am 17.6.56 statt. Die Gesamtkosten wurden mit 3,1 Mio. S. veranschlagt.
Die frühere Bad- und Bootvermietung wurde abgetragen. Die Wiese wurde durch Baggerung und Aufschüttung am Seeufer ausgeglichen, wodurch ein Fläche von 3000 m² entstand. Weiters wurden 100 Kabinen, ferner ein Sprungturm mit 10 m Höhe errichtet. Der Fassungsraum beträgt 2000 Personen. Dem Strandbad wurde eine Bootsvermietung, ein Strandbadbuffet sowie ein Raum für Wasser-Ski-Klub und -Schule angeschlossen. - Im Mai 1957 wurde bereits das Buffet des Strandbades (an Irmentraud Lux) verpachtet, ein Bademeister vom 1. Juni bis 1. Oktober angestellt (Rupert Klingler) und eine Tarifordnung beschlossen: Der Preis betrug zum Beispiel für eine halbtägige Wechselkabine: S 2,--; die Parkplatzgebühr:betrug für ein Auto S 3,--.
- Am 21.7.1957 eröffnete Landeshauptmann Dr. Heinrich Gleißner im Rahmen einer Feier das neugebaute Strandbad in Seewalchen.
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- 17.8.1957: Gottlieb Oberndorfer sucht um die Konzession der Milchtrinkhalle im Kleinmüllergarten an (Eingang Promenade – heute Blumengeschäft Mayer).
- Das evangelische Pfarramt schlägt vor, die Bahnhaltestelle „Siebenmühlen-Rosenau“ zu bezeichnen. (Dies wurde erst 1990 verwirklicht.)
- Nachdem Schuldirektor Martin Wehinger in den Ruhestand getreten ist, wird Oberlehrer Anton Schmoller zum neuen Volksschuldirektor bestellt.
- Der Gemeinderat beschließt die Übernahme der Erhaltungskosten für den Güterweg Reichersberg, da er durch seine Verkehrsbedeutung nicht mehr als Interessentenweg angesehen werden kann.
- 1957 wird der Kellerwirt Franz Kroiß zum Obmann der Dilettanten Theatergesellschaft gewählt.
1958
- Im Jahre 1958 beginnt die Fa. Aigner ihren Möbelbetrieb groß auszubauen.
- 13.1.1958: Fritz Neuhofer eröffnet seine Bäckerei in der Hauptstraße 14. (bis 1984)
- Ab März 1958 führt die Familie Lederer eine Gemischtwarenhandlung (Hauptstraße 34). Nach 1970 übersiedelt der Betrieb in die Hauptstraße 8 (vormals Hinterholzer, bis 1990).
Das Geschäft in der Seyrlstraße wird dann von Margarethe Rohleder geführt. - 26.4.1958: Heinrich Rohringer, Hauptstraße, hat die Zustimmung des Gemeinderates zur Errichtung eines Cafehauses erhalten (bisher nur Cafékonditorei).
- 11.5.1958: Grundsteinlegung der evangelischen Kirche in der Rosenau.
- 18.6.1958: Burgschauspieler Raoul Aslan stirbt auf der Insel Litzlberg.
- 6.7.1958: Die Familie Schwarzenlander in Neubrunn eröffnet ein Gasthaus.
- 2.8.1958: Infolge Blitzschlag brennt das Anwesen des Alois Hemetsberger, Schein in Neißing, ab. Das Wirtschaftsgebäude wird zur Gänze und vom Wohntrakt das Dach zerstört.
- 22.8.1958: Ignaz Stiefsohn übernimmt die „Andorfer-Bäckerei” in der Hauptstraße 12.
- 23.8.1958: Walter Pitter wird zum Leiter der Volksschule berufen.
- 6.10.1958 Eröffnung des Pfarrsaales, der an Stelle der Wirtschaftsgebäude errichtet wurde.
- Am 5.12.1958 sind im Wirtschaftsgebäude des Ludwig Six, Reichersberg infolge Erhitzung des Grummetstockes 25 Fuhren Grummet verbrannt. Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr kann weiterer Schaden verhindert werden.
- Im Jahre 1958 befasst sich der Gemeindeausschuss in mehreren Sitzungen mit dem Bau eines Kindergartens.
- Die LAWOG-Anlage Anton-Peyr-Straße wird im Rohbau errichtet.
Die allgemeine Wohnungsnot
hat auch die Gemeinde Seewalchen zu einschneidenden Maßnahmen gezwungen und den finanziellen Möglichkeiten entsprechend für teilweise Abhilfe zu sorgen.
Trotzdem von 1950-1955 [1950: J.-Wimmer-Straße, 1955: Roseggerstraße] neben den Siedlungsbauten in Seewalchen und privaten Bauten in der Gemeinde über 100 Objekte neu errichtet wurden, hat sich die Gemeinde genötigt gesehen, um den größten Nöten abzuhelfen, auch aus eigenem zur Hilfeleistung einzuschreiten.
So wurde bereits 1950 an der Einbiegung der Haidacher- und Siebenmühlenstraße ein Wohnbarackenbau Nr. 242 zur Unterbringung für mehrere Parteien errichtet.
Weiters wurden 1952 zwei Häuser im Waldweg erworben und für Mehrwohnungen umgebaut.
Vorrübergehend wurde eine Familie im Sitzungssaal der Gemeinde untergebracht. „Der Bürgermeister zog sich mit seinen Leuten ins Feuerwehrdepot zurück“, las man in der Zeitung „Der Stern“. „Seewalchen ist stolz auf seinen Bürgermeister: Seine Ideen sind gut - auch ohne Gemeindesaal“.
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1959
- 27.1.1959: Der Gemeinderat beschließt den Ankauf des Badeplatzes Litzlberg.
- 2.2.1959: Alois Ulm übernimmt die ehemalige Hüttmayr-Bäckerei (Hauptstraße 9) (bis 1975).
25.4.1959: Es wird beschlossen, den Knäulberg (=Reichersberger Straße), die Promenade und den Schulweg staubfrei zu machen.
Hochwasser
Frühjahr und Sommer 1959: Starke Regenfälle verursachen Hochwasser.
Am linken Atterseeufer in Kammer und Seeberg vermurt ein großer Erdrutsch die Bundesstraße. Ein Teil der Fahrbahn bei Seeberg wird in den See geschoben. Der Verkehr nach Weyregg ist unterbrochen.
Versuche eine Notstraße zu errichten, scheiterten. Schließlich wurde die Straße am 2. August gänzlich gesperrt. Zum Transport der Fahrzeuge musste vom 8.9.-17.10. eine Motorplätte die Überfuhr übernehmen.
Auch bei Unterbuchberg kommt es zu Hangrutschungen.
Der See war über 1 m höher als normal.
- 3.9.1959: Die Müller-Villa wird von der Gemeinde um S 850.000,-- angekauft. Die Gesamtfläche beträgt 4381 m². Dazu wird ein Darlehen von S 500.000,-- bei der Raika Seewalchen aufgenommen.
- Durch die im September 1959 einsetzende Trockenheit versiegen Quellen, sodass in vielen Ortschaften Wassermangel entsteht. Die Trockenheit dauert bis zum Einbruch des Winters anfangs Dezember.
Einweihung der Kirche Rosenau
Am 31.10.1959 wird die Gnadenkirche in der Rosenau durch Bischof Dr. Gerhard May feierlich eingeweiht.
Am 11.5.1958 erfolgte die Grundsteinlegung, bereits am 5.Oktober 1958 feierte man das Richtfest.
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1960
- 8.3.1960: In der Bar des Hotels Häupl kommt es durch eine weggeworfene Zigarette zu einem Brand.
- 23.4.1960: Die Aufwandsentschädigung des Bürgermeisters beträgt S 4,40 je Einwohner, das sind S 14.598,-- jährlich.
- Für die Volksschule werden 25 Kufenschultische und 50 Kufenschulsessel samt Lehrermobilar zum Preis von S 15.944,-.
Weiters wird als Schulfunkgerät ein Radio mit Plattenspieler (Hornyphon Musikmeister) bei Anna Wedl, Seewalchen, zum Preis von S 3.500,-- angekauft. - In den 1960er Jahren ist Paul Freudenthal Obmann des Fremdenverkehrsverbandes.
- 29.6.1960: In Basel verstirbt der Ehrenbürger Prof. Dr. Karl Häupl.
- 16.7.1960: Der Gemeinderat genehmigt den Vertrag mit dem Ruderclub Seewalchen wegen Benützung des gemeindeeigenen Grundstückes im Bereich der Müller-Villa.
- 17.7.1960: Die Arbeiten der Turmhelmreparatur der Pfarrkirche werden abgeschlossen. Kugel und Kreuz werden neu vergoldet.
Autobahnbau
1958 wurde als erstes Teilstück der Autobahn die Strecke Salzburg-Mondsee dem Verkehr übergeben.
Im August 1960 wurden in Seewalchen die Arbeiten an der Autobahn wieder aufgenommen.
Die zweite Autobahnunterführung (nordöstlich der Frickh-Kapelle) wurde vom 5.-8. April 1961 gesprengt, da sich die Trassenführung gegenüber den Plänen der „Reichsautobahn“ etwas geändert hatte.
Die Häuser „Buchberger“ [Werner Schneider] und „Kratzer“ (sie waren durch das gesprengte Viadukt erreichbar), sowie „Moser“, Hatschekstraße 19 wurden abgerissen.
Frau Buchberger konnte das Haus Seyrlstraße 5, Frau Moser das Haus Promenade 3 erwerben.
Im Bereich der Abfahrt wurden die Häuser und Liegenschaften Leiß, Wendl und Schaurecker eingelöst. Somit fielen insgesamt 3 landwirtschaftliche Betriebe und 7 Wohnhäuser dem Autobahnbau zum Opfer.
Am 15.6.1963 wurde Richtung Regau eine Richtungsfahrbahn, am 31.7.1963 Richtung St. Georgen eine Richtungsfahrbahn für den Verkehr freigegeben.
Am 24. Juli 1965 waren die Arbeiten im Bereich Seewalchen abgeschlossen.
Mit dem Autobahnanschluss entstanden in Seewalchen mehrere Tankstellen, Neben der seit ca. 1925 bestandenen Tankstelle Lenzenweger (später Mobil, dann BP) wurden eine Esso-Tankstelle (Atterseestraße 50), eine ARAL-Tankstelle (Atterseestraße 45a, später China-Restaurant) und eine Shell-Tankstelle (Atterseestraße 33, Liehmann) neu errrichtet.
Aral schloss 1980, Shell 1997 und BP-Lenzenweger 2000 ihren Tankstellenbetrieb.
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- 13.11.1960: In der Sakristei der Pfarrkirche Seewalchen entsteht durch fahrlässige Aufbewahrung der Rauchfasskohle ein Brand, bei dem die gesamte Einrichtung und die untergebrachten Gegenstände vernichtet werden. Der Schaden beträgt S 70.000,--.
- Im November 1960 wird in Kraims (Brunnbergstraße) ein Taxilenker ermordet.
- Die zeitlich beschränkte Gasthauskonzession von Cäcilia Purner, Steindorf (Gamperner Straße) soll erweitert werden, (um gerade den Arbeitern der Autobahnfirmen in der kalten Jahreszeit die Einnahme eines warmen Essens zu ermöglichen).
- 12.12.1960: Die Handels- und Gewerbebank Vöcklabruck errichtet in der Hauptstraße 40 (Haus Moser) eine Filiale.
- Im Jahre 1960 übersiedelt Hedy Lachinger mit ihrem 1951 gegründeten Betrieb in das neue Haus in der Hauptstraße 25..
- Anfang der sechziger Jahre schließt die Wagnerei Lassl (Kapellenweg 8) ihren Betrieb.
Rechnungsabschluss der Gemeinde 1960: Einnahmen: 2,493 Mio. S Ausgaben: 1,985 Mio. S
Die Chronik der Jahre ... |
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1851-1880 | 1881-1900 | 1901-1920 | 1921-1940 | 1941-1960 | 1961-1970 | 1971-1980 |
Die Jahre 1961-1965
1961
- 26.3.1961: Im Pfarrhof Seewalchen entsteht aus unbekannter Ursache abends ein Brand, dem der Dachstuhl des Pfarrhofes und das Wirtschaftsgebäude zum Opfer fallen.
Später wurde als Ursache Brandlegung festgestellt und der Brandleger aus Schwanenstadt verhaftet. Der Schaden betrug S 250.000,--. - 5.-8. 4.1961: Das kleine Autobahn-Viadukt [nordöstlich der Frickh-Kapelle] wird gesprengt.
- 16.4.1961: Der Caritas-Kindergarten in der Müller-Villa (Atterseestraße 43) wird eröffnet.
- 23.4.1961: Eröffnung der Bootshalle des Rudervereines im Garten der Müller-Villa.
- 10.6.1961: Der Name der Gemeinde Seewalchen wird auf „Seewalchen am Attersee“ geändert. Die Namensänderung tritt mit 1.1.1962 in Kraft.
- 6.7.1961: Infolge der wachsenden Schülerzahlen wird in der von der Gemeinde angekauften Müller-Villa eine Notklasse der hiesigen Volksschule untergebracht.
- Im August 1961 wird mit dem Amtshausneubau begonnen. Die Planung erfolgt durch Arch. Walter Schmutzer, Wien, die Bauleitung wird Dipl.Ing Tanzer übertragen.
Die Baumeisterarbeiten werden von der Fa. Eiblmayr, Vöcklabruck, die Zimmermannsarbeiten von der Fa. Ploner, Seewalchen a.A. ausgeführt. - 1.9.1961: Kooperator P. Michael Rauh verläßt Seewalchen, um die r.k. Pfarre Perwang zu übernehmen. Seine Stelle übernimmt der bisherige Kooperator von Lamprechtshausen P. Gabriel Sax.
- Der Frau Theresia Mittendorfer wird nachträglich das Strandbadbuffet mit jährlich S 8.000,-- verpachtet. (1960 hatte Fritz Köstler das Buffet gepachtet.)
- 15.9.1961: Das Ehepaar Motz eröffnet ein Gasthaus in der Rosenau.
- 22.10.1961: Gemeinderatswahlen: ÖVP: 854 Stimmen (11 Mandate), SPÖ: 642 (9), FPÖ: 284 (3), NL: 109 (1).
NL= Namensliste [Johann Köstler, Ing. Rudolf Mohr] - 15.11.1961: In der konstituierenden Sitzung wird Josef Gebetsberger (ÖVP) zum 3. Mal zum Bürgermeister gewählt. Franz Moser (ÖVP) wird erster Vizebürgermeister, Karl Schumann (SPÖ) zweiter und Franz Sumereder (ÖVP) dritter Vizebürgermeister.
1962
- 26.1.1962: In einer Ausschuss-Sitzung des Musikvereines wird die vom Kapellmeister vorgeschlagene Fusion mit der „Siebenbürger Kapelle“ abgelehnt.
Die strikte Ablehnung von Seiten der Musikkameraden führt letzlich zur Niederlegung der Kapellmeisterstelle durch Hubert Hofer.
Am 11.3.1962 wird Franz Sumereder zum Kapellmeister gewählt - 3.4.1962: Der Gemeinderat beschließt den Kauf einer Parzelle zur Errichtung eines Parkplatzes für das Seebad Litzlberg.
Mißtrauensantrag
Im Zusammenhang mit dem Ankauf des Rosenauerhauses wurde am 3.4.1962 gegen den Bürgermeister Gebetsberger ein Misstrauensantrag eingebracht, welcher jedoch keine Mehrheit fand.
Das Interesse der Bevölkerung war groß und wegen der zahlreichen (200) Zuhörer musste die Sitzung in den Stallinger-Saal verlegt werden.
Die Ursachen lagen im Ankauf des Rosenauerhauses (Hauptstraße 17). Zum Kauf der Liegenschaft Rosenauer lag auch ein Interesse der Familie Obermaier, die zuletzt auch die Rosenauer'sche Fleischhauerei gepachtet hatte, vor. Da Rosenauer die Kaufsumme immer weiter erhöhte, stieg Obermaier bei rund 1,2 Mio. S aus und ging schließlich nach Attersee. Nun war die Gemeinde am Zug:
Die SPÖ sowie ein Teil der ÖVP, (vorwiegend die Wirtschaftstreibenden) waren für den Kauf, um das Gasthaus sowie die Fleischbank zu erhalten, die Bauern waren größtenteils dagegen.
Die SPÖ konnte also davon ausgehen, dass auch einige Vertreter der ÖVP ihren Antrag unterstützen würden, was auch geschah. Schließlich verfehlte der Misstrauensantrag die Zweidrittelmehrheit nur knapp (15:8).
Nach der Sitzung kam es im Gasthof Stallinger noch zu Handgreiflichkeiten, als sich ein Journalist des Linzer Volksblattes „wichtig machte“.
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- 15.4.1962: Der langjährige Bürgermeister Josef Gebetsberger verunglückt bei einem Verkehrsunfall in Buchberg tödlich.
Franz Moser übernimmt die Amtsgeschäfte und wird am 26.5. zum Bürgermeister gewählt, Alois Baumgartinger zum 1. Vizebürgermeister. - Sommer 1962: Nachdem Rupert Klingler die Stelle als Bademeister nicht mehr angenommen hatte, wird der Sportlehrer Fritz Fiausch aus Fohnsdorf/Stmk. als Bademeister bestellt.
- 1.7.1962: Feierliche Primiz des hw. Herrn Otto Mahler.
- 12.7.1962: Zur Errichtung einer weiteren LAWOG-Wohnanlage in der Anton-Peyr-Straße genehmigt der Gemeinderat einen Finanzierungsbeitrag von S 450.000,--.
- 13.9.1962: Der Ankauf der Liegenschaft Rosenauer, Seewalchen 51 (Hauptstraße 17), wird nach mehreren Sitzungen genehmigt. Kaufpreis: S 925.000,--.
- Im Jahr 1962 wird Rudolf Mittendorfer Staatsmeister im Motorbootrennen.
1963
- Der Kälteeinbruch im November 1962 mit Schneefall findet im Jänner seine Fortsetzung: Die Schneehöhe erreicht bis 1 m. Schneeverwehungen behindern den Verkehr.
Der Attersee ist infolge der großen Kälte bis -30° am 2.2. zugefroren. Die in großer Anzahl vorhandenen Möwen, Bleßhühner und Schwäne müssen in die Ager abwandern.
Schlittschuhläufer, Radfahrer und sogar Autofahrer vergnügen sich auf der Eisfläche des Attersees. Erst am 28.3. zerstört ein Föhnsturm die Eisfläche. - 11.4.1963: Der Ehrenbürger Lyriker Franz Karl Ginzkey stirbt in Wien.
- 11.4.1963: Der Badeplatz Litzlberg wird von der Gemeinde zum Preis von S 240.300,-- angekauft.
Dieser Kauf umfasst in etwa die Fläche zwischen Seebad-Restaurant und dem Ufer. - 24.4.1963: Zur Unterbringung der Dienststelle der Autobahngendarmerie werden die freigewordenen Amtsräume im Haus Hauptstraße 1 (altes Gemeindehaus) zur Verfügung gestellt.
Amtshaus und Haus des Fremdenverkehrs
Um dem fühlbaren Platzmangel im damaligen Gemeindehause für das Gemeindeamt und Postamt abzuhelfen, wurde im Jahre 1961 mit dem Bau des neuen Amtshauses begonnen und am 5.5.1963 feierlich eröffnet. Die Baukosten lagen bei rund 3 Mio. S.
Bei der Eröffnungsfeier wurden Landeshauptmann Dr. Heinrich Gleißner und LhStv. Ludwig Bernaschek die Ehrenbürgerurkunde überreicht.
Das im Jahre 1962 angekaufte Rosenauerhaus wurde dem Fremdenverkehrsverband zum Ausbau überlassen. Als „Haus des Fremdenverkehrs” wurde am 5.5.1963 der Gasthausbetrieb eröffnet. Gasthauspächter war die Familie Pedevilla, die Fleischbank wurde an Wolfgang Schmutzhart verpachtet.
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- Mai 1963: Mit Hochdruck wird an der Baustelle der Autobahn gearbeitet, um bis Mitte Juni die Strecke bis Seewalchen fertig zu stellen. Täglich werden rund 300 m mit einer Schwarzdecke versehen. Ein Kilometer Autobahn kostet rund 30 Mio. S.
- 7.5.1963: Beim Hofwirt in Kammer wird der Union-Reit-Verein Seewalchen gegründet.
- Am 25 und 26.5.1963 findet die Einweihung des neuen Musikerheimes statt.
Am 13.10.1962 wird die ehemalige Brecherei im Rosenauer Gelände abgetragen. Dort wird von den Musikkameraden ein Musikheim errichtet.
Zu Gast ist die Musikkapelle Kals/Osttirol. Die Beziehung zur Musikkapelle Kals in Osttirol kommt über Vermittlung von Karl Russ zustande. Der dortige Bezirkskapellmeister Sepp Huter komponierte auch den Marsch „Mein Seewalchen". - 1.6.1963: Zur besseren Ausrüstung wird für die Frw. Feuerwehr Seewalchen ein Tanklöschfahrzeug um S 265.130,-- angekauft.
- 7.6.1963: Martin Sadler, Steindorf 64, wird Obmann der Wassergenossenschaft Steindorf.
- 15.6.1963: Die Autobahn-Teilstrecke Regau-Seewalchen a.A. wird mit einer Fahrbahn dem Verkehr übergeben.
- Im Juni 1963 wird die Aral-Tankstelle, Atterseestraße 45 a, eröffnet. Neben der Tankstelle befindet sich eine Gaststätte auf dem Areal, im Untergeschoss wird die Diskothek „Segelboot” untergebracht.
- 8.7.1963: Die Raiffeisenkasse zieht vom alten Gemeindehaus (Hauptstraße 1) in ihr neues Kassengebäude, (Rathausplatz, früher Raiffeisenplatz!), ein.
- 31.7.1963: Die Autobahn-Teilstrecke Straß-Seewalchen a.A. wird mit einer Fahrbahn dem Verkehr übergeben.
- Entgegen der Kälte des ersten Vierteljahres entwickelt sich der Sommer zu einer außerordentlichen Hitzeperiode, 30 bis 40 Grad werden gemessen.
Die Folge ist eine Trockenheit, die Schäden an den Kulturen anrichtet. - 18.9.1963: Die hohen Besucherzahlen im Strandbad machen die Erweiterung notwendig, der Gemeinderat gibt hiezu seine Zustimmung.
Durch einen See-Einbau sollte die Liegefläche um 700 m² erweitert werden. Uneinig war man sich im Gemeinderrat lediglich darüber, ob dies ausreichen werde, oder ob durch den geplanten Bau eines Schörflinger Bades ohnehin genug Platz sei. Allenfalls könne, so ein Redner, auch die Goldbergwiese in das Areal einbezogen werden. - 30.11.1963: Im Haus des Fremdenverkehrs wird der ATSV Seewalchen gegründet. Schwerpunkt ist Fußball, es gibt aber auch die Sektionen Schilauf und Wandern. Zum Obmann wird Dir. Otto Walla, zu seinem Stellvertreter Karl Schumann gewählt.
- 16.12.1963: Die zweite Wohnanlage der LAWOG, Anton-Peyr-Straße 6, mit 16 Wohnungseinheiten, zu der die Gemeinde S 731.108,35 leistete, wird fertiggestellt.
Die Vergabe der Wohnungen war schwierig, weil über 50 Bewerber gemeldet waren. - Im Jahre 1963 wird der Segelclub Kammersee gegründet.
1964
- 1.1.1964: Rudolf Romankiewicz wird in den Gemeindedienst aufgenommen.
- 12.2.1964: Einweihung des Altenwohnheimes in der Rosenau.
- 21.3.1964: Der Musikverein Kammer a. A., ehemals „Siebenbürger-Kapelle Kammer a.A.” ändert ihren Namen auf „Musikverein Rosenau-Seewalchen”. Die Proben werden schon seit 1956 in der Barackenkirche Rosenau durchgeführt.
- 31.3.-4.4.1964: Einbau einer elektrischen Läutanlage im Kirchturm der Pfarrkirche. Die Kosten betragen S 75.000, die Gemeinde gibt hiezu eine Subvention.
- 19.4.1964: Der Gemeindeausschuss beschließt
- die Autobahnunterführung mit einer Straßenbeleuchtung zu versehen.
- ein Moped um S 4.265,-- als Dienstfahrzeug anzukaufen.
- die ehemalige Schottergrube der Ehegatten Rosenauer [am Langauweg] als Müllablagerungsplatz zu verwenden. Über einen Beitritt zur Müllabfuhrgemeinschaft wird zwar diskutiert, aber letztlich nicht angenommen.
- 6.u. 7.6.1964: Bezirksmusikfest in Seewalchen.
- 11.7.1964: Einweihung des vom Sportklub Kammer, Sektion Rudern, auf den Gründen der Müller-Villa errichteten Bootshauses durch P. Gerhard König im Beisein von Landeshauptmann Dr. Gleißner, Bezirkshauptmann Hofrat Panuschka sowie Vertretern der Gemeinde, der Sportler und der Bevölkerung.
- 18.8.1964: Ein Blitzschlag löst einen Brand im Haus Kemating 4 (Sturm) aus, das Haus wird zur Gänze vernichtet.
- 20.9.1964: Der Zeugwart der Frw. Feuerwehr Seewalchen Rupert Hofwartner wird bei einer Bergtour auf den Großglockner durch einen Blitzschlag getötet.
- 15.10.1964: Im Jahre 1964 besuchen 263 Kinder die Volksschule Seewalchen a.A. Die Hauptschulen besuchen 115 Schüler, und zwar in Lenzing 42, Schörfling 70, St. Georgen 2, Vöcklabruck 1, und höhere Schulen besuchen 18 Schüler.
- 23.10.1964: Gründung des Attersee-Reinhaltungsverbandes.
- 12.11.1964: Der Gemeinderat beschließt die Übernahme der Projektierungkosten für die Verbauung des Kraimserbaches. (Das Projekt kommt jedoch wegen Unstimmigkeiten nicht zur Ausführung.)
- 12.12.1964: Der Gemeinderat stimmt dem Konzessionsansuchen für ein Gasthaus des Herrn Franz Gebhart, Kraims 13, zu.
- Im Jahre 1964 gibt es bei der Atterseeschiff-Fahrt den letzten Jahresfahrplan, im gleichen Jahr wird die Postbeförderung eingestellt.
1965
Abschied des Chronisten
Teile des Originaltextes von Max Laminger
Als im Jahre 1928 die oö. Landesregierung der Gemeinde die Anregung gab, eine Chronik über die Vorfallungen in der Gemeinde anzulegen und ich als Gemeindesekretär mich veranlasst sah, diese anzulegen, hatte ich keine Ahnung damals, im 54. Jahre stehend, die Chronik bis zu meinem 92. Lebensjahre führen zu können. Also seit 36 Jahren habe ich die vorfallenden Ereignisse, angefangen vom Jahre 1850, dem Geburtsjahr der Gemeinde, geführt und zwar in der Weise, als meinen eigenen geringen Kenntnissen und die zu erlangenden Urkunden dies in der Zeit von 1850 bis 1928 es ermöglichten und sodann die Weiterführung bis zur heutigen Zeit das Alter notwendig macht, einen Schluss-Strich hierüber zu setzen und die Weiterführung einer jungen Kraft zu überlassen. ....
Max Laminger, am 20.1.1965
(Die Chronik führte dann Amtsleiter Josef Nöhmer bis zu seinem Tod am 28.3.1992 weiter.)
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- 28.1.1965: Der Gemeindebeamte Felix Brand stirbt im 41. Lebensjahr.
- 3.2.1965: Anna Eitzinger wird als Schulwartin und Franz Eitzinger als Gemeindearbeiter aufgenommen.
- 24.4.1965: Auf der Autobahn zwischen St. Georgen und Regau wird die Betondecke fertiggestellt, damit sind die Arbeiten im Bereich Seewalchen abgeschlossen.
- 13.5.1965: Einbau einer elektrischen Turmuhr auf dem Kirchturm der Pfarrkirche um S 31.000,--.
- 28.5.1965: Josef Gruber wird als Vorarbeiter aufgenommen.
- 1.7.1965: Der Gemeindebeamte Josef Ullmann wird aufgenommen.
- 10.7.1965: Der ehemalige Gemeindearbeiter, zuletzt Totengräber, Mathias Fuchs, Schulweg, stirbt.
- 29.8.1965: Einweihung des Friedhofes in der Rosenau.
- 4.12.1965: Dr. Adolf Vogel, Hauptstraße, stirbt im 49. Lebensjahr.
Er hatte die Betreuung der Flüchtlinge und Lagerinsassen über und sich intensiv mit der Krebsforschung beschäftigt. - 7.12.1965: Für die neue Volksschule wird ein Grundstück gekauft.
Die Verkaufsverhandlungen waren schwierig, weil über den Standort der Schule neben der Kirche oder im westlichen Pfarrerfeld keine Einigung erzielt werden konnte. - Im Jahre 1965 wird der Stallinger-Saal (Hauptstraße 2) abgerissen.
- Im Jahre 1965 wird die Autobuslinie der Fa. Waldmann Seewalchen-Vöcklabruck von der Fa. Stern & Hafferl übernommen.
- Im Jahre 1965 wird die Papierfabrik Pettighofen endgültig abgerissen.
Rechnungsabschluss 1965 Ordentlicher Haushalt: Einnahmen: 4,372 Mio. S; Ausgaben: 4,349 Mio. S
Die Chronik der Jahre ... |
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1851-1880 | 1881-1900 | 1901-1920 | 1921-1940 | 1941-1960 | 1961-1970 | 1971-1980 |
Die Jahre 1966-1970
1966
- 1.1.1966: In Österreich werden Postleitzahlen eingeführt. Das Postamt Seewalchen erhält „4863“.
- 23.2.1966: Fritz Zimmel, Schulweg 3, schließt seinen Tapeziererbetrieb (Der Betrieb bestand seit 1934.)
- Mitte März 1966: Starke Schneefälle verursachen größere Verkehrsbehinderungen.
- Mai 1966: In den Jahren 1965 und 1966 wird der Landungssteg Litzlberg um rund S 137.600,-- erneuert.
- 1.6.1966: Franz Verwanger wird als Gemeindearbeiter aufgenommen.
- 12., 14. und 15.6.1966: Schwere Unwetter mit sintflutartigem Regen und Hagelschlag verursachen großen Schaden.
- Am 30.6.1966 schließt die Molkerei Kolm, Seyrlstraße 3, ihren seit 1924 bestehenden Betrieb.
Die Kontingente kamen an die Molkerei Gmunden. - 1965/66 wird die Fußballmannschaft des ATSV Seewalchen Meister in Klasse 3 H, der Aufstieg kann in der Folge wegen einer Niederlage in einem Qualifikationsspiel nicht erreicht werden.
- 18. und 19.8.1966: Starke Regenfälle verursachen Hochwasserschäden.
- 24.11.1966: Der Gemeindeausschuss beschließt den Beitritt zur Müllabfuhrgemeinschaft Lenzing (dzt. Mitglieder: Attnang-Puchheim, Lenzing, Schörfling, Regau, Steinbach) mit Wirkung vom 1.3.1967. Gleichzeitig wird eine Müllabfuhrordnung beschlossen.
Vorerst wurden 864 Liegenschaften erfasst; es wurden 80 Ansuchen um Ausnahme von der Müllabfuhrpflicht gestellt.
1967
- 23.2.1967: Durch ein Unwetter entstehen schwere Sturmschäden an Häusern und Wäldern. Beim Anwesen Wiespointner in Staudach 11 wird das Dach abgetragen.
- 4.3.1967: Der ehemalige Bürgermeister und Gastwirt Josef Häupl stirbt.
- 16.4.1967: Inbetriebnahme des Kindergartens in der Rosenau.
- 7.7.1967: Die Autobahn Wien-Salzburg ist durchgehend zweispurig befahrbar.
- 27.9.1967: Zwischen der Gemeinde Seewalchen a.A. und der Gemeinde Lenzing wird eine Grenzänderung beschlossen (Friedhof und Wasserturm).
- 10.10.1967: Laut Personenstandsaufnahme werden in der Gemeinde Seewalchen a.A. 3742 Einwohner verzeichnet.
- 22.10.1967: ‘‘‘Gemeinderatswahlen‘‘‘: SPÖ: 797 Stimmen (10 Mandate), ÖVP: 473 (6), FPÖ: 219 (2), UGS: 543 (7).
UGS = Unparteiische Gemeindeliste Seewalchen a.A. [Franz Moser] - 18.11.1967: Die Wahl des Bürgermeisters durch den Gemeinderat ergibt überraschend:
Alois Ulm (SPÖ): 12 Stimmen
Franz Moser (UGS): 11 Stimmen
leere Stimmzettel: 2
Damit ist Ulm im 3. Wahlgang zum Bürgermeister gewählt.
Karl Schwenger (SPÖ) wird erster, Franz Moser (UGS) zweiter und Felix Mayr (ÖVP) dritter Bürgermeisterstellvertreter. - Ab 1967 heißt der Gemeindeausschuss „Gemeinderat“ und der Gemeinderat „Gemeindevorstand“.
- 27.11.1967: Aufgrund vieler Interventionen hat die oö. Landesregierung neben dem Seebad Litzlberg ein ca. 14.000 m² großes Grundstück angekauft. Dieses Grundstück soll der Vergrößerung des Seebades dienen.
- 20.12.1967: In der Kirche wird ein Heizgerät aufgestellt. Die Kosten betragen rd. S 62.000,--
1968
- Im ehemaligen Gemeindeamtsgebäude, Hauptstraße 1 wird von der Firma Tostmann KG. ein Trachtenerzeugungsbetrieb errichtet.
Bisher war der Betrieb in Litzlberg. - 2.4.1968: Alois Reiter, Stadtarchitekt i.R. beim Magistrat Berlin, verstirbt in Gerlham im 93. Lebensjahr.
- 24.4.1968: Der Gemeinderat genehmigt die Eintragung der Frw. Feuerwehr Steindorf ins Feuerwehrbuch. Diese erfolgt am 7.8.1968. Damit hat auch Steindorf eine selbständige Feuerwehr.
Am 29.9.1968 findet das Gründungsfest statt, Johann Haidinger wird zum Kommandanten gewählt. - Die Fa. Stern & Hafferl führt einstündige Seerundfahrten ein.
- 26.6.1968: Mit der Planung der neuen Volksschule wird Architekt Walter Schmutzer, Seewalchen, beauftragt. Die Baukosten werden auf ca. 14 Mio. S geschätzt.
- 7.7.1968: Feierliche Primiz des hw. Herrn Eduard Romankiewicz.
- 16.8.1968 Die Bäckerei Ignaz Stiefsohn übersiedelt von der Hauptstraße 12 in die Atterseestraße 68. (Der Betrieb wird 1985 geschlossen.)
- 20.10.1968: Die Zweigstelle der Handels- und Gewerbebank übersiedelt vom Haus Moser (Atterseestraße) in das Kassengebäude Hauptstraße 42.
1969
- 22.1.1969: Die Autobahngendarmerie ist vom alten Gemeindehaus in den Neubau (Autobahngendarmeriegebäude) übersiedelt.
- 8.2.1969: Die Sektion Schilauf des ATSV führt am Gahberg ihre ersten Vereinsmeisterschaften durch (Meister: Herbert Willer).
- 23.4.1969: Der Ankauf eines UNIMOGs mit 80 PS wird beschlossen.
(Bis Dezember 1987 werden in 9.200 Betriebsstunden rund 250.000 km zurückgelegt. 1987 wurde ein neuer Unimog angekauft.) - 11.5.1969: Der älteste Seewalchner, Max Laminger, Chronist und Gemeindesekretär i.R., ist im 97. Lebensjahr verschieden.
- September 1969: Der Kindergarten wird mit 2 Gruppen (69 Kinder) geführt.
- 28.10.1969: Die Wildbach- und Lawinenverbauung Seewalchen a.A. beginnt mit dem Ausbau des Hainingerbaches (zwischen Neißing und der Einmündung in den See).
- 28.10.1969: Die Fa. Plana, Regau beginnt mit dem Ausbau der Attersee-Bundesstraße, Baulos „Siebenmühlen“.
- 10.11.1969: Der Gemeinderat fasst den Entschluss, auf dem Areal „Rosenauer“ (Fremdenverkehrshaus) eine Eigentumswohnanlage zu errichten.
- 2.12.1969: Der Gemeinderat genehmigt den Ausbau der Seewalchner Bezirksstraße zwischen Gemeindeplatz und Neißinger-Berg (Holzberg).
- 31.12.1969: Karl Brunner, Pettighofen 22, schließt seine Gemischtwarenhandlung, die er seit April 1954 führte.
- 31.12.1969: Anna Kraft, die seit 1951 als Vertragsbedienstete bei der Gemeinde Seewalchen a.A. beschäftigt war, tritt in den Ruhestand.
- Im Jahre 1969 führte die Atterseeschiff-Fahrt Nachtfahrten ein.
1970
- 26.1.1970: Familie Hinterholzer schließt ihre Gemischtwarenhandlung in der Hauptstaße 8 (heute Fleischhauerei Haydinger). Später führt die Familie Lederer dort ein Kaufhaus.
- 6.5.1970: Der Erweiterungsbau des Jugend-Rot-Kreuz-Heimes Litzlberg wird seiner Bestimmung übergeben. Es können 100 Kinder in diesem Heim Erholung finden.
Das erste Heim war um 1952 errichtet worden. - 23.7.1970: Die ausgebaute Attersee-Bundesstraße zwischen der Autobahnabfahrt und Pettighofen wird dem Verkehr übergeben.
- 7.-9.8.1970: Schwere Unwetter verursachen großen Schaden.
- 24.8.1970: Für die Errichtung eines Eissportplatzes durch den ATSV Seewalchen a.A. auf dem Grundstück der Ehegatten Stallinger bewilligt der Gemeinderat eine Beihilfe von S 25.000,--.
- 25.10.1970: Im Bereich des Friedhofs Rosenau wird eine Friedhofshalle errichtet.
- 11.11.1970: Das sogenannte „Hamburgerhaus“, Hauptstraße 16, wird der Gemeinde zum Kauf angeboten. Zu Gunsten der Raiffeisenkasse wird auf den Ankauf verzichtet. Die Raika plant den Abbruch des Gebäudes und die Errichtung eines Kassengebäudes. Bemerkt wird, dass der Kaufpreis von S 500.000,-- durch private Interessenten auf S 850.000,-- gesteigert wurde.
- 15.12.1970: Der ehemalige Bürgermeister Karl Waliser, zuletzt in Kammer wohnhaft, ist verstorben.
- Dezember 1970: Von der Straßenverwaltung wird gegenüber der Autobahnabfahrt ein großer Parkplatz errichtet.
Rechnungsabschluss 1970 Ordentlicher Haushalt: Einnahmen: 7,051 Mio. S; Ausgaben: 6,651 Mio. S Außerordentlicher Haushalt: Einnahmen: 3,876 Mio. S; Ausgaben: 3,876 Mio. S
Die Chronik der Jahre ... |
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1851-1880 | 1881-1900 | 1901-1920 | 1921-1940 | 1941-1960 | 1961-1970 | 1971-1980 |
Die Jahre 1971 bis 1975
1971
- 4.1.1971: Die Gemeinde Lenzing übergibt die Wasserversorgungsanlage der Rosenau an die Wassergenossenschaft Seewalchen.
- 28.4.1971: Der Tennisclub Seewalchen wird gegründet. Der Fremdenverkehrsverband errichtet in Buchberg neben dem Gasthaus Dachs einen Tennisplatz.
Präsident wird Johann Hölzli, Vizepräsidenten Hermann Kastinger und Hans Häupl. - 4.5.1971: Franz Lachinger, Hatschekstraße, ehemaliger Feuerwehrkommandant (1942-1949) und Ehrenkommandant, verstirbt.
- 12.5.1971: Die Volkszählung ergibt in Seewalchen a.A. 3835 Einwohner und 1047 Häuser.
- 16.5.1971: Der ehemalige Bürgermeister Martin Wehinger verstirbt in Vöcklabruck.
- 4.6.1971: Das Erholungsheim der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten Wien wird seiner Bestimmung übergeben. Das Heim ist mit einem Schwimmbad, einer Sauna, Kegelbahnen und erforderlichen Aufenthaltsräumen ausgestattet. Es stehen ca. 45 Gästebetten zur Verfügung.
- 1.7.1971: Das Amt der oö. Landesregierung hat für die Zeit vom 1.7. bis 31.8. eine jährlich geltende Motorbootsperre erlassen. Von den Badegästen wird diese Maßnahme sehr begrüßt.
- 4.7.1971: Die Grundsteinlegung zum Bau des evangelischen Pfarrhauses in der Rosenau wird festlich begangen.
- 26.8.1971: Dr. Heinrich Pärm übernimmt die Stelle des Dr. Klaus Mayr in der Ordination des seinerzeitigen Arztes Dr. Adolf Vogel, Hauptstraße 40.
- 10.9.1971: Pfarrvikar Geistlicher Rat P. Gerhard König stirbt im 72. Lebensjahr.
- 11.9.1971: Die Gedenkfeier zum 100. Geburtstag des Dichters Franz Karl Ginzkey wird mit einem feierlichen Requiem eingeleitet. Oberhalb des Litzlberger Kellers wird ein Denkmal in Form einer Granit-Stele errichtet.
Die Stele wurde vom Linzer Künstler Franz Kirchmayr in einem Symposium in St.Georgen/Gusen geschaffen. Der Preis betrug S 120.000,--. - 19.12.1971: Die Firma Franz Moser OHG. nimmt in Pettighofen ihre Kleiderfabrik (Kinderbekleidung) in Betrieb.
- Im Jahre 1971 übergibt Rudolf Hemetsberger, Hauptstraße 13, sein Friseurgeschäft an seinen Sohn Rudolf.
1972
- 10.1.1972: Baubeginn des Attersee-Klauswehrs.
- 24.1.1972: Der Gemeinderat beschließt den Flächenwidmungsplan für das gesamte Gemeindegebiet.
- 17.2.1972: Die alte Agerbrücke (Bogenbrücke 1914-1972) wird gesprengt.
- 28.4.1972: Durch Schlechtwettereinbruch kommt es auf dem Kematinger Berg auf der Autobahn zu einer Massenkarambolage mit 18 PKW. 25 verletzte Personen müssen in die Krankenhäuser Vöcklabruck und Wels eingeliefert werden.
- Juni 1972: Das Jugend-Rot-Kreuzheim Litzlberg wird erweitert (2. Erweiterungsbau).
- 21.7.1972: Vom Landesfeuerwehrkommando wird der Frw. Feuerwehr Seewalchen a.A. ein Ölalarmfahrzeug zur Verfügung gestellt. Die Frw. Feuerwehr Seewalchen wird vom Landes-Feuerwehrkommando zum Ölarm-Stützpunkt für den Bezirk Vöcklabruck nominiert.
- 11.8.1972: Infolge der plötzlichen Sichtbehinderung durch Rauch des brennenden Mülls in der Müllgrube kommt es zu einem tödlichen Verkehrsunfall auf der Autobahn bei der Agerbrücke.
- 23.8.1972: Anlässlich der Olympischen Spiele in München wird das Olympische Feuer vom Sportler Franz Schein, Reichersberger Straße 10, durch den Ort getragen.
- Im Oktober 1972 wird der Elisabeth-Brunnen (beim Gasthof Stallinger) geweiht.
Die Kosten für die Errichtung des Ortsbrunnens übernahm die Gemeinde. - 19.11.1972: Obermedizinalrat Dr. Fritz Seifert stirbt im 82. Lebensjahr. Er war von 1920 bis 1955 Gemeindearzt.
Von 18 Interessenten wird der ESV (Eisschützenverein) Seewalchen gegründet.
1973
- 31.1.1973: Franz Thomas, Reichersberger Straße 13 eröffnet seinen Herrenkleidermacher-Betrieb.
Im August 2004 geht das Gewerbe auf seine Frau Hildegard Thomas über. - 4.2.1973: Die Gastwirtin Elisabeth Stallinger verstirbt im 72. Lebensjahr.
- 8.4.1973: Erstmals Wahlen zum röm.-kath. Pfarrgemeinderat. Franz Sumereder, Atterseestraße, wird vom Pfarrgemeinderat zum Vorsitzenden gewählt.
- 29.4.1973: In Anwesenheit der Gemeindevertretung und unter Teilnahme der Bevölkerung werden von P. Gabriel Sax drei neue Feuerwehreinsatzfahrzeuge gesegnet. 81 Feuerwehrmänner und die Musikkapelle stellen sich am Gemeindevorplatz auf.
- Im Mai 1973 wird das neue Klauswehr an der Ager in Betrieb genommen.
- 22.6.1973: Im Auszughaus des Fritz Voglhuber, Kemating 13, bricht ein Brand aus. Die Einwohner, die Familie Scheichl, konnten gerettet und der Brand konnte lokalisiert werden.
Großbrand
26.6.1972: Ein Großbrand vernichtet die Lagerhallen der Schuhfabrik Kastinger. Die Brandursache war Funkenflug bei Schweißarbeiten.
In den Hallen waren Lacke, Klebemittel und Kunststoffe gelagert. Schaden: 25 Mio. S.
Bei der Brandbekämpfung wird der Feuerwehrmann Wilhelm Aicher, Attersee, schwer verletzt.
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- 27.6.1973: Die Wassergenossenschaft Steindorf schließt sich der Wassergenossenschaft Seewalchen an.
- 2.7.1973: Um 1.30 Uhr bricht in der Reithalle des Franz Fürthauer, Haining, ein Brand aus. Die Pferde können in Sicherheit gebracht werden. Die Brandbekämpfung ist schwierig, das Wasser muss vom See zur Brandstelle gepumpt werden.
Schaden: Rund 1 Mio. S; Brandursache: Selbstentzündung des Heus. - 22.7.1973: In der Rosenau wird das neue Pfarrhaus eingeweiht.
Neue Volksschule
- Am 2.9.1973 wird die neue Volksschule, Schulweg 17, eröffnet.
Der Weg zu einem neuen Volksschulgebäude dauerte beinahe 15 Jahre und ist untrennbar mit dem Engagement von Direktor Oberschulrat Walter Pitter verbunden. In vielen Sitzungen des Ortsschulausschusses und des Gemeinderates wurde diese Angelegenheit oft behandelt, ausgehend von Überlegungen einer Erweiterung bis zur Eröffnung war es ein weiter Weg.
- Nach ersten Verhandlungen musste im Februar 1961 wegen der steigenden Schülerzahlen ein Raum in der Müller-Villa adaptiert werden. Im Schuljahr 1961/62 mussten 2 Klassen im Wechselunterricht geführt werden.
- Am 25. November 1965 wurde der Kaufvertrag zwischen der Gemeinde und dem Pfarramte über den Schulbaugrund abgeschlossen. Für die neue Volksschule wurde ein Grundstück mit 11.912 m² um 1,429 Mio. S gekauft. Die Verkaufsverhandlungen waren schwierig, weil über den Standort der Schule neben der Kirche oder im westlichen Pfarrerfeld keine Einigung erzielt werden konnte.
- Am 25. Oktober 1966 wurde ein allgemeiner Architektenwettbewerb für den Neubau einer 13-klassigen Volksschule ausgeschrieben.
Mehr als 50 Architekten haben sich am Wettbewerb beteiligt. Vom Gemeinderat wurde vorgeschrieben, dass die Baukörper zumindest mit einem leicht geneigten Dach zu planen sind. Die Landesregierung wollte jedoch den Architekten freie Hand lassen. Der Gemeinderat fasste einen Beharrungsbeschluss und lehnte Flachdächer grundsätzlich ab. Dies war der Anlass, dass nur 27 Projekte zur Begutachtung vorgelegt wurden.
Mit der Planung wurde schließlich Architekt Walter Schmutzer beauftragt. Die Baukosten wurden auf ca. 14 Mio. S geschätzt. - Die Bauarbeiten begannen am 1.6.1970.
- Im Schuljahr 1972/73 wurde das Haus bezogen, auch eine Sonderschulklasse wurde errichtet.
- Am 2.9.1973 wurde die neue Volksschule durch Landeshauptmann Dr. Wenzl offiziell eröffnet.
Die Kosten betrugen letzlich 21 Mio. S (dazu kam noch der Grund), wobei die Landesunterstützung 7,7 Mio. betrug.
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- 5.9.1973: Der langjährige Vorarbeiter und Kraftfahrer der Gemeinde Rupert Rauchenzauner stirbt im 70. Lebensjahr.
- September 1973: Zum ersten Mal besuchen Schüler aus Timelkam, Lenzing, Schörfling, Gampern, Weyregg, Aurach, Steinbach und Seewalchen a. A. (insgesamt 147 Schüler) die Polytechnische Schule in Seewalchen, die im Keller des neuen Volksschulhauses untergebracht ist.
- 10.10.1973: Der Gemeinderat stellt für die Aufbahrungshalle Rosenau S 23.355,-- zur Verfügung.
- Ein Teil der Reichersberger Straße wird in „Dr.-Fritz-Seifert-Straße“, der Müllnerweg in der Rosenau in „Langauweg“ und der sogenannte Zottiweg in „Dr.-Rudolf-Schuh-Straße“ umbenannt.
- Der Gemeinderat spricht sich dafür aus, nach Umlegen der Attersee-Bundesstraße vom Litzlberger Keller bis nach Unterbuchberg das Straßenstück von der Gemeinde zu übernehmen.
Die Neutrassierung der Attersee-Bundesstraße (in größerer Entfernung vom See) wurde vom Bautenministerium bereits genehmigt.
(Anmerkung: Der Bau der Umfahrungsstraße fiel der Ölkrise zum Opfer.) - Vor den Wahlen 1973 beginnen die Parteien (nachdem bisher eher nur zu besonderen Anlässen Informationen erschienen waren) mit der Herausgabe meist vierteljährlicher Gemeindezeitungen:
- SPÖ: Seewalchner Gemeindebote
- ÖVP: Seewalchen aktuell
- FPÖ: Der Gummihammer
- 21.10.1973: Gemeinderatswahlen: SPÖ: 996 Stimmen (12 Mandate), ÖVP: 619 (8), FPÖ: 197 (2), UGS 295: (3)
UGS = Unparteiische Gemeindeliste Seewalchen a.A. (F. Moser). - 5.11.1973: Vizebürgermeister Moser verzichtet auf sein Mandat.
- 7.11.1973: Bürgermeister Alois Ulm (SPÖ) wird neuerlich gewählt. Vizebürgermeister werden Josef Limberger (SPÖ), Alois Hemetsberger (ÖVP) und Hannes Katamay (UGS).
- 15.-17.11.1973: Starker Regen und Föhneinbruch mit der damit verbundenen Schneeschmelze verursachen Hochwasser. In der Nacht vom 15. auf 16.11. steigt der See um 12 cm.
- Dezember 1973: Ölkrise
Infolge der Ölkrise ist zu wenig Heizöl vorhanden, es kommt zu Angstkäufen. Dasselbe gilt für Zucker, Reis, Teigwaren und Speiseöl. Benzinknappheit führt zur Einführung des „autofreien Tages“ (Pickerl).
An den Autos war eine Plakette anzubringen, an der ein Wochentag bezeichnet war. An diesem Tag durfte mit dem PKW nicht gefahren werden. Nach einigen Monaten wurde die Aktion wieder beendet. - 8.12.1973: 1. Seewalchner Adventsingen im Pfarrsaal unter Kapellmeister Franz Sumereder. Die Mitwirkenden sind fast ausschließlich aus Seewalchen.
In der Mettennacht 1972 wurde unter Franz Sumereder die Bauernmette von Anette Thoma in der Pfarrkirche aufgeführt. Daraus entstand die Idee jährlich ein Adventsingen zu veranstalten: Neben Sumereder waren Rudolf Hemetsberger und Alfred Wimmer Gestalter dieser Veranstaltung. Am 14.12.1997 fand das letzte Adventsingen unter Hemetsberger u. Wimmer statt. - 13.12.1973: Der Gemeinderat beschließt, die bisherige Müllgrube neben der Autobahnbrücke (nördlich der Einmündung der späteren Gamperner Bezirksstraße in die Bundesstraße) aufzulassen. Künftig soll der Müll in die Deponie der Fa. Kröpfl nach Attnang gebracht werden.
- 19.12.1973: Der ehemalige Bürgermeister Johann Dachs, Ainwalchen, verstirbt im 84. Lebensjahr. Er war ab Oktober 1934 Reichskommissär und dann bis 1938 (bis zur Enthebung durch die Nationalsozialisten) und vom 18.5.1945 bis zum 24.10.1946 Bürgermeister.
- Im Jahr 1973 wird das Kettl-Haus (Steindorfer Straße) abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.
- Im Jahre 1973 wird mit dem Zubau zum Amtshaus (Bauhof, Musikverein, Wassergenossenschaft) begonnen. Die Kosten betragen rund 3, 8 Mio. S.
1974
- Nach dem Ausbau der Agerbrücke und der Attersee-Bundesstraße wird im Bereich der Kreuzung Attersee-Bundesstraße-Seeleiten-Bundesstraße eine Ampelanlage errichtet.
- 1.1.1974: Die Umgemeindung von 3,6 ha Grund an die Gemeinde Lenzing wird rechtswirksam. Neben dem Gebiet des Wasserturmes (4.278 m²), einem Siedlungsgrund im südlichen Neubrunn (12.000 m²) und dem Friedhof (ca. 2 ha) wird auch die Grenzbrücke: Oberachmann-Pettighofen (54 m²) an die Gemeinde Lenzing übergeben.
- 1.1.1974: Die Kosten des Mülltransportes zur Mülldeponie Attnang erfordern die Erhöhung der Müllabfuhrgebühr von S 16,-- auf S 32,-- pro Tonne.
- 4.2.1974: Der Gemeinderat beschließt, der Wassergenossenschaft Seewalchen a.A. und dem Roten Kreuz Kanzleiräume zur Verfügung zu stellen. Im Amtshauszubau sind nun Musikerheim, Wassergenossenschaft, Rotes Kreuz, ARBÖ, Standesamt und Bauhof untergebracht.
- Im Februar 1974 errichtet die Fa. Legat in Seewalchen ihren Karosseriebetrieb (1. Halle).
- April 1974: Das bekannte Gasthaus „Seewirt“ wird abgetragen und eine Fremdenpension (Gasthaus und Pension Astecker) errichtet (heute Raiffeisenbank Attersee-Nord).
Ab ca. 1988 gibt es keinen Gasthausbetrieb mehr und in der Pension werden Asylanten untergebracht. Die Gewerbeberechtigung erlischt am 10. Mai 2001. - April 1974: Mit dem Bau der Kläranlage des Reinhaltungsverbandes in Lenzing wird begonnen. Die Gesamtkosten werden auf 200 Mio. S geschätzt.
- 8.5.1974: Diözesanbischof DDr. Zauner nimmt in der Pfarrkirche die Firmung vor.
- 27.5.1974: Der Gemeinderat genehmigt den Ankauf einer Buchhaltungsmaschine um S 450.000,--.
- Die Wasserrettung bekommt für das Motorboot im Bootshaus (Strandbad) einen weiteren Einstellplatz und einen Dienstraum.
Versteigerung der Insel Litzlberg
Im Juni/Juli 1974 wird die Insel Litzlberg versteigert. Schätzwert: 30 Mio. S.
Da 24 Jahre nach dem Tod des Besitzers der Insel Litzlberg, dem Apothekenbesitzer Erwin Böhler, sich die 5 Erben nicht einigen konnten, wurde vom Bezirksgericht Vöcklabruck die „Feilbietung” angeordnet. Es meldeten sich zwar rund 30 Interessenten, aber kein Kaufinteressent, der schließlich das Schloss um 10,3 Mio. S.(10,3 Mio: Insel; 3,7 Mi. für den rund 2111 m² großen Brückenkopf) ersteigert hätte.
Das Schätzgutachten lag bei 12 Mio. S, wegen eines bestehenden Wohnrechts wurde ein Abzug veranschlagt.
Ende Juli kaufte der Industrielle Karl Leitl die Insel um 8,8 Mio. S.
Als Kaufinteressent soll auch der UN-Generalsekretär Dr. Kurt Waldheim aufgetreten sein.________________________________________________________________________________________________________
- 29.6.1974: Ein von der Fa. Stern & Hafferl, Gmunden, angekauftes Schiff mit einem Fassungsraum von 200 Personen wird in Betrieb genommen.
- Juni 1974: Die Raiffeisenkasse übersiedelt in das neue Dienstgebäude. Das Gebäude wurde an der Stelle des ehemaligen „Hamburgerhauses“, Hauptstraße 16, errichtet. Von der Planung wird behauptet, das Haus sei sowohl außen als auch innen ein Glanzstück moderner Architektur, die Bevölkerung behauptet, es sei eine Verschandelung des Ortsbildes.
- 15.8.1974: An der bereits zur Tradition gewordenen Seeprozession nimmt auch Bischof DDr. Zauner teil. Pfarrer P. Gabriel Sax gestaltet die Prozession. Die Atterseeschiffe „Unterach“, „Attergau“ und „Attersee“ sind mit Prozessionsteilnehmern voll besetzt.
- 14.9.1974: Notar Georg Reiter (62), Rosenau, verunglückt tödlich.
- 15.-17.9.1974: Josef (Joe) Lachinger (21), Hauptstraße, wird bei den Friseur-Weltmeisterschaften in Wien Weltmeister.
- 12.12.1974: Ergiebige Regenfälle, die seit 4.12. anhalten, führen zu Überschwemmungen. Ufermauern, Bootshütten und Stege werden stark beschädigt. Pegelstand: 212 cm (normal 141 cm).
- Dezember 1974: Das Jahr 1974 hatte nur 1586 Stunden Sonnenschein und war damit das sonnenärmste Jahr seit 1915.
- Dezember 1974: Ein Rückgang der in der Landwirtschaft arbeitenden Bevölkerung tritt ein:
- 1934: 37,4 %
- 1961: 20,1 %
- 1971: 13,2 %
- 1974: 12,0 %
- Dezember 1974: Von der OECD wird die hohe Wasserqualität des Attersees gepriesen. Durch Errichtung von Kläranlagen und Ringkanalisation soll die günstige Wasserqualität für spätere Generationen erhalten bleiben.
- Dezember 1974: Zur Verhinderung von Unfällen wird entlang der Autobahn im Gemeindebereich ein Wildzaun errichtet.
1975
- 17.2.1975: Der Gemeinderat beschließt, die Häuser Waldweg 1 und 3 mit ca. 3000 m² Grund zur Errichtung von Eigentumswohnanlagen um S 595.000,- an die LAWOG zu verkaufen (heute LAWOG, Dr.–R.-Schuh-Straße 29 u. 31).
- Februar 1975: Im Zuge der Durchführung des Konzeptes zur Reinhaltung des Attersees wird mit dem Ausbau der 27 km langen Seeringleitung begonnen. Kosten: 450 Mio. S.
- 10.-23.3.1975: In dieser Zeit findet eine röm.-kath. Volksmission statt.
- 24/25.3.1975: Plötzlicher Wintereinbruch ist die Ursache einer Massenkarambolage auf der Autobahn, Kematingerberg. 22 Fahrzeuge werden schwer beschädigt.
- 16.4.1975: Der Gemeinderat beschließt den Ausbau des Seebades Litzlberg (sanitäre Anlagen) und die Verpachtung des Buffets an Karl Huber.
- 31.5.1975: Der Volksschuldirektor i.R. und Aquarellist Anton Schmoller verstirbt in Seewalchen im 80. Lebensjahr.
Schmoller war, mit Unterbrechungen, seit 1920 Lehrer und Volksschuldirektor in Seewalchen a.A..
Bekanntheit erlangte er weit über die Gemeinde hinaus als Maler der Atterseelandschaft. - 16.6.1975: Die Ortsgruppe Seewalchen des ARBÖ wird gegründet. (Ende 2006 wird sie aufgelöst.)
- Sommer 1975: Die 13-jährige Pia Scheucher, Hauptstraße 30, wird bei den Staatsmeisterschaften im Wasserski am Ossiacher See Staatsmeisterin im Springen.
- 3.9.1975: Das Anwesen der Ehegatten Felix und Karen Mayr, Gerlham 11, wird durch Blitzschlag eingeäschert. Schaden: 1,5 Mio. S.
Wohnanlage Hauptstraße 17 (Rosenauer, Haus des Fremdenverkehrs)
- Der Gemeinderat beschloss am 11.2.1971 das „Haus des Fremdenverkehrs“ (Hauptstraße 17) an die LAWOG zur Errichtung von 40 Eigentumswohnungen zu verkaufen.
Der sogenannte Rosengarten sollte im Besitz der Gemeinde verbleiben. Ein Monat später konstituierte sich ein Komitee zur Erhaltung des Fremdenverkehrshauses: Das Gasthaus solle erhalten bleiben und an diesem Platz kein Wohnbau entstehen.
In einer Unterschriftenaktion (ca. 800 Unterschriften) sprachen sich zahlreiche Bürger gegen diese Pläne aus und intervenierten bei der Landesregierung. Die geplante Wohnanlage wurde dann um 1 Stockwerk reduziert. - Am 9.2.1975 veranstaltete der ATSV Seewalchen im Haus des Fremdenverkehrs den letzten Ball, der Veranstaltungssaal wurde dann am Aschermittwoch, dem 12.2.1975, abgebrochen.
- Am 27.9.1975 wurde die LAWOG-Wohnanlage Hauptstraße 17 mit 33 Eigentumswohnungen, Arztordination, Mutterberatungsstelle, Fremdenverkehrsamt und einem Geschäft eröffnet.
Die Gesamtnutzfläche beträgt 3.643 m², die Baukosten beliefen sich auf 19,5 Mio. S.
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- 22.10.1975: Beschluss über Regulierung des Kraimserbaches.
Die Regulierung des Kraimserbaches war bereits 1926 vorgesehen. Wegen der damaligen Robotleistungen anlässlich der Brandkatastrophe in Steindorf wurde die Bachregulierung zurückgestellt. Jetzt wird sie durchgeführt - 20.11.1975: Alois Ulm schließt die Bäckerei in der Hauptstraße 9 (die er seit 1959 führte).
- 10.12.1975: Dr. G. Seifert eröffnet seine Arztpraxis im LAWOG-Haus, Hauptstraße 17. Zuvor war die Praxis im „Doktorhaus“, Kirchenplatz 3.
- 17.12.1975: Amtsrat Josef Nöhmer tritt in den Ruhestand.
Rudolf Romankiewicz wird (mit 1.1.1976) zum neuen Amtsleiter bestellt. - 1975 wird die Goldhaubengruppe gegründet. Obfrau wird Friedl Kolm, Seyrlstraße.
Rechnungsabschluss 1975: Ord. Haushalt: Einnahmen: 19,634 Mio. S; Ausgaben: 19,264 Mio. S Außerord. Haushalt: Einnahmen: 11,369 Mio. S; Ausgaben: 10,752 Mio. S
Die Chronik der Jahre ... |
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1851-1880 | 1881-1900 | 1901-1920 | 1921-1940 | 1941-1960 | 1961-1970 | 1971-1980 |
Die Jahre 1976 bis 1980
1976
- 1.1.1976: Johann Schmidt tritt in den Gemeindedienst.
- 14.1.1976: Das Wohnhaus des Josef Lachinger, Litzlberg, brennt ab.
Es war das ehemalige Bootshaus des Anwesens Andorff-Westen. Es stand ursprünglich am Platz des Strandbades. In den 50-er Jahren wurde es über den See nach Litzlberg gebracht. - 22.2.1976: Der Druschverein beschließt, sein gesamtes Inventar der Frw. Feuerwehr Seewalchen zur Verwertung zu übergeben.
- 21.4.1976: Die Gemeinde kauft das ehemalige Gebäude der Raiffeisenkasse Seewalchen (Raiffeisenplatz 1, heute Rathausplatz) um 1 Mio. S.
- 6.5.1976: Kurz nach 21.00 Uhr ist ein Erdbeben spürbar. Namhafte Schäden gibt es jedoch nicht.
In der norditalienischen Provinz Friaul kommt es jedoch zu katastrophalen Verwüstungen.
Im Mai 1976 verbringen 55 Kinder aus dem Erdbebengebiet Friaul einen Erholungsurlaub im Jugendrotkreuzheim Litzlberg. - Im Mai 1976 eröffnet Renate Breit in der Hauptstraße 9 eine Modeboutique (früher Bäckerei Ulm).
- 7.6.1976: Die 500-Jahrfeier der Pfarrkirche Seewalchen wird mit einer Festwoche begangen . Es finden religiöse Veranstaltungen, die Firmung, Vorträge und eine Fahrzeugweihe statt.
- 11.6.1976: Die Inbetriebnahme der Anlagen des Reinhaltungsverbandes Attersee erfolgt unter Teilnahme zahlreicher Ehrengäste, darunter Bautenminister Moser, Landeshauptmann Dr. Wenzl und LhStv. Dr. Hartl, und der Bevölkerung der Atterseegemeinden.
Wappen
Am 10.7.1976 erfolgt die feierliche Überreichung des Gemeindewappens durch Landeshauptmann Dr. Erwin Wenzl und LhStv. Dr. Rupert Hartl an Bürgermeister Alois Ulm im Beisein zahlreicher Ehrengäste und Zuschauer.
Umrahmt wird das Fest von den 3 Feuerwehren der Gemeinde, dem Roten Kreuz, dem Ruder- und dem Tennisklub in ihren Dressen, dem Kameradschaftsbund und der Jägerschaft Seewalchen. Die Union-Reitergruppe aus Haining, die Goldhaubengruppe und die Rosenauer Trachtengruppe in ihren schönen Siebenbürger Trachten geben dem Fest ein farbenfrohes Gepräge. Die anwesenden Schuhplattler, die Schüler der Volks-, Haupt- und Polytechnischen Schule konnten die geplanten Darbietungen wegen des einsetzenden Regens nicht vortragen.
Unter den Klängen von „Hoamatland“, gespielt von der Ortsmusikkapelle unter der Leitung des Kapellmeisters Franz Sumereder, wird die grün-gelb-rote Gemeindefahne mit dem Gemeindewappen - auf grünem Grund über 3 silbernen Wellenleisten ein schwebendes goldenes Tatzenkreuz - gehisst.
Der Wappenentwurf wurde nach einer Idee von Reg. Rat Leo Schreiner und P. Dr. Heinrich Scharl von Gerhard J. Zopf ausgearbeitet.
In Anlehnung an das Wappen des Abtes Maurus Riha vom Stift Michaelbeuern symbolisiert das Kreuz die Bedeutung Seewalchens als Urpfarre und die enge Verbindung mit dem Stift. Das Grün des Wappenschildes symbolisiert den landwirtschaftlichen Charakter und den Erholungsraum, die silbernen Wellen den See.
Die oö. Landesregierung hat am 3.5.1976 der Gemeinde Seewalchen das Recht zur Führung dieses Wappens verliehen.
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- 5.9.1976: Der Kindergartenneubau am Schulweg wird seiner Bestimmung übergeben.
Auf 3.000 m² wurde um 3,9 Mio. S ein Gebäude mit 2 Gruppenräumen sowie 2 kleinen Wohnungen errichtet. Die Gesamtkosten betrugen rund 7 Mio. S.
Badeplatz Litzlberg
November 1976: Aufgrund einer Resolution vom Oktober 1976, die die Junge Generation der SPÖ an die Landesregierung und verschiedene Zeitungen richtet, erklärt sich der Herausgeber der Kronenzeitung Hans Dichand bereit, seinen jüngst erworbenen Seegrund und die Schweiger-Villa in Litzlberg 27 ohne Gewinn an die oö. Landesregierung weiterzuverkaufen.
Im März 1977 wird auf Wunsch der Öffentlichkeit vom Land Oberösterreich die Liegenschaft Schweiger-Villa um 28 Mio. S zur Errichtung eines öffentlichen Badeplatzes angekauft.
Am 7.8.1978 stellt das Land Oberösterreich das 28.400 m² große Grundstück der Öffentlichkeit zur Verfügung.
Am 11.8.1979 wird die Erholungsanlage Litzlberg durch LhStv. Possart eröffnet.
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1977
- 1.1.1977: Gottlieb Oberndorfer, Hatschekstraße, übergibt seine Bäckerei an seinen Sohn Rudolf.
- Februar 1977: Die Durchpressungsarbeiten für den Kanal in der Autobahnunterführung (Müllnerweg) werden abgeschlossen.
- Februar 1977: Von den 52 Gemeinden des Bezirkes Vöcklabruck steht die Gemeinde Seewalchen a. A. mit einer Kopfquote der Gemeindeeinnahmen von S 3.210,-- an 15. Stelle.
- 3.6.1977: Der Surfclub Seewalchen (später Segel-Surf-Club Seewalchen) wird gegründet.
Die ersten Clubhäuser sind das Bootshaus Soupper an der Promenade und später bei der Menschik-Villa. Schließlich übersiedelt der Verein auf das Gelände der Schweiger-Villa in Litzlberg. Erfolgreichste Sportlerin war Ulli Huber als Weltmeisterin der Windglider. - Juni 1977: Taucher finden in der Buchberger Bucht Geräte und Werkzeuge, die auf die Existenz eins Pfahlbaudorfes schließen lassen.
- 26.7.1977: Die landwirtschaftlichen Anwesen Egger, Steindorf 13, und Lohninger, Steindorf 14, werden ein Opfer der Flammen. Brandursache ist Heu-Selbstentzündung im Anwesen Egger.
Der Besitzer des Hauses Steindorf 14, Ludwig Lohninger, kann die Katastrophe nicht verkraften und begeht am 16.10.1977 Selbstmord. - 11.8.1977: Pfarrer P. Gabriel Sax wird bei einem Autounfall (Abfahrt vom Stilfser-Joch in Südtirol) tödlich verletzt. Er wird im Friedhof Seewalchen beigesetzt.
- August 1977: In einer Rekordzeit von 3 Monaten wird das Unterhaltungslokal Metzger in Steindorf errichtet. Der Saal mit 462 m² fasst ca. 430 Personen.
- 11.9.1977: Der evangelische Pfarrer Mathias Schuster feiert seinen Abschiedsgottesdienst.
Sein Nachfolger Volker Petri tritt am 1.9.1977 sein Amt an. - 15.9.1977: Dechant Josef Reiter, Aurach, wird zum Pfarrprovisor in Seewalchen bestellt. Mit gleichem Zeitpunkt wird P. Leopold Strobl vom Stift Michaelbeuern Kooperator in Seewalchen.
- September 1977: Im Gemeindegebiet beginnen die Arbeiten zur Verlegung eines Fernsehkabels durch die Firma Nöhmer. Das Fernsehkabel ermöglicht vorerst den Empfang von 5 Fernseh- und 6 UKW Radio-Programmen.
(20 Jahre später sind es rund 30 Fernseh- und 20 Hörfunkprogramme.) - 2.10.1977: Im Gasthaus Metzger, Steindorf, findet erstmals der Landesaltentag in Seewalchen statt.
- 11.-18.11.1977: Das Bundesheer führt im Raum Attergau Manöverübungen durch. Rund 12.000 Mann mit 1.700 Fahrzeugen und 70 Flugzeugen sind im Einsatz.
- November 1977: In der Haidacher-Straße (heute Gamperner Bezirksstraße) nächst der Autobahnunterführung wird eine Lagerhalle (Bauhof) zur Unterbringung der Geräte errichtet.
- Dezember 1977: Die Firma Haase-Öltank errichtet in Seewalchen auf den Gründen der ehemaligen Mülldeponie ein Zweigwerk für Öltankfabrikation.
- Zu Weihnachten 1977 wird in der Pfarrkirche der aus Aurach stammende Volksaltar aufgestellt.
1978
- 1.1.1978: Mit Blitz und Donner sowie heftigem Schneegestöber beginnt das neue Jahr. Durch das starke Wintergewitter in der Silvesternacht kommt es zu Stromausfällen, die teilweise am Neujahrstag andauern. Auf der Autobahn kommt es zu Massenkarambolagen.
- März 1978: Im Gemeindegebiet werden mehrere Altglasbehälter aufgestellt.
- 18.4.1978: Der Gemeinderat verbietet das Rasenmähen an Sonn- und Feiertagen.
- 22.4.1978: Rund 900 Jungmänner aus verschiedenen Garnisonen Oberösterreichs werden in Seewalchen angelobt.
Markterhebung
Am 9.5.1977 verleiht die oö. Landesregierung der Gemeinde Seewalchen das Marktrecht.
Mit einer Festwoche vom 22.-28.5.1978 feierte Seewalchen die Markterhebung.
Die gesamte Festwoche mit kulturellen Darbietungen, waren Ereignisse, die unvergesslich bleiben.
Verschiedene kulturelle Veranstaltungen, ein ökumenischer Gottesdienst und ein großartiger Festzug durch den gesamten Ort waren die Höhepunkte des Festes. In einem Festakt erhielt Alois Ulm vom Landeshauptmann die Markturkunde überreicht.
Zu den Markterhebungsfeierlichkeiten wurde auch der langersehnte Kultursaal sowie das neue Feuerwehrdepot fertiggestellt.
Die Planung erfolgte durch Architekt Prof. Walter Schmutzer, die Bauarbeiten wurden von der Fa. Schönleitner, St. Georgen, die Zimmermannsarbeiten von der Fa. Ploner, Seewalchen, durchgeführt.
Zur Markterhebung wurde auch eine Festschrift erstellt und an die Bevölkerung verteilt.
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- 22.5.1978: Zum jährlichen Fest des Gustav-Adolf-Vereines kommen 1000 Christen in die Rosenau.
- 31.5.1978: Frieda Roither schließt ihre Gemischtwarenhandlung in der Hauptstraße 4.
(Das Geschäft hatte sie seit November 1946)
Rudolf Oberndorfer eröffnet in den Geschäftsräumen eine Filiale seiner Bäckerei. - 5.6.1978: Der Kaufmann i.R. und ehemalige Bürgermeister-Stellvertreter Karl Brunner, Seyrlstraße 5, verstirbt im 74. Lebensjahr.
- 5.6.1978: Regierungsrat Leo Schreiner stirbt im 88. Lebensjahr.
Mit dem Tode Schreiners endet ein Jahrhundert Seewalchner Bau- und Familiengeschichte.
Er wohnte seit 1895 im Sommer und seit 1956 den größten Teil des Jahres in der Seewalchner Villa an der Promenade. Aufgrund seiner Erinnerungen und Aufzeichnungen sowie einschlägiger Behelfe ergänzte er die Gemeindechronik. - 26.6.1978: Wilhelm Bauer, Steindorf, und fünf weitere Alpinisten starten eine dreimonatige Expedition auf den 8125 m hohen Nanga Parbat im Himalaja.
- Juni 1978: Die Fußballmannschaft des ATSV Seewalchen wird Meister der 2. Klasse Süd.
- August 1978: Der von den Fremdenverkehrsgemeinden neu geschaffene Westwanderweg zwischen Seewalchen und Unterach wird seiner Bestimmung übergeben.
- August 1978: Im Bereiche der Insel Litzlberg werden im Seegrund die Reste eines bisher unbekannten Attersee-Pfahlbaudorfes entdeckt.
- 1.10.1978: Oberschulrat Dir. Walter Pitter tritt in den Ruhestand, Maximilian Zweimüller wird mit der provisorischen Leitung der Volksschule Seewalchen betraut.
- 1.-14.10.1978: Die Rosenauer Musikkapelle ist auf einer Kanada-Tournee in Kitchener.
- Oktober 1978: Nach 108 Jahren dient der Attersee-Dampfer „Unterach“ aus.
Seit 1870 hatte das Schiff in rund 26.000 Fahrten 1,5 Mio. Gäste befördert und rund 520.000 km zurückgelegt. Kaiser Franz Joseph war einer der prominentesten Gäste (25.8.1902). - 18.11.1978: Im Kultursaal wird erstmals das Cäcilienkonzert der Marktmusik gespielt.
- 2.12.1978: Nach langjähriger Pause tritt die Dilettanten Theatergesellschaft wieder an die Öffentlichkeit. Unter der Leitung des Kellerwirtes Franz Kroiß wird das Volksstück „Seine Majestät, der Dickschädel“ aufgeführt.
- 29.12.1978: Der Fleischhauer Hans Pieringer, Schulweg 1, tritt in den Ruhestand.
- Ende des Jahres schließt die Modeboutique (Renate Breit) in der Hauptstraße 9.
1979
- In Österreich gibt es am Neujahrstag den extremsten Temperatursturz seit Menschengedenken. Innerhalb weniger Stunden fällt die Temperatur von +10° um 25 Grad.
- 7.1.1979: Der Attersee friert nach vielen Jahren zum Teil zu.
- 10.4.1979: Der Gemeinderat beschließt, vom Stift Michaelbeuern einen Grund für den Hauptschulneubau anzukaufen.
- Mai 1979: Erstmals erscheint der röm.-kath. „Seewalchner Pfarrbote”.
- 8.5.1979: Die Gemeinde sucht beim Amt der oö. Landesregierung um Verleihung des Marktrechtes (Jakobimarkt) an.
- 8.6.1979: Das neue Atterseeschiff „Stadt Vöcklabruck“ (später auch „Klimt-Schiff genannt) wird von einem Tieflader in den See gehoben.
Das Schiff hat eine Länge von 35 m und bietet Platz für 155 Personen sowie 227 Personen über Deck. Die Kosten belaufen sich auf 5,8 Mio. S. - 10.6.1979: Die Renovierungsarbeiten der Buchberger Kirche werden abgeschlossen. Dach, Turm und Fassade werden erneuert.
Rund 2000 Stunden wurden Robot geleistet, das Holz für die Turm- und Dachkonstruktion wurde gespendet. - 30.6.1979: Das neue Feuerwehrzeughaus in Steindorf wird eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Die Feuerwehrkameraden leisteten ca. 4500 freiwillige Arbeitsstunden.
- 30.6.1979: Die Agerbrücke in Pettighofen (früher Grenzbrücke Lenzing-Seewalchen) wird feierlich eröffnet.
- 10.7.1979: Dr. Johann Huber eröffnet seine Zahnarztpraxis in der Steindorfer Straße.
- 1.9.1979: Dir. Josef Schuster, Dr.-R.-Schuh-Straße, übernimmt die Leitung der Volksschule Seewalchen.
- 21.9.1979: Das Landesfeuerwehrkommando übergibt der Frw. Feuerwehr Seewalchen ein Katastrophenhilfsdienstboot.
- 7.10.1979: Gemeinderatswahlen:SPÖ: 1074 Stimmen (12 Mandate), ÖVP: 583 (7), FPÖ: 283 (3), UGS: 226 (2), FBS: 162 (1)
UGS = Unparteiische Gemeindeliste Seewalchen [H. Katamay]
FBS = Freie Bürgerliste Seewalchen [Gerhard J. Zopf] - 10.10.1979: Ein Brand im Kaufhaus Neuhofer, Hauptstraße 14, richtet einen Schaden von ca. S 400.000.-- an.
- 15.10.1979: Baubeginn der Hauptschule.
- 3.11.1979: Alois Ulm (SPÖ) wird wieder zum Bürgermeister gewählt, 1. Vizebürgermeister wird Josef Limberger (SPÖ), 2. Vizebürgermeister Alois Hemetsberger (ÖVP)
1980
- 1.1.1980: Der Kommandant des Autobahngendarmeriepostens Seewalchen, Karl Grubauer tritt in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Gustav Etzl.
- 13.3.1980: Die Ehegatten Kroiß verkaufen den Litzlberger Keller an die Familie Danter, die mit 1.5.1980 den Betrieb übernimmt.
- Im April 1980 läuft der Vertrag mit der Aral-Tankstelle in der Atterseestraße 45 aus.
Die Gaststätte wird mit verschiedenen Pächtern weitergeführt. Im Lauf der Jahre befinden sich auch ein italienisches Restaurant und ein China Restaurant im Haus. - 6.4.1980: In vielen Ländern Europas wird die Sommerzeit eingeführt. Man verspricht sich dadurch Energieeinsparungen zu erzielen. Die Sommerzeit soll jeweils vom letzten Sonntag im März bis letzten Sonntag im September dauern.
- 17.4.1980: In 6 landwirtschaftlichen Betrieben wird die Hühnerpest festgestellt (87 Hühner).
- 1.5.1980: Die Bezirksorganisation der SPÖ führt ihren Aufmarsch in Seewalchen durch. Staatssekretärin Dr. Beatrix Eypeltauer spricht zu 2500 Teilnehmern.
- 31.5.1980: Generationswechsel bei der Schuhfabrik Kastinger. Max Kastinger übergibt die Geschäftsführung seiner Tochter Christa Lux und seinem Sohn Hermann Kastinger.
- 2.6.1980: Das neue Verwaltungsgebäude der Fa. Boy-Moden Franz Moser KG wird fertiggestellt.
- 20.7.1980: Zum ersten Mal wird ein Jakobi-Markt durchgeführt.
- 8.-10.8.1980: Die Musikkapelle Seewalchen am Attersee feiert ihr 100-jähriges Bestehen. Ein Festzug, an dem zahlreiche Vereine und auswärtige Kapellen teilnehmen, bildet den Höhepunkt der Feiern.
- 30.8.1980: Der Kinderspielplatz Steindorf (Neu-Steindorf) wird seiner Bestimmung übergeben.
- Ab Herbst 1980 wird in der Müller-Villa der „Seniorenclub“ (durchgeführt vom Pensionistenverband Seewalchen unter Obmann Walter Reinthaller) eingerichtet.
- 21.10.1980: Der Gemeinderat erlässt einige Halteverbots- und Kurzparkzonenregelungen in der Hauptstraße.
- 25.10.1980: Der Gemeindesaal in der Rosenau wird eingeweiht.
- 1.11.1980: Der Gemeindebeamte Hubert Hofer tritt in den Ruhestand.
- 18.12.1980: Ein Teil der Häuser „Conti-Bau“ in Oberbuchberg wird versteigert.
Rechnungsabschluss 1980: Ordentlicher Haushalt: Einnahmen: 22,396 Mio. S; Ausgaben: 22,759 Mio. S Außerordentlicher Haushalt: Einnahmen: 11,568 Mio. S; Ausgaben: 11,187 Mio. S
Die Chronik der Jahre ... |
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1851-1880 | 1881-1900 | 1901-1920 | 1921-1940 | 1941-1960 | 1961-1970 | 1971-1980 |
Die Jahre 1981 bis 1985
1981
- 14.1.1981: Das Gasthaus der Ehegatten Metzger, Steindorf 68, wird um 4,05 Mio. S von der Raiffeisenkasse Seewalchen ersteigert.
- 26.3.1981: Konkurs der Sportschuhfabrik Kastinger & Co.KG.
Rund 270 Arbeitsplätze gehen verloren.
Der Betrieb wurde 1909 gegründet. 1936 übernahm Max Kastinger den Betrieb und begann 1939 mit der industriellen Schuhfertigung. 1956 übersiedelte der Betrieb vom Stammhaus in der Hauptstraße in das neue Betriebsgebäude in der Steindorfer Straße. In den folgenden Jahren wurden Zweigbetriebe in Grünburg a. d. Steyr und im bayrischen Münchsdorf errichtet. Bis zu 500 Mitarbeiter waren beschäftigt. - 13.5.1981: Der Besitzer der Stapa-Schuhfabrik Johann Huemer, Lambach kauft die Schuhfabrik Kastinger um 20 Mio. S.
- 1.8.1981: Julius Arigi, Dr.-F.-C.-Ginzkeyweg, stirbt im Alter von 86 Jahren in seinem Haus in Seewalchen. Er war einer der erfolgreichsten Kampfflieger im Ersten Weltkrieg.
- 17.10.1981: 24 Eigentumswohnungen (LAWOG) werden in der Dr.-R.-Schuh-Straße von Landesrat Neuhauser ihren Besitzern übergeben.
Volkszählung 1981: 3952 Personen 1272 Gebäude, 1509 Wohnungen 1589 Haushalte, 114 Arbeitsstätten.
1982
- 9.-10.1.1982: Heftige Schneefälle führen zu erheblichen Behinderungen. Anschließend kommt ein Kälteeinbruch bis -19°, der Attersee friert zum Teil zu.
- 24.1.1982: Der Besitzer der Insel Litzlberg Dipl. Ing. Karl Leitl verstirbt in Linz im 58. Lebensjahr.
- 15.6.1982: Der Gemeindearbeiter und Zeugwart der Frw. Feuerwehr Seewalchen Richard Sumereder verstirbt im 38. Lebensjahr. Einen Tag später sterben seine Braut Rosemarie Damm und ihre Schwester Veronika Gröber an den Folgen eines Verkehrsunfalles.
- 19.7.1982: Pia Scheucher, Hauptstraße 30, wird in Steyregg Vize-Staatsmeisterin im Wasserskilauf.
- 23.7.1982: Beim Bezirksgericht Vöcklabruck wird die „Eggeling-Villa“ (Schuh-Villa, Atterseestraße 67) mit 9,2 Mio. S von der Sparkasse Bregenz ersteigert.
- Personenstandsaufnahme (10.10.1982)
Haushalte | männl. P. | weibl. P. | Personen (gesamt) | |
Seewalchen | 534 | 663 | 749 | 1412 |
Rosenau | 245 | 294 | 370 | 664 |
Ortschaften | 627 | 975 | 992 | 1967 |
Summe | 1406 | 1932 | 2111 | 4043 |
- November 1982: Die Umfahrungsstraße Seewalchen Nord (1,2 km von der Atterseestraße bis zum Güterweg Reichersberg) wird dem Verkehr übergeben.
- 22.11.1982: Der Gemeinderat beschließt, das „Bocksleitnerhaus“, Neißinger Straße 2, von Anna Kiblinger, Attnang, um S 850.000.-- anzukaufen.
- 4.12.1982: Herbert Aigner, A. Payr-Straße, wird neuer Obmann des Rudervereines.
1983
- 1.1.1983: Die Gemeindegrenzen, zwischen Seewalchen a.A. und Lenzing sind abgeändert. Grundstücke im Ausmaß von 49361 m² kommen von Seewalchen zur Gemeinde Lenzing.
Wegen des Mangels an Baugründen trat die Gemeinde Lenzing an die Marktgemeinde um eine Umgemeindung heran. Als Entschädigung wurde ein Betrag in Höhe von 1,5 Mio. S gezahlt sowie die Verpflichtung vereinbart, in diesem Bereich die Straße herzurichten. Im Gemeinderat gab es Stimmen gegen einen „Ausverkauf“ des Gemeindegebietes. Auch die Befürworter, die in der Mehrheit waren, brachten zum Ausdruck, dass dies die letzte Umgemeindung sein solle.
Auf dem Grundstück wurde die Siedlung „Neu-Arnbruck“ errichtet. Die Häuser in Arnbruck, nördl. der Papierfabrik, mussten einer Werkserweiterung weichen. - 8.4.1983: Adolf Tymcio, der Besitzer des Amthofes, verstirbt.
- Mai 1983: Die Six'n Kapelle im Kapellenweg und die Schmied-Kapelle in der Feldstraße werden renoviert.
- 27.6.1983: Während eines heftigen Gewitters wird das landwirtschaftliche Anwesen der Ehegatten Laminger, Gerlham 4, durch Blitzschlag gezündet.
- Juli 1983: Der Monat Juli wird als „Jahrhundert-Juli“ bezeichnet: Tropentage bis 37,3°, heiße Nächte und kaum Niederschlag.
- 17.7.1983: An Stelle der sogenannten Haidacher Kapelle, die 1982 ein Brand zerstört hatte, erfolgt die Neuerrichtung einer Dreifaltigkeitskapelle (gegenüber dem ursprünglichen Platz), die in einer ökumenischen Feier von P. Leopold Strobl und Pf.i.R. Mathias Schuster geweiht wird.
- 27.7.1983: Für das neue Feuerwehrhaus Kemating wird ein Baugrund von der Familie Voglhuber, Kemating 12, im Ausmaß von 900 m² zu einem Preis von rund S 180,-- gekauft.
Das alte Feuerwehrhaus wird für S 70.000.-- den Ehegatten Stigler überlassen.
Änderungen in der röm.-kath. Pfarre
Am 1.9.1983 wird die röm.-kath. Pfarre Seewalchen, die seit dem Jahre 1135 zum Stift Michaelbeuern gehört, wegen Priestermangel und aus wirtschaftlichen Gründen der Diözese Linz übergeben.
Bereits am 30.7. wird der letzte Pater aus Michaelbeuern P. Leopold Strobl durch die Gemeindevertretung verabschiedet, er soll Pfarrer in Lamprechtshausen werden.
Am 21.8.1983 wird der bisherige Kooperator von Vöcklamarkt, Karl Smrcka, feierlich als neuer Pfarrer installiert.
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- 7.9.1983: Der ehemalige Feuerwehrkommandant und Ehrenbürger Franz Sumereder verstirbt im 81. Lebensjahr.
- 31.12.1983: Heinrich Hemetsberger, Steindorfer Straße, schließt seinen Kunststoff-Plattenbetrieb Henripal, der seit Juni 1962 bestand.
- Im Jahre 1983 stellt die letzte Mühle, die Birmühle in Pettighofen 15a, unter Fritz Stallinger ihren Betrieb ein. Die Birmühle ist auch schon im Urbar Kammer 1615 als Mühle (Besitzer Georg Pichler) genannt.
1984
- 31.3.1984: Die Gemischtwarenhandlung und Bäckerei Neuhofer (Hauptstraße 14) wird geschlossen. Seit 1952 bestand das Kaufhaus, seit 1958 eine Bäckerei. Heute ist dort die Trafik Powischer untergebracht.
- 17.5.1984: Ein Unwetter mit Hagelschlag richtet an Gebäuden und Kulturen größere Schäden an. Bis zu 10 cm liegt das Eis auf den Straßen und Feldern.
- 13.6.1984: Mit der Fa. Franz Kröpfel, Attnang, wird ein Vertrag über die Abfallbeseitigung (Deponie) abgeschlossen.
- 17.-24.6.1984: Erstmals werden in Seewalchen Kulturtage durchgeführt:
Das Programm umfasst eine Dichterlesung, einen Kammermusikabend, ein Orgelkonzert, ein Big-Band-Konzert, eine Hobbyausstellung und einen Seewalchner Abend.
Hauptschule
23.6.1984: Die neue Hauptschule wird in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste feierlich ihrer Bestimmung übergeben.
Am 18.4.1966 erteilte der Gemeinderat die Bewilligung zum Errichten einer Hauptschule.
Nach vielen Schwierigkeiten wurden mit Beginn des Schuljahres 1972/73 dislozierte Klassen der Hauptschule Schörfling geführt. Rund 100 Schüler der ersten Klassen im alten Volksschulgebäude (Schulweg 3) untergebracht.
Im Oktober 1974 bewilligte das Land OÖ eine Hauptschulexpositur. Der Gemeinderat verlangte jedoch die Bewilligung einer selbständigen Hauptschule.
Mit Beginn des Schuljahres 1975/76 begann die Selbständigkeit der Hauptschule Seewalchen a. A. Dass ein Haus, welches für eine Volksschule nicht mehr geeignet war, auch für eine Hauptschule nicht entsprechen konnte, lag auf der Hand.
Am 10.4.1979 beschloss der Gemeinderat, vom Stift Michaelbeuern 4114 m² Grund für den Hauptschulneubau um 2,674 Mio. S. anzukaufen. Mit der Planung wurde Arch. Walter Schmutzer beauftragt. Am 15.9.1979 fand die Spatenstichfeier statt.
Im Schuljahr 1982/83 konnte der Klassentrakt bezogen werden, der Turnsaal war noch fertig zu stellen.
Die Baukosten betrugen 36,876 Mio. S, wobei die Unterstützungen des Landes 77,5% ausmachten.
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- 15.7.1984: Turmkreuzsteckung der Kematinger Kirche. Damit werden die Renovierungsarbeiten abgeschlossen. Die Gesamtkosten von S 900.000,-- werden größtenteils aus Spenden aufgebracht.
- 29.7.1984: Der ehemalige Vizebürgermeister Alois Baumgartinger, Reichersberg 1, verstirbt im 81. Lebensjahr.
- 26.8.1984: Gegen 3 Uhr früh bricht im unbewohnten Nebengebäude des Fritz Neuhofer, Hauptstraße 14, ein Brand aus.
- 30.8.1984: An Stelle des abgetragenen Moserbauernhauses, Hauptstraße 5, wird ein Konsum-Markt errichtet.
- 12.9.1984: Bürgermeister Alois Ulm teilt dem Gemeinderat mit, dass er mit diesem Tag sein Amt zur Verfügung stellt.
Mit der Geschäftsführung wird Vizebürgermeister Josef Limberger beauftragt. - 14.9.1984: Eine eigene Ortsgruppe der Kinderfreunde Seewalchen wird gegründet, nachdem die Mitglieder bisher durch die Ortsgruppe Lenzing betreut wurden. Gilbert Haller, Langauweg, wird zum neuen Obmann gewählt.
- 2.10.1984: Der bisherige Vizebürgermeister Josef Limberger (SPÖ), Steindorf 73, wird mit 14 zu 11 Stimmen zum Bürgermeister gewählt.
Zum 1. Vizebürgermeister wird Georg Brandner (SPÖ), Litzlberg 84, gewählt. - 23.11.1984: Der wärmste Novembertag seit 230 Jahren (20°). Diese Wärme hat schwere Stürme (bis 150 km/h) zur Folge.
- 31.12.1984: Der Leiter der Rotkreuzstelle Seewalchen, Rudolf Gschwendner, legt aus Altersgründen seine Funktion als Obmann zurück. Seit der Errichtung dieser Rotkreuzstelle im Jahre 1961 leitete er die RK-Stelle.
1985
- 28.1.1985: Der Gemeinderat stimmt dem Grundtausch mit den Ehegatten Stallinger, Hauptstraße 2, zu. Dadurch kann gegenüber dem Amt ein Gehsteig errichtet werden, die Familie Stallinger kann das öffentliche Gut zwischen Gasthaus und ehemaligen Salon verbauen.
- 31.1.1985: Die Familie Lachinger schließt ihr Kaufhaus im Müllnerweg 1. Das Geschäft war seit 1953 geöffnet.
- 6.2.1985: Der Gastwirt Günther Heitzinger, Haining, wird zum neuen Obmann der Fremdenverkehrskommission gewählt.
- 19.2.1985: Über Initiative von Bürgermeister Josef Limberger wird im Feuerwehrdepot Seewalchen erstmals ein „Buntes Faschingtreiben” veranstaltet.
- 21.2.1985: Rudolf Plöderl wird zum neuen Ortsstellenleiter der Ortsstelle Seewalchen-Schörfling des Roten Kreuzes gewählt.
- 5.4.1985: Architekt Dipl. Ing. Erich Deinhammer, Eferding, wird zum Ortsplaner bestellt.
- April 1985: Beginn der Abtragung des alten Pfarrsaales und Beginn der Renovierung des Pfarrhofes durch die Fa. Ing. Schönleitner aus St. Georgen.
- 1.5.1985: Bezirksmaifeier der SPÖ. Vor rund 2000 Personen hält Wissenschaftsminister Dr. Heinz Fischer die Festansprache.
- 4.5.1985: Der Raiffeisenplatz wird in Marktplatz umbenannt. (Heute heißt er „Rathausplatz“)
- 2.6.-9.6.1985: In Litzlberg kommt die 6. H-Boot-Weltmeisterschaft (Segeln) zur Austragung. Die Veranstaltung wird von LhStv. Possart eröffnet.
Weltmeister werden die Dänen Christensen, Malcolm und Resch. Die österr. Mannschaft Farthofer, Holler, Holler gewinnt die Silbermedaille. - 22.6.1985: Im Rahmen eines Dorffestes übergibt die Marktgemeinde den neugestalteten Marktplatz, der durch den Abbruch des alten Feuerwehrhauses frei wurde, der Bevölkerung.
Mit der erfolgten Anlegung von Gehsteigen und Fußgängerübergängen wird der Amtshausvorplatz verkehrssicher gestaltet. Ein Marktbrunnen ziert die geschaffene Grünanlage. Beim Stalllinger-Stadl wird ein Durchgang geschaffen. - 3.-24. Juli 1985: Die Musikkapelle Rosenau unternimmt eine ausgedehnte Tournee durch Kanada und die USA.
- 15.7.1985: Die von der Bezirkshauptmannschaft erlassene Einbahnregelung (Richtung Osten) in der Hauptstraße wird nach heftiger Kritik einiger Anrainer (Gewerbetreibende) wieder aufgehoben, sie besteht also nur einen Tag.
- 20.7.1985: Adam Hel, Kemating, kommt durch einen Absturz auf dem Traunstein ums Leben.
- 21.7.1985: Der ehemalige Bürgermeister Alois Ulm stirbt im 73. Lebensjahr.
- 2.8.1985: Maria A. Prüher schließt ihr Kaufhaus am Kirchenplatz 1.
Später wird dort die Modeboutique Breit und eine Tabak Trafik geführt, danach bis 2003 das Lotto-Café Jackpot. - August 1985: Die Ortsstelle des Roten Kreuzes erhält ein eigenes Rettungsauto.
- 15.-18.8.1985: Der Kameradschaftsbund feiert sein 100-jähriges Bestandsjubiläum. 40 Ortsvereine und 23 Musikkapellen nehmen am Festakt teil. Am Sportplatz der Hauptschule findet eine Feldmesse statt.
- Im August 1985 bekundet in einer Unterschriftenaktion die Bevölkerung das Interesse an der Erhaltung des Parks im Amthof („Rettet den Soupper-Park“). Rund 1000 Unterschriften können gesammelt werden.
- Im Sommer 1985 werden in der r.-k. Pfarrkirche Metall-Stützsteher (unter der Empore) aufgestellt.
Diese bleiben bis zum Umbau 1999. - 24.9.1985: Der Hotelier Hans Häupl, Hauptstraße 20, klagt die Marktgemeinde wegen Vertragszuhaltung im Zusammenhang mit der Einführung des Nulltarifes im Strandbad mit einem Streitwert von 2 Mio. S.
Durch die Errichtung des Strandbades 1957 verlor der Gasthof Häupl seinen dort gelegenen Badeplatz. Als Ausgleich wurde Häupl jährlich ein Kontingent Freikarten sowie mehrere Saisonkabinen kostenlos zur Verfügung gestellt. Durch die Einführung des Nulltarifes erübrigte sich dieses Kartenkontingent, die Saisonkabinen blieben aber unberührt.
Häupl klagte nun gegen diese Maßnahme, außerdem fürchtete er, dass durch das Freibaden der Charakter eine Seebades verloren ginge.
Nach einigen Verhandlungen bekommt die Gemeinde Recht. Durch den Strandbad-Neubau stellte sich letzlich das Problem nicht mehr. - 30.9.1985: Die Bäckerei Stiefsohn wird geschlossen.
- 6.10.1985: Gemeinderatswahlen: SPÖ: 1368 (14 Mandate); ÖVP: 637 (6), FPÖ: 195 (2), UGS: 195 (2), FBS: 116 (1)
UGS = Unparteiische Gemeindeliste Seewalchen [H. Katamay]
FBS = Freie Bürgerliste Seewalchen [Gerhard J. Zopf]. - 19.10.1985: Bei der Bürgermeisterwahl erhält Josef Limberger (SPÖ) 23 von 25 Stimmen.
Zum 1. Vizebürgermeister wird Georg Brandner (SPÖ), zum 2. Vizebürgermeister Alois Hemetsberger (ÖVP) gewählt. - 29.10.1985: Der ehemalige Schuhfabrikant Kommerzialrat Max Kastinger verstirbt im 73. Lebensjahr. Er war von 1955-1961 auch Gemeinderat und Vizebürgermeister.
- 30.11.1985: Die Fa. Nöhmer nimmt die Satellitenempfangsanlage in Betrieb. Dadurch werden erstmals in Seewalchen Satellitenfernsehprogramme (vorerst SAT 1, 3sat und Sky-Channel) in das Kabelnetz eingespielt.
- 3.12.1985: Der ehemalige Vizebürgermeister und SPÖ-Obmann Karl Schwenger verstirbt im 71. Lebensjahr.
- 1985 wird in Kemating ein neues Feuerwehrdepot errichtet.
Rechnungsabschluss 1985: Ordentlicher Haushalt: Einnahmen: 32,913 Mio. S; Ausgaben: 34,325 Mio. S Außerordentlicher Haushalt: Einnahmen: 13,392 Mio. S; Ausgaben: 16.878 Mio. S
Die Chronik der Jahre ... |
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1851-1880 | 1881-1900 | 1901-1920 | 1921-1940 | 1941-1960 | 1961-1970 | 1971-1980 |
Die Jahre 1986 bis 1990
1986
- 10.1.1986: Der Ortsbauernrat wählt Franz Loidl, Kemating 2, zu seinem neuen Obmann.
- 1.4.1986: Med. Rat Dr. Günther Seifert tritt in den Ruhestand, Dr. Klaus Wiesner wird neuer Gemeindearzt.
- 26.4.1986: In einem Reaktor des Atomkraftwerkes Tschernobyl (UdSSR, heute Ukraine) kommt es zu einem folgenschweren Störfall. Die radioaktive Wolke erreicht auch Österreich.
Der Spitzenwert der Strahlenbelastung im Bereich Seewalchen wurde am 1.5.86 mit 125-150 µrem je Stunde gemessen. Bis Ende Mai sinkt die Belastung wieder auf rund 20 µrem/h.
Gesamt dürfte die zusätzliche Belastung für einen Menschen 60.000 µrem betragen haben. (Ab 1 Mio. µrem wird der Wert als gesundheitsgefährdend angesehen.) - 1.5.1986: Die ehemalige Schuhfabrik Kastinger (Nachfolger Huemer) ist an die Deutschen Achim Mayer, Achim Mettang und Dkfm. Oskar Kottmann übergegangen. Neben der Schuherzeugung entsteht ein Sportartikel-Einkaufszentrum.
- Juni 1986: In der Haidacher Straße wird zwischen dem Behelfswohnheim und der Sachsenstraße ein Gehsteig errichtet.
- 1.6.1986: Die Fa. Stangl Maschinenbautechnik verlegt ihren Betrieb von Seewalchen, Hauptstraße 17, nach Regau.
- 12. u. 13.7.1986: Diözesanbischof Maximillian Aichern besucht anlässlich der Firmung die Gemeinde. Er weiht die neue Glocke der Kematinger Kirche.
- 15.7.1986: Auf dem ehemaligen Neuhofer-Areal, Atterseestraße, wird von der Fa. Prima Kauf ein Supermarkt errichtet.
Das Gebäude der ehemaligen Pension Neuhofer (auch „Wang Villa“) war schon seit Jahren geschlossen. Mehrere Interessenten wollten auf dem Grundstück investieren. - 4.8.1986: Der Seewalchner Willi Bauer, Kraims 49, hat mit Bergkameraden den 8611 m hohen K2 im Himalaja bestiegen (erste österr. Besteigung). Infolge Schlechtwettereinbruch kommt es zu einer Bergtragödie, die den Tod von Bergsteigern zur Folge hat. Bauer kommt mit Erfrierungen an Händen und Füßen davon.
- 1.9.1986: Der Leiter des Postamtes, Hubert Grausgruber, Roitham, tritt in den Ruhestand.
- 20.9.1986: In Seewalchen wird ein Siedlerverein gegründet. Günther Böss, Steindorf 126, wird zu seinem ersten Obmann gewählt.
- 21.9.1986: Im Anschluss an das Erntedankfest wird das neue Pfarrheim und der renovierte Pfarrhof eröffnet und von Generalvikar Mag. Josef Ahammer gesegnet.
Die Arbeiten begannen im April 1985, im Dezember war der Pfarrhof bezugsfertig, das Pfarrheim im Rohbau errichtet. Die Kosten beliefen sich auf ca. 10 Mio. S, wovon 75 % die Diözese und 25 % die Pfarre trug. - 25.9.1986: Neueröffnung der ehemaligen Schuhfabrik Kastinger: Schuh-Zentrallager, Sportdiskont, Heurigenlokal.
- Weihnachten 1986: Markus Födinger, Langauweg 2, bringt das Friedenslicht von Bethlehem nach Oberösterreich.
Seither wird, durchgeführt von Radio Oberösterreich, das Friedenslicht im ganzen Land verteilt. Dieses wird in Bethlehem entzündet und per Flugzeug von einem Kind nach Österreich gebracht. Dort wird es über die Österr. Bundesbahnen, Feuerwehren, Pfadfinder, Pfarrämter, usw. in die Orte gebracht. Es ist Brauch geworden, das Licht z.B. am Bahnhof zu holen und es Freunden und Nachbarn zu bringen. Manche gehen mit Friedenslicht-Laternen zur Mette. Markus Födinger war das erste Kind, das an dieser Aktion teilnahm. - Im Jahr 1986 übernimmt Ernst Kirchgatterer die ehemalige Drogerie Kwizda.
1987
- 1.1.1987: Jakob Moser wird zum Gemeindeforstwart bestellt.
- 9.1.1987: Die Filiale der Fleischhauerei Zehetner im Schulweg wird geschlossen.
- 27.1.1987: Die neue Straße in den ehemaligen Schiemergründen wird „Königswiese“ benannt.
- Ende Jänner/Anfang Februar 1987 sind extrem kalte Tage bei minus 20° zu verzeichnen. Der Attersee friert zum Teil zu.
- Februar 1987: Unbekannte Täter stehlen aus der Dorfkapelle Litzlberg Heiligenfiguren.
- 4.-14.2.1987: Welt-Winterspiele der Gehörlosen in Oslo.
Nicoletta Lenzenweger, Atterseestr. 28, erreicht einen 1. Platz (Gold) im Riesentorlauf und einen 2. Platz (Silber) im Slalom. - 2. und 3.3.1987: Durch einen extremen Eisregen entstehen in bestimmten Bereichen der Gemeinde schwere Schäden in Wäldern und Obstkulturen.
- 7.3.1987: Johann Derra wird neuer Obmann des Musikvereines Rosenau.
- 2.6.1987: Ein neuer Unimog zum Preis von 1,183 Mio. S. wird angekauft.
- 13.-21.6.1987: Seewalchner Festwoche
In einer Reihe von Veranstaltungen gedenkt man dem 10-jährigen Jubiläum der Markterhebung.
Im Rahmen einer Festsitzung des Gemeinderates, an der auch Landeshauptmann Dr. Josef Ratzenböck und LhStv. Dr. Karl Grünner teilnehmen, wird das „Goldene Buch“ vorgestellt.
Zahlreiche Seewalchner Firmen beteiligten sich an diesem Projekt. - 26.6.1987: Die Arbeiten zu Errichtung der Lärmschutzwand an der Autobahn im Bereich des Ortes Seewalchen werden abgeschlossen.
- August 1987: Die Marktmusik Seewalchen fährt zu einem internationalen Musikfestival in Oostrozebeke, Belgien, wo 9 Kapellen aus mehreren europäischen Staaten teilnahmen.
- 1.9.1987: Der Gemeindebedienstete Franz Baumgartinger tritt in den Ruhestand, Manfred Binder wird zu seinem Nachfolger bestellt.
- 26.9.1987: Die Wassergenossenschaft Steindorf wählt Ing. Walter Staufer zu ihrem neuen Obmann.
(Sein Vorgänger Martin Sadler war seit 7.6.1963 Obmann.) - 10.10.1987: Personenstandsaufnahme: Die Marktgemeinde Seewalchen hat 1587 Haushalte und 4122 Einwohner
- 12.10.1987: In der Schulmatrik sind 476 schulpflichtige Kinder vermerkt.
- Da mit Jahresbeginn 1988 die staatliche Beihilfe von S 15.000,-- gestrichen wird, kommt es zu einem Run auf das Standesamt mit insgesamt 47 Trauungen.
1988
- 26.1.1988: Nach dem Rücktritt von Georg Brandner wird Alfred Haberl, Steindorf 29, zum 1. Vizebürgermeister gewählt.
- Im Februar 1988 erscheint die letzte Ausgabe des „Gummihammers“, dem freiheitlichen Informationsblatt für Seewalchen, Schörfling, Aurach und Weyregg.
- 11.3.1988: Franz Loidl wird zum Kommandanten der Frw. Feuerwehr Kemating gewählt.
- 23.3.1988: Der Fremdenverkehrsverband wählt Heinz Holzapfel, Haining, zu ihrem neuen Obmann.
- 16.4.1988: Franz Sumereder, Atterseestraße, wird neuer Obmann der Dilettanten-Theater-Gesellschaft.
- 19.4.1988: Karl Schiemer wird zum neuen Kommandanten der Freiw. Feuerwehr Steindorf gewählt.
- 1.5.1988: An Stelle des bisherigen Leiters Oskar Daxner wird Josef Kaiser zum Leiter des Autobahngendarmeriepostens ernannt.
- 27. u. 28.5.1988: Eröffnung des Autohauses Seewalchen (Honda, Geschäftsführer Herr Legat) im Industriegelände (ehemalige Fa. Haase-Tank).
- 28. u. 29.5.1988: Das Altarfenster, welches für die evangelische Gnadenkirche geschaffen wurde, wird seiner Bestimmung übergeben. Die Gemeinde leistet einen Kostenbeitrag.
- Europagemeindefeier – Partnerschaft
Am 24.6.1988 findet im Turnsaal der Hauptschule eine Festsitzung des Gemeinderates statt. In dieser Sitzung wird mit der Kreisstadt Freyung im Bayerischen Wald eine Partnerschaft eingegangen.
Die Marktgemeinde Seewalchen wird zur Europagemeinde proklamiert. - 25.6.1988: Horst Klein, Sonnleitenweg, wird zum neuen Obmann des ATSV Seewalchen gewählt.
- Juni 1988: Durch den Abbruch des Humer-Hauses (Seyrlstraße 1) durch die Besitzerin Dr. Gesine Tostmann und die Schaffung eines „Bauerngartls“ wird ein Beitrag zur Ortsverschönerung geleistet.
- 17.7.1988: Wilhelm Bauer jun. (22 Jahre) verunglückt im Montblanc-Massiv tödlich.
- 2.8.1988: Über den Attergau und den See geht ein schweres Unwetter mit Hagel (Größe von Tennisbällen) nieder und richtet in den Nachbargemeinden große Gebäude- und Flurschäden an.
- 3.9.1988: Die Sternwarte am Gahberg wird nach 2-jähriger Bauzeit eröffnet.
- 10.9.-2.10.1988: Die Künstlervereinigung Secession LXXXVIII organisiert in der Villa Paulick die Ausstellung „Inselräume“, die sich mit dem Schaffen von Klimt, Richard Teschner und Emilie Flöge am Attersee beschäftigt.
- 22.9.1988: Der Bebauungsplan „Neuhofer“ an der Gemeindegrenze zu Lenzing wird vom Gemeinderat genehmigt.
- 24.9.1988: Im Rahmen der Ausstellung „Inselräume“ findet im Rittersaal des Schlosses Kammer ein Konzert statt, in dem unter anderem Kompositionen des gebürtigen Seewalchners Rudolf Hinterdorfer zu hören sind.
Auch an die ersten Stummfilmvorführungen in Seewalchen im Jahre 1928 wird mit einer historischen Filmvorführung im Strandkino gedacht. - 23.10.1988: 25 Erbhöfe erhalten im feierlichen Rahmen Erbhofurkunden.
Fam. Stigler, Kemating, | Fam. Moser, Staudach, | Fam. Mayr, Seewalchen, |
Fam. Fürthauer, Haining, | Fam. Haberl, Litzlberg, | Fam. Dachs, Buchberg, |
Fam. Aigner, Haidach, | Fam. Lechner, Moos, | Fam. Leithner, Reichersberg, |
Fam. Schwarzenlander, Kraims, | Fam. Kern, Haidach, | Fam. Frickh, Seewalchen (1991), |
Fam. Dachs, Haining, | Fam. Voglhuber, Kemating, | Fam. Köstler, Gerlham, |
Fam. Huber, Kemating, | Fam. Astegger, Roitham, | Fam. Mörwald, Steindorf, |
Fam. Ebetsberger, Gerlham, | Fam. Hochreiner, Steindorf, | Fam. Six, Kraims, |
Fam. Laminger, Gerlham, | Fam. Starzinger, Seewalchen, | Fam. Schachinger, Gerlham, |
Fam. Loidl, Kemating. |
- 25.10.1988: Über Initiative von Mag. Johann Reiter, Litzlberg, und der Österr. Naturschutzjugend wird das 12 ha große Gerlhamer Moor („Gföhret“) an die Naturschutzjugend übergeben. Der Ankauf erfolgt durch Spenden sowie durch Unterstützung des Landes und der Marktgemeinde Seewalchen sowie der Österr. Naturschutzjugend.
- 15.11.1988: Der ehemalige Linzer Bürgermeister und Wahl-Seewalchner Dr. Ernst Koref verstirbt in Linz im 98. Lebensjahr.
1989
- 10.2.1989: Das Kleinlöschfahrzeug für die Frw. Feuerwehr Kemating um 0,46 Mio. S wird übergeben.
- 1.3.1989: Der Hauptschuldirektor Klaus Schachtner, Hauptstraße 17, wird zum Bezirksschulinspektor ernannt. Johann Rauchenzauner, Reichersberger Straße 9, wird Leiter der Hauptschule (bis 2009).
- 6.3.1989: Die Frw. Feuerwehr Seewalchen bekommt vom Landesfeuerwehrkommando ein neues Öl-Einsatz-Fahrzeug.
- 13.3.1989: Der Gemeinderat beschließt, beim Amt der oö. Landesregierung die Aufnahme in das Dorfentwicklungkonzept zu beantragen.
- 31.3.1989: Wegen Ausbruch der Wutkrankheit wird die Gemeinde Seewalchen zum Sperrgebiet (bis 17.11.) erklärt.
- 1.4.1989: Das Gasthaus Emrich, Rosenau, sperrt wegen Pensionierung zu.
- 3.4.1989: Dr. Oskar Vogel eröffnet in der Hauptstraße 40 seine Ordination.
- 15.4.1989: Der Surfclub Seewalchen wählt Ing. Rudolf Stadler, Vöcklabruck, zu seinem neuen Obmann.
- 26.5.1989: Eine 17-köpfige Naturfreunde-Bergsteiger-Expedition unter der Leitung des Seewalchners Willi Bauer will den 8068 m hohen „Hidden Peak" (Gasherbrum I) besteigen.
- 31.5.1989: Das Gasthaus Dachs in Buchberg sperrt zu.
Partnerschaftsfeierlichkeiten in Seewalchen
23.-25.6.1989:
800 Freyunger gestalten einen Festzug, an dem 2000 Besucher beiwohnen.
Nach einem ökumenischen Gottesdienst, gestaltet von den Pfarrern Karl Smrcka und Volker Petri, würdigen in einem Festakt die Bürgermeister Fritz Wimmer, Freyung, und Josef Limberger die Bedeutung der Partnerschaft. Anschließend werden die Urkunden ausgetauscht.
Bgm. Wimmer (Freyung) enthüllt einen 6 Tonnen schweren Gedenkstein aus Granit, der in der Grünanlage vor dem Gemeindeamt aufgestellt ist.Weiters stehen sportliche Veranstaltungen, eine Schiff-Fahrt und ein Zelt-Festabend unter dem Motto „Freyung grüßt Seewalchen“ auf dem Programm.
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- 27.6.1989: Im Gelände der ehemaligen Schuhfabrik Kastinger wird der Supermarkt „Hitdiskont“ eröffnet.
- 29.6.1989: In der Rosenau werden einige Straßenzüge benannt: „Martin-Luther-Straße“, „Dorothea-Jörger-Straße“ und „Bergstraße“.
- 1.7.1989: Das neue Fahrgastschiff „Weyregg“ wird in Betrieb genommen.
- 25.7.1989: Der Wasserskiclub erhält eine Schiff-Fahrtskonzession für den Standort Litzlberg bis zum Jahre 2000. Mag. Christa Fiausch erhält eine Konzession für den Standort Seewalchen.
- 1.8.1989: Der Lenzinger Wirt Karl Pesendorfer pachtet den Kultursaal und benennt ihn „Seewalchner Hof“ (bis 31.3.1990).
- 20.8.1989: Inoffizielle Eröffnung der Asphaltbahnen des ATSV Seewalchen beim Gasthaus Kalleitner in Litzlberg.
- 20.8.1989: Daniela Heitzinger, Haining, wird Staatsmeisterin und Vizestaatsmeisterin in der Haflingerdressur.
- 1.9.1989: Rudolf Plöderl, Hauptstraße 17, wird zum Volksschuldirektor ernannt.
- 2.9.1989: Zu einem tragischen Unfall kommt es in Haining. Der 8½ jährige Andreas Ebetsberger-Neuhofer fällt bei der Feldarbeit von der Schaufel des Traktors und wird von seinem Vater überfahren. Andreas verstirbt am 8.9.1989.
- 15.9.1989: Generalversammlung der Raiffeisenkasse im Kultursaal.
Im Mittelpunkt steht die Gründungsversammlung der Raiffeisenbank Attersee-Nord, wo sich die Raiffeisenkassen Seewalchen, Schörfling und Weyregg zu einer Verwaltungsgemeinschaft zusammenschließen.
Mit 2.11.1989 erlangt diese Gründung Wirksamkeit:
Obmann Johann Mayrhauser, Weyregg,
Geschäftsleiter der Geschäftsstelle Seewalchen: Ing. Rudolf Schneebauer. - 24.9.1989: Die Firma Tostmann feiert ihr 40-jähriges Betriebsjubiläum. Im Schloss Kammer findet eine Festveranstaltung statt.
- September 1989: Anstelle des desolaten Maierhofes in Litzlberg wird eine Wohnanlage mit 12 Kleinwohnungen errichtet.
- November 1989: In der neuesten Ausgabe des Restaurantführers „Gault Millau“ wird das Hotel Häupl wieder mit 2 Hauben bedacht. Die Gastbetriebe Litzlberger Keller und Fischer Sepp werden mit Punkten bewertet.
- 24.11.1989: Günther Steps eröffnet in der Hauptstraße 17 ein Postproduction-Studio (Videoschnitt, Vertonung und Trickcomputer-Arbeiten).
Hilfe für Rumänien
Durch die politischen Umwälzungen in den Ostblockstaaten und der Öffnung der Grenzen zu Österreich fiel der sogenannte eiserne Vorhang. Diese Ereignisse brachten mit sich, dass viele Flüchtlinge auch nach Österreich kamen und zum Teil in unserer Gemeinde untergebracht wurden.
Der Bezirk Vöcklabruck und im besonderen Seewalchen-Rosenau sind eng mit Rumänien verbunden. Zahlreiche Siebenbürger Sachsen und ihre Nachkommen leben im Bezirk. Nach dem 2. Weltkrieg musste sich ein Teil der ländlichen Bevölkerung, vor allem aus Nordsiebenbürgen, mit Pferden und Hornviehwagen nach Westen absetzen. Ein Teil dieser Siedler wurde in Rosenau sesshaft.
Eine weitere Verbindung besteht durch die sogenannten "Landler". In den Jahren 1734-1776 wurden einige Tausend Evangelische unter Kaiser Karl VI. und Kaiserin Maria Theresia nach Siebenbürgen transmigriert, aus der Steiermark, aus Kärnten und aus dem sogenannten "Landl", dem Kerngebiet Oberösterreichs (entspricht etwa dem Gebiet zwischen Wels, Gmunden und Vöcklabruck). Einige wenige Landler sind nach 1990 nach Österreich gekommen; 4 Familien leben in Rosenau.
Auch einige rumänische Familien sind nach Seewalchen gekommen.
In einer großangelegten Spendenaktion, zu der auch die Marktgemeinde, die r.k. und evang. Pfarre aufgerufen hatten, konnten Hilfsgüter und Geldspenden nach Rumänien, im besonderen in die Siebenbürger Landler-Gemeinden Neppendorf, Großau und Großpold gebracht werden. Aus Gemeindemitteln wurde die Aktion mit S 20.000,-- unterstützt.
Insgesamt wurden S 173.000,-- an Geldspenden sowie Lebensmittel- und Kleiderspenden von ca. S 500.000,-- übergeben.
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- Im Jahr 1989 wird der „Vöcklabrucker Wochenspiegel“ in „Vöcklabrucker Rundschau“ umbenannt.
1990
- 1.1.1990: Der Gemeindebeamte Friedrich Kaiser tritt krankheitshalber in den Ruhestand.
- Die sogenannte Raudaschlmühle wird von der Lenzing Holzindustrie Ges.m.b.H. an Georg Pagnia, Oldenburg, und Hermann Sturm, Herbrechtingen, Deutschland, verkauft.
- 1.1.1990: Im Haus Atterseestraße 16 wird anstelle des bisherigen Geschäftes Burian eine Filiale des Fotogeschäftes Humer, Lenzing, eröffnet. (Das Geschäft bleibt bis Juni 1997 geöffnet.)
- 22.2.1990: Vizebürgermeister Haberl legt aus gesundheitlichen Gründen seine Funktion zurück.
- 26.2., 27.2., 1.3.1990: Jahrhundertorkan
Ein Orkan mit Spitzengeschwindigkeiten von 180 km/h bricht über weite Teile Österreichs herein und richtet auch in unserem Gemeindegebiet schwere Verwüstungen, insbesondere in den Wäldern, an.
Der Anfall an Schadholz beträgt 326 Festmeter. - 23.3.1990: Josef Fath, Reichersberger Straße 12, wird zum 1. Vizebürgermeister gewählt.
- 27.5.1990: Die Bahnhaltestelle „Siebenmühlen“ wird in „Siebenmühlen-Rosenau“ umbenannt.
- Juni 1990: Die Linzer Maximarkt Handelsges.m.b.H übernimmt den Primakauf, Atterseestraße.
Land- und forstwirtschaftliche Betriebszählung (1.6.1990): Betriebe: 137 Voll-Erwerbs-Landwirte: 42 Neben-Erwerbs-Landwirte: 95 Eigentumsfläche: 1299,30 ha abz. verpachtete Flächen: 69,55 ha zuz. gepachtete Flächen: 229,80 ha Gesamtfläche: 1459,55 ha
- Juni 1990: Die Dorfkapelle Steindorf wird saniert. Die Kosten von S 300.000,- werden durch Spenden gedeckt.
Partnerschaftstag in Freyung
23. u. 24.6.1990:
Rund 1000 Seewalchner feiern in Freyung einen Partnerschaftstag.
Nach einem Konzert wird der Gedenkstein enthüllt.
Ein „Seewalchner Abend“ in der Kurhalle Freyung gibt einen Einblick in das Seewalchner Kulturleben.
Am 24.6. bewegt sich ein Festzug, den die Seewalchner Vereine gestalten, von der Stadt zum Schloss Wolfstein.
Dort wird von den Pfarrern Alfons Hackl und Karl Smrcka eine Feldmesse zelebriert.
Anschließend wird das Musikstück „Grüaß di Nachbar“, komponiert von der Wahl- Seewalchnerin Trude Marchand, intoniert von den Musikkapellen Kreuzberg, Seewalchen und Rosenau, uraufgeführt.
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- 29.6.1990: Landesrat Dr. Pühringer eröffnet das Altstoffsammelzentrum an der Gamperner Bezirksstraße. Das Grundstück wurde von der Gemeinde zur Verfügung gestellt, die Baukosten trug das Land Oberösterreich.
- 1.7.1990: Der Firmenname der Franz Moser Ges.m.b.H & Co. KG in Pettighofen wird in Mode-Logistik Ges.m.b.H. geändert.
- 2.7.1990: In der konstituierenden Sitzung des Tourismusverbandes wird Hans Häupl, Hotelier, zum Obmann gewählt.
- 3.7.1990: Seewalchen wird in das Projekt „Dorfentwicklung“ des Landes aufgenommen.
- Auf Grund des Grundbuchumstellungsgesetzes wird die Auflösung der Landtafel Oberösterreich wirksam.
Die Landtafeln waren die mittelalterlichen Grundbuch-Register, in denen der Grundbesitz des Landadels und der Städte verzeichnet war. Bis 1848 konnten nur Herren, Ritter und Prälaten sowie die Städte Landtafel-Güter erwerben.
Die Landtafeln waren umfangreiche Aufzeichnungen des öffentlichen und privaten Rechtes, hier wurden auch die Gesetze und Landtagsbeschlüsse eingetragen. - 18.7.1990: Mit Beschluss des Bezirksgerichtes Vöcklabruck geht die Liegenschaft „Schmidt-Villa“ (bzw. Villa „Daheim“) in das Eigentum der Bau-Atelier-West- Ges.m.b.H. über.
- Die Alois Bruckmayr KG verkauft den Supermarkt im ehemaligen Kastinger-Gelände an die BILLA Warenhandels-AG., Wr. Neudorf.
- 27.7.1990: Im Bezirk Vöcklabruck sind 1171 Asylbewerber, davon 76 in Seewalchen (Gasthaus Astecker) untergebracht.
- 31.7.1990: Der ehemalige Gemeindesekretär Alois Roither (1938-1942) verstirbt.
- 11.8.1990: Der Segel- und Surfclub eröffnet den neugeschaffenen Hafen in der Freibadeanlage Litzlberg.
- August 1990: Einige Mitglieder der Secession LXXXVIII renovieren das „Schusterhäusl“ beim Eingang des Friedhofes.
- 1.9.1990: Der sogenannte Neubrunnerhof wird vom Gastwirt Wolfgang Führer angekauft und eröffnet.
- 29.9.1990: Eröffnung der überdachten Asphaltanlage des ESV Seewalchen an der Gamperner Bezirksstraße.
- 19.10.1990: Das Wissenschaftsministerium hat der „Schmidt-Villa“ die Erhaltungswürdigkeit im Sinne des Denkmalschutzes bestätigt.
- November 1990: Beginn der Umbauarbeiten des Hotels Häupl.
- 18.11.1990: Ein Föhnsturm verursacht neuerlich Schäden an den Waldungen.
- 22.11.1990: Mit dem Gastwirt W. Führer wird ein Pachtvertrag betreffend Kultursaal abgeschlossen.
Führer beendet aber zu Jahresende den Pachtvertrag. Ab diesem Zeitpunkt wird das Ausschenken den jeweiligen Vereinen, die Veranstaltungen durchführen, überlassen. - November 1990: Anstelle der bisherigen Ortsbäuerin Erna Haidinger, Steindorf, wird Maria Gebetsberger, Haining 7, gewählt.
30.11.1990: Der Gemischtwarenhändler Lederer, Hauptstraße 8, schließt sein Geschäft.
Standesamt 1990: 18 Sterbefälle, 26 Eheschließungen, 52 Geburten. 526 Kinder sind als schulpflichtig gemeldet. Rechnungsabschluss 1990: Ordentlicher Haushalt: Einnahmen: 47,935 Mio. S; Ausgaben: 44,901 Mio. S Außerordentlicher Haushalt: Einnahmen: 21,812 Mio. S; Ausgaben: 25,029 Mio. S
Die Chronik der Jahre ... |
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1851-1880 | 1881-1900 | 1901-1920 | 1921-1940 | 1941-1960 | 1961-1970 | 1971-1980 |
Die Jahre 1991 bis 1995
1991
- 5.1.1991: Josef Fath, Reichersberger Str. 12, wird neuer ESV-Obmann.
- 11.3.1991: In Siebenmühlen wird das letzte Mühlrad abmontiert.
Es hat 31 Jahre in der Birmühle (Stallinger-Mühle) seinen Dienst verrichtet. - 11.4.1991: Die Fa. Moser heißt nun „Design Factory“ Walter Moser.
- 18.-21.4.1991: Das Rote Kreuz Seewalchen unter Rudolf Plöderl führt einen Hilfstransport nach Rumänien durch.
Begleiter sind unter anderem Bgm. Josef Limberger und Gemeindearzt Dr. Klaus Wiesner. - 15.5.1991: Volkszählung: Seewalchen hat 4319 Einwohner, 1496 Gebäude und 122 Betriebe.
- 29.5.1991: Der Gemeindebeamte i.R. Friedrich Kaiser stirbt im 50. Lebensjahr.
- 29.6.1991: Der Umbau des Hotels Häupl wird fertiggestellt.
- 7.8.1991: Günther Haydinger eröffnet in der Hauptstraße 8 (ehemals Kaufhaus Lederer) eine Metzgerei.
- 15.8.1991: Erstmals findet ein Abendkonzert im neuen Musikpavillon der Landesmusikschule statt. Es spielt die Marktmusikkapelle.
- 17.8.1991: Die Landesmusikschule, Schulweg 3, wird vom Landeshauptmann Dr. Josef Ratzenböck feierlich eröffnet. Die Gesamtkosten für den Umbau betragen rund 18,500 Mio. S.
Hans-Roland Peschke, Rosenau, wird zum Leiter der Musikschule ernannt. - Im September 1991 wird anstelle der Birmühle, Pettighofen 15, ein Kraftwerk mit 70 kWh in Betrieb genommen.
- 6.10.1991: Gemeinderatswahlen
SPÖ: 1177 Stimmen (14 Mandate), ÖVP: 805 Stimmen (10), FPÖ: 376 (4), FBS (Freie Bürgerliste Seewalchen, Anton Brandstätter): 257 (3). - Am 23.10.1991 wird Josef Limberger (SPÖ) vom Gemeinderat wieder zum Bürgermeister gewählt.
- 1.11.1991: Der Attersee ist von einem außergewöhnlichen Niedrigwasser betroffen. Der Pegelstand beträgt 101 cm, normal wären 147 cm.
- Dez. 1991: Baumeister Gottfried Sumereder tritt in den Ruhestand. Der Betrieb wird von der Firma Ing. M. Schönleitner, St.Georgen, übernommen.
- Dez. 1991: Der Leiter des Polytechn. Lehrganges Reserveoffizier Major Rupert Kellner kehrt von einem rund zehnjährigen UNO-Einsatz zurück. Zuletzt leitete er das UNO-Informationsbüro in Jerusalem.
- Die Firma Ing. Helmut Steiner erwirbt die Liegenschaften der Kastinger Stapa-Schuhfabrik Johann Huemer in der Hauptstraße 27.
- Von Mai bis zum Winter verlegt die oö. Ferngasges.m.b.H. die ersten Gasleitungen. Im Jahr 1991 sind dies 4.249 lfm.
1992
- 1.1 1992: Dr. Heinrich Ribnitz, J.-Wimmer-Straße, wechselt (bis 1.8.1995) vom Personalchef der Lenzing AG. in den Vorstand der South Pacific Viscose, Purwakarta, Indonesien.
- 6.2.1992: Die Solaranlage an der Autobahn wird in Betrieb genommen. Auf 357 m² Solarfläche werden 40 kW erreicht.
Im ersten Betriebsjahr wurden 32.500 kWh ins Netz eingespeist. Die Gesamtkosten dieser größten Solaranlage Österreichs beliefen sich auf 6,5 Millionen Schilling.
(1993 wurden die Herstellungskosten mit S 17,-- je kWh angegeben, der Verkaufspreis betrug ca. S 2,-- je kWh!) - 15.2.1992: Wilhelm Ploner übergibt seine Tischlerei seinem Neffen Hermann Ploner.
- 19.3.1992: Im Haus der Familie Gattinger, Rosenau, wird eine ADEG-Filiale eröffnet, am 19.10.1991 wurde die dortige Konsumfiliale geschlossen.
- 28.3.1992: Der ehemalige Amtsleiter und Chronist Josef Nöhmer stirbt im 72. Lebensjahr.
- 24.4.1992: Zum Obmann der Wassergenossenschaft Seewalchen a.A. wird Wilhelm Ploner, Hauptstraße, gewählt.
- 6.5.1992: Der Gemeinderat beschließt, an die Architekten Dipl. Ing. Ferdinand Aichhorn und Dipl. Ing. Erich Deinhammer die Erstellung des Ortsentwicklungsplanes zum Preise von S 1,180.000,-- zu vergeben.
- 31.5.1992: Elisabeth Layer schließt ihr Gasthaus „Sissy-Grill“ in Pettighofen 22.
(Es wird noch einige Zeit von einer Pächterin weiter geführt.) - 12.6.1992: Im früheren Neubrunnerhof der Familie Schwarzenlander eröffnet Wolfgang Führer den „Landgasthof Führer“.
- 4.7.1992: Der Busunternehmer Johann Meisinger stirbt, sein Betrieb wird geschlossen.
- 17.-19.7.1992: Im gesamten Atterseeraum findet das „Seespektakel“ statt.
Vom Kultursaal wird die ORF-Sendung „Autofahrer unterwegs” mit Michael Schrenk übertragen. Gast ist Reinhard Fendrich, es konzertiert die Marktmusik. - 24.7.1992: Die Zhan Lihua Ges.m.b.H. eröffnet in der Atterseestraße 45a das Chinarestaurant „Kanton“.
- 9.8.1992: Mit 35,9° wird die höchste Temperatur des Jahrhunderts erreicht.
- 1.9.1992: Der Prima-Kauf, Atterseestraße 37, wird von der Firma Spar übernommen.
- 21.9.1992: Der Gemeinderat beschließt, im Gebiet Steindorf Straßenbezeichnungen einzuführen.
- 3.11.1992: Im ehemaligen Friseursalon Russ, Hauptstraße, eröffnet Hertha Nagl ihr neues Geschäft „Hertha Haartotal“.
- 26.11.1992: Die Roither Maschinenbauges. m.b.H. (nun Austropressen) verlegt ihren Betriebsstandort von der Neißinger Straße in das Industriegelände.
1993
- 1.1.1993: Der Bauhofleiter Johann Müller geht krankheitsbedingt im 44. Lebensjahr in Pension.
- 1.1.1993: Friedl Kolm legt ihre Funktion als Obfrau der Goldhaubengruppe Seewalchen a.A., die sie seit 1975 innehatte, zurück. Zu ihrer Nachfolgerin wird Frau Eva Hinterberger, Reichersberger Straße 11, gewählt.
- 4. 1.1993: Ernst Gebetsberger, Litzlberg, wird in der Bauabteilung der Gemeinde aufgenommen.
- 1. 3.1993: Beatrix Fritsch wird im Meldeamt als Vertragsbedienstete aufgenommen.
- 10.3.1993: Im Rahmen der Ortsentwicklung findet die erste Besprechung der Arbeitskreise mit Dr. Roland Kals statt. Die Arbeitskreis sind
- Landwirtschaft und Umwelt (Leitung: Georg Brandner)
- Wirtschaft und Tourismus (Leitung: Ing. Karl Födinger)
- Entwicklung des Ortszentrums (Leitung: Franz Sumereder).
- 22.3.1993: Der Gastwirt i.R. und ehemalige Gemeindevorstand Josef Dachs, Buchberg, stirbt im 80. Lebensjahr.
- 5.4.1993: Der ehemalige Ortsstellenleiter des Roten Kreuzes Rudolf Gschwendner stirbt im 80. Lebensjahr.
- 20.4.1993: Baumeister i.R. Gottfried Sumereder stirbt im 57.Lebensjahr.
- 17.5.1993: Mit Beschluss der oö. Landesregierung wird das Gerlhamer Moor als Naturschutzgebiet festgestellt.
- 1.6.1993: Rudolf Starzinger eröffnet seinen Schlossereibetrieb im Kapellenweg 11.
- 6.6.1993: Beim Radwegfest der Arbeiterkammer, an dem über 2000 Radfahrer teilnehmen, wird die neue Holzbrücke über die Ager eröffnet. Die Gesamtkosten der Brücke betragen rund 2,3 Mio. S.
- 3.-30.7.1993: 27 Kinder und 2 Betreuerinnen aus Weißrussland verbringen einen Erholungsurlaub bei Gastfamilien in Seewalchen. Die Aktion „Hilfe für Kinder aus Tschernobyl“ wird von einem Komitee unter Gertrude Brandner, Litzlberg, durchgeführt.
- 6.8.1993: Die Firma Schobesberger, Kammer, stellt ihr Busunternehmen ein, die Firma Stern & Hafferl übernimmt den Betrieb.
- 15.8.1993: Die Dorfkapelle Litzlberg wird nach ihrer Renovierung eingeweiht.
- September/Oktober 1993: Die Straßenmeisterei Timelkam II errichtet an der Gamperner Bezirksstraße in Seewalchen ihren neuen Bauhof.
- 7.11.1993: In der Hauptstraße (Pfarrhof bis alte Raika) wird erstmals ein Martinimarkt abgehalten.
- 17.11.1993: Die Gemeinde erwirbt von der Republik Österreich ein 11.426 m² großes Grundstück in der Nähe der Autobahn zum Errichten der Kompostieranlage.
- 26.11.1993: Die Arbeiten zur Errichtung von Lärmschutzwänden an der Autobahn in Kemating werden abgeschlossen.
- Im Jahr 1993 schließt das Wollgeschäft Dornauer, Hauptstraße 2, welches seit 1986 bestand.
1994
- 9.2.1994: Neueröffnung der Tabaktrafik in der Hauptstraße 14 durch Mario Powischer (früher Elke Scheckenberger).
- 22.2.1994: Die alte Kraimser Brücke wird abgerissen und im Zuge von Bachregulierarbeiten durch eine neue ersetzt.
- 31.3.1994: Baubeginn für den Hochbehälter der Wassergenossenschaft Seewalchen II (an der Steindorfer Straße neben der A1) mit einem Fassungsvermögen von 500 m³.
- Ostern 1994: Der Bischof ernennt Pfarrer Karl Smrcka zum Geistlichen Rat.
- 31.5.1994: Rudolf Stallinger, Pettighofen 15, schließt sein seit 1956 bestehendes Fuhrwerksgewerbe.
- 12.6.1994: Abstimmung: Beitritt Österreichs zur Europäischen Union.
Das Ergebnis in Seewalchen: Ja: 1727 (61,1 %), Nein: 1098. - Juni 1994: Eine Seevermessung ergibt, dass sich die Ufergrundstücke am Attersee um rund 53.000 m² vergrößert haben. Teilweise geschah dies durch illegale Aufschüttungen.
Allein in Seewalchen machte der Landzuwachs ca. 12.000 m² aus. Die Grundstücke werden von der Republik verpachtet. - 19.7.-4.8.1994: In der Musikschule veranstaltet das Internationale Orchesterinstitut Attergau Seminare, um 61 Studenten aus aller Welt mit dem Wiener Klangstil vertraut zu machen.
In mehreren Konzerten in Seewalchen, Vöcklamarkt und St. Georgen (dort unter Lord Yhejudi Menuhin) treten die jungen Leute an die Öffentlichkeit. - August 1994: Drei Welser überqueren in 12 Stunden schwimmend den Attersee der Länge nach von Seewalchen nach Unterach.
- 4.10.1994: Die Feuchtbodensiedlung (Pfahlbaureste Bronzezeit-Siedlung) im Gerlhamer Moor wird unter Denkmalschutz gestellt.
- 19.10.1994: Die Siedlerstraße wird in „Carl-Leiß-Straße“, das Stück des Carl-Häupl-Weges in „Alois-Ulm-Weg“ umbenannt.
- Die ehemalige Gösserstube (vormals Heuriger), Steindorfer Straße 7, wird von Susanne Kristof, Frankenburg, als „Zipfer-Krone“ wieder eröffnet.
- Oktober 1994: Das Hasse-Haus in der Promenade wird abgerissen.
- Anfang November 1994: Der 52-jährige Peter Arigi, Höhenweg, wird als vermisst gemeldet. Nach einer Fahrt nach Bad Ischl wird er nicht mehr gesehen.
- 4.11.1994: Johann Müller, Sonnleitenweg, wird neuer Obmann des Musikvereines Rosenau.
- 28.11.1994: In London wird Gustav Klimts Gemälde „Bauerngarten“, 1908 in Litzlberg entstanden, versteigert. Allein der Ausrufungspreis beträgt 60 Mio. S.
- 1.12.1994: Das ADEG-Geschäft am J.-Honterus-Platz 3 (heute: Pf.-M.-Schuster-Platz) übernimmt Sylvia Sterneder.
- 16.12.1994: Im Rahmen der Festsitzung nimmt der Ehrenbürger Pfarrer i.R. Mathias Schuster, der mit Jahresbeginn 1995 in ein Altenheim an den Chiemsee übersiedelt, in ergreifenden Worten Abschied von Seewalchen.
In den rund 50 Jahren, in denen er hier wirkte und lebte, hatte er den entscheidenden Anteil am Aufbau der Siedlung Rosenau. - 31.12.1994: Beim Altjahres-Gottesdienst in Rosenau verabschiedet sich der Organist Hans Kellner, Sachsenstraße, der fast vier Jahrzehnte die Orgel spielte und Chorleiter war.
Sein Nachfolger wird der Leiter der Musikschule Hans-Roland Peschke. - Das Jahr 1994 war das wärmste seit 220 Jahren, die Durchschnittstemperatur während des Jahres betrug 11,5°.
Bezirksfernsehen
Im Frühjahr 1994 wurden über das Kabelnetz der Fa. Nöhmer Berichte der „Salzkammergut-Television“ aus Gmunden gezeigt. Ab 1. August 1994 brachte die Vöcklabrucker „Wochenspiegel-TV“-Redaktion einstündige Berichte über lokale Ereignisse aus dem Bezirk Vöcklabruck. Mangels gesetzlicher Grundlagen wurde mit 1. September die weitere Ausstrahlung von Filmen untersagt. Im September wurden Filmmontagen bzw. durch Standbilder unterbrochene Beiträge gesendet, die der Rechtslage entsprachen. Vom 1. Dezember bis zum Jahresende 1994 wurden die Sendungen wegen Meinungsverschiedenheiten zwischen der Firma Nöhmer und dem Wochenspiegel-TV eingestellt und erst mit Jahresbeginn 1995 wieder aufgenommen.
Schließlich entstand aus diesen Initiativen das „BTV”, also das Bezirks-TV, unter der Geschäftsführung von Oskar Stadler. Im Lauf der Jahre entwickelte sich ein Format, wo im 2-Stunden-Rhythmus Berichte aus den Orten über Kultur, Feste, Sport und Wirtschaft gesendet wurden.
1995
- 1.1.1995: Österreich tritt der Europäischen Union bei.
- 10.1.1995: Der ehemalige Obmann der Wassergenossenschaft und des Kameradschaftsbundes Gemeinderat a. D. Karl Hinterdorfer, Promenade, verstirbt im 73. Lebensjahr.
- 2.2.1995: Die LAWOG-Anlage in Steindorf, Hackerweg, wird von Landesrat Mag. G. Klausberger den Mietern übergeben. Mit einem Kostenaufwand von rund 33,2 Mio. S wurden 22 Wohnungen gebaut.
- 22.3.1995: In der Landesmusikschule wird das „Kulturforum Seewalchen“ gegründet.
- Kurz vor Ostern 1995 wird das Blumengeschäft Mayer, Atterseestraße-Eingang Promenade, eröffnet.
- 29.4.1995: Der letzte Schmied von Seewalchen Josef Frickh, Kapellenweg, stirbt im 65. Lebensjahr.
- 29.4.1995: Infolge der Schwierigkeiten des Konsums wird die Filiale in Seewalchen, Hauptstraße, geschlossen. Im August eröffnet die Firma Willibald ein Lebensmittelgeschäft.
- Im Mai 1995 führt der Seewalchner Willi Bauer die österreichische Naturfreunde-Expedition zum Mount Everest. Ungünstige Wetterbedingungen verhindern lange Zeit den Gipfelsturm. Am 13. Mai steigen Bauer und Richard Franzl auf, müssen aber bei 8600 m umkehren. Einen Tag später schafft Sepp Hinding aus Weyer den Mount Everest-Gipfel im Alleingang.
- 29.5.1995: Gerhard Schaider eröffnet in der Hauptstraße eine „Quelle Agentur”.
- 1.7.1995: Der Pächter der Esso-Tankstelle Josef Reith tritt in den Ruhestand, die Station wird von Josef Kumpfmüller übernommen.
- 5.7.1995: Die Wohnanlage der Gemeinnützigen Siedlungsges. m.b.H für den Bezirk Vöcklabruck in der Feldstraße wird von Landesrätin Mag. Barbara Prammer eröffnet. Die 18 Sozialwohnungen in 2 Häusern kosteten rund 20 Mio. Schilling.
- 15.7.1995: In den meisten österreichischen Medien wird berichtet, dass zahlreiche Badegäste in verschiedenen Orten am Attersee Ausschläge bekommen. Rasch wird festgestellt, dass es sich dabei um ein natürliches Phänomen des Sees handle und der Attersee durchaus Trinkwasserqualität habe.
- 31.7.1995: Das Seewirtshaus Astecker meldet sein Gasthausgewerbe als „ruhend“.
- 11.8.1995: Das ehemalige Gasthaus Motz, nun „Rosenauer Stüberl“, wird von Hans Jürgen Geiger gepachtet.
- 2.-8.9.1995: H-Boot-Weltmeisterschaft in Litzlberg.
- 24.9.1995: Am Attersee findet der erste „Autofreie Raderlebnistag rund um den Attersee“ statt. Zwischen 10.00 und 17.00 Uhr sind die Bundesstraßen um den Attersee für den KFZ-Verkehr gesperrt.
Bei bestem Herbstwetter finden sich rund 50.000 Radler, unter ihnen Landeshauptmann Dr. Pühringer, ein. - 24.9.1995: Der frühere Hauptschuldirektor von Seewalchen, Johann Schuster, Kammer, stirbt im 75. Lebensjahr.
- 14.10.1995: Der ehemalige Gastwirt Michael Emrich, S.-v.-Brukenthal-Straße, stirbt im 70. Lebensjahr.
- 8.11.1995: Das Haus Gamerith in Unterbuchberg wird unter Denkmalschutz gestellt.
- 3.12.1995: Die allgemeine Viehzählung bringt folgendes Ergebnis:
- 83 Pferde, 1577 Rinder (davon 889 Stk. Jungvieh),
- 1955 Schweine, 106 Schafe, 9482 Hühner und 17 Enten.
Einige Zahlen: Standesamt 1995: 43 Geburten, 16 Eheschließungen, 36 Sterbefälle (davon 17 in Seewalchen). Fremdenverkehr: 11.157 Gäste, 41.474 Nächtigungen. Schulen: 609 Kinder sind schulpflichtig. Die Volksschule besuchen 239, die Hauptschule 166, den Polytechnischen Lehrgang 64 Kinder. Die Schülerausspeisung besuchen 240 Personen. Budget der Gemeinde (Ord. Haushalt) rund 56,5 Mio. S. Vermögensstand der Gemeinde: allgem. Verwaltung 49,145 Mio. S öffentliche Einrichtungen 108,883 Mio. S. Finanzvermögen: 2,992 Mio. S Liegenschaften: 10,592 Mio. S Inventar: 9,736 Mio. S zusammen: 181,348 Mio. S Schuldenstand der Gemeinde: 96,5 Mio. S Länge des Straßennetzes 2 Gemeindestraßen (Haidacher Straße, Kraimstalstraße): 7,016 km 2 Güterwege (Reichersberg, Staudach): 4,483 km 106 Ortschaftswege: 78,020 km (davon 25 km geschottert) 2 Bezirksstraßen: 10,038 km (Quelle: Prüfungsbericht der BH Vöcklabruck)
Die Chronik der Jahre ... |
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1851-1880 | 1881-1900 | 1901-1920 | 1921-1940 | 1941-1960 | 1961-1970 | 1971-1980 |
Die Jahre 1996 bis 2000
1996
- 1.1.1996: Frau Margarethe Stadler übergibt das Strandkino ihrer Tochter Marika Krammer.
- 2.1.1996: Am Nachmittag wird das Postamt Seewalchen überfallen. Trotz sofort eingeleiteter Fahndung bleibt der Täter unerkannt. Die Beute beträgt S 10.000,--.
- 30.1.1996: Margaretha Stallinger, Schulweg, schenkt der Gemeinde die 2686 m² große Blumenwiese in der Rosenau.
- Im Jänner 1996 schließt Wolfgang Führer wegen finanzieller Probleme seinen Landgasthof in Neubrunn.
- Bereits im Dezember entstand durch Rauhreif und gefrierenden Nebel auf den Bäumen eine Eisschicht, die den ganzen Jänner über anhält. Dadurch knicken viele Bäume unter der Last. Mehrere Straßen im Gemeindegebiet müssen in der Folge aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Der Schadholzanfall beträgt rund 500 fm.
- 9.2.1996: Im Kultursaal findet die öffentliche Schlussbesprechung zum Siedlungsleitbild und Ortsentwicklungskonzept statt.
- 1.3.1996: Marianne Haitzinger, Neubrunn, wird neue Ortsbäurin.
- 7.3.1996: Wegen finanzieller Probleme muss die Fa. Hölzli, Seyrlstraße, Konkurs anmelden.
- 22.3.1996: Gemeindevorstand Franz Sumereder, Atterseestraße, Ehrenringträger der Marktgemeinde, Obmann der Dilettanten Theatergesellschaft und langjähriger Kapellmeister der Marktmusik, stirbt im 66. Lebensjahr.
- 18.4.1996: Beim Parkplatz gegenüber der Autobahn wird das Restaurant „Agerstüberl" eröffnet.
- 30.4.1996: Nach alter Tradition stellt die ÖVP wieder einen Maibaum auf.
Das Vergnügen war aber nur von kurzer Dauer. Unbewacht war er für 2 Burschen aus einer Nachbargemeinde Ziel eines Anschlages; noch vor Mitternacht wurde der Baum mit einer Motorsäge umgeschnitten. Die ÖVP schaltete die Gendarmerie ein, die Täter konnten ausgeforscht werden. Anstelle des Maibaumes wurde nur ein kleiner Wipfel aufgestellt. - 30.5.1996: Der Altbürgermeister Georg Meinhart (14.3.-13.9.1938), Ainwalchen 4, stirbt im 91. Lebensjahr.
- 1.6.1996: Um ca. 20 Uhr kommt ein heftiges Unwetter mit starken Regenfällen auf.
- 28.6.1996: In Steindorf, Seewaldstraße 1, wird das Bäckereigeschäft Trückl eröffnet.
- 6.7.1996: Feierliche Eröffnung des neuen Strandbades.
Bootshaus und Sprungturm wurden saniert. Weiters wurden 2 Becken mit Solarheizung mit insgesamt 380 m² Wasserfläche und einer Wasserrutsche geschaffen. Die Gesamtfläche beträgt 7200 m². Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 27 Mio. S. - 25.7.1996: Der Ehrenobmann der Marktmusik Fritz Zimmel, Schulweg , stirbt im 95. Lebensjahr.
- Im Juli 1996 wird das Handelsgewerbe beim ehem. Gasthaus Astecker, Atterseestraße, ruhend gemeldet. Die zahlreichen alten Autos und Wracks waren immer wieder Stein des Anstoßes . Mit der gewerblichen Abmeldung war aber keineswegs die Räumung des Platzes verbunden.
- 6.8.1996: Die Arbeiten an der Wohnanlage Attersee-Exklusiv (vormals Meisinger) in Moos werden abgeschlossen.
- 18.8.1996: Kreuzwegeinweihung in Buchberg.
Die Kreuzwegbilder wurden von Georg Brandner (Litzlberg) gestickt. - 9.9.1996: Mit Schulbeginn besuchen wegen der Raumnot in St. Georgen erstmals 15 Kinder aus Nußdorf und Unterach die Hauptschule Seewalchen a.A.
- 15.10.1996: Der Orgelbauer Friedrich Hartig hat sein Gewerbe von Pregarten nach Seewalchen, Kematinger Straße (ehemals Metzger) verlegt.
- 21.10.1996: Starke Regenfälle verursachen auch in Seewalchen Verkehrsbehinderungen. In Unterbuchberg ist die Attersee-Bundesstraße erschwert passierbar, in der Steindorferstraße (Schlosserberg) kommt es im Bereich einer Baustelle zu Fahrbahnsenkungen. Hier muss die Straße vom 22. Oktober bis Anfang Dezember gänzlich gesperrt werden, danach ist sie bis Ende Februar nur talwärts (als Einbahn) befahrbar.
- 28.10.1996: Wegen einer Erkrankung und eines Erholungsaufenthaltes des Bürgermeisters übernimmt Vizebürgermeister Ing. Karl Födinger bis zum Jahresende die Amtsgeschäfte.
- 23.11.1996: Beim Cäcilienkonzert der Marktmusik übergibt Bartl Kemptner den Taktstock an seinen Nachfolger Roland Pachinger.
- 12.12.1996: Sylvia Sterneder, J.-Honterus-Platz 3, schließt ihr Kaufgeschäft.
1997
- Im Februar 1997 meldet die Fa. Techno Circle (ein Kastinger-Nachfolgebetrieb), Steindorfer Straße, nur 4 Jahre nach ihrer Gründung Ausgleich an. Zuletzt waren 31 Personen beschäftigt.
- 11.3.1997: Andreas Rohringer eröffnet sein Café „Eiszeit” an der Promenade (nach dem er schon in den Sommern zuvor am selben Platz einen kleinen Betrieb führte).
- 25.4.1997: Margaretha Stallinger, Schulweg, schenkt der Gemeinde rund 11.900 m² Grund (Sportplatz in der Rosenau).
- 30.4.1997: Pfarrer i. R. und Ehrenbürger Mathias Schuster stirbt in Rimsting am Chiemsee (BRD) im 86. Lebensjahr.
- 1.5.1997: Amtsleiter Rudolf Romankiewicz tritt aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Johann Schmidt, Haidacherstraße 42.
- 5.5.1997: Erich Weidinger verlegt seinen Buch- und Papierhandel von Schörfling (Bergmann) in sein Elternhaus in Seewalchen, Atterseestraße 38a.
- 8.5.1997: Fertigstellung des Skaterplatzes bei der Autobahndurchfahrt.
- 13.5.1997: Im Auktionshaus Sotheby´s in New York wird Gustav Klimts Gemälde „Litzlbergerkeller am Attersee“ (1915/16) um umgerechnet 176 Mio. Schilling versteigert.
- 22.-24.5.1997: Die Fa. Johann Weidinger verlegt ihren Betrieb von der Atterseestraße in die neue Halle im Industriegebiet.
- 10.6.1997: Das ehemalige Agerstüberl wird als Gasthaus „Zum Bootshaus” wiedereröffnet.
- 17.6.1997: Karl Schiemer, Spielberg 5, wird zum Abschnitts-Feuerwehr-Kommandanten Attersee bestellt.
- 18.6.1997: Der Joh.-Honterus-Platz vor der Rosenauer Kirche wird in „Pfarrer-Mathias-Schuster-Platz“ umbenannt.
Weiters erhalten Straßenzüge in Litzlberg, Buchberg, Haining, Moos und Steindorf Straßennamen. - 27.6.1997: Die Filiale des Geschäftes Foto Humer in der Atterseestraße schließt ihren Betrieb. (Das Geschäft wurde seit 1.1.1990 geführt.)
- 1.7.1997: Rudolf Hemetsberger, Hauptstraße 13, übergibt sein Friseurgeschäft seinem Angestellten Werner Hemetsberger.
- 7.7.1997: Das alte „Wagnerhaus“ im Kapellenweg wird abgerissen.
- Anfang Juli 1997 wird in der Freibadeanlage Litzlberg ein Beach-Volleyball-Platz errichtet.
- 27.8.1997: Das M.T -Textilhandelsgeschäft in der Hauptstraße 27 (ehem. Kastinger) wird geschlossen.
- 31.8.1997: Erika Kritzinger, Maria-Theresia-Straße 41 schließt ihr seit 1966 bestehendes Lebensmittelgeschäft.
- Ende August 1997 beginnen die Bauarbeiten für die ÖKO-Siedlung in der Rosenau.
- 8.9.1997: In die neue Wohnanlage an der Steindorfer Straße (Schlosserberg - ehemals Henripal) ziehen die ersten Mieter ein.
- September 1997: Dipl.-Ing. Josef Kroiß, C.-Leiß-Straße, wird Leiter der Umweltschutzabteilung der Lenzing AG und Geschäftsführer der RVL.
- 1.10.1997: Die Shell-Tankstelle in der Atterseestraße wird geschlossen.
- 1.10.1997: An Stelle des ADEG-Geschäftes am Pf.-M.-Schuster-Platz in der Rosenau wird ein Filialgeschäft der Bäckerei Oberndorfer eröffnet.
- 3.10.1997: Martin Keiler eröffnet in der Haupstraße 8 sein Blumengeschäft „Martin´s Rosenladen“.
- 5.10.1997: Gemeinderatswahlen
SPÖ 910 (11 Mandate), ÖVP 887 (11), FPÖ 692 (8), FBS (Freie Bürgerliste Seewalchen Anton Brandstätter) 121 (1). - 5.10.1997: Erstmals wird der Bürgermeister direkt vom Volk gewählt:
Mag. Johann Reiter (ÖVP), Litzlberg 11: 1397 Stimmen
Ing. Karl Födinger (SPÖ), Dr.-F.-Seifert-Straße 25: 1120 Stimmen
Damit ist Mag. J. Reiter neuer Bürgermeister. - 17.10.1997: Die Schmidt-Villa, Atterseestraße, wird von Ingeborg Bauernfeind aus Obergrünburg um 13,03 Mio. S ersteigert.
- 30.10.1997: Ernst Gebetsberger, Litzlberg, wird Leiter der Bauabteilung der Gemeinde.
- 28.11.1997: Die Kompostieranlage der Gemeinden Seewalchen, Schörfling, Lenzing, Attersee und Weyregg beim Autobahngelände wird in Betrieb genommen. Die Gesamtkosten betragen rund 2,5 Mio. Schilling.
- Ende November 1997 werden die Garagen im Bauhofgelände bezogen.
- 1.12.1997: Rosa Loidl, Kemating, wird neue Obfrau der ÖVP-Frauenbewegung.
- 8.12.1997: Das neue Rot-Kreuz-Haus im Siebenmühlenweg wird bezogen.
- 14.12.1997: 25. Adventsingen in der Pfarrkirche.
- 22.12.1997: Der Transportunternehmer Josef Mittendorfer, Atterseestraße 23, scheidet als Geschäftsführer aus seinem Fuhrwerksunternehmen aus.
1998
- 15.1.1998: Josef Egger wird Kommandant der Frw. Feuerwehr Steindorf.
- 6.2.1998: Herbert Wiesinger wird Kommandant der Frw. Feuerwehr Kemating.
- 19.2.1998: Die frühere Gemeinderätin und Gründerin der ÖVP-Frauenbewegung Anica Seifert, Kirchenplatz, stirbt im 77. Lebensjahr.
- 28.2.1998: Wilhelm Sumereder, Steindorfer Straße 3, schließt seinen Schlossereibetrieb.
- 1.5.1998: Günther Haydinger, Hauptstraße, übergibt sein Geschäft an seinen Sohn Günther.
- 30.5.1998: Feierliche Eröffnung des Rot-Kreuz-Haus im Siebenmühlenweg 1.
- 29.6.1998: Der Marktplatz wird in „Rathausplatz“ umbenannt.
- 29.6.1998: Die Abbrucharbeiten der Shell-Tankstelle in der Atterseestraße beginnen.
- Ende Juni 1998 wird das Lebensmittelgeschäft Willibald (nun Schlecker) in der Hauptstraße geschlossen.
- 10.7.1998: Das Postamt übersiedelt in einen Container auf dem Eislaufplatz.
- 17.7.1998: Der Gemeindebeamte i.R. Josef Ullmann, Hauptstraße 17, stirbt im 61. Lebensjahr.
- Im August geht die Firma NF-Team, Hauptstraße 14, in Konkurs (7 Mio. S). Als Nachfolgebetrieb entsteht die GEO-CAD.
- 1.9.1998: Der Leiter der Polyt. Schule Rupert Kellner tritt in den Ruhestand.
- 5.9.1998: In der Atterseestraße 38 wird das „Telehaus Kübler“ eröffnet (Die Firma übersiedelt 2002 nach Kammer).
- 18./19.9.1998: Am 24-Stunden-Radrennen um den Attersee treten rund 80 Sportler und Sportlerinnen an. Sieger wird Paul Lindner aus Salzburg, der in 17 Runden rund 830 km zurücklegt.
- Ende September 1998 stellt die Drogerie Ernst Kirchgatterer in der Hauptstraße 34 ihren Betrieb ein.
- 14.11.1998: Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer eröffnet den erweiterten Caritas-Kindergarten im Schulweg.
- 3.12.1998: Eröffnung des „Tom´s D1-Erlebnis Pub“ (Geschäftsführerin Daniela Strauß) im Industriegebiet.
- 4.12.1998: Offizielle Eröffnung der ersten Häuser der Öko-Siedlung.
- 11.12.1998: Manfred Huber, S.-v.-Brukenthal-Str. 22, wird Obmann des Musikvereines Rosenau.
1999
- 1.1.1999: Der mehrgemeindige Tourismusverband „Region Attersee" beginnt seine Arbeit.
In Kammer wird das Informationsbüro für Seewalchen und Schörfling eröffnet. - Im Februar 1999 eröffnet im Haus Hauptstraße 34 die Fa. Computer-Laser-Systeme (vormals Drogerie Ernst Kirchgatterer) ihr Geschäft.
- 21.2.1999: Der 1977 gegründete Verein: „Ortsgemeinschaftsantenne Haining“ löst sich auf.
- Februar 1999: Die Uferpromenade zwischen den beiden Agerbrücken wird fertiggestellt.
- 13.3.1999: Dipl. Ing. Friedrich Reiter, Steindorf-Dorfhügel, wird neuer Obmann der Marktmusik Seewalchen.
- 31.3.1999: Die Fa. Aigner, Steindorfer Straße, meldet Konkurs an.
- 1.4.1999: Im Haus Atterseestraße 22 eröffnet die Fa. „Sehblick Optik” Peter Frühauf OEG ihr Fachgeschäft.
- Ostern 1999: In der Pfarrkirche Seewalchen findet der letzte Gottesdienst vor der Renovierung statt.
- 13.4.1999: Die Erklärung zum Grundverkehrsgenehmigungsgebiet für die Marktgemeinde Seewalchen tritt in Kraft.
- 7.5.1999: Im ehemaligen Konsum-Gebäude, Hauptstraße 5, wird eine „Schlecker“-Filiale eröffnet.
- 20.5.1999: Ein Teil der Reichersberger Straße wird in „Teichstraße” umbenannt
- 4.6.1999: Der ehemalige Bürgermeister und Ehrenbürger Franz Moser stirbt im 91. Lebensjahr.
- 14.6.1999: Das Modegeschäft Jeromino übersiedelt von Kammer in die Atterseestraße 22.
- 19.6.1999: Eröffnung von Rathaus und Musikheim mit Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer.
Am 19.3.1997 erfolgte der Spatenstich. Die Abrissarbeiten des alten Amtshauses begannen am 25.3.1997.
Am 9.10.1997 war Gleichenfeier beim Rathausneubau. Am 3. Juli 1998 wurde das neue Haus bezogen. - Ab Sommer 1999 wird in Litzlberg die Parkplatzbewirtschaftung durchgeführt.
- 5.8.1999: Im Schulzentrum werden 2 Containerklassen für die Polytechnische Schule aufgestellt.
Sonnenfinsternis
Am 11.8.1999 zwischen 11.19 Uhr und 14.04 Uhr gibt es eine totale Sonnenfinsternis.
Um 12.40 Uhr beginnt die „Totalität”. Auf der Erde wird es völlig dunkel. Ein letzter Lichtstrahl zaubert für wenige Sekunden einen sogenannten Diamantring um die schwarze Scheibe, die nun am Himmel steht. Der Mond hat die Sonne vollständig bedeckt. Sie ist mit einem silbrigen Strahlenkranz umgeben. Rote Gasausbrüche sind am Mondrand zu sehen.
Der Himmel ist nun so hell wie in einer Vollmondnacht. Im dunklen Blau erscheinen einige Sterne. Der Horizont ist orange und gelb verfärbt - als gäbe es zugleich ein leichtes Morgen- und Abendrot.
Nach 2 min 11 s ist alles vorbei. Der Schafberg erscheint in mildem rötlichen Licht, während das Höllengebirge noch im völligen Dunkel liegt. Der erste Sonnenstrahl schafft sich seinen Weg aus dem Schatten. Die Dunkelheit zieht weiter und alles ist wie am Morgen eines beginnenden Sommertages.
Schon Wochen vorher wurde in den Zeitungen über das Ereignis berichtet. Sonnenschutzbrillen waren Mangelware und Weltuntergangspropheten hatten Hochsaison. Viele Touristen, Deutsche und Italiener, kamen in die Zone der Finsternis. Die größte Sorge war zuletzt eine sehr unfreundlicher Wettervorhersage. Letztlich war die Verfinsterung in Seewalchen aber sehr gut zu sehen.
Auf der Promenade Seewalchen findet den ganzen Tag über ein Fest mit einer „Sonnenfinsternis-Klangwolke” statt. Rund 2.000 Besucher sehen dort das Naturschauspiel, untermalt mit klassischer Musik.
Am Gahberg finden sich ebenfalls viele Besucher ein, der ORF hat dort eine Übertragungsstelle.
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- 11.8.1999: Offizielle Eröffnung des neuen Postamtes im Rathausbau.
- 1.9.1999: Johann Huber, Vöcklamarkt, wird neuer Direktor der Polytechnischen Schule Seewalchen.
- 31.12.1999: Renate Breit schließt ihre Boutique am Kirchenplatz.
2000
- 11.1.2000: Der ehemalige Kaufmann Rudolf Lachinger, Müllnerweg 1, stirbt im 77. Lebensjahr.
- 21.2.2000: Die Möbelfirma Aigner schließt endgültig ihren Betrieb. Zuletzt sind rund 51 Beschäftigte betroffen.
- 13.4.2000: Der ehemalige Präsident des Österr. Wasserschiverbandes und des Wasserschiclubs Seewalchen Dipl. Ing. Karl Donninger, Atterseestraße, stirbt im 89. Lebensjahr.
- Anfang Mai wird am Kirchenplatz 3 das Cafe Jackpot (früher Modeboutique Renate Breit) eröffnet.
- Im Mai 2000 beginnen die Erdgasbohrungen im Bereich Neubrunn-Haidach-Lenzing.
Am 8.6. werden die Bohrungen in 2210 m Tiefe beendet. Es wird kein Erdgasvorkommen gefunden. - 26. bis 28.5.2000: Das neue Jugendrotkreuzheim in Litzlberg wird feierlich wieder eröffnet.
- 5.6.2000: In einer Dorfversammlung werden Straßenbezeichnungen in Kraims und Neubrunn festgelegt.
- 16.-18.6.2000: Die Hauptschule Seewalchen feiert ihr 25-jähriges Bestehen.
- 1.7.2000: Der deutsche Benjamin Franz aus Cham stellt im Attersee (Weißenbach) mit 110 m einen neuen Freitauch-Weltrekord auf. Er benötigt insgesamt 2:46 Minuten.
Hagel
Am 4.7.2000 kommt gegen 14 Uhr ein schweres Unwetter mit Sturm auf. Hagel bis zur Größe eines Hühnereis vernichten in wenigen Minuten die landwirtschaftlichen Kulturen, die Blumen in den Gärten und einen erheblichen Teil des Obstes. Überall werden Bäume entwurzelt und entlaubt.
Auch die großen Eschen an der Attersee-Bundesstraße, die als Naturdenkmal ausgewiesen sind, fallen um. Fensterscheiben gehen zu Bruch, Dächer werden durchschlagen oder abgedeckt, und die Fassaden werden beschädigt. Beinahe jedes Auto bekommt Hagelschäden an Blech und Scheiben ab. Die Feuerwehr ist bis in den späten Abend in ununterbrochenem Einsatz.
Der Strom fällt aus, einige Ortsteile bleiben bis 22 Uhr ohne Strom.
Auf der Autobahn bildet sich am Fuß des Kematinger Berges ein See, der Verkehr kommt zum Stillstand.
Der Schaden geht in die Millionen.
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- 7.9.2000: Der Konkurs über die Fa. GEOCAD-EDV, Hauptstraße 14, wird eröffnet.
- Ende September sperren die Anrainer Josefa und Josef Six, Hauptstraße 15, das „Gassl" hinter ihrem Haus. Nach einer Reihe von Gerichtsverhandlungen muss der Weg wieder geöffnet werden.
- Im Oktober 2000 übersiedelt die METEO Data Christian Brandstätter von Kraims nach Attnang-Puchheim.
- Ende Oktober 2000: Die Handelskette Mayer-Schuhe (Hush Puppies), Steindorfer Straße 7, die mit 75 Filialen in ganz Österreich tätig ist und 254 Mitarbeiter beschäftigt, ist in Konkurs.
- Anfang November 2000 wird das Gasthaus Zipfer Krone in der Steindorfer Straße (ehemals Kastinger-Kantine, Heuriger, Gösserstube,...) zugesperrt.
- 1.11.2000: Die Postamtsleiterin Gabriele Tomasek geht in den Ruhestand.
- 6.11.2000: Das Kriegerdenkmal nördlich der Pfarrkirche, die ehemalige Khevenhüller-Gruft, wird abgerissen.
- Im November 2000 wird die seit 1925 bestehende BP-Tankstelle (Lenzenweger) in der Atterseestraße saniert.
- 3.12.2000: Karl Höllwerth, Litzlberg, wird in der Pfarrkirche von Bischof Maximilian Aichern zum Diakon geweiht.
Einige Zahlen
Standesamt 2000: 53 Geburten, 35 Eheschließungen , 42 Sterbefälle (davon 23 in Seewalchen), Fremdenverkehr 2000: 10.496 Ankünfte, 36.918 Nächtigungen. Budget der Gemeinde 2000:(Rechnungsabschluss Ord. Haushalt): rund 71,5 Mio. S. (5,2 Mio. €) Schuldenstand zum 31.12.2000: Gesamtsumme: 59,16 Mio. S. (4,3 Mio. €); Pro-Kopf-Verschuldung: S 12.330,-- (€ 896,--).
Die Chronik der Jahre ... |
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1851-1880 | 1881-1900 | 1901-1920 | 1921-1940 | 1941-1960 | 1961-1970 | 1971-1980 |
Die Jahre 2001 bis 2005
2001
- 22.2.2001: Das Billa-Geschäft in der Steindorfer Straße wird überfallen. Der mit einem Messer bewaffnete Täter bedroht die Kassierin, sie gibt aber kein Geld heraus. Der Täter kann tags darauf gefasst werden.
REGATTA
- 15.3.2001: Im Rathaussaal Seewalchen findet die konstituierende Sitzung der Vollversammlung des Regionalentwicklungsvereines Attersee-Attergau („REGATTA”) statt.
Die 11 Gemeinden Seewalchen, Schörfling, Aurach, Weyregg, Steinbach, Nußdorf, Attersee, St. Georgen, Berg i. A., Straß und Weißenkirchen sind Mitglieder dieses Vereines.
Zum Obmann wird Bgm. Mag. Johann Reiter gewählt.
Am 27.9.2001 beschließt der REGATTA-Vorstand Mag. Leo Gander zum Geschäftsführer zu bestellen.
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- 20.-22.7.2001: Nach dem Kirchenumbau der Pfarrkirche Seewalchen findet das Einweihungsfest mit Bischof Maximilian Aichern statt.
- 3.8.2001: Eröffnung des erweiterten Rathausplatzes (früher: Eislaufplatz) und des neugestalteten Kriegerdenkmales.
- Im Sommer 2001 kommt es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den Organisatoren des seit 1981 bestehenden „Attergauer Kultursommers” und dessen künstlerischen Leiter Prof. Wolfgang Schuster. Schließlich kommt es zur Gründung eines neuen Vereines mit dem Namen „Attersee Klassik”.
- 1.9.2001: Christian Schirlbauer aus Salzburg wird Nachfolger von Gerlinde Teubl als Geschäftsführer des Tourismusverbandes Attersee.
- 1.-8.9.2001: Segeleuropameisterschaft der Soling-Klasse, Segelclub Kammersee.
- 5.9.2001: Der frühere Arzt Dr. Heinrich Pärm stirbt im 80. Lebensjahr.
- 24.9.2001: In einem Raum der Volksschule wird unter der Leitung von Regina Huemer der Hort-Betrieb aufgenommen.
- 1.10.2001: Manfred Heistinger übernimmt das ehemalige Gasthaus Motz im Siebenmühlenweg und führt es als „Wirt in der Rosenau”.
2002
- 1.3.2002: Der Euro ist die neue Währung in Österreich. Der Schilling ist nun Geschichte.
- 15.2.2002: Amtsleiter Hans Schmidt wird neuer Obmann des Musikvereines Rosenau.
- 22.2.2002: Das Postamt 4862 Kammer wird geschlossen.
Das Postamt bestand seit 1870. Bis 1950 erfolgte die Postzustellung für Seewalchen von Kammer aus. - 22.3.2002: Johann Dachs, Haidach, wird neuer Obmann der Wassergenossenschaft Seewalchen.
- 1.4.2002: Das gesamte Gemeindegebiet von Seewalchen wird nun vom Gendarmerie-Posten Schörfling betreut.
Bisher fielen Litzlberg und Buchberg in die Zuständigkeit des Postens Attersee. - 18.4.2002: Abbruch der Müllervilla (heute: Betreubares Wohnen) in der Atterseestraße.
- 1.5.2002: Die Rumplmayr KG übernimmt das Hotel Häupl.
- Anfang Mai 2002 wird das „Schreinerhaus”, Promenade 7, abgerissen.
Das Schreinerhaus, auch Johanneshäuschen genannt, war eines der ältesten Häuser in Seewalchen.
Am selben Platz wird eine neues Haus errichtet. - 1.7.2002: Pfarrer Mag. Volker Petri wird zum Landesschulinspektor für den evang. Religionsunterricht an höheren Schulen in OÖ. bestellt.
Sommer 2002 mit Wetterkapriolen
- Am Abend des 10.7.2002 kommt plötzlich ein heftiger Sturm auf. Die Temperatur sinkt von 34° auf 17°. Über Oberösterreich fegt ein Sturm mit bis zu 130 km/h. Im Attersee müssen 12 Segelboote geborgen werden.
- Am Nachmittag des 6. August kommt starker Regen auf. Die Niederschlagsmenge beträgt 84 l/m². Der Pegelstand des Attersees steigt um 36 cm.
- Die neuerlich starken Regenfälle, die von Sonntag, 12.8. 21 Uhr bis Dienstag 5 Uhr dauern, führen zu Überflutungen. Felder und Wiesen sowie Zufahrten, Straßen und Parkplätze stehen teilweise unter Wasser. Der Kraimserbach tritt aus den Ufern. Auch tiefergelegene Badeplätze am See stehen unter Wasser.
Der Attersee erreicht am 14. und 15. August 2003 einen Pegelstand von 215 cm (Normalpegelstand: 147 cm).
Die Feuerwehren müssen zu 21 Einsätzen.
Allgemein spricht man von einem „Jahrhundert-Hochwasser”, allein in Österreich werden rund 10.000 Häuser unbewohnbar, der Gesamtschaden wird auf 7,4 Mrd. € geschätzt.
Daneben gibt es in halb Europa ähnliche Schwierigkeiten. Viele Menschen verlieren ihr gesamtes Hab und Gut. In Europa sind mehr als 90 Todesopfer zu beklagen, davon 8 allein in Österreich. Der Gesamtschaden in Österreich wird mit 3,1 Mrd. €, in Oberösterreich mit rund 1 Mrd. € beziffert.
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- 1.9.2002: Der Leiter der Polytechnischen Schule Hans Huber tritt in den Ruhestand. Ilse Baier, Steindorf, wird mit der provisorischen Leitung betraut.
- 6.9.2002: Die A1, die Westautobahn, von Seewalchen nach St. Georgen, die seit Februar 2001 generalsaniert wurde, ist wieder auf beiden Richtungsfahrbahnen befahrbar.
Die Gesamtkosten betrugen 26,6 Mio.€ Auf diesem Autobahnstück wurden in den letzten 2 Jahren 15 Brücken saniert, 245.000 m² Betondecke eingebaut und die Lärmschutzwände auf 23.000 m² erweitert.
Massenkarambolage
30.9.2002: Massenkarambolage auf der Agerbrücke der Autobahn.
Eine plötzliche auftretende Nebelfront mit einer Sichtweite von nur 5 m führt zum schwersten Unfall der Geschichte der Westautobahn.
Zwischen Seewalchen und Schörfling kommt es gegen 7.00 Uhr früh auf der Agerbrücke zu Auffahrunfällen in beiden Fahrtrichtungen.
Insgesamt kommt es an drei Stellen zu Karambolagen: 7 Tote, 57 Verletzte, davon 20 schwer (wovon einer nach 2 Tagen im Krankenhaus stirbt), und Berge von demoliertem und verbogenem Blech. Rund 70 Fahrzeuge sind in die Massenkarambolage verwickelt. Da sich die Unfälle in Etappen ereignen, können viele Lenker die Gefahr noch rechtzeitig erkennen und aus ihren Fahrzeugen flüchten.
Die Massenkarambolage erfordert auch einen Großeinsatz des oberösterreichischen Roten Kreuzes und der Feuerwehren. Insgesamt sind 34 Rettungsfahrzeuge, 3 Notarzt-Hubschrauber und rund 100 Feuerwehrleute bis zum Nachmittag im Einsatz.
Die A1 bleibt zwischen Regau und Seewalchen sowie zwischen St. Georgen und Regau rund 12 Stunden gesperrt. Der Einsatz des Roten Kreuzes wird von Rudolf Plöderl, der Einsatz der Feuerwehren von Wilhelm Sumereder geleitet.
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- 22.10.2002: Im Haus Hauptstraße 4 eröffnet Gernot Krischke seinen Friseursalon “hauptsache haarsache” (bis 2009).
- 16.11.2002: Föhnsturm über Österreich.
In Seewalchen werden Böen bis 90 km/h gemessen. Bäume und Grabsteine werden umgerissen. - 11.12.2002: Die neue Auffahrt Rosenau wird in Betrieb genommen. Der Bahnübergang Langauweg wird nun gesperrt.
2003
- 17.1.2003: In Seewalchen konstiuiert sich eine Gemeindegruppe der Grünen. Gemeindesprecher wird Wolfgang Vogel, Bräuwiese.
- 18.1.2003: Martin Schallmeiner wird neuer Kommandant der Frw. Feuerwehr Steindorf.
- 24.1.2003: Erstmaliger Einsatz des „Discobus” zwischen Schwanenstadt und St. Georgen.
- März 2003: Sabine Mair gewinnt bei den Landesmeisterschaften im Snowboarden die Landesmeistertitel in Parallelslalom, Riesenslalom und Boardercross.
- 21.3.2003: Bei der Jahreshauptversammlung der Frw. Feuerwehr Seewalchen scheidet Wilhelm Sumereder aus Altersgründen als Kommandant aus. Zu seinem Nachfolger wird Anton Kühn gewählt.
- Im März 2003 wird Fritz Seiringer, Reichersberg, neuer Ortsbauernobmann.
- Im April 2003 meldet die Firma METEO-Data, Attnang, Konkurs an. 19 Bedienstete und 50 Lieferanten sind betroffen. Die Firma, die sich mit Wetterdiensten beschäftigte, wurde vor 15 Jahren in Seewalchen gegründet.
- 9.5.2003: Gegen Abend zieht ein kurzes, aber heftiges Unwetter mit Sturm und Hagel auf. Das Kanalsystem kann die Wassermengen nicht fassen, auf den Straßen bewegen sich Bäche. Bei der Kammerer Brücke steht rund ein halber Meter Wasser auf der Straße. Der Wipfel des Maibaumes wird durch den Sturm auf den Eislaufplatz geworfen.
- 14.6.2003: Eröffnung der Anlage des betreubaren Wohnens mit 24 Wohneinheiten in der Atterseestraße 43. Daneben steht wieder eine Tagesheimstätte des Seniorenclubs zur Verfügung. Die Gesamtkosten betrugen rund 1,7 Mio. €.
- 25.6.2003: Die neue Autobahnmeisterei Seewalchen wird eröffnet.
Die Anlage kostet rund 6,6 Mio. €. Gleichzeitig werden die Autobahnmeistereien Vorchdorf und Oberwang geschlossen. - 26.-29.6.2003: REGATTA-Kulturfestival
Unter dem Motto „Brauchtum - Ausstellungen - Musik” wird in allen REGATTA-Gemeinden ein 4-tägiges Kulturfest veranstaltet. - Mitte August 2003 erreicht die Hitzewelle, die in ganz Europa herrscht, ihren Höhepunkt.
Es soll der heißeste Sommer seit 1811 gewesen sein.
Die Hitze forderte 35.000 Todesopfer in ganz Europa, vor allem in Frankreich und Italien, auch in Wien waren 130 Tote zu beklagen.
Der Attersee hatte Anfang August an die 26° und die Lufttempatur betrug in Seewalchen ca. 37°
Durch den heißen Sommer kommt es in den Wäldern zu starkem Borkenkäferbefall. Eine ganze Reihe von Bäumen muss daher gefällt werden. - 31.8.2003: Einweihung der Hubertuskapelle im Gfehret.
- 31.8.2003: Das Café Jackpot (Renate Breit) am Kirchenplatz wird geschlossen
- 1.9.2003: Der Zustelldienst der Post wird in die Weidinger-Halle im Industriegebiet verlegt. Am Rathausplatz wird nur mehr der Schalterdienst besorgt.
Der Zustelldienst wird nun für die Gemeinden Timelkam, Lenzing, Seewalchen, Schörfling, Weyregg und Steinbach gemeinsam erledigt. - 1.9.2003: Der neue Pfarrer der evang. Pfarrgemeinde Lenzing-Kammer Roman Fraiss tritt seinen Dienst in der Rosenau an.
- 12.9.2003: Landesrat Achatz eröffnet die erweiterte Kläranlage des Attersee-Reinhaltungsverbandes in Lenzing.
In 3-jähriger Umbauzeit wurde die Anlage um 8,25 Mio. € auf den heutigen Stand der Technik gebracht. - 20.9.2003: Eröffnung des Gustav Klimt Themenweg.
Auf der Insel Litzlberg findet eine Eröffnungsveranstaltung mit Dr. Rudolf Leopold und Gerhard Tötschinger statt.
Die Gesamtkosten für die Errichtung des Themenweges betragen € 50.000,--. - 28.9.2003: Gemeinderatswahlen: ÖVP: 1198 Stimmen (13 Mandate); SPÖ: 1030 (12); FPÖ: 294 (3); Grüne 280 (3).
- 28.9.2003: Mag. Johann Reiter (ÖVP) wird wieder zum Bürgermeister gewählt.
Weitere Bürgermeister-Kandidaten waren Gertraud Eisterer (SPÖ) und Heinz Hackl (FPÖ). - 1.11.2003: Auf der Westautobahn wird das neue vollautomatische Nebelwarnsystem in Betrieb genommen.
- 12.12.2003: Altbürgermeister Josef Limberger wird zum Ehrenbürger ernannt.
- 17.12.2003: Der frühere Gemeindearzt Medizinalrat Dr. Günther Seifert stirbt im 83. Lebensjahr.
- 27.12.2003: Der frühere Friseur und Obmann der Marktmusik Karl Russ stirbt im 83. Lebensjahr.
2004
- 1.1.2004: Roman Sumereder wird neuer Schulwart in der Volksschule.
- 1.1.2004: Der Bezirksrauchfangkehrermeister Otto Pleyer, St. Georgen, hat den Kehrbezirk von Hans G. Heidenreich übernommen.
- 9.2.2004: Auf der A1 Richtung Salzburg kommt es auf dem Kematinger Berg zu einer Massenkarambolage, an der 17 Fahrzeuge beteiligt sind.
- 1.3.2004: Die ehemalige Messnerin Pauline Köstler stirbt im 91. Lebensjahr.
- 30.4.2004: Neben dem traditionellen Maibaumsetzen der ÖVP auf dem Eislaufplatz gibt es heuer auch eine spektakuläre Aktion des Rosenauer Wirtes Manfred Heistinger. Er veranstaltet ein „Helikopter Maibaumsetzen“.
- 21.-23.5.2004: Jet-Ski-Staatsmeisterschaft vor der Promenade.
Im Rahmenprogramm gibt es ein Konzert mit Christina Stürmer. - 4.6.2004: In St. Georgen findet das REGATTA-Ideenfest statt. Sieger wird das Projekt Land(e)punkte der Fachschule Weyregg.
- 19.6.2004: Das Wirtschaftsgebäude des Matthias Kreuzer in Reichersberg brennt ab. Zehn Feuerwehren mit 140 Mann sind im Einsatz.
- 26.u.27.6.2004: Bischof Maximilian Aichern führt eine Pfarrvisitation durch. Zur Firmung am 27. Juni kommen 166 Firmlinge.
- 7.7.2004: Die Firma „Mayer Markenschuhe GmbH”, Steindorfer Straße 7, muss Konkurs anmelden.
- 10.8.2004: Spatenstichfeier für Kindergarten und Musikheim Rosenau.
- 1.9.2004: Karl Höllwerth wird als Pastoralassistent in der röm. kath. Pfarre angestellt.
- 1.10.2004: Der ehemalige Hauptschullehrer und Aquarellist Walter Andorfer stirbt im 91. Lebensjahr.
- 1.10.2004: „Ersttag” der ersten Personalisierten Sondermarken der Marktgemeinde Seewalchen und von Wilhelm Ploner.
- Herbst 2004: Die Stege beim Sägewerk in derAger werden abgebrochen. Sie hatten früher für die Flößerei Bedeutung, nun - schon Jahrzehnte unbenutzt - waren sie morsch und stellten so eine Gefahr dar.
- Im Oktober 2004 eröffnet Daniel Buttinger, Kemating, ein Taxigewerbe.
- 7.11.2004: KsR. Bernhard Josef Reiter, Dechant und Pfarrer von Aurach i. R., verstirbt im 78. Lebensjahr.
Reiter war von 1977 bis 1983 als Pfarrprovisor auch für die Pfarre Seewalchen zuständig. - 3.12.2004: Renate Schnetzer eröffnet im Haus Atterseestraße 40 (Moser) eine Palmers-Filiale.
2005
- 31.1.2005: Die Firma Mayer Markenschuhe GmbH., Steindorferstraße 7, wird endgültig geschlossen.
- 1.2.2005: Rudolf Plöderl tritt nach 20-jähriger Tätigkeit als Ortsstellenleiter des Roten Kreuzes ab. Sein Nachfolger wird Gerald Schuster, Seewaldstraße.
- 2.2.2005: Durch die lang anhaltenden starken Schneefälle und die damit verbundenen schlechten Straßenverhältnisse kommt es auf der Autobahn von Seewalchen bis Straß zu einem Stau mit rund 400 Fahrzeugen. Zwischen 19 Uhr und 3 Uhr früh geht nichts mehr weiter. Das Rote Kreuz versorgt rund 700 Personen mit Decken und rund 270 l Tee.
- Frühjahr 2005: Der Bootsverleih beim Strandbad wird nicht mehr von Frau Martha Gebetsroither, Unterbuchberg, sondern von der Firma MJ Multimarkt betreut.
Frau Gebetsroither hatte 47 Jahre lang Boote vermietet. - 7.5.2005: Innenministerin Liese Prokopp eröffnet das neue Gebäude der Autobahn-Gendarmerie.
- 30.5.2005: Gegen Abend geht ein schweres Unwetter über den Bezirk nieder. In Kraims und Steindorf werden mehrere Bäume entwurzelt. Der Kraimserbach tritt über die Ufer.
Die Westautobahn wird zwischen Schörfling und Regau rund ½ Meter unter Wasser gesetzt. Der Verkehr aus Salzburg muss daher in Seewalchen abgeleitet werden.
Der Zugverkehr zwischen Attnang und Salzburg steht still. Rund 1000 Feuerwehrleute aus 30 Wehren sind im Bezirk im Einsatz. - 3.-5.6.2005: Die Musikkapelle Seewalchen am Attersee feiert ihr 125-jähriges Bestehen. Auf dem Gelände der ehemaligen Aigner-Fabrik wird ein Festzelt und ein kleiner Vergnügungspark errichtet.
Am Sonntag gibt es einen Festakt mit dem Aufmarsch von 16 Blaskapellen. - 1.7.2005: Peter Schuster wird zum neuen Obmann der Wassergenossenschaft Steindorf gewählt.
- 1.7.2005: In Österreich werden Gendarmerie und Polizei zusammengelegt. Der für Seewalchen zuständige Posten heißt nun „Polizeiinspektion Schörfling”.
- 27.8.2005: Eröffnung der Krabbelstube, des Kindergartens und des Musikheimes Rosenau durch Superintendent Eichmayer und Pfarrer Fraiss. Am 28.8. findet in der Rosenau ein Musikfest mit acht Gastkapellen statt.
- 29.8.2005: In Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt wird ein bisher undatiertes Hügelgrab untersucht. Die insgesamt 9 Gräber umfassende Hügelgruppe im Baumer Holz wurde vor 20 Jahren von Johann Eicher, Baum, entdeckt.
Die Funde werden in die jüngere Stufe der Hallstattkultur (5. bis 6. Jh. v. Chr.) datiert. - 10.-17.9.2005: Der Segelklub Kammersee veranstaltet die Tempest Weltmeisterschaft.
- 18.9.2005: Hans Brandstätter, der Besitzer der Tauchschule Attersee, unternimmt einen erfolgreichen Tieftauchversuch und erreicht 165 m.
Er erreichte die Tiefe nach 8 Minuten, für das Auftauchen benötigte er plangemäß 113 Minuten. - Ende November 2005 wird das Kastinger-Areal (Hauptstraße 27) abgerissen.
- 28.11.2005: In Kammer stirbt der Kaufmann i.R. Franz Gebetsroither im 84. Lebensjahr.
Er war Gründungsobmann von 1963 bis 1991 des Union-Reitvereines Haining. - 1.12.2005: Der ehemalige Kaufmann Josef Gattinger, Pf.-M.-Schuster-Platz, stirbt im 82. Lebensjahr.
Einige Zahlen:
Standesamt 2005: 42 Geburten, davon 1 in Seewalchen, 32 Sterbefälle (davon 13 in Seewalchen), 33 Eheschließungen, Fremdenverkehr 2005: 13.437 Ankünfte, 38.012 Nächtigungen. Budget der Gemeinde (Rechnungsabschluss Ord. Haushalt): rund 6,5 Mio. Euro
Die Chronik der Jahre ... |
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1851-1880 | 1881-1900 | 1901-1920 | 1921-1940 | 1941-1960 | 1961-1970 | 1971-1980 |
Die Jahre 2006 - 2010
2006
- Von Jänner bis Februar 2006 wird die ehemalige Kastinger-Fabrik in der Steindorfer Straße abgerissen.
- 22.1.2006: Die Volleyball-Herren von Auto Legat Seewalchen werden Meister in der 2. Bundesliga West.
- 25.1.-17.2.2006: Am See bildet sich eine nicht begehbare Eisfläche.
- 26.1.2006: Am Abend entsteht im Geschäft der Fleischhauerei Haydinger, Hauptstraße, durch einen defekten Ventilator ein Brand. Das Geschäft muss für mehrere Tage geschlossen bleiben.
- Ab April 2006 wird im Haus Attersee (ehemals Gewerkschaftsheim) ein allgemeiner Hotel-Restaurantbetrieb geführt.
- Ab Mai 2006 wird die Bootsvermietung beim Strandbad vom Kaufgeschäft Nagl, Atterseestraße, betrieben.
- Im Mai 2006 beginnen die Abrissarbeiten der ehemaligen Tischlerei Aigner in der Hauptstraße.
- 28.5.2006: Der letzte Müller von Seewalchen (Birmüller) Friedrich Stallinger stirbt im 79. Lebensjahr.
- 6.6.2006: Die BILLA-Filiale in der Steindorfer Straße (ehem. Kastinger-Gelände) wird „aus Sicherheitsgründen” geschlossen.
- 17.6.2006: Hochseilgarten und Tipidorf werden in Haining eröffnet.
- 1.7.2006: Rudolf Oberndorfer, Hatschekstraße, übergibt seine Bäckerei an den Neffen seiner Gattin Stefan Zirwig.
- 14.9.2006: Am ehemaligen Kastinger-Gelände eröffnet ein „Müller-Markt”.
- 29.10.2006: Zum Kirchweihfest werden die Außenrenovierungsarbeiten (Dach, Fassade, Portal und Turm) der Gnadenkirche in der Rosenau abgeschlossen.
2007
Orkan Kyrill
18.1.2007: In der Nacht zum 19. Jänner streift der Orkan „Kyrill” auch Österreich und ab 22 Uhr unser Gemeindegebiet. Die Windgeschwindigkeiten sind zum Teil die höchsten, die je gemessen wurden. Umgestürzte und geknickte Bäume und herabgefallene Äste erschweren den Verkehr, Dächer werden abgedeckt oder beschädigt, die Seewalchner Straße nach St. Georgen muss gesperrt werden. Die Feuerwehren sind im Dauereinsatz. Allein die Frw. Feuerwehr Seewalchen hat an diesem Tag 17 technische Einsätze durchzuführen.
Im Gemeindegebiet beträgt der Schadens-Holzanfall rund 850 m³.
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- 10.4.2007: Der Tennisclub Seewalchen TCS in Buchberg wird aufgelöst.
Der Klub war 1972 gegründet worden. - 27.5.2007: Am Nachmittag kommt es in der Bucht zwischen Seewalchen und Kammer auf einem Motorboot zu einer Explosion, in deren Folge das Boot vollständig ausbrennt und schließlich sinkt. Die beiden Insassen können sich durch einen Sprung ins Wasser retten.
- 6.7.2007: Betriebseröffnung der Fa. Gollhamer (Kapellenweg/Seyrlstraße) im Beisein von Landeshauptmann Dr. Pühringer im Rahmen der Eröffnung des sogenannten „Meistersommers".
- Anfang August 2007 wird die ehemalige Lenzenweger-Werkstätte (ehemalige VW-Werkstätte sowie Mobil- und BP-Tankstelle) in der Atterseestraße abgerissen.
- 29.8.2007: BILLA eröffnet seine neue Filiale an der A.-Bruckner-Straße (ehemaliges Aigner-Gelände).
- 4.11.2007: Peter Brandner, Litzlberg, nimmt am New-York-Marathon teil und erreicht mit 2:45:57 h eine hervorragende Zeit.
- 12.12.2007: Die Firma „MJ Bike & Boat Austria” übersiedelt in das Haus Atterseestraße 40 (Moser, zuletzt Palmers-Filiale).
2008
- 20.4.2008: Die Seewalchner Volleyballer werden Meister der 2. Bundesliga West.
- 22.4.2008: Die Mauer zum Abgang in den Neuen Friedhof bricht und beginnt zu rutschen. Im Sommer wird sie abgetragen und erneuert.
- 18.5.2008: Eröffnung des neuen Raiffeisengebäudes an der Atterseestraße (Raiffeisenplatz). Zu einem großen Fest kommen mehr als 2.500 Gäste. Stargast ist der Schi-Rennläufer Hermann Maier.
- 6.6.2008: Der Orgelvirtuose Prof. Dr. Maximilian Zweimüller, C.-Häupl-Weg, stirbt im 77. Lebensjahr.
- 1.9.2008: Rudolf Plöderl tritt in den Ruhestand, Waltraud Kindl, Rosenau, wird neue Volksschuldirektorin.
- 1.9.2008: Josef Dandler (aus Schörfling) wird Direktor der Polytechnischen Schule.
- 21.9.2008: Die Wassergenossenschaft Seewalchen feiert ihr 100-jähriges Bestehen.
- 30.10.2008: Die Anton-Bruckner-Straße ist nun durchgehend von der Neißinger Straße (über Müller und BILLA) bis zur Autobahnunterführung Müllnerweg befahrbar.
- 1.11.2008: Die Fa. Rumplmayr eröffnet im neuen Raiffeisengebäude das „Seecafé“.
- 24.12.2008: Heute erscheint zum letzten Mal die „Vöcklabrucker Rundschau“. An ihre Stelle tritt ab dem Jahresbeginn die Gratiszeitung „Bezirksrundschau“.
2009
- 1.1.2009: Das Haus Attersee (ehemals Gewerkschaftsheim), Atterseestraße, wird an die Firma AREV-Immobilien (Karl Weilhartner) verkauft.
- 1.1.2009: Hermann Danter übergibt sein Restaurant „Litzlberger Keller“ an seine Tochter Sandra und seinen Schwiegersohn Kurt Schmiedleitner.
- 19.1.2009: Im Rathaussaal wird der Verein AtterWiki gegründet. Rund 30 Personen nehmen an der Veranstaltung teil.
- 24.1.2009: Der frühere Zahnarzt Dr. Martin Bressler, Sachsenstraße, verstirbt im 97. Lebensjahr.
- Anfang Februar 2009: Reinhard Mayrhofer, Steuerberater in Schörfling, übernimmt die Ortsstelle des Roten Kreuzes Seewalchen-Schörfling.
- 12.3.-9.4.2009: Die Autobahnabfahrt Seewalchen wird wegen Sanierungsarbeiten gänzlich gesperrt.
- 12.3.2009: Neuer Obmann der Marktmusik Seewalchen wird Herbert Ehrnleitner aus Gerlham.
- 13.3.2009: Der ESV Raika Seewalchen wählt Christian Mayr, Atterseestraße, zum neuen Obmann.
- 25.4.2009: Das erste „Schwimmende Schnell-Schachturnier“ wird am Klimtschiff am Attersee durchgeführt.
- Im April 2009 wird das Friseurgeschäft „haarsache“ in der Hauptstraße 4 auf den Marktplatz in Schörfling verlegt.
- 1.5.2009: Der Hauptschuldirektor Johann Rauchenzauner tritt in den Ruhestand. Zu seiner Nachfolgerin wird Rosi Wasmeyer, Schörfling, bestellt.
- 1.5.2009: Acht Spitzengastronome aus der Ferienregion Attersee-Salzkammergut starten das gemeinsame Projekt: „Kulinarium Attersee“.
- 7.5.2009: Gertraud Eisterer, SPÖ, legt aus gesundheitlichen Gründen ihr Amt als Vizebürgermeisterin zurück. Als ihr Nachfolger wird Ing. Kurt Berger, Muldenstraße, angelobt.
- 11.5.2009: Im Freibad Litzlberg wird ein zweiter Beachvolleyballplatz fertiggestellt.
- 12.5.2009: In der Volksschule Seewalchen wird eine Schulbibliothek mit rund 800 Büchern eröffnet.
- 15.5.2009: Der ehemalige Vizebürgermeister und Ehrenringträger der Marktgemeinde Seewalchen Alois Hemetsberger, Neißing, stirbt im 79. Lebensjahr.
- 22.5.2009: Andreas Distler, Sachsenstraße wird neuer Obmann des Musikvereines Rosenau.
- 22.6.2009: Durch anhaltende Regenfälle müssen die Feuerwehren zu zahlreichen Einsätzen ausrücken.
Auch das Strandbad wird in Mitleidenschaft gezogen und muss kurzzeitig geschlossen werden - 28.6.2009: Partnerschaftstag in Freyung.
Zum Jubiläum „20 Jahre Partnerschaft“ werden Partnerschaftstage in Freyung und Seewalchen veranstaltet. Weiters wird ein Kurzfilm und eine Festschrift erstellt.
Unwetter
Am 7.7.2009 gegen 16 Uhr entlädt sich ein gewaltiges Unwetter über Seewalchen. Die Regenmassen überfluten praktisch in jedem Dorf Wiesen, Straßen, Wege, Garagen, Keller und Wohnungen. Aus kleinen Wassergräben und Bächen werden reißende Wildwasser. Am stärksten betroffen ist die kleine Siedlung am Beginn der Reichersberger Straße, in der ein ansonsten kleiner Bach zum Wildwasser anschwillt und eine geballte Ladung an mittransportiertem Schotter auf Straße, Hauszufahrten und Gärten hinterlässt. Aber auch andere Ortsteile z.B. in Haidach, Rosenau, Steindorf, Kraims und Litzlberg sind stark betroffen. Die drei Feuerwehren sind mit allen Fahrzeugen stundenlang im Dauereinsatz. Hinter dem Haus Stallinger am Schulweg geht vom Koaserberg eine kleine Mure ab. Beim Haus Roth in der Atterseestraße wird ein großer Nussbaum umgerissen und stürzt aufs Dach. Auch öffentliche Gebäude sind betroffen, die Keller im Schulzentrum (und die Schulküche) und in den Feuerwehrhäusern Kemating und Seewalchen stehen unter Wasser.
Die Feuerwehr verzeichnet 30 Einsätze.
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- 1.8.2009: Günther Arnitz aus Schörfling wird im Bauamt angestellt, nachdem Patrick Naderhirn im Frühjahr ausschied.
- 12./13.9.2009: Partnerschaftstag in Seewalchen.
Rund 500 Freyunger in 10 Bussen kommen nach Seewalchen und nehmen an verschiedenen Veranstaltugen teil. - 20.9.2009: Friedensfest-Lichterfest um den See (zum UNO Weltfriedenstag – veranstaltet von Sigrid Bergmann)
Auf dem Programm stehen Musik und Tanzdarbietungen, Friedensfeuer, Lichterketten, Friedenstauben-Start, Ausstellungen sowie eine Boots-Sternfahrt.
Das Fest wird in allen Atterseegemeinden durchgeführt, Zentrum ist die „New Peace-Bühne“ in Weyregg. - 27.9.2009: Gemeinderatswahlen: ÖVP: 1360 Stimmen (14 Mandate), SPÖ: 930 (10), Grüne: 278 (2), FPÖ: 537 (5).
Bürgermeisterwahlen 2009: Mag. Johann Reiter wird wieder zum Bürgermeister gewählt, weitere Kandidaten sind Mario Weichselbaumer (SPÖ) und Heinz Hackl (FPÖ). - 3.10.2009: Das Bäckereigeschäft in Steindorf, Seewaldstraße 1, wird geschlossen.
- 9.10.2009: Das Hotel „Residenz Häupl“ schließt seinen Betrieb, das Restaurant wurde bereits am 16.9.2009 geschlossen.
Im Oktober 2010 erwirbt die "AWP-Hotel Verwertung und Beteiligung" den Häupl, am 22.6.2011 wird der Gastbetrieb wieder eröffnet. - 16.10.2009: Bei der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates werden Johann Schachl (ÖVP) zum ersten und Mario Weichselbaumer (SPÖ) zum zweiten Vizebürgermeister gewählt.
- 22.10.2009: Ing. Heinz Hackl (FPÖ), Sonnenweg, wird als Abgeordneter des Nationalrates angelobt.
- Anfang November 2009 wird die Generalsanierung der West-Autobahn im Abschnitt Regau-Seewalchen abgeschlossen. Die Arbeiten haben im September 2008 begonnen.
2010
- Im Jahr 2010 hat die Gemeinde Seewalchen insgesamt 33 Einwohner, die 90 oder mehr Jahre alt sind.
- 24.1.2010: Der Kameradschaftsbund hat einen neuen Obmann gewählt: Johann Moser, Steindorfer Straße 21.
- 28.1.2010: Das Quelle-Geschäft in der Hauptstraße 2 wird als „ELLE“-Geschäft von Maria und Gerhard Schaider weitergeführt, aber im Mai 2010 endgültig geschlossen .
- 19.2.2010: : Das See-Café, Raiffeisenplatz 1, wird von Karl Maier, Vöcklabruck, wieder eröffnet.
- Im Februar 2010 wir in der Hauptstraße 34 ein Copy-Shop („Die Werbemacher“) eröffnet.
- 19.3.2010: Auf Initiative des Bauernbundes führt die Ortsbauernschaft Seewalchen eine Hoftafelaktion durch.
Dabei werden rund 70 Steintafeln mit den Familiennamen und den alten Hausnamen angefertigt. - 19.3.2010: Im Kulturssaal Seewalchen wird von der Volksschule das Musical „Tuishi pamoja" aufgeführt. Das Lehrerteam um Carina Schmidt und Birgit Manahl studierte dieses Musical ein.
- 12.4.2010: Bei der Jahreshauptversammlung des Vereines „AtterWiki“ wird das Programm öffentlich zugänglich gemacht. Rund 250 Artikel stehen zur Verfügung.
- 25.4.2010: Sabine Prötsch wird in der Generalversammlung der „bühne“ Seewalchen zur neuen Obfrau gewählt.
- Ende April 2010 finden in der Villa Paulick in Seewalchen Dreharbeiten zum Film „Mord aus dem Jenseits“ der Fernsehserie „SOKO Donau“ statt.
- 1.5.2010: Franz Zeinhofer ist der neue Dienstführende bei der Autobahn-Gendarmerie in Seewalchen.
- 30.6.2010: Das Miniplex-Kino Seewalchen wird für 3D-Digitalfilme ausgestattet.
- 5.7.2010: Gleich zweimal an einem Tag ist die Gemeinde von starken Unwettern mit Regen und Überschwemmungen betroffen. Besonders in Mitleidenschaft gezogen werden Kraims, Haidach und die Reichersberger Straße. Die Regenmenge, die am 4. u. 5. Juli fällt, entspricht der Menge eines durchschnittlichen Sommers.
50 Feuerwehrleute führen den ganzen Tag über 40 Hochwassereinsätze durch.
Besonders wird das Ostufer des Attersees in Mitleidenschaft gezogen. Die Straße von Steinbach nach Weißenbach muss gesperrt werde. Noch Tage später sind Einsatzkräfte damit beschäftigt, das in See geschwemmte Holz wieder aus dem Wasser zu holen. - 17.7.2010: Das Kinderbad wird um die Wiese des Badeplatzes des Amthofes, der in den letzten Jahren von der Residenz Häupl gepachtet war, erweitert.
- 1.8.2010: Christian Ludwig Attersee hat zum 90. Geburtstag von Gollhammer Keramik im Aichergut die Keramik-Edition „Wasser-Reigen“, die in Zusammenarbeit mit dem Keramikspezialisten Edgar Tezak hergestellt wurde, vorgestellt.
- 20.8.2010: Dem Triathleten Michael Leingartner gelingt in einem „Aqua-Walking-Ball“ mit 4,5 m Durchmesser die erste Atterseeüberquerung „zu Fuß“.
Für die 2, 5 km lange Strecke zwischen den Strandbädern Weyregg und Attersee benötigt er 1 h 28 min. - 26.8.2010: Im Haus Tostmann Trachten findet in Anwesenheit des Künstlers die Buchpräsentation Christian Ludwig Attersee – „Sein Leben.Seine Kunst.Seine Zeit“ statt.
- Im September 2010 werden die neuen REGATTA-Hinweistafeln aufgestellt.
- Mitte September 2010: Das Müller-Geschäft in der Anton-Bruckner-Straße erweitert seine Verkaufsfläche.
- 17-19.9.2010: Am Attersee findet das „2. Attersee-Friedensfest – Licht für den Frieden“ statt.
- 22.9.2010: Die Schlecker-Filiale in der Hauptstraße 5 (früher Konsum) wird geschlossen.
- 26.9.2010: Im Rahmen des oö. Tag des Denkmals werden in der Villa Paulick Führungen veranstaltet.
- 30.10.2010: In der Anton-Bruckner-Straße (Müller) wird eine Filiale der Modekette Fussl eröffnet.
- Anfang Oktober 2010 erwirbt die „AWP Hotel-Verwertung und Beteiligung“, Grödig (Land Sbg.) die Liegenschaft Häupl.
- 18.11.2010: Im Müller-Gelän-de eröffnet das Café Nexxt.
- 2.12.2010: Informationsveranstaltung zum Thema „Weltkulturerbe Pfahlbau“ im Rathaussaal.
Derzeit läuft unter Federführung des Unterreichtsministeriums die Nominierung des Kulturerbes Pfahlbau zum Weltkulturerbe. Diese Initiative ging von der Schweiz aus und wird nun von den 6 Alpenstaaten betrieben. - 3.12.2010: Der Baumeister Ing. Hans Ploner, Haining, verstirbt im 56. Lebensjahr.
- 21.12.2010: Das Postamt 4863 Seewalchen wird geschlossen. Es bestand seit 1899.
- 22.12.2010: Das Kaufhaus Angelsport Nagl, Atterseestraße 29, wird Postpartner.
- 23.12.2010: Die Firma Gollhammer, Seyrlstraße, ist insolvent, das Geschäft wird geschlossen.
- 28.12.2010: Der Kommandant der Frw. Feuerwehr Seewalchen Anton Kühn, Bocksleitnerweg, verstirbt völlig unerwartet im 60. Lebensjahr.
- 31.12.2010: Die Café-Konditorei Rohringer, Hauptstraße, wird geschlossen.
Die Chronik der Jahre ... |
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1851-1880 | 1881-1900 | 1901-1920 | 1921-1940 | 1941-1960 | 1961-1970 | 1971-1980 |
Die Jahre 2011 - 2015
2011
- Die Europäische Union hat das Jahr 2011 zum Jahr der Freiwilligkeit erklärt. In Oberösterreich sind rund 600.000 Menschen freiwillig, ehrenamtlich und unentgeltlich in verschiedenen Vereinen und Organisationen tätig.
In Seewalchen gibt es 64 Vereine. - Anfang Jänner 2011 wird der kleine Eichenwald (ca. 4800 m²) zwischen der Reichersberger Straße (Knäulberg) und der Teichstraße umgeschnitten. Die Bäume hatten ein Alter von rund 125 Jahren.
- 24.1.2011: Das „Waldmann“-Haus, Moos 7, wird abgerissen.
- 6.2.2011: Der frühere Kellerwirt und Obmann des Dilettanten-Theaters Franz Kroiß, Moos, verstirbt im 96. Lebensjahr.
- 23.2.2011: Der Trafikant Mario Powischer wird überfallen. Als er die Tageslosung in den Nachttresor der VKB-Bank in Kammer geben will, bedroht ihn ein unbekannter Räuber mit einer Pistole und entwendet das Geld.
Im Juli 2011 konnten ein 17-jähriger Frankenburger und ein 20-jähriger St. Georgener ausgeforscht und verhaftet werden. - 24.2.2011: Der frühere Gastwirt und Obmann des Seniorenbundes Mathias Schwarzenlander, früher Neubrunn, verstirbt im 91. Lebensjahr.
- 11.4.2011: Boris und Kristina Sobotka, Steindorf 2, eröffnen im Lehnerhof einen Hofladen.
- 14.4.2011: In der Sitzung des Gemeinderates diskutieren die Anrainer in Kraims mit dem Bürgermeister über das geplante Schweinestallprojekt in Reichersberg.
- 21.4.2011: Der frühere Kommandant der FF Kemating, Herbert Wiesinger, Kemating 16, stirbt im 50. Lebensjahr.
- 5.5.2011: Die Firma Ramsl.Attersee.Com GmbH & CO KG verlegt ihren Gewerbestandort von Attersee a. A. (Landungsplatz 5) nach Seewalchen, Hauptstraße 16.
- 6.5.2011: „Bass Protection“ (Thomas Schobesberger) eröffnet wieder die Diskothek „See-Arena“ (vormals Toms Bar) im Industriegebiet 3a.
Ende Juli 2011 wird die Gewerbeberechtigung wieder zurückgelegt und die Bar geschlossen. - 14./15.5.2011: Wiedereröffnung des Evang. Pfarrsaales in der Rosenau.
Das Gebäude wurde saniert, ein Aufzug eingebaut und ein barrierefreier Zugang gestaltet. - 9.6.2011: Das „Kann-Haus“, Atterseestraße 46, wird abgerissen.
- 10.6.2011: Der frühere Postamtsdirektor Hubert Grausgruber, Roitham 10, verstirbt im 86. Lebensjahr.
- 18.6.2011: Zwischen 20 und 24 Uhr wird in den Amthof eingebrochen. Unbekannte Täter dringen, während die Besitzerin abwesend ist, in das Gebäude ein. Der Schaden beträgt rund € 100.000,--.
Über den Einbruch wurde in den Medien österreichweit berichtet. Die Zugriffe auf die entsprechende atterwiki-Seite brach alle Rekorde
Drei Wochen nach der Tat nahm die Polizei den Täter, einen 55-jährigen Mann aus Steyr, fest und es konnte die gesamte Beute sichergestellt werden. - 22.6.2011: Das Hotel-Restaurant Häupl wird wieder eröffnet.
- 25.6.2011: Blasmusik-Marschwertung in Timelkam.
Die Marktmusik Seewalchen erreicht einen ausgezeichneten Erfolg mit der höchsten Punktezahl aller bisherigen Marschwertungen!
Weltkulturerbe Pfahlbauten
- 27.6.2011: Das Welterbekomitee in Paris hat 111 Pfahlbauten in den Alpen zum Weltkulturerbe erklärt.
Fünf dieser Fundstellen sind in Österreich: Das sind die Pfahlbausiedlung im Keutschacher Sees, drei im Attersee in den Gemeinden Attersee und Seewalchen (Abtsdorf I und III, Litzlberg Süd) und eine im Mondsee (See im Mondsee).
Die Pfahlbauten in Österreich gehen auf die Jungsteinzeit beziehungsweise auf die Bronzezeit zurück.
Die Pfahlbaureste stammen nach Angaben von Archäologen aus der Zeit von 4300 bis 800 vor Christus und haben unter Wasser oder in feuchten Böden bis heute überdauert. Von dem Titel versprechen sich Experten unter anderem eine bessere Erforschung. Nur ein sehr kleiner Teil der Pfahlbausiedlungen ist bisher wissenschaftlich untersucht worden. - 2.7.2011: In Attersee erhält das Stern & Hafferl Rundfahrtschiff „Weyregg“ ein neues Design, gestaltet von Christian Ludwig Attersee.
- 14.7.2011: Das Modegeschäft Jeronimo (Sonja Gruber), Atterseestraße 22, wird krankheitshalber geschlossen.
- 17.7.2011: Gegen 17 Uhr kommt plötzlich ein kräftiger Sturm auf, der eine Reihe von Booten am Attersee in Seenot bringt.
- 22.7.2011: Die Nachtbar „bleifrei” (Helmut Mühlinger), Atterseestraße 45a, die seit 1988 bestand, wird geschlossen.
- 23.8.2011: Corrina Lang eröffnet in der Atterseestraße 22 (vormals Jeronimo) einen Visagistik-Salon.
- 26.-28.8.2011: Der Musikverein Rosenau feiert sein 60-jähriges Bestandsjubiläum.
- 27.8.-2.9.2011: Soling-Europameisterschaft beim Segelclub Kammersee.
Sieger wurden Uwe Steingroß aus Deutschland mit Karsten Eller und Tim Giesecke. - 1.9.2011: Das Sonderpädagogische Zentrum, das seit 1994 im Gebäude der Volksschule untergebracht war, übersiedelt nach Vöcklamarkt.
- 1.9.2011: Volksschuldirektorin Waltraud Kindl geht in den Ruhestand, mit der Schulleitung wird Romana Tarmann-Leitner betraut.
- 12.9.2011: Die Volksbank (Handels- und Gewerbebank) übersiedelt für die Dauer des Neubaus ihrer Filiale in der Hauptstraße 42 in das ehemalige Postamt Rathausplatz 1a.
Ende September wird das Gebäude in der Hauptstraße abgerissen. - 13.9.2011: Der Handelsangestellte (Automationstechnik) Rudolf Breit, Kraims, verstirbt in Wels unerwartet im 68. Lebensjahr.
- 24.9.2011: Eröffnungsfeier für den erweiterten Kindergarten in der Rosenau mit dem Landtagsabgeordneten Anton Hüttmayr.
- 25.9.2011: Der Tag des Denkmals 2011 wird im Schloss Kammer in Anwesenheit des Landeshauptmannes Dr. Josef Pühringer von der Präsidentin des Bundesdenkmalamtes Dr. Barbara Neubauer eröffnet.
Zu besichtigen war das Schloss Kammer (Dachstuhl, Kapelle), die Villa Paulick, das Aignerhaus in St. Georgen im Attergau und das Heimathaus Schörfling. An der Promenade in Seewalchen fand eine Pfahlbauausstellung statt. Eine Schifffahrt führte zu den Welterbestätten und zu anderen Kulturdenkmalen am See. - 1.10.2011: Die Attersee-Bundesstraße in Moos wird auf Länge von ca. 80 m um etwa 40 cm angehoben.
Vor dem Neubau des Hauses Schaper, Moos 13, war der Abstand zwischen Straßenoberkante und Zufahrt zu hoch. Durch die Anhebung der Straße konnten bei der Einfahrt wieder vernünftige Verhältnisse hergestellt werden. - 3.10.2011: Das ehemalige Neuhofer-Haus, zuletzt Trafik Powischer, Hauptstraße 14, wird abgerissen. Während der Bauarbeiten übersiedelt das Geschäft in die Hauptstraße 8.
- 8.10.2011: Beim Einsammeln von Bojen nach einer YES-Segelregatta vor Kammer sinkt wegen des hohen Wellenganges die Zille des Rennleiters Fritz Urich, Dr.-F.-Seifert-Straße 19. Dabei geraten er und sein Enkelsohn Andreas Urich in Seenot. Andreas kann mit seinem Handy noch um Hilfe rufen. Die Wasserrettung Litzlberg unter Ing. Alexander Leitner, Moos 28, rettet die Verunglückten, die sich im 17° kalten See rund eine ½ Stunde an einer Boje festgehalten haben.
- 10.10.2011: Die Wassergenossenschaft ersetzt die „Kaiser-Jubiläums-Wasserleitung“ aus dem Jahr 1908 in der Atterseestraße zwischen Kino und Hotel Attersee. Im November erfolgt die abschließende Druckprobe.
- 15.10.2011: Mit einem Festkonzert begeht die Landesmusikschule Seewalchen ihr 20-jähriges Bestandsjubiläum. Direktor Hansroland Peschke kann zahlreiche Ehrengäste, darunter Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, begrüßen.
Die Landesmusikschule Seewalchen gilt heute als eine der schönsten, aber auch erfolgreichsten Musikschulen in Oberösterreich. - 21.10.2011: Beim Altentag in Zell/P. wird Ursula Klein, Neubrunn, zur neuen Obfrau des Pensionistenverbandes gewählt. Sie folgt Irmgard Maier nach.
- 2.11.2011: Das Klimt-Bild „Litzlberg am Attersee“ wird bei Sothebys in New York um 40,4 Mio. $ (30 Mio. €) versteigert. Den Zuschlag erhält der Schweizer Kunsthändler David Lachenmann.
Das Bild war bisher im Besitz des Salzburger Museums der Moderne und wurde an die Familie des ursprünglichen Besitzers restituiert. - 9.11.2011: In Schörfling findet die Gründungsversammlung des Vereines „Klimt am Attersee“ statt. Erste Obfrau ist Käthe Zwach, Schörfling. Zweck des Vereines ist es, das zu errichtende Klimt-Zentrum in Kammer zu betreuen und die Klimt-Aktivitäten am Attersee zu koordinieren.
- 9.11.2011: Die Firma Sanitätshaus und Orthopädietechnik Attersee eröffnet ihr Geschäft in der Hauptstraße 5 (vormals Konsum, zuletzt Schlecker).
- Ende November 2011 wird das Haus Königseder (vormals Bäckerei Andorfer/Königseder), Hauptstraße 12, abgerissen.
2012
- Mit Jahresbeginn wird flächendeckend im gesamten Gemeindegebiet die Bio-Tonne eingeführt.
- 24.1.2012: Der Kurator der evangelischen Pfarrgemeinde Lenzing-Kammer Wilfried Reger beendet nach 18 Jahren seine Tätigkeit. Nachfolger wird Dipl.-Ing. Franz Peter Seiler.
- 8.2.2012: Gustav Klimts erst kürzlich wiederentdecktes Gemälde „Seeufer mit Birken" (1901 in Litzlberg gemalt) hat in London für knapp 6,8 Millionen Euro den Besitzer gewechselt.
- 14.2.2012: In der Sitzung des Gemeinderates wird beschlossen die Erschließungsstraße für die sogenannten „Kroiß-Gründe“ im Bereich Königswiese als „Anton-Schmoller-Straße“ zu bezeichnen.
- 30.3.2012: Peter Schmutz (Hotel Häupl) hat das Hotel Attersee gepachtet.
- 1.4.2012: Günther Weissl wird zum Leiter der Autobahnpolizei-Inspektion Seewalchen ernannt.
- 11.5.2012: Reinhart Kohlbauer, Vöcklabruck, eröffnet das Restaurant „Fischer Sepp“ in Moos.
- Im Mai 2012 wird im Attergau (und in Seewalchen) die Fernsehsendung „Traumhafte Seenlandschaft im Salzkammergut“ mit Hansi Hinterseer gedreht.
Diese Sendung wird im ORF am 7.7.2012 und im Deutschen ARD am 14.7.2012 ausgestrahlt. Rund 4 Millionen Zuschauer haben die Sendung gesehen. - 1.-3.6.2012: In Litzlberg findet der Tristar Triathlon Salzkammergut-Attersee (Start und Ziel: Freibadegelände Litzlberg) statt. Es werden rund 520 Teilnehmer in verschiedenen Kategorien gezählt.
- 2.7.2012: Das Autohaus Seewalchen übersiedelt vom Industriegebiet in die Werkstätte „Legat Karosserie“ nach Pettighofen.
- 2.7.2012: Das Büro des Tourismusvereines (Ferienregion Attersee) übersiedelt vom Gebäude der Raiffeisenbank Seewalchen, Atterseestraße 24 (Raiffeisenplatz 1), in das neue Gebäude in Kammer, Hauptstraße 30, wo auch das Gustav Klimt Zentrum und das Klimt-Café untergebracht sind.
- 8.7.2012: Gegen 13 Uhr kommt plötzlich ein starkes Gewitter auf. 19 Personen und 12 Boote müssen am gesamten Attersee von den Wasserrettungen in Sicherheit gebracht werden.
- 9.7.2012: In der Pfarrkirche wird von der Fa. Pirchner aus Steinach am Brenner die neue Orgel aufgestellt.
- 14.7.2012: In Kammer wird das neue Gustav Klimt Zentrum von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer eröffnet.
- 14.7.2012: Beim „Klimt-Frühstück zum 150. Geburtstag von Gustav Klimt“ in der Österreichischen Galerie Belvedere in Wien spielt die Marktmusik ein Frühschoppenkonzert.
- 3.8.2012: Im Miniplex-Kino in Seewalchen findet die Oberösterreich-Premiere des Kurzkrimis „Den letzten fressen die Fliegen“ von Hansjörg Schmoller statt.
Hansjörg Schmoller ist der Enkelsohn von Anton Schmoller. - 22.8.2012: Kommerzialrat Rudolf Mittendorfer - Ehrenpräsident des Motor-Yacht-Clubs Kammer-Schörfling, zuletzt Vöcklabruck, stirbt im 83 Lebensjahr.
- 1.10.2012: Der Bestatter Franz Nini, Schörfling, tritt in den Ruhestand. Die Bestattung für Seewalchen wird durch die Familie Eckl, Obergallaberg, Gemeinde Timelkam, für den Friedhof Rosenau von Karl Ploberger, Vöcklabruck, übernommen.
- 20.10.2012: Der Moser-Stadl in Staudach wird abgerissen.
- 31.10.2012: Das Sägewerk ‚Holzindustrie Lenzing‘ vormals Raudaschlmühle, wird geschlossen. 104 Arbeitsplätze gehen verloren.
- Im November 2012 wird von der Energie AG zwischen den Transformatoren Feldstraße und Steindorfer Straße eine 30 kV-Leitung in die Erde verlegt.
- 20.11.2012: Die Firma Weidinger Energiesysteme GmbH., Industriegebiet 6, meldet Konkurs an. Sieben Dienstnehmer sind betroffen.
- 21.11.2012: Zwei Tote und drei Schwerverletzte fordert ein Verkehrsunfall an der Kreuzung Gamperner Landesstraße – Kraimstalstraße in Steindorf.
- 22.11.2012: Franz Pühringer, Gerlham 11, wird zum Obmann der Raiffeisenbank Seewalchen gewählt. Seine Stellvertreterin ist Astrid Mayer, Seewalchen.
Nach rund 40 Dienstjahren geht der Bankstellenleiter Rudolf Voglmayr, Hatschekstraße, in Pension. - 31.12.2012: Dr. Johann Huber schließt seine Zahnarztpraxis in der Atterseestraße 45b.
2013
- Im Jänner 2013 wird Thomas Achleitner aus Frankenmarkt zum Kapellmeister der Musikkapelle Rosenau bestellt.
- Im Jänner 2013 übersiedelt das Kopiergeschäft von der Hauptstraße 34 in die Gamperner Straße 3.
- Februar 2013: Die frühere Diskothek „Toms Bar“, zuletzt „See-Arena“, Industriegebiet 3a, wird zu einem überdachten Abstellplatz für Segelboote umgebaut.
- 1.2.2013: Die Firma „Landmetzgerei und Attersee Schlachthof Günther Haydinger“ ist insolvent.
Das Geschäft in der Hauptstraße wird bis 19.10.2013 weitergeführt. - 6.2.2013: Der frühere Volksschuldirektor Oberschulrat Walter Pitter stirbt im 95. Lebensjahr.
- 4.3.2013: Das Transportunternehmen Wolfgang Marek, Industriegebiet 8, geht in Konkurs. Das Unternehmen, das seit 1993 besteht, hat Passiva in der Höhe von rund 3,5 Mio. €. 21 Mitarbeiter sind beschäftigt.
- Im April 2013 wird die Fa. Ploner e. U. von der Firma Aichinger, Regau, übernommen, die ihrerseits zur Welser Baugruppe Gerstl gehört.
- 2.4.2013: Dr. Petko Lalov eröffnet seine Zahnarztpraxis am Raiffeisenplatz 1.
- 23.4.2013: Die Trafik und das Lottogeschäft Mario Powischer, Hauptstraße 8, wird geschlossen.
Am 5. Juni wird das Geschäft von Karl Furtlehner (aus Bad Kreuzen) wiedereröffnet. - 17.5.2013: Das ehemalige Hotel Häupl wechselt seinen Besitzer. Der bisherige Eigentümer AWP Hotel Verwertung und Beteiligung, Grödig, verkauft die Liegenschaft an die GastroTeamGmbH, Rutzenmoos 6, Regau (Fam. Franz Hainbuchner, Gasthaus „Zur Pepi-Tant“).
Hochwasser

- 2. u. 3.6.2013: Starker Regen führt zu einem Rekordhochwasser in vielen Teilen Österreichs. An manchen Stellen tritt der See über die Ufer.
Der Pegel ist um rund 85 cm gestiegen.
Der für 9.Juni geplante TriStar Triathlon Salzkammergut Attersee in Litzlberg muss abgesagt werden.
Die B 151 bei Loibichl wird zur Hälfte weggerissen.
Von 4. bis 11. Juni wird wegen des Wellenschlages und der Schaulustigen, die die Arbeit der Einsatzkräfte behindern, der Schiffs- und Bootsverkehr am Attersee untersagt.
Die Feuerwehren verzeichneten 34 Einsätze. - 15.6.2013: Emanuel Burger eröffnet in der Hauptstraße 17 a sein Modedesign-Geschäft. Die praktische Umsetzung der von Burger designten Modelle erfolgt durch Franziska Ploner, Haining 38.
- 16.6.2013: In der röm.-kath. Pfarrkirche wird die neue Orgel eingeweiht. Die Segnung nimmt Bischofsvikar Mag. Josef Ahammer vor.
Anlässlich der Orgelweihe wird auch eine Festschrift herausgebracht. - 29.6.2013: Mit einem Tag der offenen Tür wird die neue Bibliothek am Rathausplatz (ehemaliges Postamt) vorgestellt. Die offizielle Eröffnung erfolgt am 17.10.2013.
Die Pfarrbücherei, die rund 60 Jahre im Messnerhaus am Kirchenplatz untergebracht war, ist in das ehemalige Postamt, Rathausplatz, übersiedelt. Die Bibliothek umfasst rund 5000 Medien. - 1.7.2013: Beatrix Denk, Steindorf, wird als Vertragsbedienstete in den Gemeindedienst wird aufgenommen.
- Sommer 2013: Die Arbeiten zur zweiten Etappe der Sanierung der Hauptschule werden durchgeführt.
- 11.7.2013: Im Gustav Klimt Zentrum findet die Bilanzpressekonferenz der Leaderperiode 2007 bis 2013 statt.
Im Bezirk Vöcklabruck sind die vier Leader-Regionen REGATTA, Mondseeland, Hausruckwald-Vöcklatal und Vöckla Ager tätig.
Insgesamt wurden 212 Projekte umgesetzt, die Projektkosten betrugen 28,7 Mio. Euro, davon kamen 10,9 Millionen Fördermittel aus Brüssel, Bund und Land OÖ. Mit diesen Projekten konnten 321 Arbeitsplätze gesichert und 72 neu geschaffen werden. - 22.7.2013: Der Obmann des Tourismusverbandes Ferienregion Attersee, der Gastwirt Geli Eichhorn, Weyregg, stirbt unerwartet im 61. Lebensjahr.
- 25.7.2013: Margit Kröpfel, Steindorf 12, schließt ihren Estrich-Betrieb.
Heißester Tag im Attergau
- 28.7.2013: Der heiße Badetag führt zu einer Reihe von Rekorden. An diesem Tag wird die höchste Temperatur gemessen, die je im Attergau erreicht wurde.
Wie die Polizei mitteilt, kommt es zu einem noch nie dagewesenen Verkehrschaos. Rund 100.000 Tagesgäste kommen an den Attersee, davon rund 20.000 in die Bucht Seewalchen/ Schörfling.
Ab Mittag gibt es keine Parkplätze mehr, verschärft wird die Situation durch Probleme an den Zufahrtsstraßen. - 28.7.2013: „Montmartre am See“ in Seewalchen und Kammer: Auf der Promenade in Seewalchen und im Schlosspark Kammer stellen 68 Künstler aus.
- Ende Juli 2013 beginnen die Bauarbeiten eines Wohnhauses in der Steindorfer Straße.
- 25.8.2013: Die Polizei hat einen 19-jährigen Steirer, der auf der A1 bei Seewalchen mit 239 km/h unterwegs war, angehalten.
- Anfang September 2013 beginnen die Umbauarbeiten im Haus Hauptstraße 4 (ehem. Frieda Roither, „Büchsenmeistergütl“). Die Firma Tostmann will dort eine „Bandlkramerey“ errichten.
- 7.9.2013: Im Gelände der ASFINAG findet in Anwesenheit von Landeshauptmann-Stv. Franz Hiesl ein Fest anlässlich 50 Jahre A1 statt. Neben einem Festakt gibt es eine Fahrzeugsegnung, eine Oldtimerschau und diverse Vorführungen.
- 9.9.2013: Mit Beginn des Schuljahres wird die Hauptschule Seewalchen zur „Neuen Mittelschule“ Seewalchen.
Die Schüler/innen der zweiten bis vierten Klassen werden noch nach dem Lehrplan der Hauptschule unterrichtet. - 14. u. 15.9.2013: Triathlon in Litzlberg

- Beim 1. Pfahlbau-Welterbe-Fest am 20.9.2013 werden die von Franz Maul gestalteten Pavillons in Seewalchen, Attersee und Mondsee eröffnet.
- 1.10. 2013: Matthias Hausleithner wird zum neuen Chef der Autobahnmeisterei Seewalchen bestellt. Er folgt damit Karl Schöringhuber, der in den Ruhestand tritt.
- 9.10.2013: Eröffnung des Zeitleistenweges am Schulweg
Seit dem vergangenen Schuljahr arbeitet die Neue Mittelschule Seewalchen (damals noch Hauptschule) an einem Pfahlbauprojekt.
Am Schulweg entstand ein Zeitleistenweg, der auf 8 Tafeln die Geschichte von der Steinzeit bis zur Gegenwart darstellt. - 16.10.2013: Martha Gebetsroither, Unterbuchberg 15, stirbt im 89. Lebensjahr.
Sie hatte 47 Jahre beim Strandbad Boote vermietet. - Oktober 2013: Beim Fest zum Nationalfeiertag am 26.10.2013 präsentiert Emanuel Burger am Wiener Heldenplatz seine „Uniform-Kollektion“. Am 2.11.2013 findet eine Fashion And Art Show im Kaufmännischen Vereinshaus in Linz statt.
- 24.10.2013: Die „Dorfer Metzger“ (Geschäftsführer Walter Holl und August Obermeier) übernehmen das Geschäft Hauptstraße 8, vormals Haydinger.
- 27.10.2013: Anlässlich des Kirchweihfestes der Gnadenkirche Rosenau wird erstmals der neue „Wandbehang der Vereine“ im Foyer des Pfarrsaales präsentiert.
- November 2013: Der Klarinettist Benjamin Feilmair, Lacherwiese, erhält den begehrten Förderpreis (Artist oft the year) von der Bank Austria/Vienna Music Group.
- 8.-10.11.2013: Die Bühne Seewalchen präsentiert im Kultursaal Seewalchen in vier Vorstellungen „Die Kuscheltierräuber“ nach Jenny Wölk.
- 13.11.2013: Auf Einladung des Kulturausschusses findet im SanSeba in Steindorf ein erstes Treffen zur Gründung eines Verschönerungsvereines statt.
- 14.11.2013: Die Lenzing AG muss massiv sparen. Alleine am Standort Lenzing werden bis zu 15 Prozent der 2.800 Jobs, also bis zu 390 Stellen gestrichen, dazu kommen noch über 200 Leiharbeiter. Die Maßnahme wird mit einem Gewinneinbruch und einem Preisverfall für Fasern begründet.
Im Dezember wird ein Sozialplan vorgestellt: Von den geplanten 390 Freisetzungen sollen rund 100 Mitarbeiter in Pension/Altersteilzeit gehen, 100 bis 150 eine ausreichend dotierte Arbeitsstiftung für Weiterbildung nutzen. Rund 30 Mitarbeiter können in das neue Tencel-Werk am Standort Lenzing wechseln. - 18.11.2013: Der Regionalentwicklungsverein Attersee-Attergau REGATTA wird sich für die Periode 2014-2020 wieder bewerben.
- Im November 2013 stellt Erich Weidinger sein neues Buch „Gruselreiches Österreich“ vor.
- 18.11.2013: Der Verein AtterWiki bringt den überarbeiteten Kulturführer: Attersee und Attergau (von Helmut Pachler, Fritz Göschl und Franz Hauser) heraus.
- 29.11.2013: Auf dem Kirchenplatz in Seewalchen, dem Rathausplatz und auf der Steindorfer Straße wird die neue Weihnachtsbeleuchtung in Betrieb genommen.
- 30.11.2013: Im Neubau in der Anton-Bruckner-Straße 5 eröffnet als erstes Geschäft die Geschenkboutique „Heimelig“ (Christine und Werner Nöhmer – Dr.-F.-Seifert-Straße)
- 30.11.2013: Beim heurigen Cäcilienkonzert übergibt Roland Pachinger, Steindorf, die Kapellmeisterstelle der Marktmusik Seewalchen an seine beiden Stellvertreter Andreas Reiter, Steindorf, und Johannes Vogel, Hauptstraße.
- Am 3.12.2013 wird in der Bibliothek am Rathausplatz das Buch:
„Seewalchen zwischen Krensuppe und Samosa - Nationalität Mensch“ –
Seewalchen kocht auf 152 Seiten Gerichte aus 38 Nationen!, präsentiert. - 10.12.2013: Die PS Hotel Betriebs GmbH, Hauptstraße 20 (Häupl) in Seewalchen, meldet Konkurs an (Sanierungsverfahren).
- 23.12.2013: In Linz wird bekannt gegeben, dass die Landesausstellung im Jahr 2020 (Anm: auf 2027 verschoben) in Mondsee sowie in Seewalchen und Attersee a. A stattfinden wird. Unter dem Titel „Versunken – aufgetaucht“ sind die zum UNESCO-Welterbe erklärten jungsteinzeitlichen Pfahlbauten Thema der Landesausstellung.
2014
- 1.1.2014: Klaus Müllner aus Steyr ist neuer Geschäftsleiter des Vereins Hochseilgarten Attersee (HSG-Anlage in Haining). Er folgt in dieser Funktion Mathias Ebetsberger nach.
- 15.1.2014: Friseur Hemetsberger verlegt sein Geschäft von der Haupstraße in den Neubau in der Anton-Bruckner-Straße 5/1.
- 16.1.2014: Die bisherige Obmann-Stellvertreterin Eva Knoll aus Schörfling, wird einstimmig zur neuen Vorstands-Vorsitzenden des Tourismusverbandes der Ferienregion Attersee-Salzkammergut gewählt.
Sie betreibt eine Pension in Schörfling und ist seit 2009 Mitglied des Vorstandes. - 20.1.2014: Das Hotel-Restaurant Häupl (Besitzer: Fam. Hainbuchner „Pepi-Tant“) wird wieder eröffnet.
- 21.1.2014: Für die neue Apotheke in Seewalchen (Anton-Bruckner-Straße 5) werden einige Container aufgestellt, die Gewerbeberechtigung für Mag. Reinhard Kosch aus Weyregg beginnt mit 28.1.2014, die Apotheke wird am 4.4.2014 eröffnet.
- 1.2.2014: Florian Kohlbauer, Gamperner Straße 1, verlegt sein Gastgewerbe von Moos 14 (Fischer-Sepp) nach Attnang-Puchheim.
- 12.2.2014: Im röm.-kath. Pfarrhof wird eingebrochen, nachdem der Dieb zuvor die Schlüssel in der Sakristei entwendet hatte.
Dem Pfarrer wurden alle Schlüssel der Kirche und des Pfarrhofes gestohlen und ein Betrag von 500 € entwendet. Der Gesamtschaden (das gesamte Schließsystem musste ausgetauscht werden), belief sich auf rund 9000 €. - 25.2.2014: Der frühere Friseurmeister und Leiter des Jakobuschores sowie der Liedertafel Vöcklabruck, Rudolf Hemetsberger, Hauptstraße 13, verstirbt im 82. Lebensjahr.
- Im Februar 2014 eröffnet DI Christoph Buttinger seine Blumengeschäft-Filiale in der A.-Bruckner-Straße.
- 1.3.2014: Michele Peverini übernimmt das Gasthaus Fischer-Sepp in Moos 14, nachdem er die letzten Jahre das Restaurant im Haus Berndt in Attersee geführt hatte.
- 23.3.2014: Der bekannte Seewalchner Rudolf Pabst, Seyrlstraße 9, ein Mann, der immer zur Stelle war, wenn man ihn brauchte, verstirbt im 80. Lebensjahr.
- Ende März 2014 wird Claudia Hauschildt-Buschberger, Steindorf, zur Bezirkssprecherin der Grünen gewählt.
- Ende März 2014 wird Gertraud Eisterer, Dr.-F.-Seifert-Straße, zur Bezirksvorsitzenden des Pensionistenverbandes gewählt.
- 31.3.2014: Dr. Annelie Wiesner beendet ihre Tätigkeit als Ärztin in der Ordination ihres Mannes in der Hauptstraße 17.
- 1.4.2014: Dr. Elisabeth Reiter, Wagnerstraße 6, beginnt ihre Tätigkeit als praktische Ärztin in der nunmehrigen Gemeinschaftsordination Dr. Klaus Wiesner u. Dr. E. Reiter in der Hauptstraße 17.
- 1.4.-3.4.2014: Die Autobahnanschlussstelle Seewalchen ist wegen Fahrbahnsanierung gesperrt.
- 4.4.2014: In der Anton-Bruckner-Straße 5 wird – vorerst in einem Container - die Rosenwind-Apotheke eröffnet. Am 30.6.2014 übersiedelt die Apotheke in das vorgesehene Gebäude, nachdem diverse rechtliche Einwände behoben waren.
- 18.4.2014: Zum letzten Mal fährt ein Zug bis zum alten Bahnhof nach Kammer-Schörfling (beim Lagerhaus). Danach wird der Bahnhof für immer geschlossen. In den Folgetagen werden die Oberleitungen von der Agerbrücke bis zum alten Bahnhof entfernt.
siehe auch 28.6.2014. - 26.4.2014: Die neue Steganlage der Attersee-Schifffahrt an der Promenade wird von Landeshauptmann Josef Pühringer eröffnet.
- 9.5.2014: In der Raudaschlmühle In Lenzing stehen rund 150 Feuerwehrleute bei einem Großbrand in einer leer stehenden Fabrikshalle im Einsatz.
Schweiß- und Abrissarbeiten an den Gleisen der alten Transportbrücke des ehemaligen Sägewerkes der Holzindustrie Lenzing führen gegen 19 Uhr zu einem Großbrand.
Ein Teil der Halle stürzt ein, die Brücke über den Ager-Fluss fällt brennend ins Wasser. Verletzt wird niemand. - 12.5.2014: Im Rathaussaal wird der Verschönerungsverein „L(i)ebenswertes Seewalchen – Verein für Dorfentwicklung“ gegründet.
Zur Obfrau wird Mag. Ursula Kölblinger, Michaelbeuernstraße, zu ihren Stellvertretern Franz Emeder, DI Sepp Hoyer und Vizebgm. Mario Weichselbaumer gewählt. - 14.5.2014: Die Fa. Kotz & Co Fahrzeugbedarf (Industriestrasse 7, Guntramsdorf) errichtet im Gelände Marek, Industriegebiet 8, eine weitere Betriebsstätte für den Großhandel von Fahrzeugteilen
- 20.5.2014: Das „Zaunteam Salzkammergut“ (Thomas Ebetsberger) verlegt seinen Betrieb von Gerlham 14 in das Industriegebiet 6 (Weidinger-Halle).
- 23.6.2014: Herta Cassuhn verlegt ihr Friseurgeschäft von Schörfling nach Seewalchen, Reichersberger Straße 20.
- 27.6.2014: Der Unternehmer Karl Lenzenwöger (VW-Werkstätte), Atterseestraße 28, stirbt im 81. Lebensjahr.
- 28.6.2014: Eröffnung der neuen Haltestelle in Kammer-Schörfling.
Nun ist die Bahnstecke um 620 m kürzer und durch diese Maßnahme können 2 Eisenbahnkreuzungen aufgelassen werden. Die Kosten betrugen 4,5 Mio. Euro. - 29.6.2014: Altbürgermeister Josef Limberger erhält in Freyung die Stadtmedaille in Gold der Stadt Freyung.
- 1.7.2014: Der Zahntechniker Harald Hosiner, Atterseestraße 66, hat seinen Betrieb als ruhend gemeldet.
- 3.7.2014: Erster Spatenstich für die Kunststoffverarbeitungsfirma Ensinger-Sintimid im Industriegebiet.
- 19.7.2014: Die Extremsportler Sale Savuel, Manfred Spitwieser und Max Beer aus dem Raum Wien haben den Attersee vom Strandbad Seewalchen bis nach Unterach in 5 Stunden 53 Minuten durchquert.
- 22.7.2014: Die Besitzerin der Villa Paulick, Erika Messner, verstirbt im 87. Lebensjahr.
- Ende Juli 2014: Im ganzen Land (und darüber hinaus) spielen im Rahmen der Internet-Aktion Cold Water Challenge 2014 Musikkapellen im Wasser stehend, sitzend oder schwimmend ein Musikstück.
- 29.7.2014: Die Lenzing AG hat ihre neue, weltweit größte TENCEL® Jumbo-Produktionsanlage erfolgreich angefahren.
- 3. und 4.8.2014: Mehrfache starke Regenfälle führen zu kleineren Überflutungen, die Feuerwehren sind hunderte Stunden im Einsatz.
- 23.8.2014: Der aus Seewalchen stammende Regisseur Florian Flicker, Wien, stirbt mit 49 Jahren.
- 27.8.2014: Die „Männer unter Wasser“ entdecken mit 172,6 m eine „neue“ tiefste Stelle des Attersees.
- 1.9.2014: Die Trafik und das Lottogeschäft Karl Furtlehner in der Hauptstraße 8, wird von Ursula Gassner übernommen.
- 4.10.2014: Sebastian Kritzinger, Kornfeldweg 8, schließt das Kaffeehaus Sanseba in Steindorf, Seewaldstraße 1. Das Geschäft wird dann kurze Zeit von Karin und Christian Bierbauer, Vorchdorf, weitergeführt.
- 18.10.2014: Zu Mittag rammt der Arm eines Feuerwehr-Kranwagens der Freiw. Feuerwehr Seewalchen die Brücke des Eisenbahnüberganges auf der B 151. Dabei ist das Fahrzeug umgekippt, zwei Feuerwehrleute werden verletzt.
- 25.10.2014: Im ORF-Abendprogramm wird die Show „9 Plätze - 9 Schätze“ mit Armin Assinger gesendet.
Assinger stellt je einen Platz aus einem Bundesland vor. Eine prominente Jury sowie das Publikum haben die Möglichkeit den allerschönsten Platz Österreichs zu wählen.
Für Oberösterreich geht die Region Attersee (mit den berühmten Künstlern Mahler und Klimt) ins Rennen, wo im Vorfeld das oberösterreichische Publikum unter drei Orten den Attersee zum schönsten Fleckerl wählte.
Am 25.10 wird Im Raiffeisensaal Seewalchen eine gut besuchte öffentliche Fernsehübertragung organisiert. Schließlich stimmt ganz Österreich per Telefon ab und der „Grüne See“ bei Tragöß in der Steiermark wird zum schönsten Platz Österreichs gewählt.
In Wien war eine Delegation aus dem Attergau mit Bezirkshauptmann Gschwandtner und Bgm. Reiter im Studio anwesend. - 1.11.2014: Der Wassermeister der Wassergenossenschaft Gerhard Ordosch tritt in den Ruhestand (Altersteilzeit). Sein Nachfolger wird Andreas Derra, Feldstraße 23.
- 5.12.2014: Bei der Weihnachtsfeier des Gemeinderates werden unter anderem der ehemalige Kapellmeister der Marktmusikkapelle Roland Pachinger, der ehemalige Kapellmeister der Musikkapelle Rosenau Ing. Wolfgang Zilles, der Wassermeister Gerhard Ordosch, der Pianist Florian Feilmair und sein Bruder, der Klarinettist Benjamin Feilmair, mit dem silbernen Ehrenzeichen sowie Dr. Gexi Tostmann mit der Ehrenbrosche in Gold geehrt.
- Ende 2014 werden in den REGATTA-Gemeinden (Gemeinden am See, Straß, St. Georgen, Berg, Lenzing und Aurach) 28.411 Einwohner und 8.177 Nebenwohnsitze gezählt.
2015
- Die Statistik Austria veröffentlichte vor kurzem einen 10-Jahres-Vergleich der Einwohnerdaten der österreichischen Gemeinden.
Die Marktgemeinde Seewalchen ist im Zeitraum von 1.1.2005 bis 1.1.2015 von 4.951 auf 5.424 Einwohner angewachsen. - Im Februar 2015 hat die IAU (International Astronomical Union, Cambridge, MA, USA) zwei Kleinplaneten nach Erwin Filimon, Sachsenstraße 2, und Peter Grosspointner, beide Astronomischer Arbeitskreis Salzkammergut, benannt.
- 1.3.2015: Pfarrer Konsistorialrat Karl Smrcka tritt in den Ruhestand.
Die Pfarre wird von Konsistorialrat Mag. Reinhold Stangl aus Gampern als Pfarrprovisor geleitet. - 14.3.2015: Der frühere Vorstandsdirektor der Lenzing AG und Begründer des Seewalchner Adventsingens, Kommerzialrat Alfred Wimmer, Steindorfer Straße 13, stirbt im 82. Lebensjahr.
- 16.3.2015: Markus Gebetsberger, Haining, wird zum neuen Ortsbauernobmann gewählt. Er folgt damit Fritz Seiringer-Gaubinger nach.
- 17.3.2015: Podiumsdiskussion mit dem Titel „Seewalchen – gestern – heute – morgen“ mit den Landesräten Dr. Manfred Haimbuchner und Dr. Michael Strugl sowie Bürgermeister J. Reiter.
Den Eröffnungsvortrag hält der Raumplaner, Filmemacher und Publizist Dr. Reinhard Seiß. - 31.3.2015: Das Sturmtief Niklas zieht über Deutschland und den Norden Österreichs. Mit Böen über 100 km/h kommt es zu verschiedenen Schäden.
Äste und ganze Bäume stürzen auf die Straße und Gleise, die Bahnlinie bei Lenzing-Ort ist unterbrochen, Plakate, Planen und nicht befestigte leichte Materialien fliegen durch die Luft.
Die B151 muss gesperrt werden. - 4.4.2015: Die Firma C & C Lifestyle GmbH, Neubrunn 6 (Sabine und Martin Conti), eröffnet das Restaurant im Hotel Attersee.
- 15.4.2015: Carina Kolm, Staudach 9, übernimmt von Irmgard Renner das Blumengeschäft in der Hauptstraße 9.
- 20.4.2015: Brand einer Reithalle in Haining.
- 24.4.-30.4.2015: Die Volksschule Seewalchen führt im Kultursaal das Musiktheater „Im Namen Eurer Majestät“ auf. Es ist ein Bühnenstück mit selbstkomponierter Musik.
- 25.4.2015: Rund 100 Schachspieler nehmen am „Schwimmenden Schachturnier“ am Attersee teil. Sieger wird Fide-Meister Dietmar Hiermann von der Spielgemeinschaft Sauwald, beste Dame wird Regina Heyne, ebenfalls Spielgemeinschaft Sauwald.
- 26.4.2015: Autofreier Raderlebnistag um den Attersee mit rund 40.000 Teilnehmern.
- 4.5.2015: Im Bauamt wird Andreas Reiter als neuer Mitarbeiter eingestellt.
- 13.5.2015: In Linz erhalten der Hauptschuldirektor i. R. Johann Rauchenzauner (Klimt am Attersee und atterwiki), Teichstraße 1, und Ing. Franz Hauser (AtterWiki und Heimatverein Attergau), Baum, vom Landeshauptmann die Landeskulturmedaille.
- 29.5.2015: Das Café Nexxt (Freizeit Gastro GmbH, Geschäftsführer Martin Steirer), A.-Bruckner-Straße, geht in Konkurs und muss schließen.
- Im Frühjahr 2015 wird von der Fa. Piatnik eine eigene begrenzte Salzkammergut-Edition des bekannten DKT-Spiels auf den Markt gebracht.
- 1.6.2015: Das Ministerium für ein Lebenwertes Österreich hat die 12 Mitgliedsgemeinden der Region Attersee-Attergau, die REGATTA, wieder als EU-LEADER-Förderregion anerkannt. Diese Periode läuft bis 2020.
- 9.6.2015: In Linz erhält die in Brasilien tätige Schwester Sabina Aloisia Moser (Staudach)aus Steinerkirchen das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich durch Landes-hauptmann Josef Pühringer.
- 12.6.2015: Mit einem Zeitungsartikel „Junger Verein – alte Geschichte“ tritt der neu gegründete Pfahlbauverein (Obmann Alfons Egger) erstmals an die Öffentlichkeit.
- 19.6.2015: Anna Tostmann-Grosser eröffnet das Café in der Bandlkramerey (ehemals Roither), Hauptstraße 4.
- 23.6.2015: Im Kino Seewalchen findet ein Diskussionsabend der „Initiative Lebensraum Attersee (eine unabhängige Plattform für alle, die den Attersee lieben)“ unter Walter Seeböck statt.
Nach dem Film „Global Shopping Village (Endstation Kaufrausch)“ von Ulli Gladik findet eine Diskussion mit Ulli Gladek, der Salzburger Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler, Katharina Götzl von der Dorfgreißlerei Stubenberg, Gexi Tostmann, Vizebürgermeister Mario Weichselbaumer und Walter Seeböck statt.
In erster Linie ging es um den geplanten Fachmarkt an der Autobahn-Abfahrt. Während die Gegner des Marktes gegen jede Ausweitung der Verkaufsflächen außerhalb der Ortskerne auftraten, wiesen die Befürworter darauf hin, dass es sich in erster Linie um eine Verlegung des bestehenden SPAR-Marktes unmittelbar an den Ortsrand handle. Außerdem gelte es den Abfluss der Kaufkraft in andere Orte zu stoppen. - 24.6.2015: Eva Knoll hat ihre Funktion als Tourismus-Chefin der Ferienregion Attersee zurückgelegt.
- Sommer 2015: Im Strandbad wird auf der Buffet-Terrasse bis Mitternacht ein Gastbetrieb geführt (Strandbad-Lounge).
- Vom 23.7.-13. August wird an den Donnerstag-Abenden auf dem Schiff „Stadt Vöcklabruck“ die „Captain’s Klimt Bar“ am neuen Landungssteg in Seewalchen betrieben.
- 24.7.2015: Eine Sendung des „Sommerradio“ von Radio Oberösterreich mit dem Thema: „10 Jahre Hochseilgarten in Seewalchen“ wird am Nachmittag übertragen.
- 29.7.-9.8.2015: Die Bühne Seewalchen führt im Kultursaal fünf Stücke unter dem Titel „Heiter und kriminell“ auf.
- 31.7.2015: Der Gemeindebeamte Gerhard Heinrich Mohr geht in Pension.
- Im Sommer 2015 schließt die Visagistin Corrina Lang ihr Geschäft in der Atterseestraße 22.
- 13.8.2015: Die frühere Obfrau der Goldhaubengruppe Friedl Kolm, Seyrlstraße 3, stirbt im 81. Lebensjahr.
- 25.8.2015: In der Hauptstraße 13 (ehemals Friseur Hemetsberger) eröffnet die Frauenärztin Dr. Elke Gierlinger-Plöderl ihre Wahlarzt-Praxis.
- 25.8.2015: In Ladtstatt wird die neu errichtete Kapelle der Familie Bauernfeind gesegnet.
- Ende August 2015 werden auf dem ASFINAG-Gelände der A1 (Straßenmeisterei) zwei weitere hohe Salzsilos errichtet.
- 29.8.2015: Der frühere Leiter der HAGE-Volksbank Seewalchen, Sepp Lachinger, Hauptstraße 25, stirbt im 87. Lebensjahr.
- 1.9.2015: Mag. Alexandra Freinthaler aus Weiterschwang wird Pastoralassistentin in Seewalchen.
- 15.9.2015: Die frühere Vizebürgermeisterin Gertraud Eisterer erhält in Linz den Ehrentitel Konsulentin für Soziales.
- 15.9.2015: In der Strandbad-Sprunggrube wird eine Unterwassergrabung seitens des Landesmuseums durchgeführt. Es handelt sich dabei um Vorarbeiten für die Landesausstellung 2027. Fünf Jahre lang sollen die Taucher unter der Leitung von Henrik Pohl die Reste der bis zu 6.000 Jahre alten Siedlungen untersuchen. Seit über 30 Jahren wurde keine derartig umfangreiche Grabung durchgeführt.
Bei diesem Forschungsprojekt „Zeitensprung“ werden auch spezielle Führungen zu Pfahlbau und Unterwasser-Grabung angeboten. - 19.9.2015: Die vierte und letzte Etappe der Sanierung der Neuen Mittelschule (früher Hauptschule) ist abgeschlossen. Die Arbeiten erfolgten meist außerhalb der Schulzeit. Von den Kosten der Höhe von 3,7 Mio. € übernahm das Land 70 %.
- 27.9.2015: Gemeinderatswahlen
4492 Wahlberechtigte, Wahlbeteiligung 79,50%
ÖVP: 1434 … 13 Mandate (- 1) || SPÖ: 752 … 7 Mandate (- 3) || FPÖ: 812 … 7 Mandate (+ 2) || Grüne: 419 … 4 Mandate (+2) - 27.9.2015: Bürgermeisterwahlen:
Mag. Johann Reiter, Wagnerstraße 6 (ÖVP) …1818 Stimmen
Mario Weichselbaumer, Kraims 20 (SPÖ) … 885 Stimmen || Karin Hemetsberger, Steindorf 21 (FPÖ) … 724 Stimmen. - Anfang Oktober 2015 eröffnet „Jurek“ Knapczyk in der A.-Bruckner-Straße ein Farben- und Design-Geschäft. Er lebt seit 2004 in Seewalchen und beschäftigt in seinem Malerbetrieb 9 Mitarbeiter.
- 5.10.2015: Sabine Ebli eröffnet in der Hauptstraße 10 (ehemalige Schlosserei Lenzenwöger) ihre Maßschneiderei (Änderungen und Reparaturen von Montag bis Mittwoch).
- Anfang Oktober 2015 wird im Kultursaal ein Lift eingebaut. Die gesamten Umbauarbeiten belaufen sich auf rund 140.000 €.
- 14.10.2015: Im Industriegebiet (Ensingerplatz 1) eröffnet das Unternehmen Ensinger-Sintimid.
- 15.10.2015: Die Grünen Seewalchen übergeben dem Bürgermeister eine Unterschriftenliste mit 1011 Eintragungen, die sich gegen die Errichtung eines Fachmarktzentrums und SPAR-Marktes auf dem Gelände der Autobahnabfahrt ausspricht.
- 22.10 2015: In der Anton-Bruckner-Straße (am Parkplatz vor der Apotheke Rosenwind) findet der erste Seewalchner Bauernmarkt statt.
- 22.10.2015: In der Anton-Bruckner-Straße eröffnet das Frühstücks-Café Early Bird (vormals Café nexxt).
- 26.10.2015: Im Rahmen des Archäologieprojektes werden am „Tag der offenen Grabung“ beim Pfahlbaupavillon und im Strandbad Führungen durchgeführt.
Pfahlbauvermittler und Restauratoren des Oö. Landesmuseums geben für zahlreiche Interessierte Führungen. - Im Oktober 2015 schließt der Friseurbetrieb Lachinger GmbH, Hauptstraße 23, sein Geschäft.
- 16.11.2015: Der langjährige Kommandant der Freiw. Feuerwehr Steindorf und Abschnittskommandant Karl Schiemer, Steindorf, erhält vom Landeshauptmann das Goldene Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich.
- 22.11.2015: Der Besitzer der Villa Paulick Dipl. Ing. Dr. Robert Messner (* 17.5.1962) stirbt.
- 4.12.2015: Weihnachtsfeier der Marktgemeinde
Verabschiedet wurden die Bediensteten Gerhard Mohr und Vera Duskova.
Ehrungen erhielten die ehemaligen Gemeinderäte Isolde Katamay, Stefanie Eicher, Christian Geissler, Andreas Distler, Franz Günther Andorfer, Dipl. Ing. Irene Gotschy-Russ und Wolfgang Vogel.
Mario Weichselbaumer: Mitglied des Gemeindevorstandes und Gemeinderates, Zweiter Vizebürgermeister von 2009 – 2015, Obmann des Kulturausschusses, REGATTA-Arbeitskreisleiter, Mitglied des REGATTA-Vorstandeserhielt die Verdienstmedaille in Gold.
Der Bürgermeister bedankte sich bei den Chronisten Rudolf Romankiewicz und Johann Rauchenzauner. - 15.12.2015: Das Zaunteam Thomas Ebetsberger, Industriegebiet, ist insolvent.
- 16.12.2015: Der Tourismusverband Attersee-Salzkammergut hat Horst Anleitner aus Attersee zum Vorsitzenden gewählt.
- 20.12.2015: Im Pfarrsaal findet eine gemeinsame Weihnachtsfeier von Asylsuchenden und ihren Helfern statt.
- 29.12.2015: Der Verein „Pfahlbau am Attersee“ baut zwei Einbäume nach. Die Bäume, zwei rund 130 bis 150 Jahre alte Tannen mit rund 45 m Länge und 3,4 m Umfang, wurden nach Seewalchen gebracht und an der Promenade zur weiteren Verarbeitung aufgestellt.
Die Chronik der Jahre ... |
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1851-1880 | 1881-1900 | 1901-1920 | 1921-1940 | 1941-1960 | 1961-1970 | 1971-1980 |
Die Jahre 2016 bis 2020
2016
- Anfang Jänner 2016 wurde Jakob Moser, Kraims, zum neuen Obmann des Jagdausschusses gewählt. Er folgt damit Franz Heitzinger, Neubrunn, der diese Funktion über 24 Jahre inne hatte.
- 9.1.2016: Der frühere Gemeindevorstand Gerhard J. Zopf, C.-Häupl-Weg 7, stirbt im 80. Le-bens¬jahr.
- 26.1.2016: Walter Schneeberger, Steindorf, wird zum neuen Obmann des Seniorenbundes gewählt. Er folgt in dieser Funktion Alois Baumgartinger, der 15 Jahre lang Obmann war, nach.
- 26.2.2016: Der frühere Fleischermeister Günter Johann Haydinger (ehemals Hauptstraße 10) verstirbt im 69.Lebensjahr.
- Februar 2016 Die Firma Stemmer Bau GmbH. übersiedelt von Timelkam in die „Weidinger Halle“ im Industriegebiet Seewalchen.
- 30.3.2016: Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer überreichen in Linz die Dekrete für verliehene Berufstitel.
Die Sonderschullehrerin Maria Aichhorn und die Religionslehrerin Waltraud Bachinger von der Volksschule Seewalchen sowie die Fachoberlehrerin Dipl. Päd. Ursula Mayrhofer von der Neuen Mittelschule Seewalchen erhielten den Berufstitel „Schulrätin”. Die Leiterin der NMS Seewalchen, Rosina Wasmeyer, wurde zur Oberschulrätin ernannt. - 13.4.2016: Generalversammlung des Vereines Liebenswertes Seewalchen.
Dr. Alexander Mihalic wird zum neuen Obmann des Dorfentwicklungsvereines gewählt.
Biogärtner und Buchautor Karl Ploberger, der die Aktivitäten des Vereins bestmöglich unterstützen will, wird zum Ehrenmitglied gewählt. - 14.4.2016: In der Sitzung des Gemeinderates wird beschlossen die Zufahrt zu den neu als Bauland gewidmeten Kemptner-Gründen in Steindorf als „Achbauernstraße“ zu bezeichnen.
- 15.4.2016: Im Kultursaal findet das „1. Seewalchner World Café“ statt. Unter dem Titel „Miteinander Seewalchen gestalten“ geht es um Ortsentwicklung und eine Ideenbörse. Eingeladen haben die Initiative Lebensraum Seewalchen und der Verein Liebenswertes Seewalchen.
- 22.4.2016: Nach dem Umbau wird das Café Eiszeit wieder eröffnet.
- Ende April 2016 schließt das Café Early Bird (nexxt) in der A.-Bruckner-Straße.
- 3.5.2016: Die Stemmer GmbH. eröffnet im Industriegebiet 6 ihre Holzbau-Meister-Firma.
- 24.5.2016: Der frühere Gemeindebedienstete und Standesbeamte Hubert Hofer, Lenzing, Mühlengasse 3, verstirbt im 96.Lebensjahr.
- 23.6.2016: Der Ehrenkapellmeister der Rosenauer Musikkapelle Musik, Georg Zilles, Sachsenstraße 7, verstirbt im 82. Lebensjahr.
- 28.6.2016: Der frühere Vizebürgermeister Hans Schachl erhält vom Landeshauptmann das Silberne Verdienstzeichen der Republik Österreich.
- 30.6.2016: „Litz – Das Erlebnishaus am Attersee“ (ehemals Jugend-Rot-Kreuz-Heim) wird nach einer völligen Neugestaltung von Landeshauptmann Pühringer eröffnet.
- 30.6.2016: In der Sitzung des Gemeinderates wird beschlossen
- den Planentwurf des Architektenbüros F 2 Architekten für den Neubau der Volksschule zu genehmigen.
- das nunmehr 2400 m² große Verkaufsareal SPAR (statt 3700 m²) im Bereich der Autobahnabfahrt zu genehmigen.
Über Antrag von Spar Oberösterreich für eine Verkaufsfläche von 2400 m² (ursprünglich war an 3700 m² gedacht) hat das Amt der O.Ö. Landesregierung ein Raumordnungsprogramm erstellt.
Der Gemeinderat beschließt mit den Stimmen von ÖVP, FPÖ und SPÖ, das vorgelegte Raumordnungsprogramm zustimmend zur Kenntnis zu nehmen. Die Grünen, die sich dagegen aussprechen, üben heftige Kritik. - ab 2017/18 die Polytechnische Schule Seewalchen aufzulassen, nachdem der Landes-schulrat keinen Einwand erhoben hat.
- das Feuerwehrhaus Steindorf um geschätzte 579.000 € umzubauen und zu erweitern.
- 1.7.2016: Nationalrat Ing. Heinz Peter Hackl (FPÖ) legt aus gesundheitlichen Gründen sein Nationalratsmandat zurück.
- 1.7.2016: World-Café II im Kultursaal. 50 Teilnehmer entwickeln rund 120 Ideen und Vor-schläge zur Gestaltung Seewalchens.
- 9.7.2016: Das Atterseeschiff „Unterach“ erhält ein neues Design. In einem Wettbewerb wird die Gestaltung zum Thema „Gustav Mahler“ ermittelt.
- 12.7.2016: Dem MSC Seewalchen gelingt der Gesamtsieg beim 123-Runden-Rennen. Die Fahrer Markus Schiestl, Peter Schobesberger und Benjamin Haberl siegen am Pannoniaring (Ungarn) einfahren. Nach 4:32:36,9h haben sie als erstes von 55 Teams die 123 Runden absolviert. 1
- 6.8.2016: Welterbe-Seefest auf der Promenade
Auf einer Seebühne moderiert Karl Ploberger den Festakt. Nach einigen Interviews erfolgt die Einbaum-Taufe und die Eröffnung des Spielplatzes „Pfahlbau" durch Landeshauptmann Josef Pühringer. Ab 12 Uhr startet die Internationale Einbaum-Regatta. Insgesamt 44 Mannschaften nehmen an der Regatta teil. Sieger wird das Team der Gemeinde Seewalchen und hat sich für die Einbaum-WM in Frankreich 2018 qualifiziert. Gefeiert wird bis in die späten Abendstunden. Ein Feuerwerk setzt den Schlusspunkt dieses Welterbe-Festes. - 8.8.2016: Thomas Achleitner beendet seine Tätigkeit als Kapellmeister der Musikkapelle Rosenau.
- Mitte August 2016 beginnen die Arbeiten zur Neugestaltung des Schulsportplatzes.
- 26.-28.8.2016: Beachvolleyball Staatsmeisterschaften in Litzlberg.
Rund 8.000 Zuschauer kommen zu dieser Veranstaltung, die bereits zum dritten Mal bei bestem Wetter durchgeführt wird. Staatsmeister werden Flo Schnetzler (Unterach) und Peter Eglseer (Enns), der Damentitel geht an Babsi Hansel (Oberndorf) und Steffi Schwaiger (Allentsteig).
Babsi Hansel gibt nach dem Turnier das Ende ihrer Karriere bekannt - 30.8.2016: Dr. Annelie Wiesner stirbt im 72. Lebensjahr.
- Schulbeginn 2016/17: Im Aichergut, Seyrlstraße/Kapellenweg, startet eine „Lais-Lerngruppe“.
Nach einem Schuljahr wurde der Betrieb wieder eingestellt. - Im September 2016 schließen Christine und Werner Nöhmer ihre Geschenkboutique „Heimelig“ in der Anton-Bruckner-Straße 5.
- 24.9.2016: Bei der heurigen Radveranstaltung „King oft the Lake“ um den Attersee nehmen 573 Starter teil. Sieger bei den Herren wird Riccardo Zoidl mit 57:04,97 min (49,8 km/h), bei den Damen gewinnt Adelheid Schütz mit 1:06:28,72 h.
- 3.10.2016: Sabine Röthleitner aus Lenzing tritt in den Gemeindedienst (Finanzabteilung) ein. Zuvor war sie in der Gemeinde Lenzing beschäftigt.
- Im Oktober 2016 wird zwischen Litzlberger Keller und der Einfahrt in den Haininger Bach ein Gehsteig errichtet.
- 1.11.2016: Der Wassermeister der Wassergenossenschaft Seewalchen Gerhard Ordosch wird pensioniert. Er war seit 1.11.2014 in Alters-Teilzeit.
Die Angestellte der Wassergenossenschaft Seewalchen Johanna Pfeil tritt in den Ruhestand. - 9.11.2016: Maria Billii (eigentlich Marlene Mairinger, Lerchenweg 18 B) wird in Köln zur „besten singenden Köchin“ Deutschlands gewählt. Sie hatte sich für diesen Wettbewerb im September als beste singende Köchin Österreichs qualifiziert.
- 12.-20.11.2016: Die Bühne Seewalchen führt im Kultursaal in sechs Vorstellungen „Des Kaisers neue Kleider“ auf.
- 2.12.2016: Bei der Weihnachtsfeier des Gemeinderates wird der Direktorin i.R. der Neuen Mittelschule, Oberschulrätin Rosi Wasmeyer, Dank und Anerkennung ausgesprochen. Sie tritt am 1.12.2016 nach 43 Dienstjahren als Lehrerin und sieben Jahren als Direktorin in den Ruhestand.
Geehrt werden der langjährige Gemeindevertreter Mag. Herbert Dachs-Machatschek aus Haining, der Jugend-Schirennläufer Michael Schneeweiss (*2004) aus Litzlberg, Englweg 9 und die Springreiterin Melanie Lechner (*2002) aus Seewalchen, Müllnerweg 6/2. - 19.12.2016: Der frühere Nationalratsabgeordnete Heinz Hackl erhält vom Landeshauptmann das Silberne Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich.
- 30.12.2016: Der Chorleiter des Jakobus-Chores, Landeschorleiter-Stellvertreter und Träger der Kulturmedaille des Landes Oberösterreich Konsulent, Gerhard Fitzinger, Vöcklabruck, verstirbt unerwartet im 70.Lebensjahr.
- 31.12.2016: Gemeindearzt Dr. Klaus Wiesner tritt in den Ruhestand.
- Laut einer Statistik des Landes O.Ö. (2016) sind in unserer Gemeinde 1527 Beschäftigte in 386 Arbeitsstätten registriert. Im Tourismus sorgen 25 Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe mit mehr als 400 Gästebetten für 40.000 Nächtigungen (2017), wobei uns der kontinuierliche Anstieg besonders freut (2015: 29.000; 2016: 32.000).
2017
- 10.1.2017: Eva Friedrich (wohnhaft in Timelkam) wird Kapellmeisterin der Musikkapelle Rosenau.
- 13.1.2017: Die FPÖ Seewalchen wählt Siegfried Schmuck, Hackerweg 11/4, zu ihrem neuen Obmann, Stellvertreter werden Karin Karlhuber und Rene Hofbauer.
- Jänner 2017: Die SPÖ Seewalchen wählt Jürgen Kirchberger, Königswiese 2, zu ihrem neuen Obmann.
- 17.1.-14.2.2017: Die Grünen Seewalchen initiieren eine Initiative zur Abhaltung einer Volksbefragung zur Verhinderung eines Fachmarktzentrums (SPAR) bei der Autobahnabfahrt. Die Bürger waren aufgerufen, eine Unterstützungserklärung zur Abhaltung einer Volksbefragung abzugeben.
405 Personen unterschreiben diese Unterstützungserklärung. Da die notwendigen 674 Unterschriften nicht erreicht werden, wird keine Volksabstimmung abgehalten. - 22.1.2017: Marktskimeisterschaften (gemeinsam mit der Marktgemeinde Schörfling) in Oberaschau, Oberwang. Aus Seewalchen sind 50 Starter gemeldet. Ortsmeisterin wird Victoria Riedl, Ortsmeister wird Leonhard Frei.
- 29.1. 2017: 17. Seewalchner Eisstock-Marktmeisterschaften in der REVA-Halle Vöcklabruck mit 22 Mannschaften. Sieger wird die Moarschaft Ernst Mayer mit Rudolf Löschenkohl, Franz Lemp und Rudolf Kroiß.
- 23.-30.1.2017: Das Volksbegehren „Gegen TTIP, CETA und TISA" (Handelsabkommen mit den USA, Kanada, Liberalisierung öffentlicher Dienstleistungen) wird in Seewalchen von 514 Personen (von 4281 Wahlberechtigten) unterschrieben.
- 7.2.2017: Der Regionalentwicklungsverein Attersee-Attergau REGATTA feiert im vollbesetzten Kultursaal Seewalchen sein 15-Jahr-Jubiläum.
Mit Kurzfilmen, Fotorückblicken und Talk-Runden wird auf die 15 Jahre „LEADER-Arbeit“ der REGATTA und die vielen Projektträger zurückgeblickt. - 26.2.2017: Der frühere Gastwirt Karl Huber (Haus des Fremdenverkehrs, Restaurant Seebad Litzlberg), Seyrlstraße 5, stirbt im 87. Lebensjahr.
- 1.3.2017: Die Gemeindebedienstete Edeltraud Baumgartinger tritt in den Ruhestand.
- Anfang März 2017 beginnen die Abrissarbeiten des alten Bahnhofes Kammer-Schörfling.
- Anfang März 2017 wird Paul Flachberger zum neuen Obmann des ESV Seewalchen gewählt. Neuer Obmann-Stellvertreter ist Christian Roither.
- 1.3.2017: In der Bauabteilung wird Florian Kalleitner aus St. Georgen, Wildenhag 13, als neuer Mitarbeiter im Bauamt aufgenommen.
- 1.3.2017: Das Café nexxt (Early Bird) in der A.-Bruckner-Straße wird geschlossen.
- 7.3.2017: Landeshauptmann-Stv. Thomas Stelzer verleiht das Ehrenzeichen „Verdienste um die Oberösterreichische Jugend" an Harald Zoister, Steindorf 140.
Harald Zoister ist seit 1995 bei den O.Ö. Kinderfreunden als Betreuer und Leiter von Feriencamps aktiv und betreut als Fußball-Nachwuchstrainer fußballbegeisterte Kinder. - 22.3.2017: In der Bandlkramerey präsentiert Erich Weidinger sein Buch „Blumengeschichten – Märchen für Herz und Seele“.
- 24.3.2017: Bei der Jahreshauptversammlung der Wassergenossenschaft Seewalchen wird eine Erhöhung der Wasserbezugsgebühr von 0,92 € auf 1,02 € je m³ beschlossen.
- 25.3.2017: Bei der Jahreshauptversammlung der Wasserrettung Litzlberg wird Fabienne Weickinger (Ampflwang) zur neuen Obfrau gewählt. Sie folgt damit Alexander Leitner nach.
- 21.4.2017: Der Rosenauer Musikverein wählt Sandra Grausgruber, Atterseestraße 19, zu seiner neuen Obfrau.
- 21.4.2017: Die Direktorin des Südtiroler Archäologiemuseums Dr. Angelika Fleckinger hält im voll besetzten Raiffeisensaal einen Vortrag zum Thema „Ötzi zu Besuch bei den Pfahlbauern“.
- 22.4.2017: Pfarrfirmung. Kanonikus Dr. Martin Füreder spendet 39 Firmlingen die Firmung.
- 24.4.2017: Das Mode-Atelier Emanuel Burger verlegt sein Atelier von Seewalchen, Hauptstraße 17, nach Linz.
- 25.4.2017: Pfarrgemeinderatswahl. Zum Obmann wird Fritz Seiringer, Reichersberg, zu seiner Stellvertreterin Elisabeth Löcker, Teichstraße, gewählt.
- 28.4.2017: Festkonzert „25 Jahre Landesmusikschulwerk“. Zum Festakt kommen auch Landeshauptmann Thomas Stelzer und Manuel Höfer vom Landesmusikschulwerk.
- Im April 2017 beginnen die Umbauarbeiten des Feuerwehrdepots Steindorf.
- 1.5.2017: Manfred Binder wird zum neuen Amtsleiter (ab 1.8.2017) bestellt.
- 1.5.2017: Die holländische Königsfamilie macht einen Einkaufsbummel bei Trachten Tostmann in Seewalchen.
- 7.5.2017: Autofreier Raderlebnistag um den Attersee.
- 14.5.2017: Veranstaltet vom Verein L(i)ebenswertes Seewalchen findet in der Bandlkramerey eine Lesung mit Karl Ploberger („Der Gartenflüsterer“) statt.
- 19.5.2017: Abends kommt ein gewaltiger Sturm auf. Zwei Frauen, die in einem Boot in der Buchberger Bucht fahren, missachten die Sturmwarnung, können nicht mehr zurück und müssen von der Wasserrettung Litzlberg gerettet werden.
- 26.-28.5.2017: 140-jähriges Gründungsfest der Freiw. Feuerwehr Seewalchen und Abschnittsbewerb.
Rund 230 Feuerwehrmitglieder der Nachbarwehren kommen zum Festakt nach Seewalchen Am 26.5. segnen Diakon Karl Höllwerth und Pfarrer Roman Frais die neue Tragkraftspritze.
Am 28. 5. findet der Abschnittsbewerb Attersee statt. Rund 135 Bewerbsgruppen und 150 Jugendgruppen nehmen teil. - 26.5. 2017: Der ehemalige Betreiber der Esso (eni-)Tankstelle in der Atterseestraße „Joschi“ Reith stirbt im 83.Lebensjahr.
- 27.5.2017: Eröffnung Weitwanderweg Attersee-Attergau mit Gerlinde Kaltenbrunner.
Der Weitwanderweg Attersee-Attergau in führt in 9 Etappen über 33 km (bei 1180 Höhenmetern) von Attersee -> Unterach -> (Schiff nach) Weißenbach -> Alexenau -> (Schiff nach) Attersee.
Der Start erfolgt um 5:00 Uhr in Attersee a.A. und endet um 22:15 Uhr. - 1.6.2017: Angela Limberger (Bauabteilung) tritt in den Ruhestand.
- 15.6.2017: Der frühere Sportler Helmut Pirklbauer (international erfolgreicher Karatesportler im Nationalteam), Kettlleiten, verstirbt im 64.Lebensjahr.
- 29.6.2017: Der Gemeinderat beschließt ein Fütterungsverbot für Wildvögel (Schwäne, Enten, etc.) im Wasser und am Ufer des Attersees und an der Ager.
- Im Juni wird der durch Holzwurm befallene Dachstuhl der Filialkirche Kemating um rund 75.000 € saniert.
- 11.7.2017: Der MSC Seewalchen kann beim 123-Runden-Rennen am Pannoniaring den Gesamtsieg aus dem Vorjahr wiederholen.
- 13.7.2017: Der Obmann des Kameradschaftsbundes Johann Moser, Freyunger Straße, stirbt im 76. Lebensjahr.
- 14.7.2017: Das Café Restaurant Sailer (früher Konditorei Rohringer), Hauptstraße 36, eröffnet nach umfassendem Umbau seinen Betrieb.
- 14.7.-20.8.2017: In der Villa Paulick wird in mehreren Aufführungen das Theaterstück „Süsse Wiener Dunkelheit / tiefheller See“, welches sich mit Emilie Flöge beschäftigt, aufgeführt.
- 15.7.2017: In Rheinau-Süd (Mannheim, BRD) wird eine Straße als „Atterseestraße“ benannt.
Der dortige Siedlerverein ist der Partnerverein des Seewalchner Siedlervereins - 17.7.-23.11.2017: In Seewalchen und einigen umliegenden Orten werden wieder zahlreiche Lesungen unter dem Titel „Mörderischer Attersee“ veranstaltet.
- 20.7.2017: Der ehemalige Geschäftsmann (Kroiß-Moden Vöcklabruck) Heinz Kroiß, Schulweg, verstirbt im 83. Lebensjahr.
- 20.7.2017: Ein schweres Unwetter zieht über den Attersee. Mehrere Boote kentern, die Wellen im See erreichen eine Höhe bis 1½ m.
- Im Juli 2017 wird beim Starzbauern in Gerlham (Gerlham 14) ein Aussichts- und „Wohlfühl-“ Platzerl (mit neu gestalteten Bankerln) errichtet.
- 1.8.2017 Amtsleiter Hans Schmidt, Haidacher Straße, geht in Pension.
Schmidt trat am 1.1.1976 in den Gemeindedienst und war vom 1.5.1997 bis 31.7.2017 Amtsleiter.
Manfred Binder übernimmt die Amtsleiterfunktion, an seine Stelle in der Finanzabteilung kommt Ernst Weber.
Barbara Schausberger, Timelkam, Linzer Straße 10, wird in die Finanzabteilung aufgenommen. - 1.8.2017: Der Klimt-Experte Dr. Alfred Weidinger, ehemaliger Chefkurator und Vizedirektor des Belvedere, wird neuer Direktor des Museums der bildenden Künste in Leipzig.
- 5.8.2017: In Anwesenheit von Landesrätin Mag. Christine Haberlander wird der vom Verein L(i)ebenswertes Seewalchen neugestaltete Rosengarten samt Pavillon und Rosenstiege der Öffentlichkeit übergeben.
- 25.-27.8.2017: Musikfest der Marktmusik mit Wertungsspiel um den Atterseepokal.
18 Musikkapellen mit rund 1000 Musikern kommen zum Musikfest nach Seewalchen. Den Atterseepokal holt sich die Steinbacher Kapelle „D´Schoberstoana“. - 25.-27.8.2017: Österreichische Beachvolleyball Staatsmeisterschaften im Strandbad Litzlberg.
Vor 2.000 Zusehern gehen die Staatsmeistertitel bei den Damen an das neu formierte Duo Stefanie Schwaiger/Theresa Strauss und bei den Herren an Xandl Huber/Julian Hörl. - 31.8. 2017: Die Firma Wozabal hat Insolvenzanträge gestellt. 6 Betriebe mit 792 Beschäftigten, darunter der Betrieb in Lenzing, in dem viele Seewalchnerinnen arbeiten, sind betroffen. Die Schulden betragen rund 47 Mio €.
Der Betrieb wird aber weiter geführt. - 31.8.2017: Das Wegerl zwischen den Liegenschaften Sailer/Rohringer-Kirchgatterer zwischen Hauptstraße und Atterseestraße wird lt. Gerichtsbeschluss aufgelassen.
Im September 2017 wird in der Hauptstraße (entlang des Amthof-Parks) eine Kurzparkzone verordnet. - 1.9.2017: Pfarrer Mag. Reinhold Stangl übergibt die Leitung der röm.-kath. Pfarre Seewalchen an die Pastoralassistentin Alexandra Freinthaler, die nun Pfarrassistentin ist.
Pfarrer Stangl wird als Pfarrmoderator weiterhin für Seewalchen zur Verfügung stehen, - 1.9.2017: In Marchtrenk überreicht der Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Alois Stöger Herrn Hofrat Mag. Volker Petri das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich.
- 1.9.2017: Nicole Seemayer übernimmt die Leitung der Krabbelstube.
- 7.9.2017: Das Autohaus Legat hat den Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung gestellt.
Die Firma hat Schulden in der Höhe von 684.000 Euro. Insgesamt sind 23 Dienstnehmer betroffen. Die Verluste wurden vor allem durch die KFZ-Verwertung eingefahren. Der Betrieb wird weiter geführt. - 20.9.2017: Im Schloss Steyregg wird der Regionalitätspreis der Bezirksrundschau vergeben. Insgesamt gab es rund 200 Einreichungen aus ganz Oberösterreich. Die Auszeichnungen werden in neun Kategorien vergeben.
Der Verein Pfahlbau am Attersee hat in der Kategorie "Vereine/Institutionen/Behörden" den ersten Preis gewonnen. - Im September 2017 legte Victoria Buschberger (Grüne) ihr Gemeinderatsmandat zurück. An ihre Stelle rückt Mag. Dunja Lamatsch aus Neubrunn.
- 30.9.2017: Die Ferienregion Attersee schließt das Tourismusbüro in Kammer.
- 30.9.2017: King Of The Lake ASVÖ
Zum bereits 7. Mal lädt der Radsportverein Atterbiker.at zum europaweit einzigartigen Einzel- und Mannschaftszeitfahren rund um den Attersee ein. 1.200 Radrennfahrer aus 18 Nationen kämpfen um den Titel.
Georg Preidler holt sich mit einem neuen Streckenrekord mit 0:55:57,97 den Titel „Elite King of the Lake“.
Bei den Damen kann sich Adelheid Schütz mit der Zeit von 1:08:30,41 durchsetzen. - 30.9.2017: Bereits zum 6. Mal findet die Atterseerundfahrt mit alten PUCH-Mopeds und Motorrädern (Maurerbock) statt. Fast 500 Mopedfahrer nehmen teil.
- Ende September 2017: Auf der Fashion Week in Paris werden die von der britischen Designerin Vivienne Westwood entworfenen extravaganten Tracht-Couture-Designs, die von Tostmann Trachten gefertigt wurden, präsentiert.
Zwischen Gexi Tostmann und Vivienne Westwood besteht bezüglich Tracht eine jahrelange Zusammenarbeit. - 23.10.2017: Das Land Oberösterreich hat sich im Zuge ihrer Sparmaßnahmen entschlossen, ihre Landesausstellungen künftig in einem 3-Jahr-Rhythmus zu veranstalten. Das bedeutet, die geplante Landesausstellung „Versunken – Aufgetaucht“ (Seewalchen, Attersee, Mondsee) wird von 2020 auf das Jahr 2027 verschoben.
- 29.10.2017: Ein Tief mit dem Namen „Herwart“ zieht von der Nordsee in Richtung Ukraine. Ein kräftiger Sturm mit Windgeschwindigkeit um die 120 km/h traf auch Seewalchen.
8.000 Feuerwehrleute waren im Einsatz, vor allem das Hausruckviertel, die Donau, der Zentralraum und das Alpenvorland waren in Oberösterreich betroffen. - Ende Oktober 2017 übersiedelt die Volksschule in Container-Klassen (auf dem Hauptschulparkplatz).
- 1.11.2017: In Vöcklabruck stirbt die Geschäftsgründerin Marlen Tostmann im 103. Lebensjahr.
- 1.11.2017: Leopold Starlinger, Kleinmüllerstraße 11, wird als Kanalwart der Gemeinde aufgenommen.
- 8.-18.11.2017: Die bühne Seewalchen führt im Kultusaal das Lustspiel „Schneetreiben“ von Georg Ludy auf.
- 13.11.2017: Bei der 18. NESTROY-Verleihung im Ronacher/Wien gewinnt Doris Uhlich den Spezialpreis.
Doris Uhlich (* 1977 in Attersee, Oberösterreich) ist eine österreichische Choreografin und Performance-Künstlerin und ist in Unterbuchberg 3 aufgewachsen. - 24.11.2017 bis 28.2.2018: Klaus Pitter stellt Zeichnungen unter dem Titel „Da ist ein Haar in meiner Suppe" in der Rathausgalerie aus.
- 27.11.2017: In der Anton-Bruckner-Straße 5 eröffnet die Firma KOSAN PHARMA. Sie beschäftigt sich mit der Herstellung und Aufbereitung sowie Vermietung von Medizinprodukten und mit Handel von Medizinprodukten.
- 4.12.2017: Die Gustobox, Industriegebiet 6, eröffnet ihr neues Lokal.
- 7.12 2017. Weihnachtsfeier der Gemeinde
Der Gemeinderat verleiht dem früheren Vizebürgermeister Hans Schachl den Ehrenring der Marktgemeinde.
Folgende Bedienstete werden verabschiedet: Johann Schmidt (1.1.1976-31.7.2017. Bauamt, Standesamt, Amtsleiter), Edeltraud Baumgartinger (1.8.1974– 28.2.2017) und Angela Limberger (1.1.1972-31.5.2017).
Die Silberne Ehrenbrosche geht an die frühere SPÖ-Gemeinderätin und Sozialausschussobfrau Roswitha Mohr.
Die Silberne Verdienstmedaille erhält Erich Steinwendner aus Rosenau.
Die Verdienstmedaille in Gold erhält Nationalrat a.D. Ing. Heinz Hackl.
Peter Wechselauer erhält die Verdienstmedaille in Gold.
Dr. Klaus Wiesner erhält die Verdienstmedaille in Gold. - 14.12.2017: Das Unternehmerteam BNI Attersee veranstaltet ein Weihnachts-Charity-Konzert im Café Eiszeit. Die gesammelten 10.000 Euro gehen an Sera Rohringer.
Sera Rohringer (früher Betreiberin des Café Eiszeit) ist krankheitsbedingt auf eine lebensnotwendige 24-Stunden-Betreuung angewiesen, kann diese aber nicht alleine aus staatlichen und öffentlichen Mitteln sicherstellen. - 31.12.2017: Das Flüchtlingsquartier in der Atterseestraße (ehem. Wildbachverbauung) wird geschlossen.
- Im Dezember 2017 eröffnet in der Anton-Bruckner-Straße 3 die Pizzeria La Ruccola (vormals nexxt).
2018
- 1.1.2018: Der ehemalige Pfarrer Konsistorialrat Karl Smrcka stirbt in Vöcklabruck im 83. Lebensjahr.
- 3.1.2018: Eröffnung des Konkursverfahren Autohaus Legat, Gewerbegebiet Ager 1.
Danach wird der Betrieb als „Legat Automobil GmbH“ weitergeführt. - 11.1.2018: Der frühere Zahnarzt Dr. Peter Bressler, Maria-Theresia-Straße 28, ist im 71. Lebensjahr verstorben.
- 8.2.2018: Der Gemeinderat hat beschlossen
- mit dem Österreichischen Wachdienst einen Rahmenvertrag über die Kontrolle der Verordnungen der Gemeinde (Kurzparkzone, Grünschnitt-Sammelzentrum, Regelungen für Hundehalter,...) abzuschließen.
- mit Wirkung vom 8. Jänner 2018 Lukas Kügler ins Bauamt aufzunehmen.
- den Gemeinderat Dr. Siegfried Gierlinger (Grüne) zum Radfahrbeauftragten der Marktgemeinde Seewalchen zu bestellen.
- Februar 2018: Nach dem Ausscheiden von Christina Hainbuchner (Hotel Häupl) aus dem Vorstand des Tourismusverbandes Attersee wird als Vertreter Seewalchens Sebastian Kritzinger (Cafe Eiszeit) in den Vorstand aufgenommen.
- 11.2.2018: Der frühere Leiter der Sektion Oberösterreich der Wildbach- und Lawinenverbauung Wirkl. Hofrat Dipl. Ing. Adolf Wühl (*6.6.1922), Haininger Bach, stirbt.
- 11.2.2018: Der Kameradschaftsbund wählt in seiner Jahreshauptversammlung Ing. Hartmut Kindl zu seinem neuen Obmann. Stellvertreter wird Oberstleutnant Wolfgang Lehner.
- Im Februar 2018 werden 26 Wohnungen der Firma Wohnzone am Aussichtsweg fertig gestellt und bezogen.
- 1.3.2018: Beim Stammtisch des Vereines L(i)ebenswertes Seewalchen wird der „Masterplan Schörfling Seewalchen“, der die gemeinsamen Initiativen und Projekte beider Gemeinden beschreibt, vorgestellt.
- 19. März 2018: In der Bezirksversammlung des Blasmusikverbandes wird Herbert Bauernfeind von der Marktmusik Seewalchen zum Bezirksstabführer gewählt.
- Ende April 2018 ist der Attersee wie die meisten Seen vor allem durch Blütenpollen der Fichte mit gelbem Staub bedeckt.
- Anfang Mai 2018 wird in der A.-Bruckner-Straße bei der Firma Kosan ein Bankomat der Sparkasse aufgestellt.
- Mitte Mai 2018 werden die Wohnungen in der Anton-Bruckner-Straße (Kreuzung Müllnerweg) bezogen.
- Im Mai 2018 wird in der Litzlberger Straße (Bereich Kapelle – Kreuzung Seehofstraße/Wagnerstraße) ein Gehsteig errichtet und die Bushaltestelle verlegt.
- Vom 8.-10.6.2018 feiert die Freiw. Feuerwehr Steindorf ihr 50-jähriges Gründungsfest mit Segnung des umgebauten Feuerwehrhauses.
Für dieses Jubiläum wird auch eine Festschrift erstellt. Im Rahmen der Festtage findet auch der Bezirkswandertag des Seniorenbundes statt. - 17.6.2018: Autofreier Raderlebnistag um den Attersee.
Der 23. Radtag übertrifft den Rekord der Premiere. Deutlich mehr als 50.000 Radfahrer nützen die Autofreiheit am Attersee und genießen einen großartigen Tag. - 1.7.2018: Stefan Klein wird zum neuen Leiter der Bauabteilung bestellt.
- 7.7.2018: Bei den 37. Staatsmeisterschaften für Luftwaffen/Kleinkaliber (Senioren) in Linz wird Franz Schein, Teichstraße 3, Staatsmeister mit einem Rekord von 423,9 Pkt.
- Im Sommer 2018 finden in der Villa Paulick eine Reihe von kulturellen Veranstaltungen statt. Daneben werden im Sommer wöchentlich gut besuchte Führungen in Haus und Garten veranstaltet.
- 4.8.2018: Im Attersee finden zwei traditionelle Sportveranstaltungen statt.
- Zum 90. Mal wird vom UYCAs die „Lange Wettfahrt um das blaue Band“ für Segelboote durchgeführt. Die Tradition reicht bis in das Jahr 1904 zurück. Die Strecke führt über den gesamten See und hat eine Länge von 20 Seemeilen. Es nehmen 92 Boote teil. Die Siegerzeit beträgt rund 6 Stunden 43 Minuten.
Der Rekord aus 2010 beträgt 3 h 11 Minuten. - Zwischen Weyregg und Attersee findet die 32. Auflage der Attersee-Überquerung statt. 400 Teilnehmer bewältigen die 2520 m lange Strecke. Der Sieger Dominik Dür aus Linz benötigt 31,39 min.
Bei der ersten Überquerung im Jahr 1933 gewann ein Herr Laundorff aus Linz mit 52 min 11 s.
- Zum 90. Mal wird vom UYCAs die „Lange Wettfahrt um das blaue Band“ für Segelboote durchgeführt. Die Tradition reicht bis in das Jahr 1904 zurück. Die Strecke führt über den gesamten See und hat eine Länge von 20 Seemeilen. Es nehmen 92 Boote teil. Die Siegerzeit beträgt rund 6 Stunden 43 Minuten.
- Im Juli 2018 schließt die Werbeagentur Ramsl, Hauptstraße, ihren Betrieb.
- 23.-26.8.2018: Österreichische Staatsmeisterschaften im Rahmen des PRO Beach Battle in Litzlberg.
- Ende August 2018 wird der alte Bahnhof in Kammer abgerissen, nachdem in der Presse der „Schandfleck Bahnhof“ angeprangert wurde.
- 31.8.-2.9.2018: Zeltfest der Freiw. Feuerwehr Kemating mit Segnung des Löschfahrzeuges.
- 15.9.2018: Das Radrennen „King of the Lake" wird zum achten Mal durchgeführt. Der Steirer Georg Preidler stellt mit 53:29,35 Minuten einen neuen Streckenrekord auf.
- 1.10.2018: Andreas Gabriel, Kraims 5, wird als Arbeiter in den Gemeindedienst aufgenommen.
Er ersetzt Dietmar Fageth, der Ende September aus dem Dienst getreten ist. - 5.10.2018: Schulrat Helmut Hamberger Bakk. phil., Seewalchen, Dr.-F.-Seifert-Straße 49, Kurator der Galerie Schloss Puchheim, wird zum Konsulenten für Allgemeine Kulturpflege ernannt.
- 8.10.2018: Ende von drei Volksbegehren.
Zahl der stimmberechtigt gewesenen Personen bei allen erwähnten Volksbegehren: 6.378.210.- „Don’t Smoke“-Initiative: in Österreich: 881.569 Unterschriften;
in Seewalchen unterstützen die Einleitung 369 und 185 unterschrieben das Volksbegehren (somit 554 Unterschriften). - Frauen-Volksbegehren: in Österreich 481.906 Unterschriften;
in Seewalchen unterstützen die Einleitung 204 und 150 unterschrieben das Volksbegehren (somit 354 Unterschriften).
Im April 1997 wurde das Frauen-Volksbegehren von 453 Seewalchnern (Österreich: 644.977) unterschrieben. - „ORF ohne Zwangsgebühren“ in Österreich: 320.239 Unterschriften,
in Seewalchen unterstützen die Einleitung 51 und 159 unterschrieben das Volksbegehren (somit 210 Unterschriften).
- „Don’t Smoke“-Initiative: in Österreich: 881.569 Unterschriften;
- Im Oktober und November 2018 werden die Gussleitungen der Wassergenossenschaft Seewalchen in der Hauptstraße ersetzt.
- 14.10.2018: Im Seepark-Saal Kammer stellt Erich Weidinger sein Buch „Grüße Gustav“ – ein Buch über Gustav Klimt - vor.
- 29/30.10.2018: Gegen 22 Uhr zieht ein kaum gesehener Föhnsturm über den Attersee. Während des Föhnsturms schnellt die Temperatur innerhalb kürzester Zeit auf 21,7 Grad, ein absoluter Rekordwert für eine nächtliche Temperatur im Oktober. Die Windspitze beträgt 91 km/h.
Bäume stürzen um, Boote werden an Land geschleudert oder gehen unter. Wegen des Niederwasserstandes sind noch mehr Boote als üblich im Wasser. Mehrere Straßen, darunter die B 151 von Seewalchen bis Loibichl und die Seewalchner Bezirksstraße, müssen gesperrt werden. In Seewalchen ist die Feuerwehr rund 4,5 Stunden im Einsatz.
Da durch den Sturm zahlreiche Boote zerstört werden, muss der Ölstützpunkt der Freiw. Feuerwehr nach Attersee, um Ölsperren für allenfalls auslaufende Betriebsstoffe der beschädigten Boote zu errichten. - 4.11.2018: Das regionale Fernsehprogramm BTV (Bezirksfernsehen Vöcklabruck) wird eingestellt. Anstelle dieses Senders wird nun ein neuer Sender, „TV1“, für ganz OÖ in Betrieb genommen und über Satellit ausgestrahlt.
- 30.11.2018: Tag der offenen Tür bei der Firma Austropressen.
Am Vorabend findet dort der Wirtschaftsempfang der Wirtschaftskammer statt. Der Geschäftsführer Franz Roither erhält die Goldene Verdienstmedaille der Marktgemeinde Seewalchen sowie die Wirtschaftsmedaille in Gold der Wirtschaftskammer OÖ.
Niederwasser
Der Pegel des Attersees sinkt im Sommer und Herbst ungewöhnlich ab. Seit 1. Juli geht der Pegelstand beinahe kontinuierlich zurück und erreicht am 26. November mit 86 cm den absoluten Tiefststand des Jahres. Der Normalpegel (Messstelle Kammer) beträgt 147 cm. Nur im Jahr 1911 wurde mit 85 cm ein noch geringerer Wasserstand gemessen.
Die Boote konnten im Herbst nur mit großer Mühe aus dem Wasser gebracht werden. Manche Einfahrten in Bootshäuser waren unbenutzbar.
Die Attersee-Schifffahrt hatte im Spätsommer große Probleme. Mehrere Stege mussten ausgeschnitten und mit einer Zwischenstufe versehen werden.
- Am 7.12.2018 findet die Weihnachtsfeier der Gemeinde statt.
- Verabschiedet wird die Leiterin des Caritas-Kindegarten Maria Liftinger,
- Ehrenurkunde und Dank und Anerkennung erhalten:
die Obfrau der Kult.i.S Mag. Stefanie Irrgeher, Obfrau der Kult.i.S.
Beach-Battle-Oganisator Christoph Berger,
und Maria Hornsby für ihre Tätigkeit in der Aktivgruppe „Seewalchen hilft“ - Das Sportehrenzeichen in Bronze erhalten Peter Drienko, Christoph Gleiss, Jonas Lohninger und Mathias Mair vom Ruderverein Seewalchen
- Das Verdienstzeichen in Bronze erhalten:
der ehem. Kommandant FF Kemating Harald Huber
der ehem. Kommandant-Stellvertreter FF Seewalchen Andreas Männer
der ehem. Kommandant-Stellvertreter FF Steindorf Karl Krempler
- 8.12.2018: Adventfeier und 60-Jahr-Feier des Seniorenbundes Seewalchen.
- 11.12.2018: Der frühere Gastwirt Anton Stallinger, Hauptstraße 2, verstirbt im 92. Lebensjahr.
- 13.12.2018: Der Gemeinderat hat u.a. beschlossen:
- für den geplanten Neubau des Altstoffsammelzentrums um 172.000.-- € einen Grund anzukaufen,
- für die Neugestaltung des Kinderbades (Emilie Flöge Park) 38.000 € zu veranschlagen,
- für den multifunktionalen Fest- und Parkplatz auf der Pfarrerbroatn 73.000,-- € zu veranschlagen,
- den Vertrag für das Freibadrestaurant Litzlberg mit Christian Wageneder bis 31.12.2033 zu verlängern.
- Die Wasserrettung Seewalchen feiert heuer ihr 60-jähriges Bestehen. Die Wasserrettung Seewalchen ist die älteste in ganz Oberösterreich. Gottfried Rumpold, Peter Hofer, Karl Donninger waren Einsatzleiter und seit Mai 1994 führt Fritz Fiausch diese Einrichtung.
2019
- 1.1.2019: Der Tourismusverband Attersee und der Tourismusverband Attergau fusionieren zum Tourismusverband Attersee-Attergau. Angeschlossen haben sich auch die beiden Tourismusgemeinden Frankenmarkt und Vöcklamarkt.
- 14.1.2019: Neuwahl der Goldhaubengruppe: Bei der Jahreshauptversammlung wird Maria Bramerdorfer, Atterseestraße 43, als Nachfolgerin von Gudrun Aigner-Melik.
- 18.1.2019: Bei der Jahreshauptversammlung des Ruderverein wird Florian Hangweyrer, Reichenthalheim, zum neuen Obmann gewählt.
- 23.1.2019: Martin Schallmeiner, Steindorf wird zum neuen Kommandanten des Feuerwehrabschnitts Attersee gewählt.
- 26.1.2019: Der frühere Vizebürgermeister Karl Eicher, Hatschekstraße 15, stirbt im 88. Lebensjahr.
- 27.1.2019: Abschiedsveranstaltung der Kult.is im Festsaal der Landesmusikschule mit den Neuen Wiener Concert-Schrammeln.
Der Verein hat 14 Jahre lang eine Reihe von Kultur-Veranstaltungen durchgeführt. - 10.2.2019: In Schwanenstadt verstirbt Renate Breit (geb. Prüher) im 63. Lebensjahr.
- Im Februar 2019 beginnen die Arbeiten zur Errichtung eines Euro-Spar-Marktes südlich der Autobahnabfahrt (früher Leiß).
- Im Februar 2019 gründen Andrea Janko, Theresia Rager und Roswitha Pogotz den Verein „Mundwerk & Co“, die Hilfe für junge Autoren anbietet.
- 26.2.2019: Zum 14. Mal wird die Spendenübergabe aus den Adventfenstern des Siedlervereines durchgeführt. Im vergangenen Dezember konnten wiederum 8000 € gesammelt werden, die an drei Seewalchner Familien übergeben werden konnten.
- 8.3.2019: Marktskimeisterschaft Hochplettlifte Oberaschau-Oberwang.
Marktmeisterin wird Victoria Riedl, Marktmeister Manuel Moravec. - 10.3.2019: Der frühere Fotograf Alois Humer, Holzmeisterweg, Litzlberg, stirbt im 91. Lebensjahr.
- 13.3.2019: In der Bandlkramerey präsentiert Thomas Brezina das Buch „Die Freude Notfall Apotheke“.
- 14.3.2019: Theresia Gruber, Ursprungweg 13, Hausmeisterin im Gemeindeamt von 1959 bis 1990, stirbt im 84. Lebensjahr.
- 18.3.2019: Dem Direktor der bildenden Künste in Leipzig Mag. Dr. Alfred Weidinger wird vom Bundespräsidenten der Berufstitel Professor verliehen.
- 25.3.2019 – 1.4.2019: Zwei Volksbegehren liegen zur Eintragung auf:
- a) gegen CETA (Handelsabkommen mit Kanada), 16 Unterschriften in Seewalchen.
In Österreich: 28.539 Unterschriften von 6.375.395 Wahlberechtigten. - b) für verpflichtende Volksabstimmungen: 15 Unterschriften in Seewalchen *, in Österreich: 27.568 Unterschriften.
Die Zahlen für Seewalchen betreffen nur die in der Marktgemeinde abgegebenen Unterschriften.
- a) gegen CETA (Handelsabkommen mit Kanada), 16 Unterschriften in Seewalchen.
- 27.3.2019: In der Bandlkramerey präsentiert Beate Maxian im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mörderischer Attersee“ ihr Buch „Mord im Hotel Sacher“.
- 1.4. 2019: In Schörfling übergibt Gerhard Nöhmer nach 38 Jahren seine Firma (Elektro Nöhmer) und Cablevision) an seinen Sohn Gerhard. Die Firma hat derzeit 28 Beschäftigte.
- 4.4.2019: Die REGATTA beschließt in Aurach sieben Projekte, darunter die „Kulturgenuss-Meile“, das Gemeinschaftsprojekt von Seewalchen und Schörfling.
- 11.4.2019 Der Bürgermeister teilt mit, dass das Projekt Pfahlbau-Erlebniswelt des Pfahlbauvereines wegen zu erwartender Abgänge im Betrieb und fehlender Zusagen durch das Land zu stoppen sei.
- 27.4.2019: Schwimmendes Schachturnier mit 94 Aktiven.
- 27.4.2019: Der frühere Kommandant des Gendarmeriepostens Schörfling, Ludwig Aichberger, stirbt in Attnang im 91. Lebensjahr.
- Am 28.4.2019 findet bei kaltem Wetter zum 24. Mal der autofreie Erlebnistag um den Attersee statt.
- Am 30.4.2019 wird Dipl. Ing Sepp Hoyer, Pollheimerweg 6, vom Landeshauptmann Thomas Stelzer mit dem Titel Baurat h.c. ausgezeichnet.
- 30.4.2019: Tourismusdirektor Mag. Christian Schirlbauer beendet seine Tätigkeit für den Tourismusverband Attersee.
Mit 1. Mai 2019 übernimmt Angelina Eggl die Geschäftsführung des Tourismusverbandes Attersee-Attergau. Sie war zuletzt Hoteldirektorin in Wien. - 23.5.2019: Bei der Jahreshauptversammlung des Musikvereines Rosenau wird Mag. (FH) Christoph Huber zum neuen Obmann und Andreas Klein zu seinem Stellvertreter gewählt. Stabführer ist Johannes Wimmer; Kapellmeisterin: Eva Friedrich.
- 29.5.-2.6.2019: Die Gustobox, Industriegebiet 6, führt ein 5-tägiges Zeltfest mit verschiedenen Musikgruppen.
- 21.6.2019: Vor dem Gustav Klimt Zentrum in Kammer wird in Anwesenheit des Landeshaupt¬mannes Thomas Stelzer der erste „Klimt-Garten“ der Welt eröffnet.
- 27.6.2019 Der Bürgermeister berichtet, dass das Festplatz-Projekt nicht zustande kommt. Das Projekt „Multifunktionaler Fest- und Parkplatz“ auf der Pfarrer-Broatn (südlich des Friedhofes) wird seitens der Marktgemeinde Seewalchen nicht weiter verfolgt. In einer Stellungnahme der Pfarre Seewalchen an die Diözese wurden zahlreiche Bedingungen für eine „Festwiese“ formuliert, darunter jedoch ein kategorisches Nein der Pfarre zur Nutzung der geplanten Anlage als Parkplatz. Die Diözese teilte mit Mail vom 29.5.19 mit, dass keine Aussicht auf einen genehmigungs¬fähigen Pachtvertrag besteht, der auch den Intentionen der Marktgemeinde entsprochen hätte.
- 28.6.2019: Gegen 18:40 Uhr gerät kurz nach dem Tanken ein Motorboot in der Mitte des Attersees in Brand. Die drei Personen, die sich auf dem Boot befinden, werden von der Wasserrettung an Land gebracht. Das ausgebrannte Motorboot wird von den Feuerwehren Seewalchen und Weyregg in den Yachthafen Alexenau geschleppt und dort aus dem Wasser gehoben und sichergestellt.
- 30.6.2019: 130 Seewalchner(innen) fahren mit 3 Bussen zum Partnerschaftstag (30 Jahre Partnerschaft mit Freyung) einschließlich der Marktmusikkapelle nach Freyung.
- 1.7.2019: Claudia Stromberger, Buchberg 3, wird in den Gemeindedienst (Buchhaltug) aufgenommen.
- 4./5.7.2019: "Sinneslust und Emotionen" Lieder aus Andalusien und der Camargue mit dem Duo La Felina und Mick. an zwei lauen Sommerabenden auf der Terrasse der Villa Paulick.
- 5.7.2019: Landesfeuerwehr-Leistungsbewerb in Frankenburg
Mit einem sensationellen 2. Rang erreicht die Bewerbsgruppe Kemating 1 einen Erfolg.
Dieses Top-Ergebnis sichert die Teilnahme am Bundesbewerb 2020. - 14.7.2019: Konzert in der Villa Paulick
Zu Klimts Geburtstag finden in der Villa Paulick zwei Veranstaltungen des Attergauer Kultursommers und der Klimt-Foundation statt. Ausführende sind Karl Markovics und das Sonus Brass Ensemble. - 16.7.2019: Annemarie Seiringer, Litzlberg, erhält vom Landeshauptmann Thomas Stelzer für ihren ehrenamtlichen jahrelangen Einsatz in der Hospizbewegung die Verdienstmedaille des Landes Oberösterreich.
- 25.7.2019: Im Aichergut (Kapellenweg 9, Seyrlstraße) findet ein Klima-Sommerfest, veranstaltet von der KEM Energie-Regatta und der LEADER-Region Regatta, mit OÖN-Redakteur Edmund Brandner (Referent) und der „LIONS-Band“ (Ch. Haidecker, R. Fuchs, D. Hölzli u. Peter Favretti) statt.
- 3.8.2019: Pfahlbau-Seefest mit Einbaum-Regatta an der Promenade.
Wegen Schlechtwetters wird das Fest noch vor Ende der Regatta abgebrochen und ohne Abendprogramm und Feuerwerk beendet. - 9.8.2019: Der ORF überträgt die Sendung „Guten Morgen Österreich“ aus Seewalchen.
Gäste: Beate Maxian, Karl Ploberger, Herbert Rutschetschin, Gexi und Anna Tostmann sowie Erich Weidinger. - 15.8.2019: Im Rahmen der Konzerte von Attersee-Klassik spielt das Quartetto di Cremona in der Pfarrkirche.
- 22.-25.8.2019: PRO Beach Battle 2019, Österreichische Beachvolleyball-Staatsmeisterschaft, Strandbad Litzlberg.
Im Duell der Hoffnungen holen sich Robin Seidl/Philipp Waller die Goldmedaille.
Bei den Damen demonstrieren Kathi Schützenhöfer und Lena Plesiutschnig ihre Klasse und die Vormachtstellung im Land. In insgesamt fünf Partien verlieren sie keinen Satz. - 29.8.2019: Dr. Oskar Vogel (ÖVP) legt sein Gemeinderatsmandat zurück. Sein Mandat wird von Franz Huber, Reichersberg, übernommen.
- Im August 2019 wird der hintere Teil (Holzanbau und WC) des Mesnerhauses am Kirchenplatz erneuert. In diesem Zusammenhang wird auch eine behindertengerechte öffentliche Toilette eingebaut.
- Am 9.9.2019 wird die neue Volksschule bezogen.
Die Planung erfolgt durch F2 Architekten (Markus Fischer, Christian Frömel), die GSG war Generalunternehmer, die Firma Niederndorfer als Baufirma und Helmut Weigert als Bauleiter.
Die Gesamtkosten von rund 6,9 Mio. € wurden vom Land mit rund 70% gefördert.
Die Schule ist nach raumpädagogischen Konzepten als „Cluster-Schule“ ausgestattet. Sie wird als Ganztagsschule mit getrennter Abfolge (Nachmittagsbetreuung für die Schüler auf freiwilliger Basis) geführt. - 14.9.2019: Die Musikkapelle „Schoberstoana“ aus Steinbach gewinnt den Atterseepokal in Attersee a. A.
- 21.9.2019: King Of The Lake (Kammer-Kammer).
An diesem Radrennen rund um den Attersee nahmen1288 Radfahrer aus 17 Nationen teil. King Of The Lake wurde Felix Hermanutz (OÖ) mit einer Zeit von 58:19,52 Minuten; Queen Of The Lake die deutsche Lisa Brömmel mit 1.06:11,75 h. - 29.9.2019 Nach der Nationalratswahl erhält Claudia Hauschildt-Buschberger (Seewalchen, Grüne) erhält ein Bundesratsmandat:
- 30.9.2019: Das Team der Gesunden Gemeinde unter Andrea Mayr wird von der Landesrätin Christine Haberlander für sein ehrenamtliches Engagement mit dem Qualitätszertifikat ausgezeichnet.
- September 2019: Das ehemalige Café Liehmann (Besitzer: Norbert Hartl) an der Promenade wird abgerissen. Hartl will dort ein Wohnhaus errichten.
- Im Oktober 2019 hat am Stallinger-Parkplatz der Moar-Hof Vöcklabruck einen Frischmilchautomaten eröffnet.
- 10.10.2019: Markus Kitzberger, Egelseestr. 4, wird zum Obmann der ÖVP Seewalchen gewählt. Kitzberger ist freigestellter Personalvertreter im Landesausschuss der Polizeidirektion Oberösterreich.
- 18.10.2019: Dr. Urs Leuzinger hält im Raiffeisensaal einen Vortrag unter dem Titel: „Es stinkt !!! 6000 Jahre Klo-Geschichte“.
- 19.10.2019: Herbstübung der Feuerwehren des Pflichtbereiches Seewalchen.
Übungsannahme war ein Brand am Gelände der Straßenmeisterei Seewalchen. - 21.10.2019: Antje Kronnerwetter aus Litzlberg wird zur neuen Obfrau des Elternvereines der Volksschule gewählt.
- 6.-16.11.2019: Die Bühne Seewalchen spielt in sechs Vorstellungen das Lustspiel „Die unglaubliche Geschichte vom gestohlenen Stinkekäs“.
- 6.11.2019 Ausbruch eines Brandes im Saunabereich des Hotels Häupl. Rund 90 Kräfte der umliegenden Feuerwehren stehen im Einsatz.
- 8.11.2019: Eröffnung der neuen Volksschule
- 18.-25.11.2019: Volksbegehren: „Bedingungsloses Grundeinkommen“ (Initiator: Peter Hofer: 1200,-- €). In Seewalchen haben 39 Personen das Volksbegehren unterstützt, in Österreich: 69.940 Unterschriften.
- Im Herbst 2019 hat Erich Weidinger sein neues Buch „Zauberlehrling“ veröffentlicht.
- 28.11.2019: Der neue EUROSPAR, Atterseestraße 7 (an der Auffahrt zur A1), eröffnet seinen Supermarkt. Im Gebäude sind auch die Geschäfte BIPA und Hervis untergebracht.
- 5.12.2019: Georg Föttinger, Steinbach, wird zum Aufsichtsratsvorsitzenden des Tourismusverbandes Attersee-Attergau gewählt. Er folgt damit Andreas Aichinger, Nußdorf, der das Amt seit 2018 führte, nach.
- 6.12.2019: Weihnachtfeier des Gemeinderates.
- Verabschiedet werden:
Lukas Kügler: Bauamt (Raumordnung), 1.2.2018 bis 31.12.2019.
Rudolf Hitzl: Bauhof (Müllabfuhr, 1.9.1977 bis 30.9.2019 (42 Jahre).
Lisa Pramreiter: Neue Mittelschule (Reinigungskraft), 1.9.2017-31.12.2019. - Das Goldene Verdienstzeichen erhält für Dipl. Sportlehrer Fritz Fiausch (Königswiese)
- Das Sportehrenzeichen in Silber erhalten die Trainer des Rudervereines Hans Kreuzer und Ingrid Leitner.
- Die Ehrenbrosche in Silber erhält frühere Obfrau der Goldhaubengruppe Gudrun Aigner-Melik.
- Das Verdienstzeichen in Silber erhält Diakon Konsistorialrat Karl Höllwerth
- Das Goldene Ehrenzeichen der Gemeinde erhält der frühere Fraktionsobmann der ÖVP Stefan Gaisbichler
- Die Ehrenbrosche in Silber erhält die frühere Gemeinderätin und Obfau des Musikvereines Rosenau Sandra Grausgruber.
- Verabschiedet werden:
- Die Gemeinderatssitzung am 12. Dezember 2019 ist die letzte unter der Vorsitzführung von Bürgermeister Mag. Johann Reiter und erfolgt exakt an seinem 65. Geburtstag. Beim letzten Tagesordnungspunkt übergibt Bürgermeister Reiter seine schriftliche Demissionserklärung an Amtsleiter Manfred Binder.
- 21.12.2019: In der Küche des Gasthauses Stallinger kommt es zu einem Brand, der durch das Personal und die Feuerwehr rasch gelöscht werden kann.
- 23.12.2019: Die frühere Betreiberin der Cafés [[Konditorei Rohringer|Rohringer|] und Eiszeit Seraphine Rohringer stirbt in Lenzing im 51. Lebensjahr.
- 31.12.2019: Im Kultursaal findet ein sehr gut besuchtes Silvesterkonzert mit dem Seeleitenchor unter Christian Kneissl, der Kammermusik Salzburg unter Keiko Hattori und den Solisten Nicoleta Radu und Julian Henao González statt.
- 31.12.2019: Bgm. Mag. Johann Reiter legt aus gesundheitlichen und persönlichen Gründen – wie bereits im Oktober angekündigt - sein Bürgermeisteramt nieder.
Die Amtsgeschäfte übernimmt die Vizebürgermeisterin Claudia Haberl.
2020
- 1.1.2020: Die Straßenbezeichnung der Volksschule wird von Schulweg 17 auf Dr.-Rudolf-Schuh-Straße 2a geändert, weil die Schule keinen Zugang mehr von Norden hat.
- 1.1.2020: KonsR Reinhold Stangl wird wieder Pfarrprovisor, nachdem Mag. Alexandra Freinthaler ihre Tätigkeit als Pfarrassistentin beendet hat.
- 7.1.2020: Die neue Bundesregierung (Kurz II) wird angelobt.
- 21.1.2020: Angelobung des neuen Bürgermeisters
Der kaufmännische Angestellte Gerald Egger, MBA, Steindorf, Birkenweg 19, wird in der Sitzung des Gemeinderates von diesem zum neuen Bürgermeister gewählt. - Im Jänner 2020 wird das „Stil-Haus“ in Moos 6 abgerissen.
Bereits im Vorjahr wurde vor dem Gebäude ein Neubau errichtet. - 30.1.2020: Der Obmann der REGATTA Mag. Johann Reiter legt seine Funktion zurück. Die Nachfolgerin wird Maria Staufer, Vizebürgermeisterin in St. Georgen bestellt.
Obmann-Stv. Ing. Franz Hauser, Berg, tritt ebenfalls zurück, neue Stellvertreter sind Nicole Eder, Steinbach und Ernst Pachler, Berg. - 31.1.2020: Bei der Jahreshauptversammlung des Rudervereines wird Florian Hangweyer, Reichenthalheim zum neuen Obmann gewählt:
- 31.1.2020: Der Fischermeister und ehemalige Gastwirt „Fischer Sepp“ Josef Lechner, Moos 14, stirbt im 80. Lebensjahr.
- 3.2.2020: Josef Leeb, Litzlberger Straße 21, wird in den Gemeindedienst (Bauamt) aufgenommen.
- 14.2.2020: Der Bauernbund Seewalchen wählt Gerhard Ebetsberger, Haining, zu seinem neuen Obmann, der folgt damit Jakob Moser, Kraims, der diese Funktion 12 Jahre inne hatte.
- 19.2.2020: Der frühere Gemeindevorstand Josef Reiter, Aicherfeld 4, verstirbt im 87. Lebensjahr.
- 1.3.2020: Markus Berger aus Lenzing, Fichtenweg wird in den Gemeindedienst (Bauhof und Elektriker) aufgenommen.
- 9.3.2020: Der frühere Bauhofleiter Andreas Laminger, Gerlham, stirbt im 52. Lebensjahr.
Corona
10.3.2020: Das in China erstmals aufgetauchte Coronavirus (COVID-19) breitet sich auch in Europa und Amerika, anfangs vor allem in Italien, aus.
Seit Kriegsende hat kein Ereignis zu so weitreichenden Konsequenzen in allen Lebensbereichen geführt.
Ab 16.3. werden der Großteil der Geschäfte geschlossen, in den Schulen wird nur ein Beaufsichtigung angeboten. Alle Veranstaltungen werden abgesagt. Es werden Ausgangsbeschänkungen verordnet.
Am 29. Mai fällt dann die Sperre der Beherbergungsbetriebe und öffentlichen Bäder (Strandbad, mit der Abstandsregelung 1 m werden nur 350 Personen eingelassen).
Die Attersee-Schifffahrt beginnt mit eingeschränktem Betrieb am 30.Mai.
Im Oktober und November steigen die Infektionen rasch an. Mit Ausnahme privater Weihnachtfeier werden noch schärfere Maßnahmen verfügt.
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- 15.3.2020: Die ehem. Gastwirtin und Haubenköchin Ingrid Häupl, Hauptstraße 20 verstirbt im 75. Lebensjahr.
- 20.3.2020: Bei den Baggerarbeiten für den Aushub der Tiefgarage am Wohnbauprojekt von Baumeister Norbert Hartl auf der Parzelle 1052/4 in Litzlberg sind zunächst Knochen und schließlich auch eine „eigenartige Blechkiste“ (Sarg) aufgetaucht.
Das Landeskriminalamt und das Bundesdenkmalamt werden eingeschaltet, da sich die Fundstelle am vermutlichen Ort des „lutheranischen Bethauses“ aus dem 17. Jh. befindet.
Der Fund erregt auch Aufsehen in den Medien und wird als „Die geheimnisvolle Litzlbergerin“ bezeichnet. - 1.4.2020: Dr. Alfred Weidinger, ein Seewalchner, wird Chef der OÖ. Landes-Kultur GmbH. mit dem Oberösterreichischen Landesmuseum und allen damit verbundenen Standorten.
- 1.4.2020: Manuel Stiglbauer (Bauhof) tritt aus dem Gemeindedienst aus.
- 1.4.2020; Eva Maria Huber aus Timelkam tritt in den Gemeindedienst (Bauhof – Kraftfahrerin) ein.
- 3.4.2020: Für die Fa. Walter Moser GmbH (Airfield), wird beim Landesgericht Wels das Konkursverfahren eröffnet.
Die Gesamtpassiva werden mit rund 8,15 Mio. € angegeben, 103 Dienstnehmer sind davon betroffen. - Mitte April 2020: Der Strandbadparkplatz wird um eine weitere Parkspur erweitert. Es stehen nun 121 Parkplätze zur Verfügung.
- Im April 2020 erfolgt durch die Firma Ortner Kofler GmbH aus Osttirol die Neueindeckung des Kirchturms Buchberg („Zwiebel") mit Lärchenschindeln.
- 22.4.2020: Der Verein L(i)ebenswertes Seewalchen führt das Projekt „Trtschbankerl“ durch Als erste entsteht dieses „Tratschplatzerl“ in der Rosenau.
- 23.4.2020: Der früherer Hafnermeister Johann Hutterer, Ainwalchen, stirbt im 61. Lebensjahr.
- 25.4.2020: Der frühere Siedlervereinsobmann und frühere Vizebürgermeister Georg Brandner, Litzlberg, stirbt im 81. Lebensjahr.
- 30.4.2020: Die Fuß- und Radwegbrücke über die Ager ist nun aus Sicherheitsgründen. seit einigen Tagen für Fußgänger und den Radverkehr gesperrt.
- Ab Ende April 2020 wird der alte Spar-Markt, Atterseestraße 37, abgerissen.
- 1.5.2020: Das Rätsel der Frau im Sarg im Litzlberg ist gelöst.
Bei der Toten handelt es sich um Anna Engl (ca. 1574-1620). - 5.5.2020: Auf der Promenade wird das „Freiluftschach“ übergeben. Initiiert wurde das Projekt vom L(i)ebenswerten Seewalchen und Peter Wechselauer. Die Figuren sind im Café Eiszeit gelagert.
- 7.5.2020: Der Brunnen- und Installateurmeister, ehemalige Gemeinderat und Obmann der Marktmusikkapelle Johann Weidinger, verstirbt im 88. Lebensjahr.
- 14.5.2020: In der Sitzung des Gemeinderates
- -wird der 40-jährige Christoph Riedler aus Atzbach (unter 20 Bewerbungen) zum neuen Amtsleiter gewählt. Er tritt am 1.9.2020 in den Gemeindedienst ein.
- -wird nach dem Raumerfordernisprogramm des Landes die Errichtung des neuen Feuerwehrhauses der FF Seewalchen (Neißinger Straße) um 2,16 Mio. € beschlossen
- 15.5.2020: Nach Ende der Corona-Maßnahmen sperrt die Bandlkramerey, Hauptstraße, ihr Café und ihre Veranstaltungsräume nicht mehr auf. Anna Tostmann-Grasser möchte durch diese Maßnahme den Betrieb der Trachtenerzeugung in der Hauptstraße nicht gefährden.
Von dieser Sperre sind 10 Bedienstete betroffen. - 15.5.2020: Nach Ende der Corona-Maßnahmen des Frühlings stellt der Gasthof Stallinger, Hauptstraße, seinen Restaurantbetrieb ein und schließt die Küche. Im Wesentlichen werden nur Getränke ausgeschenkt, die Gäste können Speisen selbst mitbringen.
- Mitte Mai 2020: Die Neugestaltung des Kinderbades, nun „Emilie-Flöge-Platz“, ist fast fertig. Der Steg wird erneuert und ist nun breiter und länger.
- 21.5. -28.6.2020: Die Ausstellung „Die geheimnisvolle Litzlbergerin" am Strandbadparkplatz ist in einigen Containern geöffnet.
- 22.5.2020: Der Gemeinderat Zivilingenieur Dipl. Ing. Sepp Hoyer, Pollheimerweg 6, stirbt im 75. Lebensjahr.
- Ende Mai 2020 schließt das Blumengeschäft Buttinger in der A.-Bruckner-Straße.
- Anfang Juni 2020 wird der 550 m² große Skaterplatz an der Gamperner Bezirksstraße (Kreu-zung Reichersberger Straße) mit neuen Geräten bestückt.
- Ab 2.6.2020 präsentiert Eva Wechselauer (Graz/Gerlham) bis Oktober in der Rathausgalerie ihre farbenfrohen Aquarelle und Acrylarbeiten.
- 5.6.2020: In der Freibadeanlage Litzlberg werden 84 Liegendepots errichtet, um die Sonnenliegen nicht täglich wegbringen zu müssen
- 6.6.2020: An einer Boje vor Litzlberg sinkt aus ungeklärter Ursache ein Motorboot. Die Wasserrettung kann das Boot aus 2,5 m Tiefe heben. Danach wird das Boot an Land gebracht.
- 6.6.2020: Die Seewalchner Landesstraße 1276 von der Kreuzung Eni (Esso) – Atterseestraße bis zur Einmündung der A.-Bruckner-Straße in die Neißinger Straße wird nun als Gemeindestraße
und die Straße von der Kreuzung Gamperner Straße – Reichersberger Straße bis zur Einmündung der A.-Bruckner-Straße in die Neißinger Straße als Landesstraße eingereiht. - Mitte Juni 2020 wird am Rathausplatz eine E-Ladestation für Elektrofahrzeuge in Betrieb genommen.
- Ende Juni 2020 wird der Kulturverein Aichergut (ehemals Gollhammer, Baungruber) in der Seyrlstraße gegründet.
Das Aichergut will sich für Kultur-Begegnungen öffnen. Geplant sind Lesungen, Vorträge, Ausstellungen, Gespräche, eben kulturelle Auseinandersetzungen. Den Anfang wird am 16. Juli die Schauspielerin Maxi Blaha mit ihrem Abend über Klimts Muse Emilie Flöge machen.
Erich Weidinger organisiert kurzweilige Lesungen für Kinder und Erwachsene, die erste davon findet am 26. Juli statt. Gespräche mit Dirigent Franz Welser-Möst, Schauspielerin/ Schriftstellerin Erika Pluhar und OÖN-Karikaturist Gerhard Haderer sind in Vorbereitung. - 25.6.2020: In der Gemeinderatssitzung wird beschlossen, für den Gemeindebauhof anstatt des 17 Jahre alten Aebi Rasant, ein neues multifunktionales Kommunalfahrzeug der Marke HAKO Citymaste mit Kosten von € 156.000,- anzuschaffen.
- 7.7.2020: Dr. Bärbel Eppler, Wagnerstraße 24, stirbt im 83 Lebensjahr. Sie war die Letzte der Nachkommen der Familie Böhler (ehemals Insel Litzlberg) in Seewalchen.
- 1.8.2020: Auf der Gamperner Landesstraße kommt es gegen 19 Uhr zu einem schweren, spektakulären Verkehrsunfall. Bei der Einfahrt Langauweg stoßen ein PKW und ein Motorradfahrer frontal zusammen. Der 52-jährige Motorradfahrer wird über das Auto geschleudert und verliert dabei seinen Unterarm. Die Einsatzkräfte müssen den Arm im Feld suchen. Der Mann wird mit dem Rettungshubschrauber in das UKH nach Linz gebracht.
- 26.8.2020: Nach Berichten von fashionunited.de arbeitet Airfield im Industriegebiet in schlanker Form weiter.
Von ursprünglich 120 Mitarbeitern arbeiten jetzt noch 18 bei Airfield. Mit dem Wholesale-Geschäft will das Unternehmen im Frühjahr 2021 beginnen. - 29.8.-11.10.2020: In der Wohnzimmergalerie S.I.X. in Litzlberg stellt Hannes Rohringer seine Werke unter dem Titel „Pocket“ aus.
- 1.9.2020: Dr. Markus Himmelbauer, geb. in Braunau, zuletzt Pfarrassistent in Wolfsegg, wird neuer Pastoralassistent der röm. kath. Pfarre in Seewalchen.
- 4.9.2020: Der frühere Tischlermeister und Obmann der Wassergenossenschaft Seewalchen Wilhelm Ploner, Hauptstraße 35, stirbt im 89. Lebensjahr.
- 14.9.2020: In Linz erhält die Marktmusikkapelle Seewalchen am Attersee von Landeshauptmann Thomas Stelzer den CON BRAVURA Preis (für Teilnahme an Konzertwertungen mit der Mindestpunkteanzahl von 90 Punkten - Goldmedaille und 5-maliges Erreichen der Beurteilung „Ausgezeichnet“ bei Marschwertungen.)
- 19.9. 2020: Zum 10. Mal findet das Radrennen „King Of The Lake“ rund um den Attersee statt. Es werden 1395 Teilnehmer gezählt.
- 20.9.2020: Franz Welser-Möst wird mit dem „Verdienstkreuz des Landes Oberösterreich für Kunst und Kultur” geehrt.
- 2.10.2020: Am Nordende des Attersees soll ein schwunghafter Handel mit Kokain in mehreren Gastronomiebetrieben im Gange gewesen sein, der nun aufgedeckt wird. Eine Person wurde im Zuge der Erhebungen bereits festgenommen und sitzt in der Justizanstalt Wels in Untersuchungshaft. Den polizeilichen Ermittlern zufolge stünden allerdings noch etliche weitere umfangreiche Einvernahmen in der Causa bevor.
- 11.10.2020: in Barreiras, Brasilien, stirbt die Ordensfrau und Missionarin Sr. Sabina Aloisia Moser (geb. 1943 in Staudach).
- 15.10.2020: Der Präsident des MSC Seewalchen Günter Eicher, Siebenmühlenweg, stirbt im 57. Lebensjahr.
- 23.-25.10.2020: Bei der European Rowing Coastal Challenge in Marina di Castagneto (Italien, Nähe Livorno) erreichten in der Disziplin Beach Spring Junioren Peter Drienko eine Goldmedaille und Mathias Mayr eine Bronzemedaille. Beide sind vom Ruderverein Seewalchen.
140 Crews aus elf Nationen waren bei der European Rowing Coastal Challenge am Start. - 19.11.2020: Der frühere Gemeindevorstand und Zahntechnikermeister i.R. Harald Hosiner, Atterseestraße 66, stirbt im 73 Lebensjahr.
- 22.11.2020: Der frühere Herrenkleidermacher Franz Thomas, Reichersberger Straße 13, verstirbt im 77. Lebensjahr.
- 26.11.2020: Sabine Reiter (Wien/ Seewalchen, Königswiese 12) wird bei den Vienna Awards zur Make-Up-Künstlerin des Jahres gewählt.
- 10.12.2020: In der Sitzung des Gemeinderates wird beschlossen, Andreas Reiter (Bauabteilung), zum Amtsleiter-Stellvertreter ab 31. Jänner zu bestellen.
- 18.12.2020: Susanne Ebli schließt ihre Änderungsschneiderei in der Hauptstraße 10.
Die Chronik der Jahre ... |
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1851-1880 | 1881-1900 | 1901-1920 | 1921-1940 | 1941-1960 | 1961-1970 | 1971-1980 |
Die Jahre 2021-2025
2021
Chronik 2021 - Text und Bilder (pdf)
Chronik 2021 - nur Text
- Anfang Jänner: Sternsinger-Aktion. Aufgrund der Corona-Pandemie rücken bei der Sternsinger-Aktion 2021 der Pfarre Seewalchen Erwachsene aus.
- 21.1.2021: In der Regionalzeitung TIPS wird berichtet, dass die Firma Lenzing Plastics in Seewalchen (ehem. Firmenareal von Airfield Moser) mit Werk 4 eine weitere Produktionsstätte errichtet. Die Investitionssumme wird mit rd. € 30 Millionen angegeben.
- 24.1.2021: Landwirtschaftskammerwahlen. Ergebnis in Seewalchen: 395 Wahlberechtigte, 140 abgegebene gültige Stimmen. Wahlbeteiligung:35,44%. O.Ö. Bauernbund – Team Michaela Langer-Weninger: 107 (76,4%). Unabhängiger Bauernverband: 8 (5,7%). Freiheitliche Bauernschaft: 2 (1,4%). SPÖ Bauern O.Ö.: 4 (2,8%). Grüne Bäuerinnen und Bauern: 19 (13,6%).
- 18. – 25.1.2021. Volksbegehren. Ergebnisse in Seewalchen (Zahl der geleisteten Unterschriften). Tierschutzvolksbegehren: 278 (in Ö:416.330). Für Impffreiheit: 124 (259.150). Ethik für alle: 89 (159.979).
- 28.1.2021: Gemeinderatssitzung. Beschlussfassung über das Gemeindebudget. Im Finanzierungsvoranschlag werden Einzahlungen in Höhe von € 12,489.100.- und Auszahlungen in Höhe von € 13,219.000.- veranschlagt. Der Fehlbetrag bei den liquiden Mitteln in Höhe von € -729.900.- wird durch Rücklagen (Gesamthöhe: € 1,990.500.-) bedeckt. Das Ergebnis der laufenden Geschäftstätigkeit wird mit € 9,917.200.- angegeben. Weitere Beschlüsse: Finanzierungsplan für die Kematingerstraße (Generalsanierung) für die Jahre 2021-23 mit einer Gesamtinvestitionssumme von € 800.000.-. Übertragungsvereinbarung mit dem Bezirksabfallverband Vöcklabruck zur Übernahme der Grün- und Strauchschnittsammlung durch den BAV.
- 1.2.2021: Die seit April 2020 gesperrte Radwegbrücke über die Ager wird abgerissen (sh. Auch 6.6.1993 und 30.4.2020).
- 1.2.2021: Amtsleiter Manfred Binder geht in den Ruhestand. Sein Nachfolger ist Christoph Riedler.
- Anfang Februar 2021: Die alte Kirchenorgel (1963) der Gnadenkirche Rosenau der Evangelischen Pfarrgemeinde wird auf willhaben.at um 37.500.- Euro zum Kauf angeboten.
- 19.2.2021: Der frühere Unternehmer Heinrich Hemetsberger (Henripal), Steindorferstraße 22, stirbt im 98. Lebensjahr.
- Februar 2021: Die südliche Pfarrhofmauer beim Pfarrhof Seewalchen der röm.kath. Pfarre wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Jänner/Februar 2021: Winterbilder Blick ins Gerlhamer Moor am 15. Jänner 2021.
- 4.3.2021: Der Volksschuldirektor i.R. Oberschulrat Josef Schuster, Seewalchen-Dr.Rudolf-Schuhstraße 11, stirbt im 94. Lebensjahr.
- März 2021: Der 10-jährige Seewalchner Lorenz Petermaier aus Litzlberg-Klimtstraße 11, wird am Hochficht im Mühlviertel O.Ö. Schi-Landesmeister im Slalom.
- März 2021: In der Siedlung Bräuwiese (ehem. Contibau) beginnen umfangreiche Kanalsanierungsarbeiten.
- 25.3.2021: Gemeinderatssitzung. Beim Rechnungsabschluss für das Finanzjahr 2020 ergibt sich im Ergebnis der laufenden Geschäftstätigkeit ein Saldo in Höhe von € + 617.957.-. Der Überschuss soll den Haushaltsrücklagen zugeführt werden. Für das geplante Umbauvorhaben im Rathaus (neue Bürgerservice-Stelle) wird der Finanzierungsplan auf Gesamtkosten von € 183.700.- geändert.
- 28.3.2021: Palmsonntag, Die Palmweihe der röm.kath. Pfarre findet aufgrund der Corona-Maßnahmen im Freien vor der Pfarrkirche statt.
- 2.4.2021. Aus gesundheitlichen Gründen wird der Dienstvertrag mit dem Bauhofarbeiter und Gemeindegärtner Josef Schwager aus Schörfling mit Wirkung vom 2.4.21 einvernehmlich aufgelöst. Josef Schwager war von 1.7.1996 bis 1.4.2021 im Dienst der Marktgemeinde Seewalchen.
- 9.4.2021. Seewalchen trauert um Altbürgermeister Josef Limberger, Steindorf 73. Limberger, der von 1984 bis 1997 Bürgermeister der Marktgemeinde Seewalchen war (sowie 1. Vizebürgermeister unter Bgm. Alois Ulm von 1973 bis 1984) stirbt am 9. April im 89. Lebensjahr. Am selben Tag stirbt auch der ehem. Gemeinderat Alois Höfl aus Staudach 7 im 87. Lebensjahr.
- 10.4.2021: Flurreinigungsaktion. Gemeindevertreter, Feuerwehren, Rotes Kreuz und Privatpersonen nehmen daran teil.
- 16.4.2021: Buchautor und Biogärtner Karl Ploberger ist zu Gast bei Claudia Stöckl in der Ö3 Radiosendung „Frühstück bei mir“. Am 21. April wird bekannt, dass „Buch & Papier Weidinger“ aus Seewalchen zur Buchhandlung des Jahres 2021 gewählt wurde.
- 17.4.2021: Orgelpfeifenverkauf im Pfarrsaal Rosenau.
- 20.4.2021: Der frühere Ersatzgemeinderat, Vorstandsmitglied der Wassergenossenschaft Seewalchen und des Kameradschaftsbundes, Franz Pettighofer, Hauptstraße 17, stirbt im 72. Lebensjahr.
- 20.4.2021: Der Gemeindevorstand beschließt folgende Personalaufnahmen: Terence Strutzenberger (Seewalchen-Feldstraße) und Josef Burgstaller (Frankenburg-Loixigen) ab 3. Mai 2021 für den Bauhof. Astrid Mayerhofer (Rosenau – Sachsenstraße) ab 1. September 2021 als Lehrling.
- 21.4.2021. Die beiden Bürgermeister Gerald Egger und Gerhard Gründl eröffnen die neue Radwegbrücke über die Ager.
- April 2021: Neues Gemeinde-CI. Die Marktgemeinde Seewalchen präsentiert sich mit einem neuen Erscheinungsbild in Druckwerken (Seewalchner Marktblatt, Bürgermeister-Brief, usw.). Der Entwurf stammt von der Seewalchnerin Sabrina Mayr aus Rosenau (Firma das.Grafikkastl, Maria Theresiastraße 16).
- 30.4.2021: Maibaumaufstellen. Das traditionelle Maibaumsetzen kann coronabedingt nicht stattfinden. Am Rathausplatz wird ein kleiner Maibaum aufgestellt. In der Nacht zum 1. Mai wird er von einer Gruppe der FF Seewalchen gestohlen. Nach der Auslöse wird er wieder aufgestellt.
- 30.4.2021: Landesstraßenabtausch. Nach dem Umbau der Kreuzung Neißingerstraße – Brucknerstraße im Herbst 2020 ist nunmehr der Abtausch des Trassenverlaufs der Landesstraßen rechtlich vollzogen.
- 1.5.2021: Die Gemeindebedienstete Karin Schobesberger (Sekretariat) geht in den Ruhestand.
- 27.5.2021: Gemeinderatssitzung. Für die FF Steindorf soll im Jahr 2023 ein neues Kleinlöschfahrzeug KLFA-L mit Tragkraftspritze angeschafft werden. Die Normkosten betragen € 163.806.- plus € 14.304.- für die TKS. Für den Neubau des Feuerwehrhauses der FF Seewalchen wird eine Übertragungsverordnung an den Gemeindevorstand betr. Zuschlagserteilung von Bauaufträgen beschlossen. Lt. Kostenaufstellung vom März 2021 sollen die Kosten bei rd. € 2,615 Millionen zu liegen kommen.
- 28.5.2021. Mag. Gerd Schieber wird zum neuen Ortsleiter der Rot Kreuz Ortsstelle Seewalchen gewählt.
- 1.6.2021: Andreas Reiter aus Rutzenham (namensgleich mit dem Mitarbeiter im Bauamt) wird neuer Finanzabteilungsleiter der Gemeinde. Er folgt damit auf Sabine Röthleitner aus Lenzing.
- 2.6.2021: Die frühere Friseursaloninhaberin Hedy Lachinger, Hauptstraße 23, stirbt im 92. Lebensjahr. Hedy Lachingers Sohn Josef „Joe“ Lachinger wurde 1974 Weltmeister der Friseure.
- 7. Juni 2021: Auf Anregung der Radfahrgruppe des Gemeinderates werden im Landesfreibad Litzlberg vom Amt der O.Ö. Landesregierung neue Radständer montiert.
- 11.6.2021: Die langjährige Leiterin des Teams der Bibliothek Seewalchen, Elisabeth Vogel, erhält die Verdienstmedaille des Landes Oberösterreich.
- 10.6.2021: Der langjährige Gemeinderat, Gemeindechronist und Hauptschuldirektor i.R. Johann Rauchenzauner stirbt am 10. Juni 2021 nach längerer schwerer Erkrankung im 73. Lebensjahr. Hans Rauchenzauner war einer der profiliertesten Gemeindevertreter der Seewalchner Sozialdemokratie, und als Fraktions- und Bauausschussobmann einer der wichtigsten Vertrauten und Mitarbeiter von Bürgermeister Josef Limberger. Gemeinsam mit AL i.R. Rudolf Romankiewicz führte er seit 1992 ehrenamtlich die Seewalchner Gemeindechronik. Er schrieb auch unzählige Artikel für das regionale Wissensportal AtterWiki. Rauchenzauner war Träger der O.Ö. Landeskulturmedaille.
- 15.6.2021: Dem früheren Vizebürgermeister der Gemeinde Berg im Attergau, Obmann des Heimatvereins Attergau und des Wissensportals AtterWiki, Ing. Franz Hauser, Baum 5 (Pfarre Seewalchen), wird der Titel „Konsulent für Volksbildung und Heimatpflege“ verliehen. Hauser ist/war enger Mitarbeiter der Seewalchner Gemeindechronisten.
- Juni 2021: Der leitende Seelsorger der röm.kath. Pfarre Seewalchen, Pfarrassistent Dr. Markus Himmelbauer, verfasste einen neuen Kirchenführer für die Pfarrkirche Seewalchen zum Hl. Jakobus.
- 22.6.2021: Ein schweres Hagelunwetter zieht quer durch Oberösterreich und richtet schwere Schäden an Gebäuden, Fahrzeugen und Kulturen an. Seewalchen kommt vergleichsweise glimpflich davon.
- Am 24. Juni fegt ein Tornado über das südliche Tschechien und verwüstet ganze Landstriche. Am 14. Juli sorgen verheerende Unwetter für unvorstellbare Schäden. Ganze Landstriche werden zum Katastrophengebiet erklärt.
- 28.6.2021: Landesrat Max Hiegelsberger in Seewalchen mit Pressekonferenz zu aktuellen Themen aus der Landespolitik. Bgm. Gerald Egger und die Obmann-Stv. des Regionalverbandes Attersee-Attergau (REGATTA), Bgm. Nicole Eder aus Steinbach, präsentieren die neue „Attersee Bäder Card“.
- 30.6.2021: Goldenes Verdienstzeichen der Republik Österreich für Bgm. a.D. Mag. Johann Reiter. Im Rahmen einer Ehrungsfeier im Linzer Landhaus erhält Seewalchens Langzeitbürgermeister diese hohe Auszeichnung, die von Landeshauptmann Thomas Stelzer überreicht wird. Zur Ehrungsfeier wird Johann Reiter von seiner Familie (Gattin Gudrun, Tochter Elisabeth, Schwiegereltern), Bgm. Gerald Egger und Vbgm. Claudia Haberl, sowie seinem langjährigen Wegbegleiter, Vbgm.a.D. Hans Schachl begleitet.
- 1.7.2021: Gemeinderatssitzung. In einem fraktionsübergreifenden Gemeinschaftsantrag wird beschlossen, dass hinkünftig 20% des jährlich zur Verfügung stehenden Straßenbaubudgets für den Ausbau der Radfahrinfrastruktur investiert wird. Der Wasserrettung Ortsstelle Litzlberg wird die Genehmigung zur Errichtung eines neuen Einsatzgebäudes auf dem Gemeindegrundstück vor dem Restaurant Wageneder erteilt.
- 2.7.2021: Schmankerlmarkt im Aichergut. Der eine Zeit lang bei der Apotheke abgehaltene „Bauernmarkt“ findet erstmals im Innenhof des Kulturzentrums Aichergut unter der Patronanz der Ortsbauernschaft Seewalchen und des Tourismusvereins Attersee Nord statt. Der Markt soll nun jeden ersten Freitag Nachmittag im Monat stattfinden.
- 4.7.2021: Brauchtumssonntag in Rosenau. Die erste Veranstaltung nach der Aufhebung eines Teils der Corona-Maßnahmen in Seewalchen ist der traditionelle Brauchtumssonntag der Nachbarschaft Rosenau des Vereins der Siebenbürger-Sachsen mit dem Musikverein Rosenau-Seewalchen.
- 16.7.2021: Maibaumschmeißen. Die Lockerung der Covid-Maßnahmen lassen seit Kurzem wieder Veranstaltungen zu. Nach dem Brauchtumssonntag in Rosenau findet nun das traditionelle Maibaumschmeißen am Rathausplatz statt.
- 21.7.2021: Im Rahmen des „Auszeit“ Ferienprogramms für Jugendliche organisiert der Verein Jugendtreff einen Aktionstag am Skaterplatz mit den „Cultural Boarders“ aus Vöcklabruck.
- 25.7.2021: Beim Pfarrfest der röm.kath. Pfarrgemeinde wird u.a. der Abschluss der Pfarrhofrenovierung und das Patrozinium des Kirchenpatrons Hl. Jakobus des Älteren gefeiert. Den Festgottesdienst zelebriert der Abt des Benediktinerstiftes Michaelbeuern, Johannes Perkmann OSB.
- 1.8.2021: Nach Maßgabe der geltenden Corona-Bestimmungen findet der traditionelle Trachtensonntag der Goldhaubengruppe Seewalchen mit den Hochzeitsjubilaren des Jahres 2021 statt. Nach einem kurzen Festzug vom Rathausplatz in die Pfarrkirche findet ein ökumenischer Gottesdienst statt, an den sich eine Agape anschließt.
- 2.8.2021: Turmkreuzweihe in Buchberg. Zur Weihe des neuen Turmkreuzes der Filialkirche Buchberg kommt Altbischof Maximilian Aichern nach Seewalchen. Der Kirchturm der Filialkirche zum Hl. Stephanus war im Jahr 2020 saniert worden. Die Turmkreuzsteckung findet zu einem späteren Zeitpunkt statt (siehe 8. Dezember 2021)
- Sommer 2021: Wie schon im Vorjahr finden die traditionellen Abendkonzerte der Seewalchner Musikkapellen am Rathausplatz statt.
- Ende August 2021: Österreichische Beachvolleyball-Staatsmeisterschaften in Seewalchen (Landesfreibadegelände Litzlberg). Mit Kathi Schützenhöfer & Lena Plesiutschnig bei den Damen und Robin Seidl & Philipp Waller gab es Favoritensiege. „Lokalmatador“ Florian Schnetzer (Unterach) holte mit Lorenz Petutschnig die Bronzemedaille. Die früheren Vizeweltmeister Clemens Doppler & Alex Horst schieden vorzeitig aus.
- 30.8.2021: Der Gründungsobmann und langjähriger Fraktionsvorsitzende der Seewalchner Grünen, Wolfgang Vogel, Litzlberg-Bräuwiese 17b, stirbt im 76. Lebensjahr. Vogel war von 2003, dem Jahr der Gründung der Grünen Seewalchen, bis 2015 Mitglied des Gemeinderates. Von 2006 bis 2015 war er Obmann des Prüfungsausschusses.
- 31.8.2021: Der Geschäftsmann i.R. Anton Ablinger, Hauptstraße 19, stirbt im 86. Lebensjahr. Ablinger betrieb viele Jahre lang einen kleinen Handwerksbetrieb (Ofensetzer, Fliesenleger).
- 2.9.2021: Gemeinderatssitzung. Der Gemeinderat beschließt den Kauf einer Fläche von 70 m² im Bereich des Pfarrhofs Seewalchen von der Diözese Linz zu einem m2-Preis von € 190.-. Die bestehende Mauer zwischen Pfarrhof und Eingangsportal bei der Hauptstraße soll abgetragen werden. Weitere Planungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit (z.B. Gehsteigverbreiterung) sollen folgen. Beim Nachtragsvoranschlag 2021 ergibt sich im Ergebnis der lfd. Geschäftstätigkeit ein Überschuss in der Höhe von Euro 181.100,-- welcher einer Rücklage zugeführt wird. Der Überschuss ergibt sich hauptsächlich aus den Mehreinnahmen bei den Ertragsanteilen (in Summe € 755.800.-). Der Mittelfristige Finanz- und Projektplan wurde adaptiert und folgende Prioritätenreihung beschlossen.
- 3.9.2021: Filmaufnahmen in Seewalchen. Für den Kurzspielfilm „Blaue Wunder“ werden am Attersee Filmaufnahmen gedreht, darunter auch in der Villa Paulick und an der Promenade in Seewalchen. Unter der Regie von Esther Wenger, die einen engen Bezug zur Atterseeregion hat, spielen Regina Fritsch, die u.a. aus Rollen in der ORF Serie „Vorstadtweiber“ bekannt wurde, und ihre Tochter Alina Fritsch, die Hauptrollen.
- September 2021: Im Zuge eines Bezirksbesuches kommt Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) nach Seewalchen. Nach einem Besuch bei Trachten Tostmann kommt LR Kaineder ins Rathaus.
- 10.9.2021: Spatenstich für den ASZ-Neubau. Im Seewalchner Betriebsbaugebiet wird der BAV Vöcklabruck im Jahr 2022 mittels Superädifikatsvertrag ein neues Altstoffsammelzentrum errichten („ASZ Attersee-Nord“) Das Grundstück wurde im Jahr 2020 von der Gastwirtsfamilie Stallinger von den Rayonsgemeinden Seewalchen, Schörfling, Lenzing, Weyregg, Aurach und Gampern erworben.
- 12.9.2021: Bei herrlichem Wetter findet am Buchberg die traditionelle Bergmesse der Marktmusikkapelle Seewalchen am Attersee statt, zu der rd. 200 Menschen aus Seewalchen, Attersee, St. Georgen und Berg kommen.
- 12.9.2021: Orgelweihfest in Rosenau. Mit einem Festgottesdienst und einer anschließenden Feier begeht die evangelische Pfarre das Fest der Weihe der neuen Kirchenorgel mit Superintendent Dr. Gerold Lehner.
- 13.9.2021: Landesrätin Christine Haberlander in Seewalchen. Im Rahmen einer Bezirks-Tour kommt die Landeshauptmannstellvertreterin, Gesundheits- und Bildungslandesrätin Christine Haberlander zu einem Kurzbesuch nach Seewalchen.
- 14.9.2021: Der ehem. FPÖ-Nationalratsabgeordnete Ing. Heinz Hackl, Haining-Sonnenweg 10, stirbt im 68. Lebensjahr. Hackl war von 2002 bis 2015 Mitglied des Gemeinderates, kurzzeitig (2002-03) auch Mitglied des Gemeindevorstandes. Dem Nationalrat gehörte Hackl von 2009 bis 2016 an.
- 15.9.2021: Übergabe der Gemeindechronik. Nach dem Tod des langjährigen Gemeindechronisten Dir.i.R. Johann Rauchenzauner legt auch Amtsleiter i.R. Rudolf Romankiewicz nach 46 Jahren seine Tätigkeit als Chronist zurück. Auf Ersuchen von Bgm. Gerald Egger erklärt sich Bgm.a.D. Johann Reiter bereit, die Arbeit an der Gemeindechronik fortzuführen. Ihm zur Seite steht Gemeinderätin Mag. Maria Dachs aus Haining. Rudolf Romankiewicz steht weiterhin für Fragen und Auskünfte zur Verfügung.
- September 2021: An der Kematingerstraße beginnen die umfangreichen Straßenbaumaßnahmen zur Erneuerung des Ortschaftsweges zwischen Steindorf und Kemating inkl. Geh- und Radweg. Die Bauarbeiten sollen in zwei Etappen ausgeführt werden.
- 19.9.2021: Erntedankfest der röm.kath. Pfarre und der Ortsbauernschaft mit Einzug der Erntekrone, Feldmesse am Eislaufplatz und Frühschoppen am Rathausplatz.
- 24. bis 26.9. 2021: Österreichische Staatsmeisterschaften im Rudern am Ossiachersee. Ausrichter: Ruderverein Villach. Mathias Mair vom Ruderverein Seewalchen holt sich den Staatsmeistertitel im Leichtgewichts-Einer und eine Silbermedaille im schweren Einer. Mair holte sich bereits Anfang August eine Bronzemedaille beim Coupe de la Jeunesse in Ottensheim (inoffizielle Europameisterschaft für Nachwuchsmannschaften).
- 26.9.2021: Landtags-, Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl in Oberösterreich. Mandatsverteilung im Gemeinderat: ÖVP 13 (+/- 0). SPÖ 7 (+/-0). Grüne 6 (+ 2). FPÖ 5 (- 2). Die ÖVP behält damit die relative Mehrheit und stellt den/die 1. Vizebürgermeister/in. Die SPÖ bleibt zwar mit 7 Mandaten unverändert, erobert aber den 2. Platz zurück und stellt somit wieder den 2. Vizebürgermeister. Platz 3 geht erstmals an die Grünen. Die Mandatsverteilung im Gemeindevorstand und in den Ausschüssen beträgt nunmehr: ÖVP 3, SPÖ 2, Grüne und FPÖ je 1 (= ein Vorstandsmandat ist von der FPÖ zur SPÖ „gewandert“).
- 1.10.2021: Neue Praktische Ärztin in Seewalchen. Dr. Lisa-Maria Kellermayr übernimmt die Ordination von Dr. Oskar Vogel, der mit Jahresende 2021 in den Ruhestand tritt. Nach Ende der Übergangsphase im 4. Quartal 2021 wird Frau Dr. Kellermayr im Jänner 2022 ihre neuen Ordinationsräume im Raiffeisengebäude eröffnen.
- 4.10.2021: Seewalchner Ergebnisse der Volksbegehren (Summe der Unterstützungserklärungen und der Eintragungen). Notstandshilfe – 23. Impflicht „Notfalls JA“ – 18. Impfpflicht „Striktes NEIN“ – 138. Kauf regional - 77.
- 13.10.2021: Cobra-Einsatz in Rosenau. Zahlreiche Medien berichten nach einer Presseaussendung der Landespolizeidirektion über die Festnahme eines jungen Seewalchners. Ein 30-Jähriger drohte am 12. Oktober 2021 gegen 8:30 Uhr einem 60-jährigen Lkw-Lenker aus dem Bezirk Vöcklabruck, indem er mit seiner Hand waagrecht von einer zur anderen Seite seines Halses strich und damit andeutete, ihm die Kehle durchzuschneiden. Der 60-jährige Lkw-Lenker, der diese Drohung von seiner Fahrerkabine aus wahrnahm, stellte daraufhin seinen Lkw ab. Daraufhin begab sich der 30-Jährige zum Lkw, demontierte die vordere Kennzeichentafel und knickte diese zweimal um, warf sie über den Lkw und begab sich in sein Haus zurück. Als kurz darauf die verständigten Polizisten eintrafen und Nachschau im Garten des 30-Jährigen hielten, drohte dieser vom Küchenfester aus, indem er mit einem messerähnlichen Gegenstand in seiner Hand drohend deutete. Nachdem das Objekt von außen gesichert wurde, warf der Hausbesitzer ein Glasbehältnis Richtung der Beamten, wodurch jedoch niemand verletzt wurde. In weiterer Folge wurde von der Staatsanwaltschaft Wels eine gerichtlich bewilligte Festnahme- und Durchsuchungsanordnung erwirkt. Diese konnte unter Beiziehung des Einsatzkommandos Cobra umgesetzt und der Besitzer festgenommen werden. Bei der Hausdurchsuchung konnten ein Wahlplakat, Spraydosen sowie Suchtmittel und ein Audiogerät sichergestellt werden, welche eindeutig anderen Straftaten zuzuordnen sind. Der Beschuldigte wurde in die Justizanstalt Wels eingeliefert. (Anmerkung: In der Wahlnacht zum 26. September wurden in Seewalchen zahlreiche Wahlplakatständer schwer beschädigt).
- 25.10.2021. Tragischer Ruder-Tod von Dr. Alexander Mihalic. Am Abend des 25. Oktobers kehrt der Unfallchirurg und begeisterte Hobby-Rudersportler von einer Ausfahrt mit dem Einer-Rennruderboot nicht mehr zurück. Bei einer sofort eingeleiteten Suchaktion wird von den Einsatzkräften (Wasserrettung, Feuerwehr, Polizei, Rettung) zunächst das Boot, und später in 4 Metern Tiefe von Feuerwehrtauchern die Leiche des Arztes im Bereich des Schlosses Kammer gefunden. Für den 62-jährigen Arzt kommt jede Hilfe zu spät. Dr. Alexander Mihalic war Obmann des Dorfentwicklungsvereins „L(i)ebenswertes Seewalchen“ und engagierte sich u.a. auch in der Seewalchner Klimabündnisgruppe. Er hinterlässt eine Gattin und zwei erwachsene Söhne.
- 26.10.2021. Der langjährige FPÖ-Gemeinderat und ehemalige Umweltausschussobmann Walter Liehmann, Atterseestraße 33, stirbt im 77. Lebensjahr. Liehmann betrieb seit 1972 in Attersee am Attersee eine Segelschule.
- 2.11.2021. Der Transportunternehmer Josef Mittendorfer sen., Atterseestraße 23, stirbt im 89. Lebensjahr. Mittendorfer entstammt einer bekannten Seewalchner Flößerfamilie und lebte mit seiner Familie in einem Haus an der Ager.
- 3.11.2021: Konstituierende Gemeinderatssitzung. Am 3. November findet die Konstituierende Sitzung des neu gewählten Gemeinderates im Kultursaal Seewalchen statt. Bezirkshauptmann Dr. Johannes Beer nimmt die Angelobung des wiedergewählten Bürgermeisters Gerald Egger vor, der anschließend den Gemeinderäten das Gelöbnis abnimmt. Bei der Wahl in den Gemeindevorstand werden neben Bgm. Egger folgende Mandatare gewählt: ÖVP – Claudia Haberl und Markus Kitzberger. SPÖ – Jürgen Kirchberger und Kurt Berger. Grüne – Claudia Hauschildt-Buschberger. FPÖ – Karin Hemetsberger. Claudia Haberl (ÖVP) wird zur 1. Vizebürgermeisterin gewählt, Jürgen Kirchberger (SPÖ) zum 2. Vizebürgermeister. Die Angelobung nimmt wieder Bezirkshauptmann Johannes Beer vor. Auf Basis der Ergebnisse der vorangegangenen Parteiengespräche beschließt der Gemeinderat unter dem Vorsitz von Bürgermeister Egger die Einrichtung der übrigen Gemeindegremien. Neben dem Prüfungsausschuss (Obmann: Rudolf Stockinger/SPÖ) wird einstimmig die Installierung von sechs weiteren Beratungsausschüssen beschlossen. Den Wirtschafts- und Projektausschuss wird der Gastronom Sebastian Kritzinger (ÖVP) führen. Ing. Harald Mayrhofer (ÖVP) wird als Obmann des Planungs- und Raumordnungsausschusses bestätigt. Den Infrastrukturausschuss wird Ing. Kurt Berger als Obmann führen. Die Sportlehrerin und Vizebürgermeisterin Claudia Haberl (ÖVP) ist neuerlich Obfrau des Bildungs-, Kultur- und Sportausschusses. Sie wird auch den Vorsitz im Personalbeirat führen. Die Bundesrätin der Grünen, Claudia Hauschildt-Buschberger wird als Obfrau des Umwelt- und Klimaschutzausschusses wiedergewählt. Der 2. Vizebürgermeister Jürgen Kirchberger (SPÖ) wird zum Obmann des Sozial- und Generationenausschusses bestellt. Die Marktgemeinde Seewalchen wird Bürgermeister Gerald Egger (ÖVP) und die beiden Vizebürgermeister Claudia Haberl (ÖVP) und Jürgen Kirchberger (SPÖ) in die Verbandsversammlung des Bezirkssozialhilfeverbandes entsenden. Die Vertreter Seewalchens im Bezirksabfallverband werden Gemeinderat Peter Reiter (ÖVP) und Ing. Kurt Berger (SPÖ) sein. In den Jagdausschuss werden Manuel Ebetsberger-Dachs und Franz Pühringer jun. (beide ÖVP), sowie Harald Huber (SPÖ) gewählt. Die vier im Seewalchner Gemeinderat vertretenen Parteien geben auch ihre Fraktionsvorsitzenden bekannt: ÖVP – Markus Kitzberger. SPÖ – Ing. Kurt Berger. Grüne – Claudia Hauschildt-Buschberger. FPÖ – Karin Hemetsberger. Am Ende der Konstituierenden Sitzung sprechen Bürgermeister Gerald Egger, die Fraktionsvorsitzenden Markus Kitzberger, Claudia Hauschildt-Buschberger und Karin Hemetsberger, sowie die VizebürgermeisterIn Claudia Haberl und Jürgen Kirchberger ihre Schlussworte und geben unisono ein Bekenntnis zur Zusammenarbeit ab.
- 7.11.2021: Der traditionelle Martinimarkt muss aufgrund der stark steigenden Coronazahlen abgesagt werden. Im Kultursaal wird von der Marktgemeinde Seewalchen mit dem Roten Kreuz eine Corona-Impfaktion durchgeführt. Der Ansturm ist enorm, da ab dem nächsten Tag die sog. „2 G Regel“ gilt (geimpft, genesen), und weil die Impfstraße in Seewalchen die an diesem Tag einzige offene Impfstation in ganz Oberösterreich ist. Die Aktion ruft großes Medienecho hervor. Kronenzeitung, O.Ö. Nachrichten, Kurier, Standard, ORF Oberösterreich, ATV, LT 1 berichten teilweise in großer Aufmachung. In der Kronenzeitung (O.Ö. Krone) sogar auf der Titelseite. Aufgrund der hohen Nachfrage werden aus einer geplanten im Lauf des Nachmittags kurzfristig vier Impfstraßen mit ÄrztInnen aus Seewalchen (Dr. Elisabeth Reiter, Dr. Lisa-Maria Kellermayr, Dr. Jörg Hoflehner, Dr. Alex Blaicher). 510 Personen aus ganz Oberösterreich (darunter viele Seewalchner) nehmen an der Impfaktion teil. Es werden rd. 50% Erst-Impfungen verabreicht.
- 22.11.2021. Vierter bundesweiter Lockdown. Die Zahl der Neuinfektionen ist auf über 15.000 angestiegen. Im Bezirk Vöcklabruck sind mehr als 4.000 Personen coronapositiv, davon über 200 in Seewalchen. Die Sechs- bis 14-Jährigen haben die 15- bis 24-Jährigen laut einer aktuellen Auswertung der AGES als stärkste betroffene Altersgruppe abgelöst. Seit Beginn der Pandemie sind mehr als 1 Million Corona-Infektionen bestätigt. Auf den Intensivstationen müssen österreichweit über 600 Coronakranke betreut werden. In den Krankenhäusern herrscht Alarmzustand. Schulen und Kindergärten bleiben offen.
- 1.12.2021. Spenderin des Christbaums am Rathausplatz ist Frau Aloisia Steinbichler aus Steindorf.
- 5.12.2021. Zweite Impfstraße im Kultursaal. 323 Personen nehmen daran teil, darunter auch zahlreiche Kinder von 5-12 Jahren und Jugendliche. Impfärzte (Pfizer-Vakzin) sind u.a. die Seewalchner Dr. Alex Blaicher, Dr. Elisabeth Reiter und Dr. Paul Weidinger. Im Impfstraßen-Team sind u.a. auch Pfarrassistent Markus Himmelbauer, die Gemeindemandatare Maria Dachs, Franz Bauer, Christop Gingl, und der gesamte Gemeindevorstand (Bgm. Gerald Egger, Vizebürgermeisterin Claudia Haberl, Markus Kitzberger, Vizebürgermeister Jürgen Kirchberger, Kurt Berger, Claudia Hauschildt-Buschberger, Karin Hemetsberger. Nikolaus Peter Wechselauer und Alwis Wiener verteilten an die Ehrenamtlichen als kleines Dankeschön Ottets Klimtpralinen.
- 8.12.2021. Turmkreuzsteckung an der Filialkirche in Buchberg.
- 9.12.2021. Gemeinderatssitzung. Auf der Tagesordnung steht u.a. die Beschlussfassung über das Gemeindebudget 2022, welches einstimmig beschlossen wird. Für das Ergebnis der laufenden Geschäftstätigkeit werden Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 10,7 Millionen Euro präliminiert. Im Mittelfristigen Finanzplan 2022 – 2026 sind 21 Projekte mit Prioritätenreihung vorgesehen. Weiters wird beschlossen, dem Bürgermeister a.D. Mag. Johann Reiter die Ehrenbürgerschaft zu verleihen, und den langjährigen Chronisten und Amtsleiter i.R. Rudolf Romankiewicz mit dem Ehrenring der Markgemeinde Seewalchen auszuzeichnen.
- 19.12.2021. Dritte Impfstraße im Kultursaal Seewalchen mit 210 Teilnehmern. An den bisherigen drei Impfstraßen sind insgesamt 1.048 Personen geimpft worden.
- 31.12.2021. Mit 18,3 Grad C (gemessen in Berndorf in Niederösterreich) wird der höchste Temperaturwert an einem Silvestertag seit Beginn der Aufzeichnungen festgestellt. Auch in Seewalchen ist es bei strahlendem Sonnenschein mit rd. 15 Grad C frühlingshaft mild.
2022
Chronik 2022 - Text und Bilder (pdf)
Chronik 2022 - nur Text
- 2. Jänner2022. Impfstraße 4.0 im Kultursaal Seewalchen. Im Rahmen der mittlerweile vierten Impfstraße lassen sich 164 Personen gegen Corona impfen. Am 16. Jänner findet eine weitere Impfstraße statt. Die Marktgemeinde Seewalchen veröffentlicht via Facebook eine Tabelle über den aktuellen Impfstatus der Gemeindebevölkerung. Demgemäß sind in Seewalchen 82,8% der impfbaren Bevölkerung zumindest einmal geimpft. Seewalchen zählt damit (nach Unterach und Weyregg) zu den Top 3 Gemeinden im Bezirk.
- Jänner 2022. Die Omikron-Welle hat Europa fest im Griff. Die im Vergleich zur Delta-Variante wesentlich stärker ansteckende Omikron-Variante des Corona-Virus sorgt am 12. Jänner mit 17.006 für einen neuen Höchstwert bei den Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie, der eine Woche später, am 19. Jänner mit 27.677 Neuinfektionen nochmals getoppt wird. Virologen, Epidemiologen und Komplexitätsforscher prognostizieren einen weiteren steilen Anstieg bei den Infektionszahlen. Da die Omikron-Variante mildere Krankheitsverläufe verursacht (das Virus befällt vorrangig die oberen Atemwege und infiziert nur selten die Lunge), rechnet man mit steigenden Belegszahlen auf den Normalstationen der Krankenhäuser, aber weniger bei den Intensivstationen. Durch die weiter steigenden Infektionszahlen (Krankenstände, Quarantänen) drohen Probleme bei der Aufrechterhaltung der systemrelevanten Infrastruktur. Auch in Seewalchen steigt die Zahl der Corona-positiven Bewohner auf 58.
- Jänner 2022: Bei der Bezirksversammlung des Gemeindebundes Vöcklabruck wird Bgm. Gerald Egger aus Seewalchen zum Obmannstellvertreter gewählt. Neuer Obmann ist Landtagsabgeordneter Christian Mader, Bürgermeister der Gemeinde Schlatt.
- 10. Jänner 2022. Dr. Lisa Maria Kellermayr eröffnet in der Raiffeisenbank ihre neue Ordination. Dr. Kellermayr hatte im Herbst 2021 die Ordination von Dr. Oskar Vogel übernommen, der in Pension ging.
- 20. Jänner 2022. Der Nationalrat beschließt mit großer Mehrheit die Einführung der Corona-Impfpflicht. Bei der Abstimmung votierten 137 Mandatare für die Covid-Impfpflicht und 33 dagegen. Die Koalition ÖVP und Grüne stimmte geschlossen zu, bei SPÖ und NEOS gab es vereinzelte Nein-Stimmen. Die FPÖ war geschlossen dagegen. Nur fünf Monate nach dem Inkrafttreten des COVID-19-Impfpflichtgesetzes ist es wieder Geschichte. Der Nationalrat hat die Aufhebung des Gesetzes und zugehöriger Verordnungen am 7. Juli 2022 einstimmig beschlossen.
- 21. Jänner 2022. Erste Schneedecke in Seewalchen im neuen Jahr 2022. Seit Donnerstag 20.1.22 abends ziehen zahlreiche Schneeschauer über unser Land. Es kühlt merklich ab, sodass die nur wenige cm dicke Schneedecke liegen bleibt. Tags darauf kommen noch gut 10 cm dazu, doch dann setzt Tauwetter ein.
- 23. Jänner 2022. Bei der zweiten Hahnenkammabfahrt in Kitzbühel holt Daniel Hemetsberger aus Nußdorf am Attersee einen 3. Platz hinter den beiden Schweizern Beat Feuz und Marco Odermatt. Nach den beiden 4. Plätzen bei den Abfahrten in Bormio und in Wengen (Lauberhornrennen) ist der Podestplatz auf der gefürchteten Streif der bisher größte Erfolg des 30-jährigen Hemetsberger, der für den SV Unterach startet. Er hat damit das Ticket für die Olympischen Winterspiele im Februar in Peking gelöst. Die erste Kitzbühel-Abfahrt am Freitag gewann der Norweger Alexander Aamodt Kilde. Den Slalom am Samstag holte sich überraschend der Brite Dave Ryding. Der 35-Jährige schrieb mit seinem ersten Weltcup-Sieg Schigeschichte, denn es war überhaupt der erste britische Sieg bei einem Weltcup-Schirennen.
- 27. Jänner 2022. Gemeinderatsitzung. Der Erhaltungskostenbeitrag für gewidmetes unbebautes Bauland gem. § 28 des O.O. Raumordnungsgesetzes (ROG) soll um 80% erhöht werden. Im Gemeindegebiet sind dzt. rd. 160.000 m2 unbebautes gewidmetes Bauland ausgewiesen. Die Erhöhung soll rd. 32.000.- Euro Mehreinnahmen für die Marktgemeinde Seewalchen bringen und zu einer rascheren Mobilisierung und Nutzung des gewidmeten Baulandes beitragen. Für die Errichtung eines Geh- und Radweges entlang der Gampernerstraße zwischen Kreuzung Haidacherstraße und Attersee-Bundesstraße (vom bestehenden ASZ bis ins Industriegebiet inkl. Anbindung an den Radweg entlang der B 151), sowie für die Errichtung von Mehrzweckstreifen in Litzlberg (Bereich Tostmannstraße) entlang der B 151, bzw. entlang der L 1276 Neißingerstraße (Bereich Königswiese) sollen Machbarkeitsstudien durch die Landesstraßenverwaltung (Straßenmeisterei) erstellt werden. Die Projekte „Seniorentaxi“ und Jugendtaxi“ sollen auch 2022 und 2023 weitergeführt werden. Die Straßenbeleuchtung im Carl Häupl Weg soll im Zuge der Kanalsanierung erneuert werden. Die Starkstrom-Freileitung zwischen dem Trafo hinter dem Rathaus Seewalchen und dem Trafo Rosenau soll durch ein Erdkabel ersetzt werden. Die Gemeinde wird dazu einen Kostenbeitrag an die Netz O.Ö. (Energie AG) in Höhe von 12.000.- brutto leisten.
- 29. Jänner 2022. Bei den coronabedingt virtuell stattfindenden Ruder-Ergometer-Indoor-Meisterschaften holten Emma Ryba und Emma Krichbaum vom Ruderverein Seewalchen einen Meistertitel in der JWB-Klasse bzw. einen 3. Platz im LGW-Juniorenrennen.
- 4. Februar 2022. Landeshauptmann Thomas Stelzer und Kulturdirektorin Margot Nazzal geben bekannt, dass die ursprünglich für 2020 geplante, schließlich auf 2027 verschobene Landesausstellung über die Pfahlbauten (Titel der Einreichung: „Versunken. Aufgetaucht. 6.000 Jahre Siedlungskultur im Seengebiet“) nicht mehr wie früher als „klassische, ortsgebundene“ Landesausstellung stattfinden wird, sondern im neuen Format „communale Oberösterreich“, und zwar im Zeitraum zwischen 2025 und 2027.
- 4. bis 20. Februar 2022. Die Olympischen Winterspiele in Beijing (Peking – China) sind mit 18 Medaillen, darunter 7 Goldmedaillen, die für Österreich zweiterfolgreichsten in der Geschichte.
- 9. Februar 2022. Auf „Facebook“ geben die neuen Betreiber (Verena Koller & Team) bekannt, dass das Cafe & Bisto „Bandlkramerey“ im März wieder geöffnet werden wird. Die Mitteilung wird in den sozialen Medien begeistert aufgenommen (über 550 Likes, über 140 x geteilt, über 100 positive Kommentare).
- 17. Februar 2022. Stromausfälle, Verkehrsprobleme. Tausende Feuerwehrleute im Sturmeinsatz. Sturmtief „Ylenia“ sorgt auch in Oberösterreich für Schäden. Die ZAMG hatte starke Sturmböen in den Niederungen prognostiziert. Schon am frühen Vormittag sind in Kremsmünster auf 390 Metern Höhe Spitzen mit 112 km/h gemessen worden. Das war erst der Anfang: Um elf Uhr wurden in Enns 120 km/h registriert, auf der Feuerkogel-Wetterstation waren es gar 167 km/h. Dreistellig waren die Windspitzen am Vormittag auch in Wels, Rohrbach, Vöcklabruck, Hörsching und Wolfsegg. Am Nachmittag ließ der Sturm allmählich nach. Oberösterreichs Feuerwehren standen seit den frühen Morgenstunden im Sturmeinsatz. Bei über 500 Einsätzen waren 230 Feuerwehren mit 3.000 Mann im Dienst. In den Bezirken Linz-Land, Kirchdorf, Gmunden, Vöcklabruck, Rohrbach und Steyr-Land waren bis zu 20.000 Haushalte ohne Strom. Auch in Seewalchen-Ort fiel der Strom aus.
- Februar 2022. Die Welt im Banne der Ukraine-Krise. Nach einem wochenlangen russischen Truppenaufmarsch mit rd. 150.000 Soldaten und schwerem Kriegsgerät gibt es weltweite diplomatische Bemühungen von US-Präsident Joe Biden, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, dem britischen Premierminister Boris Johnson und Deutschlands Bundeskanzler Olaf Scholz, den drohenden militärischen Konflikt zu vermeiden. Die Außenminister der USA Anthony Blinken und Russlands Sergej Lawrow treffen sich mehrmals – erfolglos. Nach Durchführung von „Militärmanövern“ mit Raketentests an der russisch-ukrainischen Grenze und in Weißrussland (Belarus), wo der Russland treue Diktator Lukaschenko regiert, kommt es am 21./22. Februar zu einer ersten Eskalationsstufe. Russlands Präsident Wladimir Putin anerkennt die prorussischen Separatistengebiete in der Ostukraine um Lugansk und Donezk und entsendet russische Truppen in die von den Separatisten kontrollierten Gebiete im Donbass. EU und USA verhängen Sanktionen. Deutschland stoppt die Inbetriebnahme der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 zwischen Russland und Deutschland. Der Ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der zuvor eher beschwichtigt und mit keiner Invasion gerechnet hat, ordnet am 23. Februar eine Teilmobilmachung an. 24. Februar 2022. KRIEG IN OSTEUROPA. Der russische Staatschef Wladimir Putin hat in der Nacht zum Donnerstag in einer Fernsehansprache eine „Militäroperation“ in der Ukraine befohlen. Ziele der Angriffe in der Ukraine sei „die militärische Infrastruktur“, die völlige „Entmilitarisierung“ der Ukraine und richte sich auch gegen die Regierung in Kiew. Russische Bodentruppen dringen von allen Seiten in die Ukraine ein. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verhängt das Kriegsrecht über die gesamte Ukraine und ruft seine Landsleute zur Verteidigung des Landes auf. 100.000e fliehen vor der russischen Invasion Richtung Polen, Slowakei, Ungarn und Rumänien. Männer zwischen 18 und 60 Jahren dürfen nicht ausreisen (Generalmobilmachung). Die Ukraine bricht die diplomatischen Beziehungen mit dem Nachbarland Russland ab. US Präsident Joe Biden und die EU verhängen Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Vom nördlichen Nachbarland Belarus aus (Weissrussland) bewegen sich Russische Truppen auf die Hauptstadt Kiew zu. Trotz Widerstands der (weit unterlegenen) Ukrainischen Armee beträgt der russische Vormarsch bis zu 2 km/h. Neben dem Vordringen der Bodentruppen (Panzer, motorisierte Infanterie) beschießt Russland die Ukraine mit Artillerie und Marschflugkörpern. Die zweitgrößte Stadt der Ukraine, Charkiw, wird von russischen Truppen eingekesselt. Die russische Armee kann im Verlauf der nächsten Monate umfangreiche Geländegewinne insbesondere in der Ostukraine verbuchen. Die Einnahme von Kiew scheitert jedoch. Die russischen Truppen ziehen wieder ab. Im Herbst kann die Ukrainische Armee wieder einige Städte im Osten zurückerobern. Russland setzt seine Raketenangriffe auf militärische und zivile Ziele, sowie auf die technische Infrastruktur fort. Viele Städte wie Mariupol werden vollkommen zerstört.
- 1. März 2022. Mag: Ulrike Mayr aus Vöcklabruck wird neue Geschäftsführerin im Regionalverband Attersee-Attergau (REGATTA). Nach 21 Jahren quittiert der erfolgreiche bisherige REGATTA-Manager, Mag. Leo Gander den Dienst. Er bleibt noch bis Ende des Monats zur Einschulung der neuen Managerin. Weiters wird er Frau Mag. Mayr bei der Erstellung der neuen LEADER-Strategie der REGATTA für die nächste Förderperiode unterstützen. REGATTA-Assistentin Heidi Egger begeht ihr 12-jähriges Dienstjubiläum.
- 3. März 2022. Gesundheitsminister Dr. Wolfgang Mückstein (Grüne) tritt nach nur 11-monatiger Amtszeit zurück. Sein Nachfolger wird der Vorarlberger Umweltlandesrat Johannes Rauch.
- 4. März 2022. Die im Besitz der Österreichischen Bundesforste ÖBF stehende Boots- und Badehütte beim Kinderbad wird abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. Zuletzt war die Bootshütte an die Betreiber des Hotels Häupls verpachtet. Nach dem Neubau wird die Bootshütte privat genutzt.
- 3. März 2022. Seewalchen hilft der Ukraine. Die Feuerwehr Seewalchen sammelt beim Feuerwehrhaus dringend benötigte Sachspenden für die Flüchtlinge aus und in der Ukraine, u.a. Medikamente, Hygieneartikel, Kindernahrung, Konserven, Decken, Schlafsäcke. Die Sachspenden werden mit der Volkshilfe nach Osteuropa gebracht.
- 6. März 2022. Ukraine-Flüchtlinge im JRK-Haus in Litzlberg. Rund 100 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine finden im Litz-Erlebnishaus des Jugendrotkreuzes Quartier. Sammlung von Hilfsgütern für die Ukraine durch die FF Seewalchen. JRK-Haus in Litzlberg beherbergt Flüchtlinge.
- 11. März 2022. Thomas und Karin Ebetsberger aus Gerlham-Hainingerbach (Firma Ölquetschn) gewinnen bei der Prämierung für den „Ölkaiser“ auf der Wieselburger Messe Gold für ihr Bio-Leinöl und Bronze für ihr Bio-Hanföl. Thomas Ebetsberger war auch eine Zeit lang Geschäftsführer der Firma „Zaunteam“. Er stammt vom Starzbauernhof in Gerlham 14, den sein Bruder Martin im Haupterwerb mit Ackerbau und Viehzucht (Milchwirtschaft) betreibt. Dort ist (vorerst) auch der Firmensitz mit Lager und Verkauf. Thomas Ebetsberger war von 2003 bis 2012 Mitglied des Gemeinderates und arbeitete insbesondere im Sozial- und Jugendausschuss. Er war auch eine Periode lang Obmann des Vereins „Jugendtreff Seewalchen“ und im Verein „L(i)ebenswertes Seewalchen“ aktiv.
- 13. März 2022. Der frühere ÖVP Bundesparteiobmann und Vizekanzler (1991-1995) Dr. Erhard Busek stirbt im 81. Lebensjahr. Dr. Busek hat über Gexi Tostmann eine engere Beziehung zu Seewalchen und war öfter zu Gast in unserer Gemeinde.
- 13. März 2022. Der für den Schiclub Kammer startende Lorenz Petermaier (Jahrgang 2010) aus Litzlberg-Klimtstraße gewinnt bei den Österreichischen Kinder-Schimeisterschaften auf der Gerlitzen den Riesentorlauf. Moritz Krammer aus Rosenau, Freyungerstraße, Jahrgang 2011, belegt die Plätze 13 und 14 im Riesentorlauf und im Slalom. Für die beiden Schi-Talente geht damit eine erfolgreiche Schisaison zu Ende. Beide holten zahlreiche 1. Plätze und weitere Podestplätze u.a. im Rahmen des O.Ö. Kids-Cups. Moritz Krammer wurde am 26. Februar auf der Wurzeralm Landesmeister im Riesentorlauf und im Slalom.
- 16. März 2022. Die aktuelle Wetterlage bringt nach einer 3.000 km langen „Reise“ orange-gelben Saharastaub nach Mitteleuropa. Die Staubanreicherung in der Athmosphäre färbt auch den Himmel stellenweise gelb bis rot. Insbesondere in der Abenddämmerung ergeben sich dadurch eigenartige Lichtstimmungen und verstärken Morgen- und Abendrot.
- 17. März 2022. In der Gemeinderatssitzung am 17.3. wird der Rechnungsabschluss für das Finanzjahr 2021 einstimmig beschlossen. Die Marktgemeinde Seewalchen konnte im Haushaltsjahr 2021 die liquiden Mittel (SA7) um 656.615.- Euro erhöhen. Das Nettovermögen der Gemeinde 2021 beläuft sich auf 23,771.155.- Euro. Die Haushaltsrücklagen stehen in der Höhe von 3,217.097.- Euro zu Buche. Die Finanzschulden und Verbindlichkeiten aus Darlehen und Finanzierungsleasing wurden plangemäß getilgt und belaufen sich nach dem abgelaufenen Haushaltsjahr auf 1,583.004.- Euro. 2021 wurden vorzeitige Tilgungen(= Sondertilgungen) im Ausmaß von rund 500.000.- Euro vorgenommen. Weiters wird der Pachtvertrag für das Strandbadbuffet mit der Firma C & C Lifestyle (Sabine und Martin Conti, Betreiber des Hotels Attersee) aus Neubrunn um ein Jahr verlängert. Nach dem Mandatsverzicht von Hans Ebner (GRÜNE) aus Litzlberg auf das Mandat im Infrastrukturausschuss wird Dipl.Ing. Christian Hotwagner aus Litzlberg von der Grünen Fraktion in den Infrastrukturausschuss gewählt. Die ÖVP wählt Andreas Huber aus Seewalchen-Königswiese anstelle von Mag. Petra Schneeweis-Schachner aus Rosenau in den Wirtschafts- und Projektausschuss. Weiters wird von der ÖVP Franz Pühringer aus Seewalchen Ort als neues Ersatzmitglied in den Infrastrukturausschuss gewählt (anstelle von Gerhard Ebetsberger-Neuhofer aus Haining). Bebauungsplan Seewalchen-Ortskern. Bereits in der Planungsausschusssitzung vom 6. Mai 2021 wurden die Grundzüge für das Neuplanungsgebiet im Ortszentrum von Seewalchen diskutiert. Der nunmehr vorliegende Entwurf für das Neuplanungsgebiet wird vom Gemeinderat einstimmig beschlossen. Es wird nun ein Bebauungsplan erstellt.
- März 2022. Bauprojekte in Seewalchen. Nach der Winterpause werden zahlreiche Bauprojekte wieder aufgenommen. Im Endstadium ist der Neubau des Bürogebäudes der Firma Industriebauzone IBZ beim A 1 Pendlerparkplatz. Die Straßenmeisterei beginnt mit der Errichtung des Linksabbiegers Rosenau mit Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer von der Gampernerstraße in die Haidacherstraße. Die Bauetappe 2 der Kematingerstraße mit Neubau des Ortschaftsweges und Errichtung eines Fuß- und Radweges ist im Laufen. In Rosenau errichtet der Bauträger GSA 10 Eigentumswohnungen und 4 Doppelhäuser in der Martin Luther Straße.
- 25. März 2022. „Earth strike day“ und Flursammelaktion der VS Seewalchen. Mit einem großen Aktionstag am Rathausplatz zum Thema Umweltschutz zeigen Lehrkräfte und SchülerInnen der Volksschule Seewalchen ihren Einsatz für unsere Umwelt.
- 30. März 2022. Meister Adebar zu Besuch in Litzlberg. Auf der Durchreise macht ein Storch in Litzlberg eine kurze Pause.
- 3. April 2022. Winter-Comeback. In der Nacht von Freitag 1. Auf Samstag 2. April beginnt sich ein Mittelmeertief in Kombination mit einem Kaltlufteinbruch auch in Seewalchen auszuwirken. Es kühlt merklich ab und die Temperaturen sinken von den Höchstwerten der frühlingshaften Vorwoche mit über 20 Plusgraden auf 0 Grad. Am Sonntag, 3. April liegen in Seewalchen rd. 10 cm Neuschnee.
- 9. April 2022. Flurreinigungsaktion. Unter dem vom Bezirksabfallverband ausgerufenen Motto „Hui statt Pfui“ findet auch in Seewalchen wieder die traditionellen Flurreinigungsaktion statt.
- 9. April 2022. Tobias Höllwerth wird neuer Obmann der Marktmusik. Bei der Jahreshauptversammlung des Marktmusikvereins Seewalchen wird der bisherige Leiter des Jugendblasorchesters, Tobias Höllwerth aus Litzlberg zum neuen Obmann gewählt. Er folgt damit Herbert Ehrnleitner aus Gerlham nach. Neuer Stabführer wird Johannes Vogel. Als neue Kassierin fungiert Eva Pachinger, die ihrem Vater Erwin Pachinger nachfolgt.
- 10. April 2022. Palmweihe am Rathausplatz. Pfarrassistent Dr. Markus Himmelbauer nimmt unter großer Anteilnahme der Pfarrbevölkerung die traditionelle Segnung der Palmbuschen am Rathausplatz vor. Mit dabei auch die Kindergartenkinder des Caritas-Kindergartens und die Marktmusikkapelle.
- 20. April 2022. Im Kulturzentrum Aichergut präsentiert der ehemalige Gesundheitsminister Rudolf Anschober sein Buch „Pandemia“.
- 26. April 2022. Im Kultursaal Seewalchen findet ein von Zivilschutzreferent-Stv. Baumeister Manfred Schuster organisierter gut besuchter Vortrag zum Thema „Blackout“ statt, zu dem die Marktgemeinde Seewalchen und der O.Ö. Zivilschutzverband eingeladen haben.
- 24. April 2022. Der als „Ostbahn—Kurti“ bekannte Musiker Willi Resetarits stirbt an den Folgen eines Haushaltsunfalls (Treppensturz).
- 27. April 2022. Die Seewalchnerin Barbara Pabst (Seewalchen Ort, Seyrlstraße), erhält im Rahmen einer Ehrungsfeier ihr Dekret als neue Direktorin der Volksschule Schörfling.
- 30. April 2022. An der österreichweiten Aktion „Lange Nacht der Bibliotheken“ nimmt auch das Team der Öffentlichen Bücherei Seewalchen teil.
- 30. April 2022. Nach zweijähriger pandemiebedingter Pause kann das traditionelle Maibaumsetzen wieder stattfinden. Trotz kühler Witterung und Nieselregen kommen rd. 200 Besucher zu dieser Brauchtumsveranstaltung der ÖVP Seewalchen. Die Marktmusikkapelle Seewalchen sorgte für die musikalische Umrahmung. Der rd. 32 m hohe Baum wurde vom Bürgermeister-Ehepaar Gerald und Heidi Egger aus Steindorf gespendet. Maibäume wurden auch in Ainwalchen und Haining aufgestellt.
- 30. April 2022. Die beiden Bürgermeister Gerald Egger – Seewalchen und Ferdinand Aigner – St. Georgen übergeben bzw. übernehmen einen beeindruckenden Spendenbetrag in Höhe von mehr als 8.000.- Euro für die Waisenkinder aus der Ukraine, die in Kogl untergebracht sind. Das Spendenergebnis stammt vom Osterbasar der Nachbarschaft Steindorf-Birkenweg unter der Leitung von Michaela Bisjak.
- 6. Mai 2022. Das mit EU-Leader-Mitteln der REGATTA geförderte Projekt Kultur-Genuss-Weg Schörfling-Seewalchen ist fertig und wird seiner Bestimmung übergeben.
- 9. Mai 2022. Die Ministerinnen Elisabeth Köstinger (Landwirtschaft, Tourismus) und Margarethe Schramböck (Wirtschaft) treten zurück. Bundeskanzler Karl Nehammer nimmt die Gelegenheit wahr, die Kompetenzen der Ministerien neu zu ordnen. Neuer Landwirtschaftsminister wird der Direktor des Österreichischen Bauernbundes, Norbert Totschnig. Die Wirtschaftsagenden wandern zu Arbeitsminister Martin Kocher, der mit Susanne Kraus-Winkler eine neue Tourismus-Staatssekretärin bekommt. Für den Bereich Digitalisierung wird mit Florian Tursky ein Staatssekretär im Finanzministerium installiert. Die bisher bei Ministerin Köstinger liegenden Agenden des Zivildienstes wird Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm übernehmen.
- 14. Mai 2022. Gedenktafel für Professor Max Zweimüller. Aus Anlass des 90. Geburtstags des Orgelvirtuosen Prof. Max Zweimüller wird nach einer Initiative von Pfarrassistent Dr. Markus Himmelbauer und Organist Günther Kiener in der Pfarrkirche Seewalchen eine Gedenktafel enthüllt.
- 15. Mai 2022. 50.000 Teilnehmer beim Radtag. Nach zweijähriger coronabedingter Pause findet wieder der traditionelle Autofreie Raderlebnistag rund um den Attersee statt. Bei herrlichem Frühsommerwetter kommen rd. 50.000 Radfahrer an den Attersee. Start in Kammer mit Dr. Christoph Leitl, „Radtag-Erfinderin“ Anna Haller, TV Obmann Georg Föttinger.
- 19. Mai 2022. In der Gemeinderatssitzung wurden u.a. zahlreiche Beschlüsse im Feuerwehrwesen gefasst. Für den Ankauf eines neues Kleinlöschfahrzeugs KLF-L für die FF Steindorf wurde ein Finanzierungsplan beschlossen. Die Gesamtinvestitionssumme beträgt inkl. einer neuen Tragkraftspritze 178.100.- Euro. Ebenfalls beschlossen wurde der Finanzierungsplan für den Neubau des Feuerwehrhauses der FF Seewalchen mit einer Gesamtinvestitionssumme in Höhe von 3,122.000.- Euro. Nach Ausschreibung der Gewerke hat sich infolge der allgemeinen Teuerung eine Kostenerhöhung von ursprünglich rd. 2,6 Millionen auf rd. 3,1 Millionen Euro ergeben. Für die Baumaßnahmen wurden 16 Beschlüsse zur Vergabe der Arbeiten gefasst, u.a. für die Gewerke „Baumeisterarbeiten“ (Firma Kieninger, Angebotspreis 986.875.- Euro), für „Heizung-, Klima-, Lüftung- und Sanitäranlagen“ HKLS (Firma H 3 Installationen, Angebotspreis 160.410.- Euro), „Elektroarbeiten“ (Firma Schneeberger, 275.271.- Euro). Der Neubau soll auch eine Photovoltaik-Anlage bekommen (Firma Schneeberger, 104.760.- Euro).
- Mai 2022. Die Generalsanierung der Kematingerstraße zwischen Steindorf und Kemating ist nach rd. zweijähriger Bauzeit abgeschlossen. Neben der Erneuerung des gesamten Straßenkörpers (Unterbau, Tragschicht, Asfalt) wurde auch ein sogenannter „Mehrzweckstreifen“ für Fußgänger und Radfahrer errichtet.
- Juni 2022. Bürgerservice im Rathaus. Im Zuge des nun fertiggestellten Umbaus im Erdgeschoss des Rathauses wurden nicht nur neue Büroräumlichkeiten für Bauamt, Meldeamt und Standesamt geschaffen, sondern auch eine neue Bürgerservicestelle im Eingangsbereich. Besucher und Kunden des Gemeindeamtes werden nun in einem offenen und freundlich gestalteten Willkommensbereich von der Mitarbeiterin Claudia Dachs empfangen und erhalten umgehend Auskunft und Hilfe.
- 9. Juni 2022. Wohnhausbrand in Hainingerbach. Elf Feuerwehren mit 140 Mann waren im Einsatz. In dem als Zweitwohnsitz genutzten kleinen Haus (Hütthaler) war zu Mittag aus unbekannter Ursache Feuer ausgebrochen. Das Haus stand schnell im Vollbrand, der für eine enorme Rauchentwicklung sorgte. Deshalb wurde Alarmstufe drei für die Feuerwehren ausgerufen, weil viele Atemschutzträger für die Löscharbeiten in dem stark verrauchten Gebäude nötig waren. Der Einsatz gestaltete sich wegen der exponierten Lage des Hauses am Waldrand und wegen der schmalen Zufahrt (Sackgasse) als schwierig. Im Einsatz waren die Feuerwehren Seewalchen, Kemating, Steindorf, Schörfling, Oberhehenfeld, Vöcklamarkt, Attersee, Vöcklabruck, Lenzing und Gampern, die FF Badstuben/Frankenburg.
- Juni 2022. Bundespolitik. Anfang Juni gibt der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer seinen bevorstehenden Rückzug aus der Politik bekannt. Der 70-jährige Landespolitiker, der seit 2015 Landeshauptmann der Steiermark ist, wird Anfang Juli als ÖVP Landesparteiobmann und als Landeshauptmann zurücktreten. Sein designierter Nachfolger ist der bisherige Kulturlandesrat Christopher Drexler. Mitte Juni folgt der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter mit der Ankündigung, bei der nächsten Landtagswahl nach 14 Jahren nicht mehr kandidieren zu wollen. Der 68-jährige, seit Juli 2008 Landeshauptmann, stellt Wirtschaftslandesrat Anton Mattle, früherer Bürgermeister der Gemeinde Galtür, als seinen Nachfolger vor. Die Landtagswahl soll von Frühjahr 2023 auf Herbst 2022 vorverlegt werden.
- Am 14. Juni präsentiert die Bundesregierung ein 30 Milliarden Euro schweres Entlastungspaket für die Bevölkerung, um der grassierenden Teuerung, insbesondere bei den Energiekosten, und der galoppierenden Inflation (rd. 8%) entgegen zu wirken. 6 Milliarden Soforthilfe (500.- Euro Klimabonus im Herbst 2022, 180.- Euro Einmalzahlung pro Kind als Familienbeihilfe, Erhöhung des Familienbonus auf 2.000.- Euro). Unternehmen erhalten eine „Energiekostenkompensation“ im Gesamtausmaß von 1 Milliarde Euro. Als Meilenstein gilt die Abschaffung der sog. „Kalten Progression“.
- 17. Juni 2022. Bezirksmusikfest des Blasmusikverbandes Vöcklabruck in Frankenmarkt mit Marschwertung. Der Musikverein Rosenau unter Stabführer Johannes Wimmer holte in der Wertungsstufe D einen Ausgezeichneten Erfolg. Beim Jugendmarschwettbewerb erreichten die JungmusikerInnen des MVR mit den „Atterlakies“ (gemeinsam mit JungmusikerInnen der MK Weyregg und der MMK Schörfling) einen 1. Platz. Tags darauf trat die Marktmusikkapelle Seewalchen unter Stabführer Johannes Vogel in der Wertungsstufe E (Show) an und holte ebenfalls eine Auszeichnung.
- 21. Juni 2022. Festkonzert „30 Jahre Landesmusikschule Seewalchen“. Pandemiebedingt um ein Jahr verschoben fand am 21. Juni im Festsaal der LMS Seewalchen bzw. beim Pavillon vor der Musikschule das Festkonzert anlässlich des 30-jährigen Bestandsjubiläums der Landesmusikschule Seewalchen statt, die im August 1991 eröffnet wurde. Als Ehrengast und Festredner kam in Vertretung von LH Thomas Stelzer Landeshauptmann a.D. Dr. Josef Pühringer nach Seewalchen. Höhepunkte des Konzerts waren die Auftritte des Pianisten Florian Feilmair und der Klarinettistin Hannah Friedl.
- 25. Juni 2022. Dorothea Vogel ist 100. Die Jubilarin, Mutter des langjährigen ÖVP-Gemeinderates und praktischen Arztes Dr. Vogel, sowie des Gründers der „Grünen Seewalchen“, Wolfgang Vogel, erfreut sich guter Gesundheit und durfte zu ihrem Ehrentag neben Bürgermeister Gerald Egger auch den Landesobmann des Seniorenbundes, Landeshauptmann a.D. Dr. Josef Pühringer und SB-Obmann Walter Schneeberger als Gratulanten begrüßen.
- 25. Juni 2022. Die Bewerbsgruppe der FF Steindorf holte beim Landesfeuerwehrbewerb in Südtirol (in Neumarkt, zwischen Bozen und Trient) in der Gästeklasse den Landessieg in Silber.
- 27. Juni 2022. Dietmar Fageth ist neuer Obmann beim Imkerverein. Bei der Jahreshauptversammlung des Imkervereins Attersee Nord im Gasthaus Koderhold in Schörfling wurde ein neuer Vorstand gewählt, da der Obmann Dr. Othmar Gebetsroither aus Weyregg, der die Funktion seit der Fusionierung der Imkervereine Seewalchen, Schörfling und Weyregg im Jahr 2004 ausgeübt hatte, für eine weitere Periode nicht mehr zur Verfügung stand. Dr. Gebetsroither wurde von der Vizepräsidentin des OÖ-Imkerbundes Magª Christine Niedermayr ein Ehrendiplom überreicht. Zum neuen Obmann wurde der frühere Seewalchner Gemeindebedienstete und Bauhofmitarbeiter Dietmar Fageth aus Weyregg gewählt.
- 28. Juni 2022. Arztpraxis geschlossen. Ein halbes Jahr nach der Eröffnung ihrer neuen Praxis im Raiffeisenzentrum schloss Dr. Lisa Maria Kellermayr ihre Ordination aufgrund von Morddrohungen aus dem Internet. Die Kosten für Sicherheitsmaßnahmen wären nicht weiter vertretbar. Zahlreiche Medien (ORF, ATV, Puls4, Kronenzeitung, Standard, OÖN, ZackZack.at, u.a.m.) berichteten in teilweise großer Aufmachung über die Vorkommnisse rund um die neue praktische Ärztin in Seewalchen, die im Herbst 2021 nach der Pensionierung von Dr. Oskar Vogel die Ordination bzw. den Kassenarztvertrag übernommen hatte. Dr. Kellermayr hatte sich mit ihrer Haltung und Äußerungen zur Corona-Impfung in den Medien, insbesondere auch auf Social Media (Twitter), den „Zorn“ radikaler „Anti-Corona-Maßnahmen-Gegner“ zugezogen und war massiv bedroht worden. Das Thema „Hass im Netz“ und die Schließung der Ordination wurde in den Medien intensiv aufgegriffen. Die Causa war u.a. zweimal auf der Titelseite der „Kronenzeitung“. Die Oberösterreichischen Nachrichten berichteten auf Seite 3. Auch das Online-Magazin ZackZack.at veröffentlichte einen detaillierten Bericht.
- 28. Juni 2022. Spatenstich und Baubeginn beim Neubau des Feuerwehrhauses der FF Seewalchen.
- 30. Juni 2022. Neustart beim Wirtschaftsbund. Ende Juni fand beim „Treffpunkt Wirtschaft“ im Raiffeisensaal Seewalchen eine Wachablöse beim Wirtschaftsbund Attersee-Nord (Seewalchen-Schörfling) statt. Langzeitobfrau Margit Spitzer, die fast 20 Jahre lang den Wirtschaftsbund geführt hat, übergab das Zepter an Andrea Hammerle, der jungen Wirtin von der Zenzl Stubn in Schörfling. Als Stellvertreter der neuen Obfrau fungieren Baumeister Manfred Schuster aus Seewalchen und Bernhard Hehenfelder aus Schörfling.
- 2. Juli 2022. Pfarrfirmung in Seewalchen. 30 Jugendliche aus Seewalchen und zehn aus vielen anderen Gemeinden Oberösterreichs wurden in der Pfarrkirche Seewalchen von Kanonikus Konsistorialrat Dr. Martin Füreder, Mitglied des Domkapitels der Diözese Linz, gefirmt.
- 7. Juli 2022. GEHemeindeRADssitzung. Nach einer Idee von ÖVP-Gemeinderätin Mag. Maria-Theresia Dachs wurden die Gemeinderäte eingeladen, zur Gemeinderatssitzung umweltschonend zu Fuß oder mit dem Rad zu kommen. Bgm. Gerald Egger, GR Peter Reiter (ÖVP) als Klimabündnisverantwortlicher und Radbeauftragter Sigi Gierlinger (GRÜNE) freuten sich über die gute Beteiligung.
- 8. Juli 2022. Reit- und Springturnier in Haining.
- Juli 2022. Baubeginn für den Neubau des Feuerwehrhauses der FF Seewalchen in der Neißingerstraße.
- Juli 2022. Rekordwert bei der Inflation. Mit über 9% stieg im Juli 2022 die Inflation auf ein seit Jahrzehnten nicht mehr bekanntes Rekordhoch. Ausgehend von den exorbitanten Preissteigerungen bei der Energie (Gas, Öl, Treibstoffe, Strom) infolge des Ukraine-Krieges wurden fast alle Sektoren von Teuerungen erfasst, bis hin zu Lebensmitteln. Die weitreichenden sozial- und wirtschaftspolitischen Folgen für Herbst und Winter (Mieten, Löhne, Pensionen, Energieversorgung/Heizen) sind vorerst nicht absehbar. (Oktober: 11%).
- 17. Juli 2022. Pro Beach Battle in Litzlberg. Von 14. Bis 17. Juli Mitte Juli fand das traditionelle Beachvolleyballturnier im Landesfreibad in Litzlberg statt. Die Beach Battle 2022 bot tollen Sport und mitreißende Stimmung am Centercourt. Am Finaltag waren auch zahlreiche Ehrengäste beim Turnier, an der Spitze Landeshauptmann Thomas Stelzer und Union Landespräsident Franz Schiefermair, die gemeinsam mit Bürgermeister Gery Egger, Organisator Christoph Berger und Vertretern der Hauptsponsoren Raiffeisen Oberösterreich und Win2day Casinos Austria die Siegerehrung vornahmen. Der Sieg bei den Damen ging an das Duo Eva Freiberger & Stephanie Wiesmeyr. Bei den Herren holten sich die Vorjahressieger Robin Seidl und Philipp Waller den Siegerscheck.
- 29. Juli 2022. Dr. Lisa Maria Kellermayr ist tot. Die praktische Ärztin, die in den vergangenen Monaten wiederholt aus der Corona-Leugner und Impfgegner-Szene angefeindet und von Unbekannten im Internet mit Mord bedroht wurde, hatte vor Kurzem ihre Ordination geschlossen und mitgeteilt, sie werde ihre Praxis endgültig nicht wieder öffnen. Am frühen Vormittag des 29. Juli wurde sie tot in ihrer Praxis aufgefunden. Die Staatsanwaltschaft Wels schloss Fremdeinwirkung aus und ging von einem Suizid aus. Der tragische Tod der Allgemeinmedizinerin sorgte österreichweit und international für Bestürzung. Der ORF berichtete in mehreren Nachrichtensendungen. In Deutschland brachten u.a. die Bild Zeitung, die Süddeutsche Zeitung und der Spiegel Berichte, aber auch die Washington Post nahm sich des Themas an. In mehreren österreichischen Städten wurden Mahnwachen abgehalten. Im Rahmen seines Sommeraufenthaltes im Grafengut in Nußdorf am Attersee legte Bundespräsident Van der Bellen am 1.8. Blumen bei der Ordination nieder.
- 30. Juli 2022. Atterseepokal an MMK Seewalchen. Das traditionelle Musikwertungsspiel „Atterseepokal“, der im Rahmen des 150-jährigen Bestandsjubiläums des Musikvereins Weyregg ebendort stattfand, ging dieses Jahr an die Marktmusikkapelle Seewalchen. Zuletzt hatte die MMK den begehrten Titel vor 14 Jahren geholt.
- 11. August 2022. Gexi Tostmann ist 80. Die Senior-Chefin der Firma Trachten Tostmann, Dr. Gesine Tostmann, feierte ihren 80. Geburtstag, zu dem sich zahlreiche Gratulanten einstellten. Die MMK Seewalchen spielte ein Geburtstagsständchen.
- 17. August 2022. Emely Kendl aus Seewalchen beteiligte sich an der Aktion „Regenbogen-Zebrastreifen“ von Hitradio Ö3 und schrieb an Moderator Philipp Hansa. Mitte August wurde Emely live in der Radiosendung „Ö 3 Wecker“ interviewt und bekam die Zusage, dass auch in Seewalchen ein „Regenbogen-Zebrastreifen“ angebracht wird. Die 9-jährige ist die Tochter der Gemeindemitarbeiterin Doris Kendl und Schülerin einer Integrationsklasse der VS Seewalchen unter Dipl.Päd Ulrike Hirner (siehe auch 11.11.2022).
- Mitte August. Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm in Seewalchen. Im Rahmen ihrer „Ehrenamtstour“ kam Staatssekretärin Claudia Plakolm u.a. auch zu einem Kurzbesuch nach Seewalchen. Begleitet von Mitarbeiter:innen der Jungen ÖVP verteilte sie Gratis-Eis auf der Promenade und stand für Bürgergespräche zur Verfügung.
- Nachtrag 25. Juli 2022. Neustart bei der Klimabündnisgruppe. Gemeinderat Peter Reiter (ÖVP) folgt Isolde Katamay (Grüne) als Obmann. Die Gemeinde Seewalchen am Attersee ist seit 2003 Klimabündnis-gemeinde.
- 19. August 2022. Im Rahmen der Klima- und Energiemodellregion Attersee-Attergau (KEM REGATTA) fand am Rathausplatz eine „Road-Show“ zum Thema E-Mobilität statt.
- August 2022. Feuerwehr Kemating beim Bundesfeuerwehrbewerb in St. Pölten. Die Bewerbsgruppe 1 der FF Kemating hatte sich auch heuer wieder für den Feuerwehr-Bundesbewerb qualifiziert. Ende August fand das Großereignis mit rd. 3.000 Teilnehmern in St. Pölten statt. Die Kematinger Kameraden holten in Bronze mit einer Angriffszeit von 33,45 plus 5 Schlechtpunkten mit dem österreichweiten Rang 44 (von 139 Gruppen) die Bestplatzierung der Bewerbsgruppen des Bezirks Vöcklabruck.
- 2. September 2022. Landesrätin Langer-Weninger beim Schmankerlmarkt. Zum „Schmankerl- und Kunsthandwerksmarkt“ am Rathausplatz kam Agrar- und Gemeindelandesrätin Michaela Langer-Weninger nach Seewalchen.
- 8. September 2022. Königin Elisabeth II. aus England ist tot. Sie starb im Alter von 96 Jahren in ihrem Sommersitz Schloss Balmoral in Schottland. Elisabeth II. aus dem Haus Windsor war von 1952 bis zu ihrem Tod 2022 Königin des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland sowie von 14 weiteren, als Commonwealth Realms bezeichneten souveränen Staaten. Ihr Nachfolger wird ihr ältester Sohn, der Prince of Wales, Charles, König Charles III.
- 21. September 2022. Restaurant Sailer geschlossen. Nach einem dreiwöchigen Betriebsurlaub teilte die Familie Sailer mit, dass sie wegen Personalmangel und wegen der steigenden Betriebskosten ihr Restaurant in der Hauptstraße bis auf Weiteres schließen wird. Die Zimmervermietung bleibt aber weiter in Betrieb.
- 22. September 2022. IBZ-Bürogebäude eröffnet. Das neue Bürogebäude der Firma Industriebauzone (IBZ) in der Atterseestraße 5 (vis a vis Eurospar) ist fertig und in Betrieb. Im Erdgeschoß residiert die Firma 3D Medical Print KG, die medizinische und zahnchirurgische Modelle im 3D Druckverfahren herstellt. Im Obergeschoß sind die Büros der IBZ-Geschäftsführer Erich Bieringer und Gerald Mayrhofer und der Mitarbeiter. IBZ ist ein Planungsbüro für Planung und Bauleitung, Projektentwicklung und Projektumsetzung mit Schwerpunkt Betriebs- und Gewerbebauten.
- 22. September 2022. Gemeinderatssitzung. In der GRS am 22.9.22 wurden u.a. folgende Beschlüsse gefasst. Die von der O.Ö. Landesregierung der Marktgemeinde Seewalchen zur Verfügung gestellten „Sonder-Bedarfszuweisungsmittel“ in Höhe von € 93.000.- sollen zur Ausfinanzierung der Verkehrssicherheitsmaßnahmen beim Linksabbieger Gampernerstraße – Haidacherstraße Rosenau verwendet werden. Nach dem Wechsel von Amtsleiter-Stellvertreter Andreas Reiter ins Bauamt der Gemeinde Weyregg wurde der namensgleiche Andreas Reiter (Leiter der Finanzabteilung) als neuer stellvertretender Amtsleiter bestellt. Der Fußgängerübergang in der Neißingerstraße zwischen Rathaus und Kirche soll als sogenannter „Regenbogen-Schutzweg“ ausgebildet werden. Der öffentliche Feldweg Parz. 3087/2 KG Seewalchen im Betriebsbaugebiet wird an die Firma Roither Austropressen verkauft, die diesen zur Erschließung ihres dort befindlichen, dzt. noch unbebauten Betriebsgrundstücks benötigt. Aufgrund der derzeitigen Energiekrise beschloss der Gemeinderat diverse Einsparungsmaßnahmen. Die Straßenbeleuchtung soll in nicht sicherheitsrelevanten Bereichen zwischen 23 Uhr und 05 Uhr früh abgeschaltet werden. Die Weihnachtsbeleuchtung soll nur am Rathausplatz installiert werden.
- 25. September 2022. RVS gewinnt 6-Seen-Ruder-Regatta. Auf eine erfolgreiche Rudersaison können Funktionäre und Sportler des Rudervereins Seewalchen zurückblicken. Mathias Mair qualifizierte sich mit seinem Partner Leon Lindorfer aus Ottensheim für die U 23 Ruder-WM Ende Juli in Varese (Italien). Sie belegten im B Finale den 2. Platz. Bei den Landesmeisterschaften am 17. September in Ottensheim holten Hannah Prehofer (Schüler), Emma Ryba (Junioren) und Mathias Mair (Allgemeine Klasse) drei Goldmedaillen nach Seewalchen. Zu guter Letzt konnten die RVS-Ruderer auch die traditionelle Sechs-Seen-Ruder-Regatta für sich entscheiden. Bei den Staatsmeisterschaften am 2. Oktober holte sich Emma Ryba den Staatsmeistertitel. Mathias Mair wurde Vizestaatsmeister Fotos: RVS Leon Lindorfer und Mathias Mair. Emma Ryba. Hannah Prehofer.
- 30. September 2022. Im Rahmen einer Ehrungsfeier („Herbstfest“) im Hotel Häupl überreichten Bürgermeister Gerald Egger und die beiden Vizebürgermeister Claudia Haberl und Jürgen Kirchberger lt. Gemeinderatsbeschluss vom 19. Mai 2022 Ehrenzeichen an zahlreiche verdiente Personen. Altbürgermeister Johann Reiter erhielt den Ehrenring und die Ehrenbürgerschaft der Marktgemeinde Seewalchen am Attersee. Der langjährige Amtsleiter und Gemeindechronist Rudolf Romankiewicz bekam ebenfalls den Ehrenring. Die Goldene Verdienstmedaille wurde posthum an den früheren Gemeindevorstand und Gemeindechronisten, Hans Rauchenzauner (+) vergeben. Die Ehrung nahm Gattin Eva mit den Töchtern entgegen. Der langjährige Gemeindevorstand und FPÖ-Fraktionsobmann Rudolf Hemetsberger aus Steindorf erhielt ebenfalls die Goldene Verdienstmedaille. Gemeinderat a.D. Franz Huber aus Reichersberg wurde mit der Silbernen Verdienstmedaille ausgezeichnet. Nach zahlreichen Goldmedaillen bei Staats- und Landesmeisterschaften im Rudern wurde Mathias Mair mit dem Sportehrenzeichen in Gold geehrt. Den früheren GemeindemitarbeiterInnen Karin Schobesberger, Sabine Röthleitner und Manuel Stiglbauer wurde Dank und Anerkennung ausgesprochen.
- 3. Oktober 2022. Bienenfreundliche Gemeinde. Bei einem Startworkshop trafen sich am 3. Oktober Gemeindevertreter und Imker mit Mag. Gerlinde Larndorfer und DI Andrea Wagner vom Bodenbündnis Oberösterreich und diskutierten in 4 Arbeitsgruppen über Bienenschutz, Maßnahmen und Projektideen.
- 4. Oktober 2022. Nobelpreis für Anton Zeilinger. Der bekannte Quantenphysiker Prof. Dr. Anton Zeilinger, Universität Wien, erhielt den Nobelpreis für Physik. Professor Zeilinger hat Verbindungen nach Seewalchen. Seine Schwester, Mag. Stefanie Irrgeher, geborene Zeilinger, ehem. Obfrau des Kulturvereins „Kult.i.S.“, lebt mit ihrem Mann, dem Ziviltechniker i.R. DI Hans Irrgeher in Litzlberg. Die Familie Zeilinger hat in Buchberg ein Haus am See. 2008 kam Professor Zeilinger auf Einladung des Vereins „Kult.i.S.“ zu einem Gesprächsabend in den Kultursaal Seewalchen. Professor Zeilinger ist nach Erwin Schrödinger (1933), Victor Franz Hess (1936) und Wolfgang Pauli (1945) erst der 4. Österreicher, der den Physik-Nobelpreis gewinnen konnte. Nobelpreisträger Anton Zeilinger mit LH Thomas Stelzer. 2008. Professor Zeilinger in Seewalchen.
- 9. Oktober 2022. Bundespräsidentenwahl. Amtsinhaber Dr. Alexander van der Bellen wurde trotz sechs weiterer Kandidaten bereits im 1. Wahlgang mit 56,7% wiedergewählt. Platz 2 belegte der Kandidat der FPÖ, Dr. Walter Rosenkranz mit 17,7% vor Dr. Dominik Wlazny („Marco Pogo“, Bierpartei) mit 8,3%.
- 19. Oktober 2022. Lokale Agenda 21. Auftaktveranstaltung. #Seewalchen2030. Gelungener Start. Rund 100 Interessierte kamen in den Kultursaal zur Auftaktveranstaltung des Bürgerbeteiligungsprozesses im Rahmen des Landesförderprogramms „Agenda Zukunft“ (vormals AG21). Das Programm steht für lebendige und partizipative Umsetzungsprojekte auf kommunaler Ebene mit Bezug zu den UN-Nachhaltigkeitszielen. In den Referaten von Mag. Johannes Meinhart vom Regionalmanagement OÖ und den von der Gemeinde beauftragten Projektbegleiterinnen Mag. Sarah Untner www.raum-sinn.at und Mag. Ursula Witzmann-Müller, wurde auf die Bedeutung des gemeinsamen Gestaltens hingewiesen. In dieser ersten von mehreren Veranstaltungen ging es darum, ein Stimmungsbild und die wichtigsten Themen der EinwohnerInnen von Seewalchen zu identifizieren und transparent zu machen. Als größte Stärken und Potenziale unserer Gemeinde wurden die Bereiche Bildung, Vereinswesen, Lebensqualität und die geographische Lage identifiziert. Sie bilden gewissermaßen das Fundament für ein nachhaltiges Miteinander und zukünftige Entwicklungsprojekte. Als größte Herausforderungen wurden die Themen leistbares Wohnen, Mobilität, Freizeit- und Jugendangebote, Gastro und Tourismus sowie die Gestaltung des Ortszentrums genannt. Nach weiteren Veranstaltungen soll am Ende ein #seewalchen2030-Zukunftsprofil als Leitfaden für zukünftige Planungen und Entwicklung entstehen, mit konkreten Umsetzungsprojekte auf Basis eines breiten Mandats der Seewalchner Bevölkerung.
- 22. Oktober 2022. Dietrich Mateschitz ist tot. Der Gründer von „RED BULL“ und Medienunternehmer Dietrich Mateschitz starb nach einer Krebserkrankung im 78. Lebensjahr. Mateschitz war Milliardär und reichster Österreicher. Er hat nicht nur dem Energy Drink zu weltweiter Popularität verholfen, sondern rund um die Marke Red Bull einen Konzern aus Sport-, Medien-, Immobilien- und Gastronomie-unternehmen aufgebaut (Red Bull Salzburg, RB Leipzig, Red Bull Racing Formula 1, Servus-TV).
- 25. Oktober 2022. Pfahlbau-Notbergung. Unterwasserarchäologe Dr. Henrik Pohl und das Kuratorium Pfahlbauten präsentierten einen im Zuge des laufenden Monitorings der Pfahlbaustation Seewalchen geborgenen, speziellen Holzteil aus der prähistorischen Pfahlbausiedlung im Bereich des Strandbades. Eine C-14-Altersbestimmung ergab ein Alter von 7.000 Jahren. Welchen Zweck die Holzkonstruktion aus der Jungsteinzeit erfüllt hat, ist noch ein Rätsel und wird wissenschaftlich untersucht. Bürgermeister Gerald Egger und sein Vater, Ing. Alfons Egger, Obmann das Pfahlbauvereins, nahmen an der Festveranstaltung „50 Jahre UNESCO Welterbe“ in Baden bei Wien teil. Neben Seewalchen waren zahlreiche weitere österreichische Welterbegemeinden mit dabei, wie z.B. Hallstatt und Mondsee.
- 1. November 2022. Im Rahmen des Allerheiligenfestes legte der Kameradschaftsbund einen Kranz beim Gefallenendenkmal nieder. Bei der Jahreshauptversammlung am 13. November wurde Hartmut Kindl als Obmann bestätigt. Obmannstellvertreter ist Fahnenträger Wolfgang Lehner.
- 6. November 2022. Nach zweijähriger pandemiebedingter Pause fand wieder ein Martinimarkt am Rathausplatz statt. Bei mildem Herbstwetter kamen rd. 1.000 Besucher zu den Verkaufsständen der Vereine, Organisationen und Kunsthandwerker.
- 7. November 2022. Postpartner Eröffnung. Nach dem Abschluss der Umbauarbeiten der Räumlichkeiten der Bibliothek und des Chronikraumes im Rathaus eröffnete am 7.11. der neue Postpartner in der Trafik von Ursula Gassner. Für alle Besucher und Postkunden gab es bei einer Foto-Box die Möglichkeit, personalisierte Ansichtskarten und Briefmarken auszudrucken.
- November 2022. ASZ-Eröffnung. Nach rd. einjähriger Bauzeit wurde das neue Altstoffsammelzentrum Attersee Nord seiner Bestimmung übergeben. Zum Festakt mit BAV-Obfrau Vbgm. Manuela Gschwandtner kamen rd. 400 Besucher aus der Region, darunter zahlreiche Ehrengäste wie Nationalrat Gerhard Kaniak, Bundesrätin Claudia Hauschildt-Buschberger in Vertretung von Umweltlandesrat Kaineder, Landtagsabgeordnete Doris Margreiter. Das ASZ Attersee Nord ist die neue Recycling- und Entsorgungszentrale für sechs Gemeinden – Seewalchen, Lenzing, Schörfling, Aurach, Weyregg, Gampern. Das Grundstück im Betriebsbaugebiet Seewalchen hatten die beteiligten Gemeinden gemeinsam von der Gastwirtsfamilie Stallinger in Seewalchen erworben. Der Bezirksabfallverband Vöcklabruck war Bauherr des dzt. modernsten ASZ Oberösterreichs mit einer 5,2 kWp Photovoltaikanlage. Die Gesamtkosten betrugen rd. € 2,7 Millionen. Über 80 verschiedene Abfallarten können auf einer Gesamtfläche von rd. 8.200 m2 entsorgt werden, darunter auch Grünabfalle (Gras- und Heckenschnitt, Laub, Strauchschnitt). Im ASZ ist auch eine ReVital Sammelstelle der Volkshilfe integriert, bei der gebrauchte, gut erhaltene und funktionierende Gegenstände zur Wiederaufbereitung und Verkauf in den ReVital Shops der Volkshilfe abgegeben werden können.
- 11. November 2022. Regenbogen-Schutzweg. Der Schutzweg zwischen Schulweg und Rathausplatz wurde in den Farben des Regenbogens neu markiert (siehe auch 17.8.2022). Mit dabei Bgm. Gerald Egger, Pfarrassistent Dr. Markus Himmelbauer, Pfarrer Mag. Roman Fraiss und Dipl.Päd. Ulrike Hirner.
- 14. November 2022. Seewalchen 2030. „Gemeinde-Navi“. Nach dem erfolgreichen Auftakt im „Agenda Zukunft“ - Prozess der Gemeinde im Oktober, an dem fast einhundert Personen teilnahmen, kamen am 14.11 über fünfzig motivierte und engagierte BürgerInnen zur zweiten Veranstaltung, dem sogenannten „Gemeinde Navi“ zusammen. Dabei standen die 17 UN-Ziele zur nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goals) und deren konkrete Bedeutung für die Gemeinde im Zentrum. Sie stellen einen umfassenden Referenzrahmen für eine gedeihliche Zukunftsgestaltung auf globaler, nationaler und lokaler Ebene dar.
- 22. November 2022. Abbruch der Pfarrhofmauer. Die durch Grunderwerb von der Diözese Linz in den Besitz der Marktgemeinde Seewalchen gekommene Gartenmauer beim Pfarrhof Seewalchen wurde abgebrochen. Die Neugestaltung mit Gehsteigverbreiterung und/oder Begegnungszone ist Gegenstand der nächsten Treffen im Rahmen des Bürgerbeteiligungsprozesses „Seewalchen 2030“.
- 25. November 2022. Gesunde Kindergärten. Die beiden Seewalchner Kindergärten, der Caritas Kindergarten Seewalchen und der Kindergarten der Evangelischen Pfarre in Rosenau, erhielten von Gesundheitslandesrätin LHStv. Christine Haberlander das Zertifikat „Gesunder Kindergarten“. Die Ehrungsfeier fand im Kulturzentrum Lenzing statt.
- 26. November 2022. Cäcilienkonzert der Marktmusik. Nach zweijähriger pandemiebedingter Pause spielte die Marktmusikkapelle Seewalchen am 25. und 26. November wieder ihr traditionelles Cäcilienkonzert im Kultursaal, der an beiden Konzertabenden voll besetzt war. Musikalische Leitung: Kapellmeister Andreas Reiter. Moderation: Bürgermeister a.D. Mag. Johann Reiter. Der Musikverein Rosenau spielte am 3. Dezember 2022 ein Kirchen-Benefizkonzert in der Gnadenkirche Rosenau.
- 15. Dezember 2022. Gemeinderatssitzung. Beschlussfassung über das Gemeindebudget. Im Finanzierungsvoranschlag werden Einzahlungen in Höhe von € 12.019.300.- und Auszahlungen in Höhe von € 11.964.800.- veranschlagt. Das Ergebnis der laufenden Geschäftstätigkeit wird mit € 54.500,00 (Überschuss) angegeben. Der Saldo bei den liquiden Mitteln in Höhe von € - 1.680.000,00 wird durch Rücklagenentnahmen sowie durch die enormen Preissteigerungen (Krankenanstaltenbeitrag, SHV-Beitrag, Energiepreise usw.) begründet. Weitere Beschlüsse: Das Zwischenfinanzierungsdarlehen zur Bedeckung der in den Jahren 2024 – 2025 einlangenden Bedarfszuweisungsmittel für den Neubau des Feuerwehrhauses der FF Seewalchen in Höhe von € 983.400.- wurde an die Hypo Landesbank Oberösterreich vergeben. Ein Betrag in Höhe von € 1,2 Millionen aus der „Zukunftsrücklage“ wird bei der Kommunalkreditbank veranlagt. EEG-Gründung. Um den in Photovoltaikanlagen der Gemeinde erzeugten Strom für alle Verbraucher der Gemeinde nutzen zu können, wurde die Gründung einer EEG (Erneuerbare Energiegemeinschaft) Seewalchen beschlossen. Neuplanungsgebiet Kettlleiten. Der Gemeinderat beschloss ein Neuplanungsgebiet für Kettlleiten, Leharweg und einen Teil der Steindorferstraße. In weiterer Folge soll ein Bebauungsplan erstellt werden. Auf der Neißinger Straße soll vom Carl-Häupl-Weg beginnend der Gehsteig abgesenkt und ein sogenannter Multifunktionsweg errichtet, sowie die Straßenbeleuchtung erneuert und bis zum Schotterweg nach der Siedlung Königswiese verlängert werden (Schätzkosten: rd. € 140.000.-). Planung und Ausschreibung der Bauarbeiten für einen neuen Pendlerparkplatz am gemeindeeigenen Grundstück neben dem neuen IBZ Bürogebäude beschlossen (Kostenschätzung: rd. € 230.000.-). Planung und Ausschreibung der Sanierung des Langauwegs in Rosenau (Kostenschätzung: rd. € 267.000.-). Errichtung einer Ladeinfrastruktur-Kombianlage ELLA Keba (2 AC Ladepunkte) am Strandbadparkplatz.
- 11. Dezember 2022. Pfarrer Reinhold Stangl ist 70. Zu seinem runden Geburtstag gratulierten u.a. Pfarrgemeinderatsobmann Fritz Seiringer und Maria Wechselauer.
- 16. Dezember 2022. Eine Kältewelle erfasst fast ganz Europa. Auch bei uns in Seewalchen werden mehrere Tage und Nächte lang Minusgrade gemessen. Die Schneedecke ist mit rd. 10 cm dünn. Der Eislaufplatz wird von den Kameraden der FF Seewalchen aufbereitet. Das „traditionelle“ Weihnachtstauwetter mit Regen und Temperaturanstieg beendete den Wintereinbruch.
- 18. Dezember 2022. Argentinien wird Fußballweltmeister. Bei der umstrittenen Fußball-Weltmeisterschaft in Qatar holte sich Argentinien mit Kapitän Lionel Messi durch einen 4:2 Finalsieg im Elfmeterschießen gegen Titelverteidiger Frankreich den Weltmeistertitel (3:3 nach Verlängerung). Im Spiel um Platz 3 gewann Kroatien 2:1 gegen die Überraschungsmannschaft aus Marokko. Mit Deutschland, Belgien, Dänemark und Uruguay waren einige Mitfavoriten schon in der Vorrunde ausgeschieden. Marokko eliminierte Ex-Weltmeister Spanien im Achtelfinale im Elfmeterschießen. WM-Torschützenkönig wurde Frankreichs Jungstar Kilian Mbappe mit 8 Treffern, vor Lionel Messi (7), der zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde.
- 23. Dezember 2022. Benefizkonzert im Cafe Eiszeit. Auf Initiative von Dr. Oskar Vogel und Sebastian und Sandra Kritzinger spielte Oskar Vogels Band „Just4Fun“ ein Charity-Konzert zugunsten der Familie Diendorfer aus St. Stefan-Afiesl im Mühlviertel, bei deren Sohn Paul ein bösartigen Hirntumor entstanden ist. Im Zuge der Veranstaltung wurden Sachspenden versteigert. Moderation: Hans Stoll
2023
Chronik 2023 - Text und Bilder (pdf)
Chronik 2023 - nur Text
- 1.1.2023. Frühlingshaftes Neujahrswetter. Nachdem schon der Silvestertag 2022 rekordverdächtige Temperaturen brachte – in Aspach im Innviertel wurden 18,3 Grad gemessen – war auch der Neujahrstag mit Sonnenschein und 14 Grad in Seewalchen frühlingshaft mild. 1.1.2023. Welser-Möst dirigierte Neujahrskonzert. Zum dritten Mal dirigierte Franz Welser-Möst das traditionelle Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker.
- 12.1.2023. Leo Gander wieder REGATTA-GF. Nachdem die erst im Vorjahr installierte Geschäftsführerin Mag. Ulrike Mayr mit 31.12.2022 auf eigenem Wunsch wieder ausgeschieden war, übernahm der langjährige Geschäftsführer Mag. Leo Gander wieder das REGATTA
- 14.1.2023. Bürgeranwalt. In der ORF-Sendung „Bürgeranwalt“ mit Peter Resetarits wurde über das seit Frühjahr 2022 virulente Thema „Zugsignal Rosenau“ berichtet. Die ÖBB Züge verkehren auf der Strecke Kammer-Schörfling – Attnang-Puchheim („Kammerer Hansl“) von ca. 5 Uhr früh bis 21 Uhr praktisch im Stundentakt. Beim unbeschrankten Bahnübergang an der Haltestelle Siebenmühlen-Rosenau müssen die Zugführer aufgrund einer Verordnung ein Hupsignal abgeben. Bei der Hin- und Rückfahrt zweimal innerhalb einer Viertelstunde. Dies störte zahlreiche Anrainer, die bei der Gemeinde und bei den ÖBB mit Unterschriftenlisten und Online-Petitionen in den Social Media dagegen protestiert hatten. Ampel- oder Schrankenanlagen hätten jeweils rd. 800.000.- Euro gekostet, die Hälfte müsste die Gemeinde tragen. In der Sendung machte der ÖBB-Vertreter Mag. Franz Hammerschmid den Vorschlag, den Bahnübergang für Fahrzeuge zu sperren und nur noch für Radfahrer und Fußgänger offen zu halten (wie in Haidach).
- 20.1.2023. Seewalchen 2030 Future Day. Im Rahmen des Bürgerbeteiligungsprozesses „#Seewalchen2030“ fand im Kultursaal Seewalchen ein sogenannter „Zukunftstag“ statt. Die Bevölkerung war dabei eingeladen, ihre Ideen, Wünsche und Anliegen auf Pinnwänden und im Gespräch mit Gemeindevertretern und Moderatoren zu deponieren. Rd. 300 Personen kamen zwischen 15 und 20 Uhr in den Kultursaal. Am Nachmittag traten die Pädagoginnen und die Schulanfänger des Kindergartens Seewalchen mit dem Singspiel „Elmar, der bunte Elefant“ auf und ernteten stürmischen Applaus. 24.1.2023. Covid-Infektionen weiter rückläufig. Österreichweit wurden 1.265 Neuinfektionen gemeldet, davon 191 aus Oberösterreich. Die 7-Tages-Inzidenz lag bundesweit bei 153, in Oberösterreich bei 124.
- 27.1.2023. Christian Mayrhofer neuer Kommandant der FF Seewalchen. Bei der Neuwahl des Feuerwehrkommandos der FF Seewalchen kam es an der Spitze zu einer Wachablöse. Der langjährige Kommandant Roman Sumereder, der 12 Jahre lang die Führungsposition innehatte, übergab das Zepter an den Polizisten Christian Mayrhofer aus Rosenau. Zu Kommandant-Stellvertretern wurden DI Michael Kühn und Bernd Mayrhofer (neu) gewählt. Christoph Baumgartinger wurde als Schriftführer wiedergewählt. Neuer Kassier ist Thomas Maier.
- 28.1.2023. Bernhard Fürthauer neuer Kommandant der FF Steindorf. Fürthauer löste damit den langjährigen Kommandanten (20 Jahre) Martin Schallmeiner ab, der sich auf seine Tätigkeiten als Kommandant der Betriebsfeuerwehr Lenzing und des Feuerwehrabschnittes Attersee konzentrierte. Als Kommandantstellvertreter fungiert Florian Egger. Neu ins Kommando wurden Michael Neulinger als Kassier und Gerald Fürthauer als Schriftführer gewählt. Bisher waren Bernhard Schachl und Thomas Klein in diesen Funktionen.
- 29. Jänner 2023. Eisstock-Marktmeisterschaft in der REVA-Halle in Vöcklabruck. Den diesjährigen Meistertitel holte sich das Team um Moar Josef Mayer, Franz und Walter Schigl, August Höller. Die neuen Marktmeister bezwangen im Finale des Turniers mit 20 Mannschaften das Team um Moar Paul Flachberger, Gerhard Leitner, Günther Pedrotti und Werner Bunk.
- 1.2.2023. Zum ersten Mal machte der JUZ-Bus bei der Mittelschule Seewalchen Station. Das neue Angebot richtet sich an Jugendliche zwischen 12 und 26 Jahre und dient als Treffpunkt und als „mobiles Jugendzentrum“ zum Gamen (Playstation 5, Indoor- und Outdoorspiele), neue Leute kennenlernen, Beratungen und Workshops. Jeden Mittwoch kommt der Bus von 16 bis 20 Uhr und steht den Jugendlichen mit Coach und Pädagog:innen kostenlos zur Verfügung. Zum ersten Meeting in Seewalchen kamen 80 Jugendliche. Bei einem der Folgemeetings kam Bgm. Gery Egger zu einer Stippvisite. Bei der landesweiten Aktion „Spitzenschule“ von TIPS, Sparkasse Oberösterreich und Land O.Ö. gewann die Technikgruppe der 3. A Klasse der Mittelschule Seewalchen einen 1. Platz in der Kategorie „Umgang mit Geld“. Die SchülerInnen gewannen für ihr Projekt „Wasser bringt unsere Schule in Bewegung“, das sie in den Wahlpflichtfächern Physik und Werken erarbeiteten.
Todesfälle: Am 21. Jänner 2023 starb die Friseurmeisterin Herta Russ im 91. Lebensjahr. Frau Russ betrieb mit ihrem Gatten Karl Russ (+ 27.12.2003 im 83. LJ, Obmann des Musikvereins Seewalchen) von 1955 bis 1992 einen Friseurladen im ehemaligen Roither-Haus, Hauptstraße 4 (heute: Bandlkramerey). Tags darauf, am 23. Jänner 2023 starb der Molkereimeister Johann Kolm, im 96. Lebensjahr. Hans Kolm übernahm nach dem Krieg die Molkerei im Haus seiner Eltern in Seewalchen 18 (heute: Seyrlstraße 3), die er bis 1966 führte. Von 1972 bis 1987 war er Geschäftsführer des Fremdenverkehrsverbandes. In der Periode 1961 bis 1967 war er Gemeinderatsmitglied. Am 7. Februar 2023 starb die Landwirtin Margarethe Kroiß im 80. Lebensjahr. Grete Kroiß war von 1991 bis 1997 Mitglied des Gemeinderates, von 1979 bis 1991 Ersatzgemeinderätin, und bei zahlreichen Vereinen tätig (Goldhaubengruppe, ÖVP Frauen, Seniorenbund). Am 4. März 2023 starb der Landwirt i.R. und langjährige ÖVP Gemeindeparteiobmann (1969 - 1987) Adolf Lechner sen. im 91. Lebensjahr. Lechner war einer der profiliertesten ÖVP Kommunalpolitiker und drei Perioden lang im Gemeinderat, von 1979 bis 1985 Mitglied des Gemeindevorstandes.
- Am 2. Februar 2023 setzte in den frühen Vormittagsstunden intensiver Schneefall ein, der zu einem Verkehrschaos im Berufsverkehr führte. Die Räum- und Streudienste kamen mit den Winterdienstarbeiten nicht mehr nach. Auf den Straßen blieben immer wieder Fahrzeuge, vor allem LKW, hängen. Im Laufe des Tages ging der Schneefall in Regen über. Der Schneematsch verschärfte die Situation kurzfristig, ehe allgemeine Entspannung eintrat.
- Am 9. Februar 2023 veranstaltete die FF Kemating ein Flutlicht-Eislaufen auf dem „Natureislaufplatz“ auf der „Bienenweide“ in Buchberg. Nach den Regenfällen hatte sich dort ein flacher Oberflächenwassersee gebildet, der zufror. Sehr zur Freude der Eisläufer in der Umgebung.
- 21. Februar 2023. Nach zweijähriger coronabedingter Pause fand am Faschingsdienstag, 21. Februar 2023, wieder das traditionelle Bunte Faschingstreiben der FF Seewalchen am Rathausplatz statt. Beim Umzug waren zahlreiche Wägen und Gruppen mit dabei. Nach dem Umzug wurde im Feuerwehrhaus und im Festzelt zum „Faschingskehraus“ Party gefeiert.
- 25. Februar 2023. Bei der Jahreshauptversammlung der FF Kemating am 25. Februar 2023 standen statutengemäß Neuwahlen auf der Tagesordnung. Kommandant Martin Ebetsberger wurde in seiner Funktion bestätigt. Neuer Kommandantstellvertreter ist Thomas Rass. Schriftführer ist wie bisher Sebastian Wiederkehr, neuer Kassier ist Gerhard Dachs. Die Wahl führte Vizebürgermeisterin Claudia Haberl durch.
- Am 1. März 2023 lud Obmann Walter Schneeberger die Mitglieder des Seniorenbundes Seewalchen zur Jahreshauptversammlung ein. Ehrengast war SB-Bezirksobmann Bgm. a.D. Mag. Willi Auzinger. Im Rahmen der Veranstaltung gab es ein Gruppenfoto mit den aktiven und früheren Gemeinderatsmitgliedern, die heute beim Seniorenbund sind. Selbst Bgm. Gerald Egger trat dem Seniorenbund bei und war rd. eine Stunde lang das jüngste Mitglied des SB Seewalchen, ehe es Obmann Schneeberger gelang, auch den ÖVP Obmann Markus Kitzberger als SB Mitglied zu werben.
- 4. März 2023. Beim Bezirksjägertag Vöcklabruck am 4. März 2023 im Kulturzentrum Lenzing erhielt DI Hans Irrgeher aus Litzlberg eine der höchsten jagdlichen Auszeichnungen, den „Goldenen Bruch“ für 50-jährige aktive Jägertätigkeit. Mit dabei Bürgermeister Gerald Egger und eine Abordnung der Seewalchner Jägerschaft unter Jagdleiter Alois Hemetsberger.
- 8. März 2023. Bei der Jahreshauptversammlung des ÖAAB Seewalchen am 8. März 2023 wurden die beiden Polizeibeamten i.R., die Brüder Franz und Walter Schigl, für ihre langjährige Mitgliedschaft von ÖAAB Bezirksobfrau Manuela Gschwandtner geehrt. Walter Schigl, ÖVP Ersatzgemeinderat 1991 bis 1997, machte u.a. am Gendarmerieposten Weyregg Dienst, sein Bruder Franz war zuletzt Postenkommandant in St. Georgen. ÖAAB Obmann Markus Kitzberger konnte Bgm. Egger und Diakon Karl Höllwerth als neue Mitglieder begrüßen. Höllwerths Vater Josef war einst ÖAAB Obmann und Gemeindevorstand.
- 17. März 2023. Gerhard Loidl neuer Bauernbundobmann. Nach dem Rücktritt von BB Obmann Gerhard Ebetsberger aus Haining wurde im Bauernbund eine Neuwahl erforderlich. Bei der BB Jahreshauptversammlung wurde Gerhard Loidl aus Kemating zum neuen BB Obmann gewählt.
- 14. März 2023. Spendenübergabefeier der Adventfensteraktionen des Siedlervereins Seewalchen in den Jahren 2019 und 2022 im Rathaussaal Seewalchen. Mit über 13.000.- Euro Spendenergebnis bei der Aktion 2022 wurde eines der besten Spendenergebnisse in der Geschichte der sozial-caritativen Adventfensteraktion erzielt. Insgesamt wurden bereits mehr als 160.000.- Euro im Rahmen dieser Aktion gesammelt.
- 23. März 2023. Gemeinderatssitzung. Der Rechnungsabschluss 2022 der Marktgemeinde Seewalchen wies einen Überschuss in der lfd. Geschäftstätigkeit von 348.517,90 Euro aus. Der Gesamtschuldenstand wurde trotz der Neuaufnahme eines Darlehens für die Kanalsanierung BA 26 in Höhe von 300.000.- Euro auf 5.551.803.- Euro reduziert.
Um den durch steigende Personal- und Energiekosten entstandenen Abgang im Strandbadbetrieb (2022: - 20.800.- Euro) zu reduzieren, wurde eine Erhöhung der Preise im Strandbad Seewalchen um rd. 10% beschlossen. Die Tageskarte für Erwachsene kostet nun 6.- Euro, die Familienkarte 12.- Euro. Die Saisonkarte kostet heuer 120.- Euro, für Familien 240.- Euro.
Der Kommandant der FF Seewalchen, Christian Mayrhofer, wurde zum neuen Pflichtbereichskommandanten und somit als Nachfolger von Roman Sumereder ernannt. Als Stellvertreter wird der Kdt. der FF Kemating, Martin Ebetsberger fungieren.
Der Dorfgemeinschaft Litzlberg (Komitee zur Sanierung der Litzlberger Dorfkapelle) wurde eine Subvention in Höhe von 12.000.- Euro zur Renovierung der im Eigentum der Marktgemeinde Seewalchen stehenden Dorfkapelle Litzlberg gewährt.
Die Förderrichtlinien für die Errichtung von thermischen Solar- und Photovoltaikanlagen wurden um die Errichtung von Speicheranlagen für Solarstrom erweitert. Sie beträgt nun auch für Speicher 10% der Investitionskosten, max. 200.- Euro.
Für bestehende und neue Schrebergartenanlagen wurde eine neue Schrebergartenverordnung beschlossen, die die Benützung, Gestaltung und Bebauung der Schrebergärten regelt.
Der Bebauungsplan Nr. 45 „Sandberg“ wurde zur Vereinheitlichung der Bebauungsstruktur geändert und Anpassungen bei den Gestaltungsrichtlinien vorgenommen.
Nach erfolgter Ausschreibung ging der Auftrag für die Erd- und Baumeisterarbeiten zur Errichtung einer Erweiterung des Pendlerparkplatzes beim Autobahnanschluss (im Bereich des IBZ-Firmengebäudes) an die Firma Swietelsky in Höhe von rd. 265.000.- Euro.
Im Zusammenhang mit den Bürgerprotesten gegen die akustischen Signale der Züge auf der „Kammerer Bahn“ im Bereich des Bahnübergangs in Rosenau beschloss der Gemeinderat, die Anrainer in der Siedlung Rosenau zu informieren, dass keine Schrankenanlage errichtet wird. Die Kosten wären lt. aktueller Kostenschätzung mit 1.212.000.- Euro zuzüglich Kosten für Grundablösen, Tieferlegung der Trafo-Leitung und Versetzung eines Verteilerkastens zu hoch. Der Vorschlag der ÖBB auf Schließung des Bahnübergangs für den Kfz-Verkehr wurde nicht angenommen.
Im Bereich der Busschleife beim Schulzentrum soll eine Verordnung für ein „Fahrverbot für alle Kraftfahrzeuge“ mit der Zusatztafel „ausgenommen Busse“ erlassen werden.
Am Strandbadparkplatz wurde ab heuer eine Parkraumbewirtschaftung durch die Firma KDS (Harald Spaun) aus Lenzing durchgeführt. Als Parkgebühr wurden € 6,00 pro Tag in einem Zeitraum von 15. Mai bis 15. September 2023 beschlossen. Die Gemeinde erhielt 50 % der entrichteten Parkgebühren (Einnahmen aus Automaten und Saisonkarten). Das Parken bis zu einer halben Stunde war kostenlos.
Die Elternbeiträge für den Bustransport der Kindergartenkinder wurden mit 16,50 Euro für das Jahr 2023/24 festgesetzt.
- 26. März 2023. Lorenz Petermaier mit Tagesbestzeit. Das Skiparadies Zauchensee verwandelte sich Ende März in eine Skiarena mit internationalem Flair. Etwa 980 Kinder aus 24 Nationen nahmen an der „Internationalen Kids-Trophy“ teil. Die teilnehmenden Athleten der Jahrgänge 2015 bis 2009 performten im professionellen Rahmen, österreichische Weltcupstars wirkten mit. Die Veranstaltung wurde auf unterschiedlichen Internetkanälen live übertragen und es gab wertvolle Preise für die Besten. Beim Riesenslalom holte der zwölfjährige Seewalchner Lorenz Petermaier aus Litzlberg, Schüler der Ski-Mittelschule Windischgarsten und Mitglied des Schiclubs Kammer, nicht nur den Sieg in seiner Klasse, sondern auch die Tagesbestzeit für Österreich.
- 23. April 2023. Landtagswahl in Salzburg. Die dritte Wahl des heurigen Jahres nach Niederösterreich und Kärnten. Mit der Wahl in Tirol im Herbst 2022 die vierte innerhalb eines halben Jahres mit ähnlichen Ergebnissen. Die jeweils regierende Landeshauptmannpartei musste schwere Verluste (um die 10%) einstecken. Die Parteien der Landeshauptleute Anton Mattle/ÖVP, Johanna Mikl-Leitner/ÖVP, Peter Kaiser/SPÖ, Wilfried Haslauer/ÖVP blieben aber klar stimmenstärkste Partei. Die SPÖ verlor (mit Ausnahme eines kleinen Plus in Tirol) bei allen Wahlen und rutschte (außer in Kärnten) sogar hinter die FPÖ auf Platz 3. Es entbrannte zum x-ten Mal eine Führungsdiskussion um Obfrau Pamela Rendi-Wanger, meist angezettelt von LH Peter Doskozil im Burgenland. Mikl-Leitner koalierte überraschend mit Udo Landbauers FPÖ. Peter Kaiser holte die ÖVP ins Boot. Auch in Salzburg regiert nun Schwarz-Blau.
- 29. April 2023. Erster Pflanzen- und Strauchmarkt im Rahmen der Landesaktion „Bienenfreundliche Gemeinde“ auf der Promenade. Ideengeber Gemeinderat a.D. Franz Huber, selbst begeisterter Imker und Obmannstellvertreter des Imkervereins Attersee-Nord, und Mentor Biogärtner Karl Ploberger freuten sich über guten Besuch. Im Vorfeld der Veranstaltung konnte man im Gemeindeamt aus einer Liste heimischer, insektenfreundlicher Wildsträucher zu günstigen Preisen Pflanzen kaufen und am Markttag auf der Promenade abholen. Im Rahmen des Marktes erfolgte auch die Überreichung des Zertifikates „Bienenfreundliche Gemeinde“ durch Landesrat Stefan Kaineder.
- 2. Mai 2023. REGATTA tagte im Kultursaal. Die Jahreshauptversammlung des Regionalentwicklungsvereins Attersee-Attergau (REGATTA) fand heuer im Kultursaal der Marktgemeinde Seewalchen statt. Nach der Versammlung, bei der die neue Projektmanagerin Cornelia Seifried vorgestellt wurde, präsentierten Obfrau Bgm. Nicole Eder aus Steinbach und Geschäftsführer Leo Gander im sogenannten „Forum REGATTA“ der Öffentlichkeit die neue Lokale Entwicklungsstrategie. Unter dem Motto „Aus den Tiefen des Sees bis zu den Sternen greifen“ sollen in der Förderperiode 2023 – 2027 neue Projekte für das EU-Regionalförderprogramm LEADER umgesetzt werden.
- 5. Mai 2023. Zwei Todesopfer bei Brand in Rosenau. Am 5. Mai 2023 brach um ca. 18 Uhr ein Brand im Wohnhaus von Monika und Johann Lörenz in Rosenau, Sonnleitenweg 4 aus. 16 Feuerwehren waren mit rd. 200 Mann im Großeinsatz. Tags darauf wurden die beiden Leichen der Hausbewohner geborgen. Sie dürften an den Rauchgasen erstickt sein. Monika Lörenz stand im 62. Lebensjahr, ihr Gatte Johann im 65.
- 25. Mai 2023. Landesgartenschau in Freyung. Zur Eröffnung der Bayerischen Landesgartenschau in Geyersberg reiste eine Abordnung aus Seewalchen in unsere Partnerstadt im Bayerischen Wald. Angeführt von Bürgermeister Gerald Egger waren mit dabei: Bürgermeister a.D. Mag. Johann Reiter, Gemeinderätin Mag. Maria Dachs und Gatte Gemeinderat a.D. Mag. Herbert Dachs-Machatschek (früher auch Partnerschaftsbeauftragter der Gemeinde) und der jetzige Partnerschaftsbeauftragte Gemeinderat Gerald Filimon. Im Gartenschaugelände waren auch Blumenbeete mit Bezug zu Seewalchen und zur zweiten Partnergemeinde von Freyung, Vimperk (Winterberg) im benachbarten Tschechien. Im Seewalchner Beet stand eine Miniaturausgabe unseres Wahrzeichens, des Sprungturms. Dort kam auch der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder zu einer Stippvisite vorbei.
- 25. Mai 2023. Gemeinderatssitzung. In der GR-Sitzung am 25.5. wurde u.a. der Grundsatzbeschluss gefasst, für die FF Seewalchen ein neues Feuerwehrfahrzeug LAST anzukaufen, als Ersatz für das vorhandene, rd. 25jährige LAST-Fahrzeug (Baujahr 2000). Gesamtkosten rd. € 450.000,-. Die Förderquote beträgt 62 % (28 % BZ-Mittel und 34 % Landesbeitrag). Unter Berücksichtigung eines 10%igen Kostenanteils durch die FF Seewalchen würden die Kosten für die Marktgemeinde Seewalchen € 126.000,-- betragen.
Amtsleiter Christoph Riedler (seit 1. September 2020 mit dieser Funktion betraut) wurde für weitere fünf Jahre als Amtsleiter wiederbestellt. Für das Beachvolleyballturnier in Litzlberg von 13. bis 16. Juli 2023 (Pro Beach Battle Masters) wurde eine Subvention in Höhe von € 4.000.- gewährt. Da in den Sommermonaten die Straße „Hainingerbach“ durch Badegäste verparkt wird, wurde beschlossen, beginnend von der Kreuzung Zufahrt Hainingerbach/B 151 Atterseestraße bis zur Trafostation bei der Brücke beidseitig ein Halte- und Parkverbotsschild aufzustellen. Aufgrund einer einstimmigen Empfehlung des Gemeindevorstandes beschloss der Gemeinderat eine Verordnung für das Campingverbot abseits offizieller Campingplätze. Neue Prioritätenreihung bei jenen Straßenbauvorhaben, die von Gemeinde und Straßenmeisterei gemeinsam umgesetzt werden. 2023 soll ein Multifunktionsweg in der Neißingerstraße entstehen. 2024 soll der Radweg Steindorf-Ost vom Ortsende Neusteindorf bis zur Siedlung Teichstraße gebaut werden. Der Multifunktionsweg an der B 151 Atterseestraße im Bereich der Tostmannstraße Litzlberg wurde auf 2025 verschoben. Die Kosten für den Radweg Steindorf-Seewalchen in Höhe von rd. € 680.000.- ergeben einen Gemeindeanteil von rd. 50% (€ 340.000.-), die durch Landesmittel aus dem Ressort LR Steinkellner (€ 70.000.-), Mittel aus dem Kommunalen Investitionsprogramm der Bundesregierung KIP (170.000.-) und Eigenmittel der Gemeinde (€ 100.000.-) aufgebracht werden sollen. Zur Sicherstellung von Grundflächen zur Verlängerung des Radwegs entlang des L 1274 Gampernerstraße im Bereich des Betriebsbaugebietes wurde ein Tauschvertrag mit der Firma Roither Austropressen (RHVV GmbH) beschlossen. Die Bestandspachtverträge mit den Österreichischen Bundesforsten ÖBF wurden um 10 Jahre verlängert. Betroffen sind die Parkplätze beim Promenadeneingang, die Seeuferflächen auf der Promenade und im Strandbad (Aufschüttungsflächen), sowie der ehem. Schiffanlegesteg in Litzlberg.
- 11. Juni 2023. Pfarrfirmung. 40 Jugendliche aus der Pfarre Seewalchen und Pfarren der Umgebung empfingen das Sakrament der Firmung in der Pfarrkirche Seewalchen, gespendet von Abt Johannes Perkmann vom Stift Michaelbeuern.
- 15. Juni 2023. Die frühere Staatssekretärin und Nationalratsabgeordnete Dr. Beatrix Eypeltauer, geborene Koref (Tochter des legendären Linzer Bürgermeisters Ernst Koref) starb im 94. Lebensjahr. Die Familie Koref-Eypeltauer hat seit Jahrzehnten einen Ferienwohnsitz in Seewalchen-Hainingerbach.
- 18. Juni 2023. 20-Jahr-Feier Hubertuskapelle. Die Jägerschaft Seewalchen feierte das 20-jährige Bestandsjubiläum der Hubertuskapelle am Nordrand des Gerlhamer Moores mit einer Feldmesse und einem Frühschoppen im Obstgarten bei der Moorschmiede Reiter.
- 17. Juni 2023. Marschwertung. Beim Bezirksmusikfest in Fornach stellten sich sowohl der Musikverein Rosenau als auch die Marktmusikkapelle Seewalchen den Wertungsrichtern. Der MVR holte in der Stufe D 91,3 Wertungspunkte, die MMK war in der Stufe E mit 95,80 Punkten Zweiter hinter der Trachtenmusikkapelle Oberwang.
- 28. Juni 2023. Fritz Fiausch ist tot. Am 28.6. starb der Diplomsportlehrer und langjährige Landes- und Bundestrainer der Wasserschifahrer Fritz Fiausch, Seewalchen-Königswiese, im 84. Lebensjahr. Der gebürtige Steirer kam 1962 als Bademeister im Strandbad nach Seewalchen und gründete eine Ortsstelle der Wasserrettung. Er war Mitglied bei der FF Seewalchen und fünffacher Lebensretter. Mit seiner Frau Christa und Tochter Barbara betrieb er eine Wasserschischule im Strandbad und stellte sein Motorboot als Einsatzboot der Wasserrettung zur Verfügung. 2019 verlieh ihm die Marktgemeinde Seewalchen das Goldene Verdienstzeichen.
- 1.Juli 2023. FF Kemating Bezirkssieger. Beim Feuerwehr Bezirksbewerb in Zell am Moos, an dem 180 Jugend- und 130 Aktivgruppen teilnahmen, wurden auch die Gesamtsieger der fünf Abschnittsbewerbe des Bezirks Vöcklabruck ermittelt. Mit konstanten Leistungen und Platzierungen im Spitzenfeld gelang es Bewerbsgruppe 1 der Feuerwehr Kemating, den Bezirkssieg nach Seewalchen zu holen. Die BWG 1 der FF Kemating jubelt über den Bezirkssieg 2023.
- 2. Juli 2023. Litzlberger Dorffest. Die Dorfgemeinschaft Litzlberg feierte den Abschluss der Kapellenrenovierung 2023 und das 30-jährige Jubiläum der Generalsanierung der Dorfkapelle im Jahr 1993 mit einem Dorffest mit Feldmesse und Frühschoppen. Renovierung und Dorffest wurden von einem Komitee organisiert, bestehend aus Bürgermeister a.D. Mag. Johann Reiter, Diakon Dipl.Päd. Karl Höllwerth, Mag. Peter Brandner, Gerhard Marx, Ernst Seiringer und Josef Leeb. Die unter Denkmalschutz stehende, rd. 200 Jahre alte Kapelle, gehörte ursprünglich zum Litzlberger Bräuhof, in dem von 1900 bis 1907 der Maler Gustav Klimt zur Sommerfrische war, und steht seit 1992 im Eigentum der Gemeinde.
- 6. Juli 2023. Gemeinderatssitzung. Der Gemeinderat beschloss u.a. den Beitritt der Marktgemeinde Seewalchen zur sogenannten „O.Ö. Bauübertragungsverordnung“. Mit diesem Beschluss wurden die baubehördlichen Kompetenzen für Bauprojekte und Anlagen, für die eine gewerbebehördliche Betriebsanlagengenehmigung erforderlich ist, auf die Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck übertragen.
Der „Haininger Bucht Projekterrichtungs GmbH“ aus 4864 Attersee am Attersee wurde die Zustimmung für geringfügige Geländeveränderungen auf dem gemeindeeigenen Grundstück 261 KG Litzlberg in Buchberg erteilt. Der Bauträger plant den Abbruch des ehem. „Mayr-Hauses“ in Aicherfeld 2 und den Neubau von sechs Wohnungen mit Tiefgarage und muss dazu ein Hangwasserprojekt realisieren. Für eine im neuen Flächenwidmungsplan als Bauland-Wohngebiet ausgewiesene Fläche in Haining-Weinberg („Nöhmer-Gründe“) beschloss der Gemeinderat ein Neuplanungsgebiet zur Erstellung eines Bebauungsplanes. Nach intensiven Beratungen im Planungsausschuss fasste der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss, in den nächsten fünf Jahren keine Umwidmungen für Photovoltaikanlagen auf Freiflächen zu genehmigen. Um weiterhin die öffentliche Nutzung von Seeuferflächen im Bereich des Kinderbades sicherzustellen, beschloss der Gemeinderat die Verlängerung der Bestandsverträge mit den Österreichischen Bundesforsten (ÖBF). Der Pendlerparkplatz im Bereich des Autobahnanschlusses (auf dem ehem. „Mittendorfer-Grundstück“ beim IBZ-Bürogebäude) ist fertiggestellt. Für die Ausfahrt auf die B 151 Attersee Bundesstraße musste der Gemeinderat einen Gestattungsvertrag mit der Landesstraßenverwaltung abschließen.
- 8. Juli 2023. FF Steindorf holte 3. Platz beim Landesbewerb. Einen ausgezeichneten 3. Platz in Silber A Allgemein errang die Bewerbsgruppe 1 der FF Steindorf beim Feuerwehrlandesbewerb in Aspach-Wildenau im Innviertel. 1.200 Aktiv- und 600 Jugendgruppen, und somit rd. 15.000 Feuerwehrleute, nahmen an diesem zweitgrößten Sport-Event in Oberösterreich teil.
- 14. Juli 2023. Kanzlerbesuch in Seewalchen. Im Rahmen seiner „Österreich-Tour“ kam Bundeskanzler Dr. Karl Nehammer zu einer Stippvisite nach Seewalchen. Nach einer Führung durch den Pfahlbaupavillon ging`s zum Beachvolleyballturnier Pro Beach Battle Masters in die Spusu-Arena nach Litzlberg. Zum Ausklang gab`s ein Gemeindevertretermeeting im Gastgarten Leimer beim Freibadbuffet in Litzlberg.
- 16. Juli 2023. Finaltag beim Pro Beach Battle Masters 2023. Bei hochsommerlichen Temperaturen holten sich die Ungarn Hajos/Streli und die Französinnen Kinna/Descamps die Titel beim zweitgrößten Beachvolleyballturnier Österreichs in Litzlberg. Hauptsponsor war die Firma Holter (Sanitär- und Heizungsgroßhandel). An den drei Wettkampftagen kamen rd. 9.000 Zuschauer in die „Spusu-Arena“. Zur Siegerehrung kamen u.a. ORF Moderator Armin Assinger, Raiffeisen Landesbankdirektor Heinrich Schaller und Landeshauptmann Thomas Stelzer.
- 8. August 2023. Bootsbrand in Litzlberg. Der Brand eines Segelbootes im Hafen des Segelklubs Kammersee (SCK) in Litzlberg sorgte für einen Einsatz von Feuerwehr und Wasserrettung. Um 17 Uhr brach der Brand durch einen Defekt im Akku des Elektromotors aus. SCK-Mitglieder schleppten das brennende Boot auf die offene Wasserfläche, wo die FF Seewalchen vom Feuerwehrboot aus den Brand löschte. Verletzt wurde niemand. Das Boot brannte völlig aus. Der Schaden betrug eine fünfstellige Eurosumme.
- Am 6. August luden die Seewalchner Goldhaubenfrauen die Ehejubilare des Jahres 2023 zum traditionellen Trachtensonntag ein. Den ökumenischen Festgottesdienst zelebrierten Pfarrassistent Markus Himmelbauer und Pfarrer Roman Fraiss. Am 15. August nahm Diakon Karl Höllwerth die Kräuterweihe der von den Goldhaubenfrauen gebundenen Blumen- und Kräuterbüscherl vor. Kurz darauf fand die Kräuterweihe in der Filialkirche in Buchberg statt. Die von den Familien Stabauer und Neuwirth aus Ainwalchen gebundenen Büscherl wurden verteilt und freiwillige Spenden gesammelt, die für die Erhaltung der Buchberger Kirche verwendet werden.
- 15. August 2023. Kräuterweihe in Seewalchen.
- 23. August 2023. Kräuterweihe in Buchberg.
Der Sommer 2023 war zu warm und zu trocken, mit mehreren kurzen Hitzewellen und zahlreichen heftigen Gewittern. Im Juli gab es sechs Tropentage mit Temperaturen über 30 Grad, dazu weitere 13 Tage über 25 Grad. Auf die Fläche gesehen fiel lediglich 50 bis 60 Prozent des Niederschlages als im Juli normalerweise üblich. In Seewalchen regnete es nur 81,5 Millimeter – im Normalfall beträgt die mittlere Monatsmenge 139 Millimeter
- 25. August 2023. Schweres Gewitter. Gegen Mitternacht erreichte eine aus Bayern und Salzburg kommende Unwetterfront Oberösterreich mit Sturmböen von bis zu 130 km/h und breitete sich rasch südlich der Donau über das Bundesland aus. Es wurden zahlreiche Häuser abgedeckt, Bäume entwurzelt und die Feuerwehren standen im Großeinsatz. Auch bei uns in Seewalchen gab es zahlreiche Unwetterschäden. Der Strom fiel mehrere Stunden lang aus. Insgesamt war das Gemeindegebiet aber glimpflich davongekommen. Tags darauf zog neuerlich eine Gewitterfront mit Starkregen und Sturmböen über Seewalchen. Die Heftigkeit war aber geringer als in der Nacht zuvor.
- 10. September 2023. Erntedankfest. Bei herrlichem Sommerwetter luden Pfarre und Ortsbauernschaft zum traditionellen Erntedankfest ein. Mit dabei Abordnungen der Feuerwehren, der Goldhaubengruppe, der Jägerschaft und die Kindergartenkinder. Die neue Erntekrone wurde beim Umzug vom Haflinger-Pferdegespann der Familie Kreuzer aus Reichersberg gezogen. Die Feldmesse zelebrierten Pfarrer Reinhold Stangl und Diakon Karl Höllwerth. Der Frühschoppen am Rathausplatz war bestens besucht. Es spielte die Marktmusikkapelle Seewalchen.
- 13. September 2023. Regionalitätspreis für Jürgen Wiesinger. Für sein Projekt „Heuwiesl“ wurde Jürgen Wiesinger aus Steindorf mit dem Regionalitätspreis der Bezirksrundschau Oberösterreich in der Kategorie Land- und Forstwirtschaft ausgezeichnet. Auf seinen einmahdigen, naturbelassenen Wildkräuter- und Blumenwiesen, von denen auch Bienen und andere Insekten profitieren, erntet er Kleintierheu, das er in kompostierbaren Netzen verpackt und verkauft. Zudem bietet Wiesinger regionale Schmankerl wie Eierlikör und Edelbrände an.
- 17. September 2023. Gottesdienst am Buchberg. Die Marktmusikkapelle gestaltete wieder eine Messe am Buchberg. Diese Feier gibt es seit 2012. Damals wurde im Bereich des sog. „Jagastüberls“ ein Birkenkreuz aufgestellt. Bei schönem Wetter und hochsommerlichen Temperaturen kamen rd. 500 Besucher aus Nah und Fern. Die Messe zelebrierte Diakon Karl Höllwerth. Nach dem Gottesdienst gab es eine Bewirtung. Es spielte eine „kleine Partie“ der MMK Seewalchen.
- 22. September 2013. Markus Kitzberger als ÖVP Obmann bestätigt. Beim alle vier Jahre stattfindenden Gemeindeparteitag der ÖVP Ortsgruppe Seewalchen wurde der seit 2019 im Amt befindliche ÖVP Gemeindeparteiobmann, Gemeindevorstand Markus Kitzberger aus Steindorf, wiedergewählt. Der Polizeigewerkschafter und Personalvertreter fungiert seit 2015 auch als Obmann der ÖVP Gemeinderatsfraktion. Seine Stellvertreter Harald Mayrhofer (Finanzreferent), Vbgm. Claudia Haberl und Bgm. Gerald Egger, sowie Schriftführer Gerald Filimon wurden ebenfalls einstimmig wiedergewählt.
- 23. September 2023. Partnerschaftstag in Freyung. Mit 4 Bussen und rd. 150 Mitreisenden fuhren Abordnungen der Gemeindevertretung, der Feuerwehren und der örtlichen Vereine, sowie die beiden Musikkapellen (MMK Seewalchen, MV Rosenau) in unsere Partnerstadt Freyung im Bayerischen Wald. Bei nasskalter Witterung marschierten die Seewalchner mit einem festlichen Einzug durch das Gartenschaugelände zur Festbühne, wo sie von Stadtrat Otto Christof, dem Freyunger Partnerschaftsbeauftragten begrüßt wurden. Bürgermeister Olaf Heinrich und Landrat Sebastian Gruber waren beim CSU Parteitag im München und kamen erst später dazu. Die Seewalchner Musikkapellen spielten zunächst der Reihe nach auf der Festbühne, zum Abschluss ein tolles Gemeinschaftskonzert, das die Einheimischen, die Gartenschaubesucher und auch uns Mitreisende begeisterte.
- 26. September 2023. Bei einer Ehrungsfeier im Schlossmuseum Linz erhielt der Musikverein Rosenau-Seewalchen eine Landesehrung für seine erfolgreichen Teilnahmen an Marsch- und Konzertwertungen des O.Ö. Blasmusikverbandes.
- Am 28. September 2023 starb der Bäckermeister i.R. Rudolf Oberndorfer im 78. Lebensjahr. Rudolf Oberndorfer übernahm 1977 die im Jahr 1939 von seinem Vater Gottlieb Oberndorfer eröffnete Bäckerei in der Hatschekstraße und führte sie mit seiner Gattin Heidi (geborene Bauer aus Steindorf) bis 2006. 1978 eröffnete er eine Filiale im Roither-Haus in der Hauptstraße (im Jahr 2013 von den Nachfolgern Stefan und Daniela Zirwig in den Neubau der ehemaligen Neuhofer-Bäckerei übersiedelt). 1997 wurde eine weitere Filiale im Haus Gattinger in Rosenau eröffnet.
- 1. Oktober 2023. Das Restaurant-Cafe Kalleitner in Litzlberg sperrte zu. Die Betreiberin Elfriede Kalleitner stellte nach mehr als 50 Jahren den Gasthaus- und Pensionsbetrieb (Fremdenzimmer) im Alter von 77 Jahren ein, weil kein(e) Nachfolger(in) gefunden werden konnte.
- Am 27. September traf sich die Dorfgemeinschaft Litzlberg zu einem Dorfabend, bei dem die Kapellenrenovierung und das Dorffest 2023 abgeschlossen wurden.
- 2. Oktober 2023. Die Tirolerin Dr. Alexandra Angerer eröffnete ihre Praxis für Allgemeinmedizin im Raiffeisenzentrum in der Atterseestraße. Sie folgte damit der unter tragischen Umständen verstorbenen Dr. Lisa Maria Kellermayr auf der Kassenstelle des langjährigen praktischen Arztes Dr. Oskar Vogel.
- 3. Oktober 2023. Neuer Temperaturrekord. Der Wetterdienst MeteoData aus Seewalchen (Christian Brandstätter, Roseggerstraße) meldete am 3.10. einen neuen Temperaturrekord: in Seewalchen wurde um 14.51 Uhr ein Tageshöchstwert von 28,9 Grad gemessen. Das ist der bisher höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen. Nachdem schon der September der wärmste der Messgeschichte war, begann auch der Oktober 2023 mit ungewöhnlich sommerlichem Wetter und Temperaturen von mehr als 20 Grad. Die spätsommerliche Warmwetterphase endete am 15. Oktober. Hier gibt es den monatlichen Klimabericht auf atterwiki.at.
- 13. Oktober 2023. Eröffnung des Motorik-Parks. Bei herrlichem „Spätsommerwetter“ und Temperaturen um 25 Grad eröffnete Gemeindelandesrätin Michaela Langer-Weninger den neuen Motorik-Park („Fitness-Parcours“) beim Schulzentrum. Der „Neo-Seewalchner“ Peter Zeitlhofer führte als Moderator durch das Programm mit Auftritten der VS Seewalchen (Gesang) und der MS Seewalchen (Tanz), einer Show-Einlage des Freestyle-Fußballers Christian Kerschdorfer und Vorführungen des Calisthenic-Teams des Park-Herstellers (Firma Barzflex). Der Motorik-Park war ein Kooperationsprojekt der Marktgemeinde (Sportausschussobfrau Vbgm. Claudia Haberl) mit dem Tourismusverein Attersee-Nord unter Obmann Sebastian Kritzinger und wurde mit EU-Leader-Mitteln der REGATTA gefördert.
- Im Herbst 2023 wurden zahlreiche Straßenreparatur- und -neubauarbeiten durchgeführt. Am Ortschaftsweg Gerlham – Haining wurde eine Bankettsanierung mit Bankettsteinen gemacht. Entlang der Neißinger Straße wurde statt des Gehsteigs ein Multifunktionsstreifen errichtet und als Geh- und Radweg bis hinter die Siedlung Königswiese verlängert. Dieser mündet nun über eine Schotterstraße in den Gerlhamer Kirchenweg.
- Bei herrlichem Herbstwetter und Rekordbesuch fand der traditionelle, mittlerweile 29. Martinimarkt am Rathausplatz statt.
- November 2023. Bauerntheater. Die Bühne Seewalchen spielte erstmals seit vielen Jahren wieder ein bäuerliches Theaterstück. Alle Aufführungen waren ausverkauft und sorgten für Lachstürme.
- 10. November 2023. Jungbürgerfeier im Partybus. Zur Jungbürgerfeier 2023 für die Jahrgänge 2003 bis 2006 luden Bürgermeister Gerald Egger und die beiden Vizebürgermeister Claudia Haberl und Jürgen Kirchberger zu einer Fahrt im Partybus rund um den Attersee ein. Anschließend waren die Jungbürger zu einem Burger-Essen in die Gustobox eingeladen. Dort erhielten sie ein Exemplar der neuen Landeschronik Oberösterreich und eine Schirmkappe mit Seewalchen-Logo.
- 14. November 2023. Ein Känguru in Seewalchen. Seit einiger Zeit gab es Sichtungen eines Wallaby Kleinkängurus in Schörfling, Aurach, Gampern und nun auch in Seewalchen. Ein Autofahrer fotografierte das Tier in Reichersberg vom Auto aus. Das Bild wurden in den sozialen Medien geteilt und sorgte für einen richtigen „Hype“ in Facebook, Instagram, Fernsehen, Presse und Radio. Die Herkunft des Tieres war ungeklärt, es fehlte bei keinem Halter in der Region. Wallabys sind an das mitteleuropäische Klima gut angepasst und könnten in der Natur überleben. Ende November wurde es in Gampern eingefangen und von der Behörde bei einem privaten Tierhalter untergebracht.
- 16. November 2023. Seewalchen ist „Junge Gemeinde“. Bei einem Festakt des Jugendservices des Landes O.Ö. erhielten Bürgermeister Gerald Egger und die Obfrau des Vereins Jugendtreff Seewalchen, Eva Kaiser, das Zertifikat „Junge Gemeinde 2024-25“. Die Urkunde wurde von Jugend- und Soziallandesrat Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer überreicht. Mit dieser Auszeichnung holt das Land O.Ö. Gemeinden mit guter Jugendarbeit vor den Vorhang. Seewalchen bestach durch den Bau des neuen Fitness-Parcours beim Schulzentrum und durch den neuen JUZ-Bus („mobiles Jugendzentrum“).
- 17. November 2023. Neues Feuerwehrhaus der FF Seewalchen. Nach einer Bauzeit von rd. 1 ½ Jahren (Spatenstich am 28.6.2022) wurde der Neubau des Feuerwehrhauses der Freiwilligen Feuerwehr Seewalchen fertiggestellt und im Rahmen einer „Vor-Eröffnungsfeier“ in Betrieb genommen. Dazu waren u.a. die Spender der Bausteinaktion und zahlreiche Ehrengäste eingeladen. Die Feuerwehrkameraden und die Feuerwehrjugend marschierten im Zug vom alten Feuerwehrhaus beim Kultursaal zum Neubau in der Neißingerstraße, gefolgt von den Fahrzeugen der FF Seewalchen. Beim Neubau gab Kommandant Christian Mayrhofer einen Rückblick auf den Neubau, der rd. 3,2 Millionen Euro gekostet hatte. 45 Jahre lang (seit 1978) war die FF Seewalchen im „Feuerwehrdepot“ unterhalb des Kultursaals einquartiert.
- 25. November 2023. Erster Schnee. Ende November drehte das Wetter auf winterlich. Die Temperaturen sanken merklich ab und es kam immer wieder zu leichten Schneefällen und Nachtfrost.
- 2. Dezember 2023. Schneechaos in Österreich. In der Nacht von 1. auf 2. Dezember kam es zu im ganzen Land zu überaus starken Schneefällen. Die Winterdienstkräfte und Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Der schwere Neuschnee drückte Bäume um. Es kam zu Stromausfällen und Straßensperren. Auch in Seewalchen fiel rd. 30-40 cm Schnee. Wegen umgestürzter Bäume und abgebrochener Baumwipfel mussten die Neißingerstraße, die Landesstraße im Baumer Holz und der Höhenweg gesperrt werden. Im Höhenweg wurden zwei Häuser evakuiert.
- 2. Dezember 2023. Trotz der Schneemassen fand im Strandbad die erste Veranstaltung der neuen Reihe „Advent am See“ des Freizeit- und Tourismusvereins in einem einzigartigen Winterambiente statt. Am beleuchteten Sprungturm wurde die 1. von 4 manngroßen Adventkerzen „entzündet“.
- 3. Dezember 2023. Dem starken Schneefall vom 2.12. folgte am Tag darauf ein ruhiger, sonniger und kalter Wintertag mit herrlichem Winterwetter. Nach ein paar Tagen setzte wieder Regen- und Tauwetter ein.
- 21. Dezember 2023. Busunfall in Moos. Ein OÖVV Linienbus (Postbus) kam am Nachmittag aus ungeklärter Ursache auf der Attersee Bundesstraße in Fahrtrichtung Seewalchen in der Ortschaft Moos von der Fahrbahn ab. Er durchbrach die Leitplanken und rutschte über die Böschung bei der Seeuferliegenschaft Moser, auf dem gerade ein Badehaus neu gebaut wird. Die Lenkerin und ein Fahrgast wurden verletzt. Rettung, Notarzt und die Feuerwehren Seewalchen, Steindorf und Schörfling waren im Einsatz. Zur Bergung wurde der Kran der FF Vöcklabruck angefordert. Die B 151 war fünf Stunden lang gesperrt.
- 22. Dezember 2023. Sturmtief „Zoltan“ fegte über Seewalchen. Die Wetterprognose traf punktgenau ein. Ein mehrtägiges Sturmtief, das bis einschließlich Heilig Abend Windspitzen bis 100 km/h und starken Regen brachte, sorgte in Oberösterreich für unzählige Feuerwehreinsätze. Kurz vor Mitternacht war in 35.000 Haushalten der Strom ausgefallen. Auch bei uns in Seewalchen war von ca. 24 Uhr bis 3 Uhr früh kein Strom. Aus Sicherheitsgründen wurde der am 23.12. vorgesehene 4. Markt im Strandbad im Rahmen von „Advent am See“ abgesagt. Der Sturm fegte auch eine der vier mannshohen Kerzen vom Sprungturm. Sie wurde am 24.12. von Spaziergängern in der Ager treibend aufgefunden. Am Christtag 25. Dezember 2023 war der „Zauber“ wieder vorbei. Bei frühlingshaftem Wetter gab es Temperaturen bis zu 17 Grad.
2024
Chronik 2024 Text und Bilder
Chronik 2024 - nur Text
- 15. Jänner 2024. Martin Schallmeiner als Abschnittskommandant wiedergewählt.
Am 15.01.24 fand am Marktgemeindeamt in St. Georgen im Attergau die Wahl des Abschnittsfeuerwehrkommandanten für den Feuerwehrabschnitt Attersee statt. Brandrat Martin Schallmeiner aus Seewalchen, der die 25 Feuerwehren aus 9 Gemeinden seit 5 Jahren führte, wurde in seiner Funktion einstimmig bestätigt.
- 14. Februar 2024. GR a.D. Anneliese Födinger gestorben.
Am 14.2. starb die frühere SPÖ-Gemeinderätin (1991 - 1997) im 83. Lebensjahr. Die Witwe des früheren SPÖ Ersatzgemeinderates und Funktionärs des ATSV Seewalchen und des ARBÖ Seewalchen, Franz Födinger, war 15 Jahre lang (1.1.1996 bis 31.12.2000) Leiterin des Arbeitskreises Gesunde Gemeinde Seewalchen.
- 14. Februar 2024. „Bierunfall“ Brucknerstraße.
Ein Sattelschlepper mit mehr als 10 Paletten mit Kisten „Wieselburger Bier“ fuhr in die Kurve beim Penny-Markt in der Anton Bruckner Straße. Die Ladung machte sich selbstständig und Tausende Flaschen Bier fielen auf die Straße. Für die Aufräumarbeiten durch die Feuerwehr und die Straßenmeisterei Seewalchen musste die Straße mehr als 2 Stunden lang gesperrt werden.
- 3. März 2024. Der für den Schiklub Kammer startende 13-jährige Lorenz Petermaier aus Seewalchen-Litzlberg wurde oberösterreichischer Landesmeister im Slalom.
Bei den Österreichischen Schi-Schülermeisterschaften am 16. März in Kitzbühel holte er im Slalom den ausgezeichneten 2. Platz und Rang 3 in der Kombination (Super-G, Riesenslalom, Slalom). Bei der „Kids Trophy“ in Zauchensee am 23. und 24. März 2024 gewann Petermaier den Riesentorlauf.
- 10. März 2024. Marktschimeisterschaft.
Im Rahmen der Vereins-Schimeisterschaft des Schiclubs Kammer organisierte der ATSV Seewalchen unter Obmann Alex Hirner auch die Seewalchner Marktschimeisterschaft. Das Schirennen wurde auf der Postalm durchgeführt. 11 weibliche und 21 männliche Teilnehmer von 3 (!) bis 60 Jahren trotzten den windigen und schneearmen Verhältnissen und ermittelten in verschiedenen Altersklassen ihre Sieger. Bei den Damen krönte sich Victoria Riedl zur Marktmeisterin und bei den Herren war der erst 13-jährige Moritz Krammer eine Klasse für sich und verwies die arrivierteren Herren auf die Plätze.
- 16. April 2024. An der Volksschule Seewalchen startete mit dem Vortrag zur Gewaltfreien Kommunikation von Astrid Miller ein großes Projekt, das vom Elternverein Seewalchen und der Volksschule Seewalchen initiiert wurde.
- April 2024. Sorgen in der Lenzing AG.
Bei der Generalversammlung der Lenzing AG gaben die Vorstände einen Verlust von fast 600 Millionen Euro und Sanierungsmaßnahmen inkl. Personalabbau bekannt. Das sorgte bei den Aktionären, beim Betriebsrat und bei der Belegschaft für tiefe Sorgenfalten auf der Stirn. Am 17. April fand eine Versammlung im Werksgelände statt, bei der u.a. auch gegen Vorstand und Aufsichtsrat protestiert wurde. Zwei Tage später brach auf dem heimlichen Wahrzeichen des Industriebetriebs, dem Laugenturm, ein Brand aus. Die schwarzen Rauchwolken waren kilometerweit sichtbar. Sechs Feuerwehren waren im Einsatz.
- 30. April 2024. Maibaumsetzen mit Rekordbesuch.
Das traditionelle Maibaumsetzen der ÖVP Seewalchen wurde geradezu gestürmt. Herrliches Frühlingswetter und sommerliche Temperaturen lockten an die 1.500 Besucher zu diesem beliebten Brauchtumsfest auf den Rathausplatz. Das Aufstellen des Maibaums verzögerte sich kurz, weil der Wipfel gleich zu Beginn abgebrochen war. Der Baum wurde von Sandra und Sebastian Kritzinger (Cafe Eiszeit) gespendet. Auch in Haining und Ainwalchen wurden Maibäume aufgestellt. Die Veranstaltungen wurden von einem Kamerateam von Servus-TV begleitet.
- 10. Mai 2024. Polarlichter in Mitteleuropa.
In der Nacht von 10. auf 11. Mai konnten in ganz Mitteleuropa stundenlang beeindruckende Polarlichter beobachtet werden („Nordlicht“ – Aurora borealis). Auch bei uns in Seewalchen leuchtete der Himmel mit einem gewaltigen Farbenspiel in rot-pink-violett. Sogar die seltene grüne Farbgebung trat auf. Ursache war der mutmaßlich kräftigste Sonnensturm seit 2003, der in Europa auf das Magnetfeld der Erde traf.
- 23. Mai 2024. Gemeinderatssitzung.
In der GRS am 23.5. fasste der Gemeinderat u.a. den einstimmigen Grundsatzbeschluss zur Neuerrichtung des Caritas-Kindergartens und der Landesmusikschule.
- 6. Juni 2024. KG Seewalchen Dritter bei der 14. Kindergarten-Olympiade.
1.600 Schulanfängerkinder von 70 Kindergärten aus ganz Oberösterreich nahmen am 6. Juni an der 14. Kindergartenolympiade im Sportzentrum Traun teil. Mit dabei der Kindergarten Seewalchen, der mit einem 3. Platz nach Hause kam.
- 7. Juni 2024. Schmankerlmarkt.
Jeden Freitag Nachmittag findet am Rathausplatz ein sog. „Schmankerlmarkt“ statt, auf dem Direktvermarkter und Kunsthandwerker ihre Produkte anbieten und die Kunden auch bewirtet werden. Der Markttag am 7. Juni fand bei schönem Wetter statt und war gut besucht. Die musikalische Umrahmung gestaltete die Musikgruppe die „G`mischtn“ unter Tobias Höllwerth.
- 9. Juni 2024. EU-Wahl.
Bei der Wahl zum Europäischen Parlament war die FPÖ siegreich und erreichte erstmals bei einer bundesweiten Wahl Platz 1 mit 25,4% der Stimmen (+ 8,2%, 6 Mandate, + 3). Platz 2 ging an die ÖVP mit 24,5% (- 10%, 5 Mandate, - 2) vor der SPÖ mit 23,2% (- 0,7%, 5 Mandate, +/- 0). Platz 4 belegten die Grünen mit 11,1% (-3%, 2 Mandate, - 1) vor den NEOS, die mit 10,1% (+ 1,7%, 2 Mandate, + 1) erstmals ein zweistelliges Ergebnis einfahren konnten. KPÖ und DNA schafften die 4%-Hürde für den Einzug ins Europaparlament nicht. Die Wahlbeteiligung betrug 56,25%. Auch in Seewalchen belegte die FPÖ Platz 1 mit 27,25% (+ 8,56%). Im Kampf um Platz 2 behielt die ÖVP knapp mit 22,22% die Oberhand (- 9,34%) vor der SPÖ mit 22,10 (-2,71%). Die Grünen kamen auf 12,15% (- 2,27%), die NEOS auf 10,79% (+ 1,82%). Die Wahlbeteiligung in Seewalchen betrug 58,9%.
- 14. Juni 2024. Servus TV beim Maibaumschmeißen.
Ein Kamerateam des Fernsehsenders SERVUS TV war beim Maibaumschmeißen in Seewalchen. Bereits Ende April war das Team mehrere Tage lang zu Dreharbeiten rund um das Maibaumbrauchtum in Seewalchen. Gedreht wurde beim Maibaumsetzen in Seewalchen und beim Maibaumaufstellen in Ainwalchen und in Haining. Schon im Vorfeld wurden Aufnahmen von den Vorbereitungen gemacht, vom Fällen und Schälen des Baumes und vom Kranzbinden. Unter der Regie der aus Gerlham stammenden Regisseurin Tamara König wurde für eine Folge der Serie „Hoagascht“ gedreht, die im April 2025 ausgestrahlt werden wird.
- 15. Juni 2024. Lauf-Event AtterRun in Seewalchen.
Am 15. Juni 2024 fand in Seewalchen zum ersten Mal eine große Lauf-Veranstaltung im Rahmen der „Running-Tour“ statt, organisiert von Tom Streicher aus Seewalchen und sein Team von Sport Streicher mit Start und Ziel beim Rathausplatz. Am frühen Nachmittag fanden die Kinderrennen statt. Um 15 Uhr war der Start zum 5.000er Lauf des Tourismusverbandes Attersee-Attergau. Der Startschuss für den Hauptlauf, den Sport Streicher 10.000er erfolgte um 16.30 Uhr. Den Sieg holte sich Markus Lemp vom LC Sicking mit einer Zeit von 31,52 Minuten. Der Steindorfer Michael Öttl wurde ausgezeichneter 6. mit einer Zeit von 37,25 Minuten.
- 16. Juni 2024. 70 Jahre Stadterhebung Freyung.
Am 15. Juni 2024 fuhren Gemeindevorstand Markus Kitzberger, Bürgermeister a.D. Johann Reiter und der langjährige Gemeinderat und Partnerschaftsbeauftragte Herbert Dachs-Machatschek auf Einladung der Stadt Freyung zur Feier des 70- jährigen Jubiläums der Stadterhebung unserer Partnerstadt. Bürgermeister Olaf Heinrich präsentierte die beeindruckende Entwicklung Freyungs von einer kleinen Marktgemeinde zu einem stolzen Regionszentrum in Niederbayern und würdigte dabei auch die großartigen Leistungen der Bürgerschaft.
- 16. Juni 2024. Erfolgreiche Musikkapellen.
Beim Bezirksmusikfest in Gampern (14. bis 16. Juni) waren auch unsere beiden Musikkapellen vertreten. Die Marktmusikkapelle Seewalchen trat bei der Marschwertung in der Leistungsstufe E an und präsentierte eine tolle Marsch-Show. Die MMK holte sich dabei mit Stabführer Johannes Vogel mit 96,59 Punkten einen ausgezeichneten Erfolg und den Tagessieg in der Gesamtwertung. Der Musikverein Rosenau wurde in der Leistungsstufe D mit 92,29 Punkten ebenfalls mit einer Auszeichnung belohnt. Die Gemeinschafts-Jugendkapelle „Atterlakies“, bei den Jungmusikerinnen und Jungmusiker der MMK Schörfling, der MK Weyregg und des MV Rosenau spielen, wurden beim Jugendmarschbewerb 1. in der Kategorie „Musikalität“. Beim Frühschoppen am Sonntag spielte die MMK Seewalchen und sorgte für eine grandiose Stimmung im Festzelt.
- 4. Juli 2024. Gemeinderatssitzung.
Beim TOP 1 fanden Nachwahlen der ÖVP Fraktion in den Sozialausschuss statt. ÖVP Gemeinderätin Elisabeth Neuwirth (Ortsbäuerin aus Ainwalchen), hatte ihr Gemeinderatsmandat aus gesundheitlichen Gründen per 2.7.2024 zurückgelegt. Ihr Gemeinderatsmandat übernahm Gudrun Melik. Ihr Mandat im Sozialausschuss übernahm Martin Günther. Als neues Ersatzmitglied wurde Christoph Gingl in den Sozialausschuss gewählt. Neuwirths Mandat (Ersatzmitglied) im Sozialhilfeverband übernahm Gemeinderätin Mag. Maria Dachs.
- 7. Juli 2024. Finaltag bei der Pro Beach Battle.
Sportlich stand das Turnier ganz im Zeichen der Kinder von Ex-Volleyball-Star Nik Berger. Seine erst 16-jährige Tochter Lia Berger wurde mit Partnerin Lilli Hohenauer (17) Zweite. Sie unterlagen im Finale dem tschechisch-slowenischen Duo Barbora Hermannova und Tjasa Kotnik. Sohn Tim Berger besiegte mit Partner Tim Hammarberg die favorisierten Olympiateilnehmer Alex Horst und Julian Hörl.
- 13. Juli 2024. Auszeichnung Lehrabschlussprüfung.
Vor 3 Jahren begann Astrid Mayrhofer ihre Ausbildung zur Verwaltungsassistentin im Gemeindeamt Seewalchen. Vor Kurzem hatte sie ihre Lehre mit einem ausgezeichneten Erfolg bei der Lehrabschlussprüfung beendet. Im Bild das Rathausteam mit der erfolgreichen Mitarbeiterin.
- 15. Juli 2024. Neuer Spielturm im Gemeindegarten.
Auf Initiative des Ausschusses für Soziales und Generationen unter Obmann 2. Vbgm. Jürgen Kirchberger wurde ein neues Kombi-Spielgerät am Spielplatz im Gemeindegarten errichtet.
- 30. Juli 2024. Fabian Egger neuer JVP Bezirksobmann.
Der Sohn von Bürgermeister Gerald Egger, Fabian Egger, wurde beim Bezirkstag der Jungen ÖVP Vöcklabruck im Beisein von Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm zum neuen Bezirksobmann und Nachfolger von Ludwig Seiringer gewählt. Die JVP Bezirksversammlung fand auf einem Attersee-Schiff statt. Beim Start in Attersee kam der in Nußdorf urlaubende Bundespräsident Alexander van der Bellen kurz dazu.
- 3. August 2024. Attersee Überquerung.
Bei der 36. Attersee Überquerung von Weyregg nach Atteree nahmen 400 Schwimmer teil, darunter auch VS-Elternvereinsobmann und Gemeinderat Martin Günther und seine Gattin Reka teil. Reka Günther belegte in ihrer Klasse den 2. Platz. Bei der Sportveranstaltung kam es zu einem medizinischen Notfall. Trotz sofort eingeleiteter Rettung starb ein 62-jähriger aus Pfarrkirchen im Mühlkreis während des Schwimmrennens. 3. und 4. August 2024. Eröffnungsfeier Feuerwehrhaus FF Seewalchen. Zahlreiche Ehrengäste und Gastfeuerwehren kamen zur feierlichen Eröffnung des im Vorjahr fertiggestellten neuen Feuerwehrhauses der FF Seewalchen. Zum Festakt am 3. August war u.a. der Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes, Landeskommandant Robert Mayer und Gemeindebundpräsident LAbg. Christian Mader gekommen.
- 8. August 2024. Blühstreifenaktion des Bauernbundes.
Der Bauernbund und die Ortsbauernschaft Seewalchen legten im Gemeindegebiet 15 Blühstreifen mit Sonnenblumen zum Gratispflücken an.
- 9. August 2024. Neues Rettungsfahrzeug.
Die Rot Kreuz Ortsstelle Seewalchen erhielt ein neues Rettungsauto. Das Einsatzfahrzeug wurde bei einer kleinen Feier von Pfarrer Roman Fraiss gesegnet.
- 18. August 2024. Racing Team der Union Sport Streicher Seewalchen Vizestaatsmeister.
Beim Extrem- Radsport-Event „Race around Austria“ mit Start und Ziel in St. Georgen im Attergau belegte das 16-köpfige Team mit den Rennfahrern Tom Streicher, Michael Öttl, Stefan und Michael Lammer nach 2 Tagen, 11 Stunden und 24 Minuten den 2. Platz im 4er Ultra Cycling, dem Rennen über 2.200 km und 30.000 Höhenmeter.
- 22. August 2024. Mathias Mair WM-Fünfter.
Der Seewalchner Mathias Mair, Leistungssportler des Rudervereins Seewalchen RVS, belegte mit seinem Partner Elias Hautsch (LIA Wien) bei der U 23 Ruder- Weltmeisterschaft in St. Catharines (Canada) im Leichten Doppel-Zweier den ausgezeichneten 5. Platz. Die beiden hatten schon Anfang Juli bei der FISU World University Championship die Silbermedaille gewonnen.
- August 2024. Mit dem jungen Steindorfer Fabian Egger,
Sohn des Bürgermeisters Gerald Egger, der Gamperner Vizebürgermeisterin und ÖAAB Bezirksobfrau Manuela Gschwandtner, sowie Nationalrat Mag. Gerhard Kaniak aus Schörfling, traten drei KandidatInnen mit Seewalchen-Bezug bei der Nationalratswahl am 29. September 2024 an. Fabian Egger war bis zum Schuljahr 1923/24 Obmann der Union Höherer Schüler UHS und vertrat als solcher die Anliegen von 95.000 Oberstufenschüler. Anfang August 2024 wurde der nunmehrige Jus-Student zum Bezirksobmann der Jungen ÖVP des Bezirks Vöcklabruck gewählt. Vbgm. Manuela Gschwandtner, Obfrau des Bezirksabfallverbandes Vöcklabruck und Bezirksobfrau des ÖAAB, war in der Periode 2009 bis 2015 fast sechs Jahre lang Gemeinderätin in Seewalchen. FPÖ Bezirksparteiobmann und Gemeindevorstand Mag. Gerhard Kaniak, wie sein Vater Erich Apotheker, war schon bisher Mitglied des Nationalrates. Egger und Gschwandtner kandidierten erstmals. Kaniak lebte eine Zeit lang in der Atterseestraße in Seewalchen und war in der Periode 2009-15 einige Jahre lang FPÖ Ersatzgemeinderat und Mitglied des Kulturausschusses.
- 31. August 2024. FF Steindorf beim Bundesbewerb.
Die Bewerbsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Steindorf trat bei Feuerwehr-Bundesbewerb in Feldkirch an, die unter dem Kommando von Hannes Niedermayer stattfand, dem Abschnittskommandanten von Schwanenstadt. Unter den 384 Bewerbsgruppen waren 85 aus Oberösterreich. Die FF Steindorf erreichte in Silber und Bronze die Plätze 23 und 20.
Wettersturz und Hochwasser. Am Sonntag, 8. September 2015 gab es in Seewalchen den letzten Sommertag mit 30 Grad und Badewetter mit 23 Grad im See. Dann schlug das Wetter um. Ein regelrechter Wettersturz erfolgte am 12. September. Eine besondere Tiefdrucklage mit warm-feuchter Mittelmeerluft und kalt-feuchter Grönland-Luft bescherte dem Norden und Osten Österreichs Dauerregen mit Überschwemmungen und Hochwasser. Die Regenspitzen betrugen innerhalb von 5 Tagen bis zu 400 l/m2, eine Regenmenge, die normalerweise in 9 Monaten fällt. Die Temperaturen sanken auf nur noch 4 bis 10 Grad. Am Hochlecken lag rd. 1 m Schnee. Niederösterreich wurde zum Katastrophengebiet erklärt. Auch in Seewalchen gab es in der Nacht zum 17. September mehrere Überflutungen. Kraimserbach und Hainingerbach schwollen stark an und traten stellenweise aus den Ufern. Der Pegelstand des Attersees stieg in Kammer um 75 cm auf 222 cm (Normalpegel an der Attersee-Klauswehr: 147 cm). Der See flutete einige Seeufergrundstücke und trat in Moos und Buchberg über die Ufer. Die B 151 Attersee Bundesstraße musste kurzfristig gesperrt werden. Am 17. September hörte der Regen auf und die Überflutungen gingen langsam zurück. Am 23. September hatte der See noch immer einen Pegelstand von 200.
- 29. September 2024. FPÖ gewinnt Nationalratswahl.
Die Nationalratswahl bescherte der Freiheitlichen Partei unter Herbert Kickl mit rd. 29% einen klaren Wahlsieg. Die ÖVP unter Bundeskanzler Karl Nehammer stürzte auf rd. 26% und Platz 2 ab. Die SPÖ unter Andreas Babler kam mit rd. 21% nur noch auf Platz 3. Die Grünen mit Vizekanzler Werner Kogler verloren rd. 5% auf rd. 8% und rangierten nur noch auf Platz 5, hinter den Neos, die mit Beate Meinl-Reisinger rd. 1% auf rd. 9% dazu gewannen. Die Kleinparteien wie z.B. die Bierpartei unter Dominik Wlazny und die KPÖ scheiterten an der 4%-Hürde und kamen nicht in den Nationalrat.
- 1.Oktober 2024. Personalrochade in der FPÖ Seewalchen.
Mit Wirkung vom 1. Oktober 2024 legte FPÖ Obmann Siegfried Schmuck sein Gemeinderatsmandat zurück. Dieses wurde von Liane Mangold übernommen. Die frühere 2. Vizebürgermeisterin Karin Hemetsberger legte am 13.11.2024 ihr Mandat im Gemeindevorstand und die Funktion der Fraktionsobfrau zurück. Ihr Gemeinderatsmandat behielt sie. Als Nachfolgerin im Gemeindevorstand und als FPÖ Fraktionsobfrau wurde ihre Tochter, Mag. Irene Autengruber, designiert. Ihre Wahl als neues FPÖ Vorstandsmitglied erfolgte in der Gemeinderatssitzung am 14. November 2024. Beim Ortsparteitag der FPÖ Seewalchen am 6.11. wurde Reinhard Pfeil zum neuen FPÖ Ortsparteiobmann gewählt.
- 19. Oktober 2024. Erster Seewalchner Wirtschaftsempfang.
Unter dieser Bezeichnung fand auf Initiative des Wirtschafts- und Projektausschusses der Marktgemeinde Seewalchen in der Rosenwind-Apotheke ein Abend für die Seewalchner Wirtschaft statt.
- 20. Oktober 2024. Seniorentag.
Mit über 200 Gästen war der alljährliche Gemeindeseniorentag im Kultursaal wieder sehr gut besucht. Eingeladen waren alle Bewohner im Alter von 70+ Jahren. Bgm. Gerald Egger zeigte einen Jahresrückblick mit Fotoschau.
Abbruch und Neubau. Ein Stück Seewalchner Wirtschaftsgeschichte, das seit Jahren leerstehende Möbelhaus Aigner in der Hauptstraße 31, wo einst die kleine Tischlerei Kette stand und die Firma MöbelAigner ihren Ausgang nahm, wurde im Oktober 2024 abgerissen. Die Baufirma GSA wird dort ein mehrgeschossiges Wohnhaus mit 8 Eigentumswohnungen errichten.
- November 2024: Die Bühne Seewalchen spielte zwischen 6. und 16. November acht mal das Lustspiel „Zum komischen Kauz“ im Kultursaal Seewalchen.
Die Aufführungen waren gut besucht und kamen bei den Zuschauern, viele davon aus Nachbargemeinden, recht gut an. Hias Stabauer spielte den Hüttenwirt, Barbara Schimek glänzte als lustige Kellnerin bzw. „Mädchen für alles“ namens Paula. Maria Huemer aus Kemating spielte eine (vermeintliche) Nonne. Sarah Berger mimte Susi, die Tochter des Hüttenwirts. ÖVP Gemeinderat Gerald Filimon aus Steindorf spielte als Hüttengast Jack zum ersten Mal mit.
Emma Zelzer ist 100: Am 14. November 2024 beging Frau Emma Zelzer, Mutter der Gemeindebediensteten im Meldeamt und Standesamt der Marktgemeinde Seewalchen, Isolde Zelzer, im Seniorenheim der Stadt Vöcklabruck ihren 100sten Geburtstag. Die ausgebildete Kindergärtnerin kam 1956 nach Seewalchen. Zum Jubiläum der aus Feldkirch in Vorarlberg stammenden, früheren Werkstattleiterin der Firma Trachten Tostmann gratulierten u.a. Bürgermeister Gerald Egger und der Landesobmann des Seniorenbundes, LH a.D. Dr. Josef Pühringer. Auch der Standortbürgermeister Peter Schobesberger aus Vöcklabruck gratulierte.
Wachablöse bei den ÖVP Frauen. Bei der Jahreshauptversammlung der Seewalchner ÖVP Frauen legte Obfrau Rosa Loidl aus Kemating nach 27 Jahren die Leitung in jüngere Hände. Rosi Loidl hatte im Herbst 1997 die Leitung der legendären Gründungsobfrau (1975) Anica Seifert übernommen. Den neuen Vorstand bilden Sandra Kritzinger, Mag. Katrin Leithner-Mekiska, Martina Muhr und Andrea Nußbaumer. Rosa Loidl und Gabi Karl blieben als Beiräte im neuen Team.
Ehrungsfeier der Gemeinde. Am 22. November 2024 lud die Marktgemeinde Seewalchen zahlreiche Personen, die sich um die Marktgemeinde Seewalchen am Attersee verdient gemacht haben, zum „Herbstfest“ ins Hotel Attersee ein. Nachdem der Gemeinderat die Ehrungen in der Sitzung am 14. November 2024 beschlossen hatte, wurden die Ehrenzeichen bei diesem Festabend überreicht.
- 29. November 2024. Taktstockübergabe bei der MMK.
Beim traditionellen Cäcilienkonzert der Marktmusikkapelle Seewalchen kam es zur Taktstockübergabe von Kapellmeister Andreas Reiter an seinen Nachfolger Simon Zirwig. Letztmalig dirigierte Andreas Reiter das Musikstück „Phantom der Oper“. Danach übergab er nach 11 Jahren Kapellmeistertätigkeit den Platz am Dirigentenpult an Simon Zirwig. Durch das Programm führte zum zweiten Mal Claudia Reiter.
- 12. Dezember 2024. Großbrand in Pettighofen.
Aufgrund von Flämmarbeiten kam es im Mehrparteienwohnhaus Pettighofen 22 (ehemaliges Restaurant-Pension „Sissy Grill“ von Elisabeth Layer) zu einem Dachstuhlbrand. Die Bewohner konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden, es gab keine Verletzten. Die Löscharbeiten gestalteten sich als äußerst schwierig.
Advent am See. An den vier Adventsamstagen fand zum zweiten Mal die Veranstaltung „Advent am See“ im Strandbad statt, mit Standlmarkt, Musikbühne, Ausschank von Speisen und Getränken und mit einem individuellen Tagesprogramm an den einzelnen Veranstaltungstagen. Die Adventkerzen am Sprungturm waren wieder das Markenzeichen für den „höchsten Adventkranz“ Österreichs.
- 12. Dezember 2024. Gemeinderatssitzung.
In der GR-Sitzung wurde u.a. das Gemeindebudget für 2025 beschlossen. Die Budgeterstellung war angesichts der nach wie vor steigenden Fixkosten im Gesundheits- und Sozialbereich herausfordernd. Die erwarteten Abgänge konnten durch vorhandene Rücklagen bedeckt werden. Im TOP 2.1 wurde der Grundsatzbeschluss gefasst, eine Teilfläche des gemeindeeigenen Grundstücks 2369/6 KG Seewalchen (am Siebenmühlenweg im Bereich des Spielplatzes) an die Innviertler Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft (ISG) in Ried für die Errichtung eines „leistbaren Wohnprojektes“ mit 21 Wohnungen und einer Tiefgarage zu verpachten. Der Pachtvertrag sieht einen Baurechtszins von 150.- Euro pro Monat und eine Laufzeit von 99 Jahren vor. Im TOP 6.1 wurde der Finanzierungsplan für die Errichtung einer provisorischen 5. Kindergartengruppe ab September 2025 mit einer Containerlösung am Areal des KiGa Seewalchen beschlossen. Für Kosten von rd. 150.000.- Euro musste ein Gemeindeanteil von rd. 62.000.- Euro budgetiert werden. Im Jänner 2025 ist die Übersiedlung der Arztordination Dr. Reiter & Dr. Hochhauser von der Hauptstraße 17 ins Aichergut geplant und der Mietvertrag mit der Gemeinde bereits gekündigt. Im TOP 2.2. beschloss der Gemeinderat den Verkauf der gemeindeeigenen Räumlichkeiten der Arztordination in der Hauptstraße 17 mit einer erwarteten Verkaufssumme lt. Bewertung vom Ingenieurbüro Dr. Heinz Häupl in Höhe von 580.000.- Euro. Der Verkaufserlös soll für den geplanten Neubau von Kindergarten und Musikschule verwendet werden.
- 29. Dezember 2024. Schwerer Böllerunfall in Seewalchen.
Mit einem selbstgebastelten Feuerwerkskörper hatte sich ein 18-jähriger Seewalchner am Abend des 29.12. schwere Verletzungen an der Hand und im Gesicht zugezogen. Nach der Versorgung durch den Notarzt kam er ins Krankenhaus Vöcklabruck und wurde ins Unfallkrankenhaus Linz weitertransportiert, weil mikrochirurgische Eingriffe notwendig wurden.
Chronik der Marktgemeinde Seewalchen |
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1850 - Beginn der Aufzeichnungen - Übersicht 1851-1880 | 1881-1900 | 1901-1920 |
Quellen
- Chronik der Marktgemeinde Seewalchen
- Diverse Chroniken und Festschriften von Vereinen
- Sitzungsprotokolle des Gemeinderates und Gemeindeausschusses
- Ergänzende Zeitungsartikel
- Seewalchner Marktblatt
- Gemeindezeitungen: Seewalchner Gemeindebote, Seewalchen aktuell
- Adolf Bocksleitner: Seewalchen am Attersee, ein Heimatbuch; Verlag Julius Wimmer, Linz, September 1929
- Hans Dickinger: Geschichte von Schörfling, Marktgemeinde Schörfling am Attersee, 1988
- zusammengestellt bis 2021 von Johann Rauchenzauner
- zusammengestellt ab 2021 von Johann Reiter